Schnelle Plätzchen Rezepte zu Weihnachten – einfach, gelingsicher und familienfreundlich
Wenn der Duft von Weihnachtsplätzchen in der Luft liegt, ist es um mich geschehen. Dann bin ich sofort und zuverlässig in Weihnachtsstimmung. Ich liebe die gemütliche Adventszeit und auf eines freue ich mich immer ganz besonders: das Backen. So wie bei meinen übrigen Rezepten achte ich auch bei meinen Plätzchen-Rezepten darauf, dass sie einfach und anfängerfreundlich sind - und im besten Fall blitzschnell gebacken.
Warum einfache Ausstechplätzchen nicht fehlen dürfen
Auf der Suche nach einem guten, einfachen Weihnachtsplätzchen-Rezept zum Ausstechen? Hier ist es! Einfache Ausstechplätzchen sind meiner Meinung nach extrem unterschätzt. Klar, auch ich will jedes Jahr ein paar neue Kreationen backen. Einem Plätzchenteller ohne „Ausstecherle“ fehlt trotzdem etwas… In vielen Familien gibt es altbewährte Weihnachtsplätzchen-Rezepte. Dieser Teig ist unser Klassiker von Oma. Und wird, mit kleinen Variationen, seit Jahrzehnten für alle möglichen Sorten verwendet (zum Beispiel Schokoplätzchen, Osterhasenplätzchen oder Herzkekse).
Kein Wunder: Das einfache Ausstechplätzchen-Grundrezept funktioniert immer. Das Ergebnis wird mürbe und buttrig. Wer schnelle Weihnachtsplätzchen backen will, kommt um einen guten Plätzchenteig nicht herum. Er lässt sich sowohl mit kalter Butter zubereiten, als auch (wie Omas Spitzbuben) als gerührter Mürbteig mit weicher Butter. Der Teig ist die perfekte Grundlage zum Ausstechplätzchen-Backen mit Kindern - weswegen ihr ihn auch in „Backen macht glücklich - Das Familienbackbuch“ findet.
Das klassische Butterplätzchen-Grundrezept (Kurzbeschreibung aus dem Familienrezept)
Mehl und Zucker in eine Schüssel geben. Die Butter in kleinen Stückchen sowie das Ei hinzufügen und zu einem Mürbteig verkneten. Der Teig mag erst einmal bröselig erscheinen, wird bei weiterem Kneten dann aber zu einer Art Brösel und schließlich einem homogenen Teig. Evtl. zum Schluss mit den Händen nacharbeiten. Teig zu zwei Kugeln formen, diese etwas plattdrücken und in einer Tuppderdose mit Deckel oder in Folie gewickelt für mindestens eine halben Stunde kühlstellen. Länger ist noch besser.
Backen und Verarbeiten
Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen. Die erste Teigportion aus dem Kühlschrank holen und kurz Zimmertemperatur annehmen lassen, sodass sie sich besser ausrollen lässt. Dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder noch besser zwischen 2 Lagen Backpapier oder Folie bzw. einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel ausrollen. Je nach gewünschter Größe ca. 20-30 Plätzchen ausstechen und mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der zweiten Teigportion ebenso verfahren. Teigreste immer wieder zusammenkneten und nochmal kurz kühlen. Die Plätzchen nach Belieben mit einem verquirlten Eigelb bepinseln. Je nach Dicke ca. 10-12 Minuten goldgelb backen. Die Ausstechplätzchen schmecken pur lecker. Nach dem Backen auskühlen lassen und mit Zuckerguss bestreichen sowie Zuckerdekor bestreuen. Alternativ weiße oder dunkle Kuvertüre vorsichtig schmelzen und zum Bestreichen verwenden.
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Tipps, damit mit dem Plätzchen-Grundrezept garantiert nichts schiefgeht
- Der Plätzchenteig wird nicht glatt, sondern krümelig: Meist hilft es, einfach noch weiter zu kneten (dann entstehen erst eine Art Streusel) und zum Schluss mit der Hand nachzuarbeiten. Achtung: Zu langes Kneten ist auch nicht gut! Falls der Teig insgesamt zu trocken wirkt, kann man einen Teelöffel Eiswasser zugeben.
