Vegane Schokolade: Marken, Sorten und alles, was du wissen musst

Schokolade ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Genuss. Doch was, wenn man sich vegan ernährt? Muss man dann auf Schokolade verzichten? Die Antwort ist ein klares Nein! Vegane Schokolade ist eine köstliche Alternative, die ohne tierische Produkte auskommt und dennoch den vollen Schokoladengeschmack bietet. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über vegane Schokolade, von den Vorteilen über beliebte Marken bis hin zu Tipps zum Selbermachen.

Was ist vegane Schokolade?

Vegane Schokolade unterscheidet sich von herkömmlicher Schokolade dadurch, dass sie keine tierischen Produkte wie Milch oder Butter enthält. Stattdessen werden pflanzliche Alternativen wie Mandelmilch, Reismilch oder Hafermilch verwendet. Auch andere tierische Inhaltsstoffe wie Honig sind in veganer Schokolade nicht enthalten.

Die Basis jeder Schokolade ist Kakao. Reiner Kakao ist von Natur aus vegan. Es sind die Zusätze wie Milchpulver oder Butterfett, die Schokolade nicht-vegan machen. Vegane Schokolade gibt es in verschiedenen Varianten, von Zartbitter über „Milchschokolade“ bis hin zu cremigen Sorten mit Nüssen, Früchten oder Gewürzen.

Vorteile von veganer Schokolade

Vegane Schokolade bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Tierleidfrei: Bei der Produktion von veganer Schokolade werden keine Tiere ausgebeutet. Dies ist besonders wichtig für Menschen, die sich für Tierschutz und ethischen Konsum einsetzen.
  • Umweltfreundlicher: Die Produktion von veganer Schokolade ist oft umweltfreundlicher, da pflanzliche Alternativen weniger Ressourcen wie Wasser und Land benötigen als die Tierhaltung. Die CO₂-Emissionen sind häufig geringer, und viele Hersteller achten auf fair gehandelten Kakao.
  • Weniger Zusatzstoffe: Vegane Schokolade ist oft weniger süß und enthält weniger Zusatzstoffe. Sie ist nicht nur für Veganer attraktiv, sondern auch für Menschen, die bewusst auf ihre Ernährung achten.
  • Gesundheitliche Aspekte: Insbesondere Zartbitterschokolade enthält weniger gesättigte Fette und kein Cholesterin, was gut für die Herzgesundheit ist.
  • Vielfalt: Es gibt eine breite Palette an Geschmacksrichtungen, von klassischer Zartbitterschokolade über vegane Milchschokolade bis hin zu weißen Schokoladenalternativen, mit fruchtigen Geschmacksrichtungen mit getrockneten Beeren oder kreativen Kreationen mit Füllungen, Brezeln, Nüssen oder Gewürzen.

Zutaten in veganer Schokolade

Vegane Schokolade enthält pflanzliche Zutaten und kommt ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Statt Milch stehen beispielsweise Reis-, Mandel- oder Kokosmilch, meistens Zucker (oft Kokosblütenzucker) und Kakaobutter auf der Zutatenliste. Kakaobutter wird aus der Kakaomasse der Kakaobohne gewonnen und ist ebenfalls vegan. Da auch Bitterschokolade in der Regel ohne Milch hergestellt wird, ist sie ebenfalls vegan, es sei denn, sie enthält tierische Inhaltsstoffe wie Honig.

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Achtung bei Zartbitterschokolade

Nicht alle Zartbitterschokoladen sind automatisch vegan. Zartbitterschokolade bezieht sich auf den Kakaoanteil in der Schokolade. Normalerweise spricht man ab einem Kakaoanteil von 60 % von Zartbitter. Ob diese Schokolade vegan ist, hängt davon ab, ob tierische Produkte in den Zutaten enthalten sind. Traditionell enthält Zartbitterschokolade keine Milch, aber es können andere nicht-vegane Zutaten wie Butterfett, Butteröl oder andere tierische Produkte enthalten sein. Daher ist es wichtig, beim Einkauf auf die Zutaten zu achten.

