Rezept für Walnusskekse mit Marmelade
Diese Walnusskekse vereinen einen buttrigen Nuss-Mürbteig mit fruchtiger Marmelade und einer dekorativen Glasur. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Geduld, da der Teig kühlt und die Kekse gefüllt und verziert werden, doch der kleine Aufwand lohnt sich: Mit Omas Rezept werden die weltbesten Walnusskekse saftig und himmlisch lecker.
Zutaten (ca. 30-90 Kekse, je nach Größe)
- 200-250 g Mehl (z. B. Typ 405)
- 50-100 g gemahlene Walnüsse (oder gemahlene Mandeln/Walnüsse je nach Rezeptvariante)
- 100-125 g Butter (kalt oder weich, laktosefrei möglich)
- 100 g Zucker oder 120 g Staubzucker
- 1 Ei (oder 1 Dotter bei manchen Varianten)
- 1 EL Vanillezucker oder Vanillemark
- 1 Prise Salz
- Stärke oder 1 TL Backpulver (je nach Rezeptvariante)
- Marmelade oder Gelee nach Wahl (Aprikose, Himbeere, Johannisbeere, Marille)
- Puderzucker und Zitronensaft für Zuckerguss oder Kuvertüre/Schokoladenglasur
- Walnusshälften zum Dekorieren
Vorbereitung und Tipps
- Die gemahlenen Nüsse in einer großen beschichteten Pfanne kurz anrösten, bis sie duften, dann in ein Schüsselchen oder auf einen Teller geben und etwas abkühlen lassen. Dadurch entfaltet sich das Aroma.
- Die angegebenen Kühlzeiten des Teiges beachten! Eine Ruhephase im Kühlschrank macht einen echten Unterschied: Durch das Kühlen festigt sich das Fett in der Butter, und der Teig läuft beim Backen nicht auseinander.
- Ausrollhölzer (z. B. 3 mm oder 5 mm) sorgen dafür, dass die Plätzchen alle gleich dick werden. Ich nutze meistens die 3 mm und 5 mm dicken Hölzer für meine Plätzchen.
- Immer dicht an dicht ausstechen, damit möglichst wenig Teig für das nächste Ausrollen übrig bleibt. Den Ausstecher ab und zu mit Mehl bestäuben, damit er nicht kleben bleibt.
- Ist der Teig doch zu trocken geworden? Dann hilft es oft, 1-2 EL kalte Milch oder Wasser unterzukneten.
Zubereitung (Schritt-für-Schritt)
1. Teig vorbereiten
Für den gerührten Mürbeteig die weiche Butter und den Zucker hell schaumig schlagen, dann das zimmerwarme Ei unterschlagen. Nüsse, Mehl, Backpulver, Salz und Zimt mischen. Unter die Butter-Zucker-Masse kneten. Den Teig in 2 Portionen teilen, diese leicht platt drücken und in Folie gewickelt oder einer Tupperdose mindestens 2 Stunden oder über Nacht kühlstellen.
Alternativ: Aus Mehl, Nüssen, Staubzucker, Vanillezucker, Dotter und Butter einen Mürbteig bereiten. Für die Zubereitung in der Küchenmaschine die Zutaten mit dem Knethaken zu einem bröseligen Teig kneten und anschließend von Hand zu einem glatten Teig kneten. Für die Zubereitung von Hand die trockenen Zutaten auf die Arbeitsfläche häufen, die Butter in kleinen Stücken darüber schneiden und den Dotter dazu geben. Alles mit kalten Händen rasch zu einem glatten Teig kneten. Den Teig etwa eine halbe Stunde kühlen.
2. Ausrollen und Ausstechen
Die erste Teigportion aus dem Kühlschrank holen und kurz Zimmertemperatur annehmen lassen. Auf etwas Mehl, einer Backmatte oder noch besser zwischen zwei Lagen Folie dünn ausrollen. Teig portionsweise 3 - 4 mm dick ausrollen. Mit einem runden oder leicht gewellten Ausstecher (ca. 3 - 4 cm Durchmesser) ca. 30-90 Plätzchen ausstechen (je nach Rezeptvariante und gewünschter Größe). 90 Kreise mit gewelltem Rand (3 - 4 cm ⌀) ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
3. Backen
Den Ofen auf 180° C Ober- und Unterhitze (oder 160° Umluft) vorheizen. Die Plätzchen auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und je nach Größe und Dicke etwa 9-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Im vorgeheizten Backofen (180°) ca. 10 - 12 Minuten backen. Die Backzeit ist stark abhängig vom Backrohr - behalte die Kekse im Auge, damit sie nicht zu dunkel werden! Die fertigen Kekse aus dem Backrohr nehmen und auskühlen lassen.