- Der Plätzchenteig bröselt beim Ausrollen: Direkt nach der Kühlzeit ist die Teigkugel noch sehr hart. Erst kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und dann nochmal kurz mit der Hand durchkneten bzw. flachdrücken. Ist der Teig beim Ausrollen bröselig, war evtl. zu wenig Fett im Teig oder zu viel Mehl auf der Arbeitsplatte. Besser eine Backmatte aus Silikon verwenden oder den Teig zwischen zwei Lagen Folie oder Backpapier ausrollen.
- Der Plätzchenteig ist zu weich: Lasst ihn nochmal länger im Kühlschrank und/oder gebt etwas zusätzliches Mehl esslöffelweise dazu. Gerade Teigreste sollten immer wieder kühlgestellt werden.
- Ausstechplätzchen wie lange backen und bei wieviel Grad? Ich empfehle 175 Grad Ober- und Unterhitze und etwa 10-12 Minuten, je nach Dicke. Wer mehrere Bleche gleichzeitig backen will, kann auch 160 Grad Umluft verwenden.
- Wie lange sind die Butterplätzchen haltbar? Wenn sie gut ausgekühlt in einer verschließbaren Blechdose und an einem trockenen Ort gelagert werden, etwa 4 Wochen. Mit Glasur etwas kürzer.
Schnelle Varianten und weitere einfache Rezepte
Mit diesem Plätzchenteig zum Ausstechen mache ich jedes Jahr Vanillekipferl, Zimtsterne und Spritzgebäck. Und wenn es mal besonders fix gehen muss, gibt es die 3-Zutaten-Kekse ohne Ei. Auch die Lebkuchenplätzchen zum Ausstechen sind toll.
Kurzporträts beliebter einfacher Plätzchen
- Vanillekipferl: Vanillekipferl sind ein Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen und dürfen daher in keiner Weihnachtsdose fehlen. Dieses Vanillekipferl Rezept stammt von meiner Oma, die es bereits von ihrer Mutter hatte. Es ist also ein sehr lang erprobtes Rezept! Die Vanillekipferl zergehen, wie von selbst, auf der Zunge und hinterlassen einen zarten Vanillegeschmack.
- Engelsaugen (Husarenkrapfen): Engelsaugen sind auch unter den Namen Husarenkrapfen oder Kulleraugen bekannt. Du kannst die Plätzchen mit verschiedener Marmelade backen. Wir mögen sie zu Hause am liebsten mit Aprikosenkonfitüre.
- Spritzgebäck: Das klassische Spritzgebäck ist ein Muss in der Vorweihnachtszeit. Spritzgebäck ist vor allem bei Kindern beliebt, denn sie können nicht nur beim Backen, sondern auch beim Verzieren kräftig mithelfen.
- Plätzchen ohne Ei (3 Zutaten): Wenn es mal besonders fix gehen muss, gibt es die 3-Zutaten-Kekse ohne Ei. Besonders praktisch, wenn Ei gerade fehlt oder es schnell gehen soll.
- Schoko Crossies (3 Zutaten): Du benötigst nur 3 Zutaten, um diese leckeren Schoko Crossies selber zu machen. Ich verwende am liebsten ungesüßte Cornflakes, Mandeln und Schokolade.
- Plätzchen mit Marmelade (Spitzbuben, Linzer): Ich liebe Plätzchen mit Marmelade. Ob Linzer Plätzchen, Spitzbuben, Engelsaugen oder gefülltes Sandgebäck - sie gehören auf jeden Plätzchenteller.
Backen mit Kindern: Tipps und Motivation
Plätzchen backen mit Kindern gehört in der Weihnachtszeit einfach dazu, oder? Je kleiner dein Kind, desto einfacher sollte das Backrezept sein. Butterplätzchen und Ausstechplätzchen eignen sich besonders gut für Kleinkinder und Schulkinder, weil man für die Zubereitung in der Regel nur wenige Zutaten benötigt: Eier, Milch und Zucker, Mehl und Butter. Außerdem sind Plätzchen zum Ausstechen simpel in der Zubereitung. Meist muss der Teig nur zusammengeknetet werden. Das macht Spaß und auch kleine Hände können dabei super helfen.