Vegane Schokoladenmarken im Überblick

Es gibt zahlreiche Marken, die hochwertige vegane Schokolade anbieten. Hier sind einige der beliebtesten:

  • Lindt HELLO Vegan: Lindt hat mit seiner „HELLO“-Reihe vegane Schokoladen auf den Markt gebracht, die sich durch zarten Schmelz, milden Haferdrink und erstklassigen Kakao auszeichnen. Besonders beliebt sind die Sorten Pretzel & Nuts, Cookies, Salted Caramel, Sweet'n Salty Popcorn und Roasted Salty Almonds. Die vegane Schokolade von Lindt wurde von PETA als „Beste vegane Schokolade“ mit dem VEGAN FOOD AWARD ausgezeichnet. Die Sorte Salted Caramel ist süß und salzig zugleich und überzeugt jeden Salzkaramell-Fan. Mit Sorten wie Vegan Oat Crumbles & Strawberries setzt Lindt auf innovative Geschmackskombinationen.
  • Vivani: Diese Marke ist bekannt für ihre hochwertigen Bio-Schokoladen, die ausschließlich aus fair gehandeltem Kakao und anderen natürlichen Zutaten bestehen. Die vegane Linie umfasst sowohl Zartbitter- als auch Milchschokolade-Alternativen auf Reisdrinkbasis.
  • iChoc: iChoc bietet eine breite Palette an veganen Schokoladen an, die alle auf einer Reismilchbasis hergestellt werden. Die Sorten reichen von klassischer „White Nougat Crisp“ bis hin zu ausgefallenen Kreationen wie „Almond Orange“.
  • Playin Choc: Playin Choc kombiniert vegane Schokolade mit Überraschungen. Jede Schokolade kommt mit einem Spielzeug oder einer Überraschung, ideal für Kinder. Die zartschmelzende Schokolade ist frei von Milchprodukten, Soja und Gluten.
  • Naturata: Naturata bietet vegane Bio-Schokolade mit Fokus auf Nachhaltigkeit und fairem Handel. Von Zartbitter bis hin zu Sorten mit Nüssen und Gewürzen bietet das Unternehmen eine breite Palette an hochwertigen Schokoladen.
  • Tony’s Chocolonely: Tony’s Chocolonely steht für 100 % ausbeutungsfreie Schokolade. Die Marke bietet vegane Sorten mit intensivem Geschmack, darunter „Dark Almond Sea Salt“ und Schokoladen mit hohem Kakaoanteil.
  • Chocqlate: Chocqlate ist bekannt für handgefertigte, vegane Bio-Schokolade aus wenigen, hochwertigen Zutaten. Die Schokolade gibt es mit Früchten, Kaffee oder Chili und verbindet milden Geschmack mit einer klaren Philosophie für Gesundheit und Genuss.
  • nucao: nucao bietet vegane, zuckerreduzierte Schokolade in Papierverpackungen. Die Schokolade ist reich an Nährstoffen und perfekt für alle, die auf eine gesunde Ernährung achten, aber nicht auf Süßes verzichten möchten.
  • Chocjes: Die Tafeln von Chocjes enthalten Hafermilch statt Kuhmilch, und die Sorte Cookie Lover punktet mit leckeren Keksstückchen.
  • Veganz: Die weiße Schokolade aus Reisdrinkpulver, Kokos-Flakes, Erdmandeln und einem Hauch Vanille schmeckt nach Urlaub unter Palmen und hat eine gute Ökobilanz.
  • Ritter Sport: Auch Ritter Sport hat einige vegane Sorten im Sortiment, darunter die Sorte Crunchy Voll-Nuss mit leckerer Halbbitter-Schokolade, ganzen Haselnüssen und knusprig gepufftem Amaranth.
  • Rapunzel: Rapunzel Nirvana Vegan mit Praliné-Füllung ist ein veganer Genuss mit fair gehandelten Inhaltsstoffen aus ökologischem Anbau.
  • GEPA: Die GEPA White Vanille Mandel überzeugt mit fein gemahlenen Mandeln, echter Bourbon-Vanille und fair gehandelter Kakaobutter aus ökologischem Anbau.
  • Vego: Der Vego Chocolate Bar ist ein veganer Schokoriegel mit feiner Haselnusspaste, ganzen Haselnüssen, Kakaocreme und einem Hauch Vanille. Die Inhaltsstoffe sind nach Fairtrade-Standards angebaut und gehandelt.
  • Love Choc: Love Choc Vegan Raw ist eine vollmundige Edelbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil, die bio, fair gehandelt, vegan und gesund ist.

