Schwedische Schokolade bei IKEA: Sortiment, Hersteller und aktuelle Veränderungen
Der schwedische Möbelriese IKEA ist bekannt für seine vielseitigen Angebote rund um Möbel und Einrichtungsgegenstände, doch auch die Lebensmittelsparte, insbesondere schwedische Schokolade im Sortiment, zählt zu den beliebten Produkten der Kunden. In jüngerer Vergangenheit sind jedoch deutliche Veränderungen im Schokoladensortiment zu beobachten, die sowohl den Hersteller als auch die Marke betreffen.
Schokoladensortiment bei IKEA: Herkunft und Hersteller
In vielen IKEA-Filialen konnten Kunden neben klassischen Möbeln und den berühmten IKEA-Hot-Dogs zahlreiche schwedische Süßwaren erwerben. Besonders die Produkte von Marabou und Daim, beides Marken des US-Lebensmittelkonzerns Mondelez, wurden auch in den sogenannten Schweden-Shops angeboten. Diese Schokoladen, deren Hersteller Mondelez unter anderem mit weiteren bekannten Marken wie Milka vertreten ist, waren fester Bestandteil des schwedischen Sortiments bei IKEA.
Die Rolle von Mondelez im IKEA-Schokoladensortiment
Der Hersteller Mondelez ist einer der weltweit führenden Lebensmittelkonzerne und beliefert IKEA mit verschiedenen Schokoladenprodukten. Die Marabou-Schokolade und die Daim-Riegel sind bekannte Beispiele hierfür. Auch anderen Märkten, insbesondere in Deutschland und Nordrhein-Westfalen, wurden dementsprechend von diesem Hersteller beliefert.
Aktuelle Veränderungen: Warum verschwinden Mondelez-Produkte bei IKEA?
Seit Mai 2023 hat sich die Situation in Skandinavien drastisch verändert. Zahlreiche skandinavische Unternehmen brachen aufgrund der im vergangenen Jahr an die russische Regierung gezahlten Steuern ihre Beziehungen zu Mondelez ab. Hintergrund ist die Entscheidung der ukrainischen Nationalen Agentur für Korruptionsprävention (NACP), Mondelez auf die Liste der „internationalen Sponsoren des Krieges“ zu setzen. Ihren Angaben zufolge zahlte die russische Tochtergesellschaft von Mondelez im Jahr 2022 rund 56 Millionen Euro an Steuern an die russische Regierung und erwirtschaftete in dem Land rund 310 Millionen Euro Gewinn.
In Schweden und Norwegen weitet sich derzeit ein Boykott von Produkten des Unternehmens hinter Cadbury's aus. Bleibt die Frage, wie IKEA darauf reagiert: Schon seit einigen Jahren fokussiert sich IKEA auf die Produktion eigener Süßwaren. An den Standorten in Deutschland werden die Artikel bis August abverkauft. Auch einer Sprecherin von IKEA bestätigte auf Nachfrage, dass die Marabou-Schokolade und weitere Produkte des Konzerns Mondelez nicht länger in den Filialen angeboten werden. Die Produkte verschwinden somit aus den Schweden-Shops von IKEA, sowohl in Schweden, Norwegen als auch in Deutschland.
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Offizielle Gründe: Stärkung der Eigenmarken
Ein offizieller Grund, den IKEA angibt, ist die langfristige Strategie, mehr Eigenmarken zu entwickeln und anzubieten. IKEA besteht darauf, dass der Schritt nicht im Zusammenhang mit dem Boykott stehe. Die Entscheidung sei getroffen worden, weil man versuche, einen Teil der verkauften Produkte durch Eigenmarken zu ersetzen. Nach und nach werden die Schokoladenprodukte von Mondelez aus dem Sortiment genommen und bis Ende August komplett abverkauft.
| Produkt | Hersteller | Status bei IKEA | Abverkauf bis |
|---|---|---|---|
| Marabou | Mondelez | Entfernt | Ende August 2023 |
| Daim | Mondelez | Entfernt | Ende August 2023 |
| Milka | Mondelez | Entfernt | Ende August 2023 |
Boykott von Mondelez-Produkten: Politische und wirtschaftliche Hintergründe
Dutzende skandinavische Unternehmen, Behörden und Vereinigungen boykottieren inzwischen die Produkte des Konzerns Mondelez. Die Marken des Konzerns, zu denen unter anderem auch Milka gehört, wurden wegen ihrer Aktivitäten in Russland von der ukrainischen Antikorruptionsbehörde auf die sogenannte schwarze Liste gesetzt.
Seitdem verzichten zahlreiche Verbände, Behörden und Unternehmen in Skandinavien auf den Verkauf der Produkte von Mondelez oder setzen die Zusammenarbeit aus. Wie IKEA Deutschland der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, sei die Entscheidung, die Produkte auslaufen zu lassen, schon vor einiger Zeit getroffen worden. Der Boykott spielt also möglicherweise eine indirekte Rolle, wenngleich IKEA dies nicht kommentiert.
Fokussierung auf Eigenmarken und neue Konzepte bei IKEA
Langfristig wolle sich IKEA auf die Produktion eigener Süßwaren konzentrieren. Die Eigenmarke rückt immer weiter in den Fokus und soll das Sortiment bereichern. Diese Ausrichtung ist auch Teil der globalen Strategie von IKEA: Die Entscheidung, Mondelez-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, passt zum generellen Ziel, sich stärker auf eigene Produkte zu konzentrieren und die Lebensmittelsparte eigenständig weiterzuentwickeln.
Unterdessen hat IKEA in den letzten Monaten auch ein neues Konzept getestet: Kunden können in einigen Filialen mit ihrer Zeit bezahlen - ein Beispiel für innovative Ansätze, die IKEA in verschiedenen Bereichen verfolgt. Auch dies zeigt, dass IKEA über das klassische Geschäft hinausdenkt und neue Wege sucht, Kunden zu gewinnen und Produkte erlebbar zu machen.
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Abverkauf und Ausblick für Kunden
Der Abverkauf der Mondelez-Produkte (z.B. Marabou und Daim) findet bis Ende August statt. Damit verabschiedet sich IKEA von den klassischen, bekannten Schokoladenmarken und setzt auf neue Eigenprodukte. Auf den zweiten Blick scheint die Maßnahme des schwedischen Großhändlers deutlich vielschichtiger als zunächst angenommen.
Das Sortiment umfasst aktuell noch externe Schokoladenprodukte, die jedoch nach und nach verschwinden werden. Kunden in Deutschland, Schweden und anderen Märkten sollten sich darauf einstellen, dass die traditionellen Süßwaren von Marabou, Daim und Milka bald nicht mehr im Angebot sein werden.
Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte der Neuordnung
- Der Boykott von Mondelez-Produkten in Skandinavien hat zahlreiche Unternehmen zum Umdenken bewegt.
- IKEA entfernt Schokoladenartikel wie Marabou und Daim aus dem Sortiment - auch in Deutschland.
- Offizieller Grund: Stärkung der Eigenmarken und langfristige Unternehmensstrategie.
- Der Abverkauf der Mondelez-Süßwaren läuft bis Ende August, danach sind sie nicht mehr erhältlich.
- Politische und wirtschaftliche Hintergründe spielen bei der aktuellen Entwicklung eine Rolle.
- IKEA testet parallel neue innovative Konzepte wie das „Bezahlen mit Zeit“.
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