Ich liebe es, mit meinen Kindern in der Küche zu stehen und Plätzchen für Weihnachten zu backen, vom Plätzchenteig zu naschen, festliche Motive auszustechen und dabei Weihnachtslieder zu trällern. Früher habe ich das zusammen mit meiner Oma gemacht. Sie hat jedes Jahr 24 Sorten gebacken, es gab also viel zu tun. Und an Heiligabend durfte ich die knusprigen Kostbarkeiten dann auf den Plätzchentellern verteilen. Meine Bezahlung für diese wichtige Aufgabe: Kekse!
Organisation und Back-Workflow
- Alles bereitstellen: Bevor du loslegst, solltest du alle Zutaten zusammensuchen und schon mal auf die Arbeitsfläche legen, damit du entspannt backen kannst.
- Qualität der Zutaten: Ja, die Qualität der Zutaten ist entscheidend für ein gutes Ergebnis. Allerdings heißt teurer nicht immer gleich besser.
- Die Zutaten auf die richtige Temperatur bringen: Bei vielen Weihnachtsplätzchen ist es wichtig, dass die Butter richtig weich ist. Die hat direkt die richtige Temperatur, wenn du ein Stück „Backbutter“ in einer Butterdose im Küchenschrank bereitstellst.
- Genau nach Rezept arbeiten: Beim Backen ist es wichtig, dass du dich an Mengenangaben im Rezept hältst, damit dir der Teig gelingt.
- Teig nur so viel kneten wie nötig: Vor allem bei Mürbeteig ist es wichtig, schnell und eher weniger zu kneten, sodass die Zutaten gerade so miteinander vermengt sind. Knetest du zu lange, kann der zart-mürbe Teig plötzlich zäh werden.
- Ruhezeiten einhalten: Wenn in einem Rezept steht, dass der Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen muss, solltest du dich daranhalten - und den Schritt nicht weglassen, um Zeit zu sparen.
- Ofen vorheizen und Backblech-Know-how: Die Plätzchen sollten immer in einen vorgeheizten Ofen geschoben werden. Das mit Backpapier ausgelegte Backblech sollte kalt sein, damit die Plätzchen nicht schon beim Drauflegen zerlaufen.
- Parken zum Abkühlen: Verwende mehrere Bleche oder stelle die belegten Backbleche kurz auf den Balkon, wenn es draußen kalt ist, damit sie schneller abkühlen.
Lagern, Vorbereiten und Einfrieren
Damit du lange Freude an deinen Backwerken hast, verrate ich dir wie du deine Plätzchen aufbewahren kannst. Denn viele Sorten halten sich bei richtiger Lagerung 4 bis 8 Wochen. Am besten lagerst du deine Plätzchen in einer Keksdose oder einer Tupperdose, die man gut verschließen kann. Sind deine Plätzchen zu knusprig geworden, kannst du noch ein Stück Apfel mit hineinlegen. Dadurch werden zum Beispiel Zimtsterne wieder richtig schön saftig!
Meal Prepping klappt auch beim Backen richtig gut. Denn Plätzchenteig einfrieren ist kein Problem. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, bereite ich gerne mal Teig vor und friere ihn ein. So habe ich immer eine Portion im Tiefkühler bereitliegen, um schnell loszubacken. Die 5 wichtigsten Tipps zum Einfrieren und eine kurze Anleitung zum Auftauen habe ich dir in meinem Artikel aufgeschrieben.
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Die beliebtesten Plätzchen aus meinem Repertoire (Kurzliste)
- Butterplätzchen zum Ausstechen (Omas Rezept) - einfacher Allround-Teig
- Vanillekipferl - Klassiker, zart und vanillig
- Spritzgebäck - gelingsicher und kindgerecht
- Engelsaugen / Spitzbuben - mit Marmeladenfüllung
- Kokos- und Haselnussmakronen - Eiweißverwertung, kurz gebacken
- Schoko Crossies und Nutella-Plätzchen - 3-Zutaten-Varianten
- Zimtsterne und Nussplätzchen - traditionelle Aromen
- Schwarz-weiß-Gebäck - optisch schönes Muster, einfacher Mürbeteig
Meine Empfehlung zum Start
Wenn du einfache Weihnachtsplätzchen suchst, beginne mit dem Butterplätzchen-Grundrezept meiner Oma: Du hast ihn ruckzuck in maximal 10 Minuten fertiggeknetet und der Teig verzeiht es, wenn er eine Nacht länger im Kühlschrank bleibt. Das macht ihn ideal für stressfreie, schnelle Vorbereitungen in der Adventszeit.
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