Rezept für Wattekuchen mit Kakao
Luftig, luftiger, Wattekuchen! Schon der Name klingt, als könnte man damit Wolken schieben. Dieser fluffige Blechkuchen stammt aus der großen Familie der einfachen Rührteige, die in deutschen Küchen spätestens ab der Mitte des 20. Jahrhunderts Karriere machten. Öl statt Butter, Mineralwasser für Extra-Luftigkeit, Backblech statt Tortenring - praktisch, günstig, schnell. Das ist die Art von Kuchen, die überall auftaucht und immer zuerst weg ist. Wir verraten dir das Rezept!
Was ist Wattekuchen?
Der Wattekuchen ist ein einfacher Blechkuchen, der vor allem in der DDR sehr beliebt war. Der Kuchenboden besteht aus einem simplen Rührteig und wird durch etwas Sprudelwasser so richtig schön luftig und locker - fast wie Wolken auf einem Kuchenblech! Darauf kommt eine cremige Schicht Vanillepudding, die den Kuchen schön saftig macht. Das Topping besteht aus einer Mischung von Zucker, Butter oder Margarine und Kokosraspeln.
Zutaten (für ein tiefes Backblech, ca. 26 x 38 cm)
- 300 g Mehl (3 Tassen)
- 150-200 g Zucker (je nach Version 150 g oder 2 Tassen / 300 g; für dieses Rezept nehmen wir 150 g-200 g, siehe Hinweise)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 180-150 ml neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl; 150 ml)
- 150 ml Mineralwasser (viel Kohlensäure)
- 3-4 Eier (je nach Angabe 3 Eier)
- 1 Päckchen Backpulver
- Für die Puddingschicht: 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 2 EL Zucker, 500 ml Milch
- Für den Belag: 70-80 g Butter, 70 g Zucker, 70 g Kokosraspeln
Vorbereitung
Heize den Backofen auf 170-180 °C vor und lege ein tiefes Backblech mit Backpapier aus. Ein tiefes Backblech (Innenmaße ca. 26 x 38 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand mit etwas Margarine oder Butter einfetten, falls gewünscht.
Teig zubereiten
Gib Mehl, Zucker, Vanillezucker, Öl, Mineralwasser, Eier und Backpulver in eine Schüssel und rühre alles mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig. Übrige Zutaten hinzufügen und alles mit einem Handrührgerät (Rührbesen) kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe 2 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Verstreiche den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Blech. Verteile den Teig zügig aufs Blech und gib ihn in den vorgeheizten Ofen - die Kohlensäure wartet nicht.
Backen
Backe den Wattekuchen 15-20 Minuten, bis er goldbraun ist. Je nach Rezeptangabe variiert die Backzeit: einige Varianten empfehlen 15 Minuten bei 180 °C Umluft, andere 20 Minuten bei 170 °C. Nimm ihn heraus und lass ihn etwas abkühlen.
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Pudding kochen und auftragen
Rühre das Vanillepuddingpulver mit Zucker und etwas kalter Milch glatt. Koche die restliche Milch auf und rühre das angerührte Puddingpulver ein. Lass den Pudding etwa 1 Minute köcheln, bis er eindickt. Für den Pudding: Pulver mit etwas kalter Milch und Zucker glatt rühren, restliche Milch aufkochen, einrühren, 1 Minute blubbern lassen; direkt mit Folie auf der Oberfläche abdecken, damit keine Haut entsteht. Verteile den warmen, aber nicht heißen Pudding gleichmäßig auf dem vollständig abgekühlten Boden, so verbindet er sich gut, ohne ihn aufzuweichen.
Kokos-Belag
Schmilz für den Belag die Butter in einem Topf, gib Zucker und Kokosraspeln dazu und vermische alles gut. Für die Kokos-Schicht kannst du die Raspel kurz in der Butter „anrösten“, bis sie duften - mehr Geschmack, aber Achtung, sie bräunen schnell. Verteile die Masse gleichmäßig auf dem Pudding. Gleichmäßig verteilen, dann unbedingt kaltstellen, damit sich alles setzt.
Kühlen, schneiden, servieren
Stelle den Kuchen für mindestens 1 Stunde kalt, damit der Belag fest wird. Serviert wird der Wattekuchen am besten gut durchgezogen, in großen oder kleinen Quadraten, je nach Kuchenhunger. Schneiden gelingt sauber mit einem abgespülten, trockenen Messer. Damit schweben alle bald auf Wolke sieben!
Tipps & Variationen
- Mineralwasser im Teig ist ein smarter Trick, der spätestens mit der großen Rührkuchen-Welle populär wurde.
- Du kannst (fast) alle Zutaten für den Kuchenboden ganz bequem mit einer kleinen Kaffeetasse abmessen (ca. Richtwerte siehe Zutaten).
- Für mehr Geschmack die Kokosraspeln vor dem Verteilen kurz anrösten.
- Wer mag, kann statt Kokos auch Schokoladenglasur, geraspelte Schokolade oder Kakao-Sahne als Belag verwenden.
- Varianten: Mit Rhabarber oder anderen Früchten saisonal ergänzen; Wattekuchen mit Pudding und Kokos ist ein klassischer Mix aus Puddingkuchen und Kokosstreuseln der 1970er-80er.
Kurzcheck: Zeitplan
- Vorheizen und Blech vorbereiten - 10 Min.
- Teig rühren und aufs Blech streichen - 10 Min.
- Backen - 15-20 Min.
- Pudding kochen und auftragen - 10 Min.
- Belag vorbereiten, verteilen und Kühlen - ≥60 Min.
Wichtige Hinweise zur Rezeptvariation
Die genaue Menge Zucker im Teig variiert in den Vorlagen (150 g bis 300 g). Für einen klassischen, nicht zu süßen Wattekuchen empfehlen wir 150-200 g Zucker im Boden und zusätzlich 2 EL Zucker im Pudding. Wenn du einen sehr süßen Geschmack bevorzugst, kannst du die Mengen entsprechend anpassen.
| Komponente | Zutaten | Menge (empfohlen) |
|---|---|---|
| Boden | Mehl, Zucker, Vanillezucker, Öl, Mineralwasser, Eier, Backpulver | 300 g Mehl, 150-200 g Zucker, 150 ml Öl, 150 ml Mineralwasser, 3 Eier, 1 Pck. Backpulver |
| Pudding | Vanillepuddingpulver, Zucker, Milch | 1 Pck. Pudding, 2 EL Zucker, 500 ml Milch |
| Belag | Butte r, Zucker, Kokosraspeln | 70-80 g Butter, 70 g Zucker, 70 g Kokosraspeln |
Blechkuchen sind eine tolle Möglichkeit, viele Süßmäuler auf einmal glücklich zu machen. Saisonalen Genuss backst du dir mit Rhabarber-Zitronenkuchen vom Blech, ebenfalls Kultstatus haben der Maulwurfkuchen vom Blech sowie eine Linzer Torte vom Blech. Der Kokos-Pudding-Kuchen ist blitzschnell fertiggebacken. Ideal also, wenn du spontan Besuch bekommst oder einfach mal Lust auf eine süße Belohnung hast.
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