Rezept für Traubenkirschenmarmelade: Eine umfassende Anleitung

Die Traubenkirsche, auch bekannt als Prunus padus, blüht im Mai mit zarten, weißen Blüten. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich schwarze Wildfrüchte, die gerne von Vögeln gefressen werden. Diese Früchte lassen sich auch zu köstlicher Marmelade verarbeiten. Hier finden Sie ein umfassendes Rezept und Informationen rund um die Traubenkirsche.

Einführung in die Traubenkirsche

Die Traubenkirsche ist ein großer Busch oder Baum, der an feuchten Waldrändern wächst. Ihre Früchte ähneln kleinen, dunkelroten Kirschen und sind traubenartig angeordnet. Es ist wichtig zu beachten, dass die Kerne Blausäure enthalten und daher giftig sind. Daher sollten sie unbedingt entfernt oder ausgespuckt werden, wenn man die Traubenkirsche roh naschen möchte. Die Früchte schmecken bitter-süß.

Die Spätblühende Traubenkirsche aus Nordamerika stellt Naturschützer vor Herausforderungen, da sie sich in Mooren, Heidegebieten und Kiefernwäldern ausbreitet und heimische Pflanzenarten verdrängt. Dieser Vorgang wird als „Entkusseln“ bezeichnet. Trotz dieser Herausforderungen können die Früchte zu Saft, Marmelade oder Likör verarbeitet werden.

Traubenkirschengelee Rezept

Dieses Rezept ergibt etwa eine Portion Traubenkirschengelee.

Zutaten:

  • 900 ml Saft von Traubenkirschen
  • 5 g Zitronensäure
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

  1. Traubenkirschen entsaften.
  2. Den kalten Saft mit Zitronensäure und Gelierzucker 2:1 verrühren.
  3. Nach Anweisung kochen.

Es wird empfohlen, für die Herstellung des Gelees maximal die doppelte Menge zuzubereiten, da das Gelee bei größeren Mengen nicht gut eindickt.

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Weitere Rezepte und Variationen

Hier sind einige weitere Rezeptideen und Variationen für die Verwendung von Traubenkirschen und anderen Blüten:

  • Blütengelee: Kombinieren Sie Blüten von Veilchen, Linde, Kirsche, Traubenkirsche und/oder Apfel mit Apfel- oder Pfirsichsaft, Zitronensaft und Gelierzucker.
  • Lindenblütengelee: Verwenden Sie ausschließlich Lindenblüten, Apfelsaft oder Weißwein, Zitronensaft und Gelierzucker.
  • Veilchensirup: Kochen Sie Veilchenblüten mit Wasser, Zucker und Zitronensaft, bis ein Sirup entsteht.
  • Löwenzahnblütenhonig: Sammeln Sie Löwenzahnblüten, kochen Sie sie mit Wasser und Zucker, und lassen Sie die Mischung einkochen, bis sie die Konsistenz von Honig erreicht hat.
  • Rosenblütengelee: Verwenden Sie stark duftende Rosenblütenblätter, Wasser, Zitronensaft und Gelierzucker.

Tipps und Tricks für die Zubereitung

  • Achten Sie darauf, die Kerne der Traubenkirschen vor der Verarbeitung zu entfernen, um die Blausäure zu vermeiden.
  • Verwenden Sie Gelierzucker 2:1, um die Gelierzeit zu verkürzen und den Zuckergehalt zu reduzieren.
  • Kochen Sie das Gelee oder die Marmelade sprudelnd, um eine gute Konsistenz zu erreichen.
  • Füllen Sie die heiße Marmelade oder das Gelee in sterilisierte Gläser und verschließen Sie diese sofort, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten.
  • Experimentieren Sie mit verschiedenen Blüten und Früchten, um einzigartige Geschmackskombinationen zu kreieren.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Traubenkirschenblüten

Die Blüten der Traubenkirsche können nicht nur für Gelee verwendet werden, sondern auch zum Aromatisieren von Getränken und Sahne. Hier ist ein Rezept für Traubenkirschenblüten-Gelee:

Zutaten:

  • 3 Händevoll Traubenkirschenblüten (die ganze Rispe)
  • 1 Liter kaltes Wasser
  • 3 EL Whisky
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 Paket Gelierzucker 3:1

Zubereitung:

  1. Die Traubenkirschenblüten in einen großen flachen Topf legen, mit dem Wasser übergießen und die Zitrone in dünne Scheiben schneiden und über die Blüten legen. Einen schweren Teller auf die Blüten setzen. Den Topf mit dem Deckel verschließen und für mindestens 24 Stunden, 48 sind besser in den Kühlschrank oder einen kühlen Ort stellen.
  2. Danach alles durch ein Küchentuch abgießen, so dass die Blüten und die Zitronenscheiben ausgefiltert werden. Die Flüssigkeit mit dem Whisky und dem Gelierzucker aufkochen, Gelierprobe nehmen und in saubere Gläser abfüllen.

Wildkräuter in der Küche

Neben der Traubenkirsche gibt es viele andere Wildkräuter, die in der Küche verwendet werden können. Hier sind einige Beispiele:

  • Schlehe: Die weißen Blüten und Blätter können bei Erkältungskrankheiten zu einem Tee aufgegossen werden. Die Früchte haben eine blutreinigende Wirkung.
  • Ferkelkraut: Alle Teile des gewöhnlichen Ferkelkrauts sind essbar und können für Smoothies verwendet werden.
  • Sonnenblume: Die Kerne können roh geknabbert, gemahlen und für Aufstriche oder Desserts verwendet werden.
  • Eberesche: Die Früchte schmecken erst nach den ersten Frösten und sollten abgekocht werden. Gekocht sind sie ein guter Vitamin C Lieferant.
  • Gänseblümchen: Blühen fast das ganze Jahr und können für Suppen verwendet werden.
  • Bärlauch: Wirkt lindernd bei Magen- und Darmstörungen und stärkt das Gefäßsystem.
  • Vogelmiere: Soll den Körper agil und beweglich halten und zur Stärkung der Sehkraft beitragen.
  • Giersch: Ist gesund und beim Kochen und Backen vielfach verwendbar.

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