Schoko-Diät Erfahrungen und Test: Abnehmen mit Genuss?
Zucker spielt in vielen Leben eine zentrale Rolle, oft unbewusst. Die Erkenntnis, wie stark Zucker den Alltag beeinflusst, kommt oft erst durch einen bewussten Verzicht. Für viele ist Schokolade ein tägliches Muss, ein Genuss, auf den man nur ungern verzichtet. Doch wie vereinbart man diese Leidenschaft mit dem Wunsch nach einem gesünderen Lebensstil oder gar Gewichtsverlust? Die Schoko-Diät verspricht hier eine Lösung: Abnehmen mit Schokolade. Aber funktioniert das wirklich?
Persönliche Erfahrungen mit dem Zuckerverzicht
Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Zuckerkonsum begann Anfang 2020 mit dem Gedanken, für eine Weile darauf zu verzichten. Inspiriert von den positiven Erfahrungen eines Bekannten, der von einem verbesserten Wohlbefinden und gesteigerter Kondition berichtete, wurde die Fastenzeit als Anlass für einen Selbstversuch genutzt. Ziel war es, sechs Wochen komplett auf Zucker zu verzichten.
Vorbereitung ist alles
Die Vorbereitung auf diese zuckerfreie Zeit war intensiv. Im Supermarkt wurden Zutatenlisten akribisch nach allen Umschreibungen von Zucker abgesucht. Die Erkenntnis, in wie vielen Produkten Zucker versteckt ist, war erschreckend. Die letzten Tage vor dem Start wurden genussvoll mit Krapfen verbracht, um sich noch einmal richtig zu verwöhnen.
Die erste Woche: Eine Herausforderung
Die erste Woche des Experiments war hart. Ein ständiges Verlangen nach Zucker, insbesondere nach Schokolade und Kuchen, war allgegenwärtig. Der Besuch einer Bäckerei wurde zur Qual. Um dem Verlangen entgegenzuwirken, wurden Alternativen wie getrocknete Datteln und zuckerfreies Apfelmark gesucht.
Die zweite Woche: Eine Erleichterung
Ab der zweiten Woche fiel der Zuckerverzicht leichter. Ein neues Frühstück aus Kokosjoghurt Natur mit Haferflocken und Datteln wurde entdeckt. Auch das Snackverhalten änderte sich. Es wurde bewusst, dass zuvor oft aus Gewohnheit nach dem Abendessen Süßigkeiten konsumiert wurden, anstatt sich richtig satt zu essen. Die Abendportionen wurden entsprechend angepasst.
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Das Ergebnis: Ein positives Gefühl
Am Ende der sechs Wochen war das Verlangen nach Zucker verschwunden. Es stellte sich ein positives Gefühl ein, weniger aufgebläht und leichter zu sein. Obwohl keine Waage vorhanden war, um den Gewichtsverlust zu messen, war die Veränderung spürbar.
Der Rückfall in alte Gewohnheiten
Doch der Alltag holte die alten Gewohnheiten schnell wieder ein. Geburtstage mit Kuchen und Treffen mit Freunden, bei denen Lieblingssüßigkeiten lockten, führten dazu, dass Zucker wieder in den Speiseplan integriert wurde.
Der zweite Versuch: Eine verminderte Form des Zuckerverzichts
Etwa drei Jahre später wurde ein zweiter Versuch gestartet, diesmal in einer verminderten Form. Für vier Wochen wurde auf besonders Zuckerhaltiges wie Süßigkeiten, Fertigmüsli und zuckerhaltige Getränke verzichtet. Dieser Versuch fiel deutlich leichter als der erste.
Ein Fauxpas und neue Erkenntnisse
Ein versehentlicher Griff zur Apfelschorle in einem griechischen Restaurant zeigte, wie tief verwurzelt die Gewohnheit des Zuckerkonsums war. In der dritten Woche wurden Zimt und Lebkuchengewürz als willkommene Alternativen entdeckt. Die vierte Woche gestaltete sich jedoch als Herausforderung, da im Büro ständig Süßigkeiten angeboten wurden.
Der entscheidende Unterschied: Der Lockdown
Der entscheidende Unterschied zum ersten Versuch war, dass dieses Mal kein Lockdown herrschte. Während des ersten Versuchs konnte das Essen zu Hause selbst zubereitet werden, ohne Versuchungen von außen. Im zweiten Versuch war dies im Büro, in Restaurants und Bars deutlich schwieriger.
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Fazit: Ein bewussterer Umgang mit Zucker
Die beiden Selbstversuche haben bewusst gemacht, wie viel Zucker konsumiert wird und wie schwer es fällt, darauf zu verzichten. Es ist leichter, zu Hause keinen Zucker zu konsumieren, als im Büro leckeren Kuchen angeboten zu bekommen. Trotzdem wurde ein anderer Umgang mit Zucker entwickelt und der Vorsatz gefasst, Zucker nur noch bewusst zu konsumieren.
