Welche Marmelade ist typisch für Berliner Pfannkuchen? Ein umfassender Leitfaden
Berliner, Pfannkuchen, Krapfen oder Kräppel - die Vielfalt der Namen für dieses beliebte Gebäck ist groß. Doch was macht einen typischen Berliner aus, und welche Marmelade gehört traditionell hinein? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte rund um die Füllung von Berlinern und gibt Tipps zur Zubereitung.
Die traditionelle Füllung: Erdbeermarmelade
Laut Aussage eines Bäckermeisters mit über 40 Jahren Erfahrung sind "die richtigen original Berliner Pfannkuchen mit Erdbeermarmelade gefüllt". Diese Aussage deutet darauf hin, dass Erdbeermarmelade eine lange Tradition als typische Füllung für Berliner hat.
Vielfalt der Füllungen im Laufe der Zeit
Obwohl Erdbeermarmelade als klassisch gilt, hat sich die Vielfalt der Füllungen im Laufe der Zeit erweitert. Heutzutage findet man Berliner mit den verschiedensten Füllungen, darunter Pflaumenmus, Puddingcreme, Eierlikör oder sogar Scherzvarianten mit Senf.
Regionale Unterschiede
Die Bezeichnung und Füllung von Berlinern variieren je nach Region. In Berlin selbst werden sie als Pfannkuchen bezeichnet, während sie im Westen Deutschlands als Berliner, in Bayern als Krapfen und in Hessen als Kräppel bekannt sind. Diese regionalen Unterschiede spiegeln sich auch in den bevorzugten Füllungen wider.
Selbstgemachte Himbeer-Johannisbeer-Füllung
Eine besonders schmackhafte Alternative zur traditionellen Erdbeermarmelade ist eine selbstgemachte Himbeer-Johannisbeer-Füllung. Für diese Füllung werden Himbeeren und Johannisbeeren mit Limettensaft und Vanille kurz erhitzt, anschließend püriert und mit Gelierzucker aufgekocht.
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Tipps zum Füllen von Berlinern
Es gibt verschiedene Methoden, um die Füllung in die Berliner zu bekommen:
- Spritzbeutel mit Fülltülle: Die Konfitüre wird in einen Spritzbeutel mit Fülltülle gefüllt und seitlich in den Berliner gespritzt.
- Einwegspritze: Eine Einwegspritze ermöglicht eine präzise Dosierung der Marmelade.
- Aufschneiden und Füllen: Der Berliner wird aufgeschnitten, gefüllt und wieder zugeklappt.
- Gefrierbeutel als Spritzbeutel: Ein Gefrierbeutel wird zum Spritzbeutel umfunktioniert. Mit einem Löffelstiel kann ein Loch vorgebohrt werden, um die Füllung bis zur Mitte des Berliners zu bringen.
Berliner selber backen: Ein Rezept
Hier ist ein Rezept, um Berliner selber zu backen:
Zutaten:
- 125 ml Milch
- 1 Würfel (42 g) Hefe
- 500 g Mehl + etwas für die Arbeitsfläche
- 200 g Zucker
- Salz
- 2 Eier (Gr. M)
- 100 g weiche Butter
- Öl zum Frittieren (z. B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- 280 g Konfitüre nach Geschmack (z. B. Himbeer-Konfitüre)
Zubereitung:
- Für den Hefeteig Milch lauwarm erwärmen. Hefe in die Milch bröckeln und unter Rühren auflösen. Mehl, Zucker, Salz, Eier und Butter in Flöckchen in eine große Rührschüssel geben. Hefemilch zum Mehl in die Rührschüssel gießen und alles mit den Knethaken des Handmixers zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.
- Teig mit bemehlten Händen nochmal kräftig durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 cm dick ausrollen. Kreise (à ca. 8 cm Durchmesser) aus dem Teig stechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
- Öl zum Ausbacken in einem weiten Topf auf 170-180 °C erhitzen. Berliner portionsweise mit einer Schaumkelle in das Fett geben. 7-8 Minuten goldbraun backen, dabei einmal wenden.
- Berliner mit der Schaumkelle herausheben und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen, noch warm in Zucker wenden.
- Konfitüre in einen Spritzbeutel mit Fülltülle füllen. In jeden Berliner seitlich ca. 20 g Konfitüre hineinspritzen und anschließend auskühlen lassen.
Alternativen zum Frittieren
Wer das Frittieren vermeiden möchte, kann Berliner auch im Backofen oder in der Heißluftfritteuse zubereiten:
- Backofen: Berliner können im Ofen gebacken und anschließend mit Puderzucker oder Zuckerguss verziert werden.
- Heißluftfritteuse: Berliner aus der Heißluftfritteuse sind eine fettärmere Alternative. Die Teiglinge werden mit Milch bestrichen und bei 160 °C 10-12 Minuten gebacken. Anschließend mit geschmolzener Butter bestreichen und in Zucker wälzen.
Tipps für das perfekte Frittieren
- Das richtige Fett: Es sollte ein hocherhitzbares Fett wie Sonnenblumen- oder Rapsöl verwendet werden. Alternativ kann man das Gebäck auch in Butterschmalz frittieren.
- Die richtige Temperatur: Die ideale Frittiertemperatur liegt bei 160-180 °C. Ein Fett-Thermometer hilft bei der Kontrolle.
- Testen der Temperatur: Wer kein Thermometer hat, kann die Temperatur mit einem Holzspieß oder einem Kochlöffel-Stiel testen. Bilden sich Blasen um den Spieß, ist das Fett heiß genug.
Berliner ohne Hefe
Für diejenigen, die auf Hefe verzichten möchten, gibt es Rezepte für Berliner mit süßem Sauerteig.
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