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4. Füllen
Für die unteren Plätzchen die Marmelade leicht erwärmen, z. B. kurz in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf, und glattrühren. Erwärme die Marmelade oder das Gelee kurz in der Mikrowelle oder in einem Topf. Bestreiche die Hälfte der Plätzchen mit der Marmelade und setze die andere Hälfte darauf. Die Marmeladen- und Zuckerguss-Menge ist nur eine grobe Angabe und hängt von der Anzahl der Plätzchen bzw. der Größe ab.
Die Hälfte der abgekühlten Plätzchen wird als „Deckel“ mit Zuckerguss bestrichen. Dafür gesiebten Puderzucker mit so viel Flüssigkeit glatt rühren, dass ein eher zäher, aber streichbarer Guss entsteht. Konfitüre erwärmen und durch ein Sieb streichen. Die Hälfte der Plätzchen damit bestreichen und jeweils mit einem unbestrichenen zusammensetzen.
5. Glasur und Dekoration
Puderzucker mit Zitronensaft dicklich verrühren, in einen kleinen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und die Plätzchen damit gitterartig verzieren. Statt Zuckerguss (z. B. mit Zitrone oder Rum) passt übrigens auch Schokoladenglasur. Schmelze die Kuchenglasur laut Packungsanweisung und gib mit einem Teelöffel oder mithilfe eines Spritzbeutels jeweils einen Klecks Schokolade auf die obere Hälfte. Sofort jeweils 1 Nusshälfte darauf setzen und trocknen lassen. Die Walnuss-Blumen mit der Oberseite in die Schokoladenglasur tauchen oder mit einem Backpinsel mit Glasur bestreichen. Auf jede Blume eine Walnusshälfte setzen. Komplett abkühlen lassen.
Varianten und Ergänzungen
- Die Walnusskekse werden mit dünnen Marzipan-Scheiben gefüllt: Das Marzipan etwa 1 mm dick ausrollen und mit dem Ausstecher ausstechen, dann zwischen zwei Keksschichten legen.
- Statt Marmelade kannst du Fruchtkompott, Fruchtgelee oder sogar Karamellfüllung verwenden. Für eine leckere Karamellfüllung können Karamellbonbons geschmolzen und in die Mitte der Plätzchen gegeben werden.
- Für die perfekte Optik der Plätzchen mit Walnüssen obendrauf solltest du darauf achten, dass der Ausstecher in puncto Größe zu euren Walnusshälften passt.
- Um den Keksen eine warme und würzige Note zu verleihen, kann man mit Gewürzen wie Zimt, Ingwer oder Muskatnuss im Teig experimentieren.
- Statt Zuckerguss passt auch Schokoladenglasur, die zusätzlich mit gehackten Walnüssen bestreut werden kann.
Häufige Fragen & Tipps
- Warum schmecken meine Plätzchen manchmal bitter? Ein bitterer Geschmack bei Walnussplätzchen kommt oft von zu alten oder falsch gelagerten Nüssen. Ich prüfe sie deshalb vorher: Wenn eine Handvoll Walnüsse beim Zerbeißen eher pelzig schmeckt oder dunkel verfärbt ist, sortiere ich sie aus.
- Welche Rolle spielt die Walnussqualität? Ich bevorzuge helle, frische Walnusskerne, denn sie sind milder im Geschmack und aromatischer. Beim Verarbeiten hacke ich einen Teil grob, damit man beim Hineinbeißen noch Struktur spürt. Einen anderen Teil mahle ich fein und arbeite ihn in den Teig ein.
- Wie halte ich die Plätzchen lange frisch? Nach dem Backen sollten die Plätzchen vollständig auskühlen, bevor sie in eine luftdichte Dose gelegt werden. Am besten mit Lagen aus Backpapier dazwischen. An einem kühlen, trockenen Ort (nicht im Kühlschrank) bleiben sie mehrere Wochen frisch.
- Was tun, wenn Plätzchen zu dunkel oder zerbrochen sind? Sollte wirklich mal alles schiefgelaufen sein und deine Plätzchen sind dir zu dunkel geworden oder sogar zerbrochen, dann zerkrümle sie einfach und verwende sie für ein leckeres Schicht-Dessert mit Quark in kleinen Gläsern.
Beispielhafte Mengen- und Zeitangaben (Orientierung)
| Arbeitschritt | Zeit |
|---|---|
| Teig zubereiten | 15-30 min |
| Teig kühlen | 30 min bis über Nacht |
| Ausstechen & Backen (pro Blech) | 10-12 min + Auskühlen |
| Füllen & Glasieren | 20-40 min (je nach Menge) |
Noch ein letzter Tipp
Die vielen Schritte lohnen sich, glaubt mir! Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen - und testet auch mal amerikanische Walnuss-Cookies, Walnuss-Karotten-Brot, Schoko-Walnuss-Torte oder Brownies mit Walnüssen.
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