Die Schoko-Diät: Was ist dran am Abnehmen mit Schokolade?
Die Schoko-Diät, bekannt gemacht durch Ruth Moschner, verspricht Abnehmen mit Genuss. Das Konzept basiert darauf, vor jeder Mahlzeit zwei Stücke Zartbitterschokolade zu essen. Zusätzlich wird auf eine kohlenhydratarme und eiweißreiche Ernährung sowie auf Bewegung gesetzt.
Die Theorie hinter der Schoko-Diät
Die Schoko-Diät basiert auf der Idee, dass der Kakao in der Schokolade den Appetit zügeln und das Sättigungsgefühl fördern kann. Zudem soll der psychologische Effekt nicht unterschätzt werden: Wer sich regelmäßig ein Stück Schokolade gönnt, kann Heißhungerattacken vorbeugen und die Diät besser durchhalten.
Die Umsetzung der Schoko-Diät
Die Schoko-Diät beginnt mit einer 72-stündigen zuckerfreien Phase. Danach werden täglich drei Mahlzeiten aus gesunden Lebensmitteln geplant. Morgens stehen Vollkornprodukte auf dem Speiseplan, mittags Ballaststoffe und abends Eiweiß. Vor jeder Mahlzeit werden zwei Stücke dunkle Schokolade gegessen. Zusätzlich sind 20 Minuten Bewegung täglich vorgesehen.
Die Rolle der dunklen Schokolade
Das Geheimnis der Schoko-Diät liegt im Kakaoanteil der dunklen Schokolade. Sie sollte bestenfalls mindestens einen 70-prozentigen Kakaoanteil haben. Die enthaltenen Bitterstoffe wirken sich auf unser Geschmacksempfinden aus und lassen Süßigkeiten schnell übersüßt schmecken.
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Kritik an der Schoko-Diät
Kritiker bemängeln, dass der Name Schoko-Diät irreführend ist. Der Erfolg der Diät hängt eher von der Ernährungsumstellung ab als von der Schokolade selbst. Die Schokolade kann jedoch helfen, den Heißhunger zu vertreiben und die Diät leichter durchzuhalten.
Expertenmeinungen zur Schokolade in der Ernährung
Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler, betont, dass es keine wissenschaftlich fundierte Antwort auf die Frage gibt, ob Lebensmittel gesund oder ungesund sind. Er weist auf Studien hin, die zeigen, dass der Konsum von Schokolade kein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen darstellt. Allerdings handelt es sich dabei um Korrelationen und nicht um bewiesene, direkte Ursachen.
Schokolade als "gesundes" Lebensmittel?
Knop argumentiert, dass man Schokolade sogar als "gesundes" Lebensmittel einstufen könnte, da es kaum Daten gibt, die auf schädliche Auswirkungen des Schokoladenkonsums hindeuten. Er empfiehlt, Schokolade in Maßen zu genießen und die Ernährung ausgewogen zu gestalten.
Die richtige Menge macht das Gift
Wie immer gilt, dass die Menge das Gift macht. Ein maßvoller Konsum von Schokolade kann durchaus in eine gesunde Ernährung integriert werden.
Weitere Diätvorschläge und ihre vermeintliche Wirkung
Neben der Schoko-Diät gibt es zahlreiche weitere Diätvorschläge, die oft absurd klingen. Einige basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, andere sind reine Fantasie.
Wasser-Diät
Die Wasser-Diät basiert auf der Idee, dass kühles Wasser den Energieverbrauch ankurbelt. Studien haben gezeigt, dass der Konsum von 1,5 Litern Wasser zusätzlich bis zu 200 Kilojoule verbrennen kann.
Bier-Diät
Die Bier-Diät erlaubt den Konsum von Bier in Maßen, da Alkohol bei den meisten Diäten streng verboten ist. Allerdings enthält Bier auch Kalorien, sodass die Diät nur funktioniert, wenn man insgesamt weniger Kalorien zu sich nimmt.
Kaffee-Diät
Die Kaffee-Diät basiert auf der Annahme, dass Koffein den Stoffwechsel anregt und die Fettverbrennung ankurbelt. Studien haben jedoch keine eindeutigen Ergebnisse gezeigt, ob Koffein tatsächlich beim Abnehmen hilft.
Bandwurm-Diät
Die Bandwurm-Diät ist eine gefährliche und unsinnige Methode, bei der man sich absichtlich mit Bandwurmeiern infiziert, um Gewicht zu verlieren. Diese Diät kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen und sollte auf keinen Fall durchgeführt werden.
Teller-Diät
Die Teller-Diät basiert auf der Idee, dass man auf kleinen Tellern weniger isst und sich trotzdem satt fühlt. Studien haben gezeigt, dass diese Methode tatsächlich funktionieren kann, da kleinere Portionen auf kleinen Tellern größer wirken.
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