Weitere vegane Süßigkeiten

Neben Schokolade gibt es viele weitere vegane Süßigkeiten, darunter:

  • Fruchtgummis: Vegane Fruchtgummis werden ohne Gelatine hergestellt. Stattdessen kommen pflanzliche Ersatzstoffe wie Agar-Agar, Pektin oder Gummi Arabicum zum Einsatz. Es gibt sogar vegane Fruchtgummis mit Cola-Geschmack in der gewohnten Haribo-Optik.
  • Kaugummis: Vegane Kaugummis kommen ohne Gelatine, Laktose, Glycerine, Bienenwachs oder Schellack aus. Oft wird Xylit als Zuckerersatz verwendet, das zudem kariesverursachende Bakterien angreift.
  • Energieriegel: Vegane Energieriegel gibt es in vielen Geschmacksrichtungen, von schokoladig bis Müsli-Fruchtriegel. Vegane Energiegele sind ideal für eine schnelle Energieaufnahme.
  • Frigeo Ahoj Brause Kau-Minis: Diese veganen Kau-Minis bieten prickelnden Kauspaß in sechs abwechslungsreichen Sorten.
  • Ahoj-Brause Brause-Pulver: Das Original Ahoj-Brause-Prickeln gibt es auch als Brause-Pulver in vier Geschmacksrichtungen.
  • Fruity Souls Knusper-Schokofrüchte: Gefriergetrocknete Himbeeren oder Kirschen umhüllt von edler Schokolade.
  • Haribo Pasta Penne/Basta Sauer/Pico-Balla Sauer/Super Gurken/Hitschies Saure Drachenzungen Berry: Diese veganen Varianten bieten fruchtig-sauren Genuss in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen.

Worauf du beim Kauf von veganer Schokolade achten solltest

Beim Kauf von veganer Schokolade gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Zutatenliste: Überprüfe die Zutatenliste sorgfältig, um sicherzustellen, dass keine tierischen Produkte enthalten sind. Achte auf Begriffe wie Milchpulver, Molkepulver, Laktose, Milchfette, Butterreinfett, Gelatine, Eier oder Honig.
  • Vegan-Siegel: Achte auf das Vegan-Siegel, das dir garantiert, dass die Schokolade keine tierischen Inhaltsstoffe enthält.
  • Fair Trade: Achte auf Fair-Trade-Zertifizierungen, um sicherzustellen, dass der Kakao unter fairen Bedingungen angebaut und gehandelt wurde.
  • Bio-Qualität: Wähle, wenn möglich, Bio-Schokolade, um Pestizide und andere schädliche Chemikalien zu vermeiden.
  • Allergene: Vegane Schokolade kann frei von gängigen Allergenen wie Milch, Eiern und Nüssen sein. Bestimmte Sorten können jedoch Spuren von Allergenen enthalten, insbesondere wenn sie in derselben Produktionsstätte wie nicht-vegane Schokolade hergestellt werden.
  • Konsistenz: Vegane Schokolade kann genauso cremig und zart schmelzend sein wie Milchschokolade. Lupinenmehl und Sojaprotein können für eine gute Konsistenz sorgen.

Vegane Schokolade selber machen

Vegane Schokolade lässt sich auch einfach selbst herstellen. Hier ist ein einfaches Rezept:

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Zutaten:

  • 100 g Kakaobutter
  • 50 g Kakaopulver
  • 30-50 g Ahornsirup oder Agavendicksaft (je nach gewünschter Süße)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Optional: Nüsse, Trockenfrüchte, Gewürze

Zubereitung:

  1. Kakaobutter im Wasserbad schmelzen.
  2. Kakaopulver, Ahornsirup und Vanilleextrakt hinzufügen und gut verrühren.
  3. Optional: Nüsse, Trockenfrüchte oder Gewürze unterrühren.
  4. Die Mischung in eine Form gießen und im Kühlschrank fest werden lassen.

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