Glutenfreie Mehlersatz-Alternativen für Kuchen und Kekse

Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist es wichtig, auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auf leckere Kuchen und Kekse verzichten muss. Es gibt viele glutenfreie Mehlalternativen, die sich hervorragend zum Backen eignen.

Was ist Gluten?

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidearten wie Weizen, Dinkel und Roggen vorkommt. Es sorgt für die Elastizität und Stabilität von Teigen. Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit kann Gluten jedoch zu gesundheitlichen Problemen führen.

Glutenfreie Mehlalternativen

Es gibt eine Vielzahl von glutenfreien Mehlalternativen, die sich zum Backen von Kuchen und Keksen eignen. Einige der beliebtesten sind:

  • Reismehl: Reismehl ist ein mildes Mehl, das sich gut für Kuchen, Kekse und andere feine Backwaren eignet. Es ist in verschiedenen Varianten erhältlich, darunter weißes Reismehl, braunes Reismehl und Klebreismehl.
  • Kartoffelmehl: Kartoffelmehl ist ein stärkereiches Mehl, das dem Teig eine gute Bindung verleiht. Es eignet sich gut für Kuchen, Kekse und Brot.
  • Maismehl: Maismehl ist ein etwas gröberes Mehl, das sich gut für Brot, Muffins und Polenta eignet. Es ist in verschiedenen Varianten erhältlich, darunter feines Maismehl (Maisstärke) und grobes Maismehl (Polenta).
  • Buchweizenmehl: Buchweizenmehl hat einen kräftigen, nussigen Geschmack und eignet sich gut für Pfannkuchen, Crêpes und Brot.
  • Mandelmehl: Mandelmehl ist ein nahrhaftes Mehl, das reich an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren ist. Es eignet sich gut für Kuchen, Kekse und Muffins.
  • Kokosmehl: Kokosmehl ist ein trockenes Mehl, das viel Flüssigkeit aufnimmt. Es eignet sich gut für Kuchen, Kekse und Muffins, sollte aber immer mit anderen Mehlen gemischt werden.
  • Hafermehl (glutenfrei): Glutenfreies Hafermehl von Lo Conte ist eine ausgezeichnete Wahl für Menschen mit Zöliakie, die nicht auf köstliche und gesunde Gerichte verzichten möchten. Es eignet sich hervorragend für Kuchen, Kekse und andere Rezepte.

Weitere Bindemittel

Da glutenfreies Mehl keine Klebeeigenschaften hat, ist es wichtig, dem Teig ein zusätzliches Bindemittel hinzuzufügen. Einige beliebte Bindemittel sind:

  • Xanthan Gum: Xanthan Gum ist ein natürliches Verdickungsmittel, das dem Teig eine gute Struktur verleiht. Es eignet sich gut für Brot, Kuchen und Kekse. Die Mehlmischung UNIVERSAL von Tanjas glutenfrei enthält bereits Xanthan, sodass es nicht extra hinzugefügt werden muss.
  • Guarkernmehl: Guarkernmehl ist ein weiteres natürliches Verdickungsmittel, das dem Teig eine gute Bindung verleiht. Es eignet sich gut für Kuchen, Kekse und Soßen.
  • Johannisbrotkernmehl: Johannisbrotkernmehl ist ein natürliches Verdickungsmittel, das dem Teig eine gute Elastizität verleiht. Es eignet sich gut für Brot, Kuchen und Eis.
  • Flohsamenschalen: Flohsamenschalen sind reich an Ballaststoffen und quellen in Flüssigkeit auf. Sie eignen sich gut als Bindemittel für Brot und Brötchen.
  • Chiasamen: Chiasamen sind ebenfalls reich an Ballaststoffen und quellen in Flüssigkeit auf. Sie eignen sich gut als Bindemittel für Brot, Kuchen und Müsliriegel.
  • Apfelpektin: Apfelpektin kann ebenfalls als Bindemittel verwendet werden.

Tipps zum glutenfreien Backen

  • Verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung: Es gibt viele fertige glutenfreie Mehlmischungen im Handel, die speziell für das Backen entwickelt wurden. Diese Mischungen enthalten in der Regel eine Kombination aus verschiedenen glutenfreien Mehlen und Bindemitteln.
  • Passen Sie das Rezept an: Glutenfreies Mehl verhält sich anders als glutenhaltiges Mehl. Daher ist es wichtig, das Rezept entsprechend anzupassen. In der Regel benötigen glutenfreie Teige mehr Flüssigkeit und eine längere Backzeit.
  • Verwenden Sie Zimmertemperatur: Achten Sie darauf, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, bevor Sie mit dem Backen beginnen.
  • Kneten Sie den Teig gut: Kneten Sie den Teig mindestens 5 Minuten lang, damit sich die Zutaten gut miteinander verbinden.
  • Geben Sie dem Teig Zeit zum Quellen: Lassen Sie den Teig nach dem Kneten mindestens 30 Minuten quellen, damit die glutenfreien Mehle die Flüssigkeit aufnehmen können.
  • Backen Sie bei Ober- und Unterhitze: Backen Sie glutenfreies Brot, Kuchen und Kekse am besten bei Ober- und Unterhitze. Umluft kann dazu führen, dass das Gebäck austrocknet.
  • Stellen Sie ein Schälchen mit Wasser in den Ofen: Ein Schälchen mit Wasser im Ofen sorgt für eine höhere Luftfeuchtigkeit und verhindert, dass das Gebäck austrocknet.
  • Seien Sie vorsichtig bei der Hygiene: Wenn Sie in einem Haushalt leben, in dem auch glutenhaltige Lebensmittel verzehrt werden, ist es wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten. Verwenden Sie separate Arbeitsflächen und Utensilien für die Zubereitung von glutenfreien Speisen.

Glutenfreie Rezepte

Im Internet und in Kochbüchern finden Sie viele leckere Rezepte für glutenfreie Kuchen und Kekse. Probieren Sie verschiedene Rezepte aus und finden Sie Ihre Favoriten!

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Kennzeichnungspflicht

Seit 2005 gilt eine Kennzeichnungspflicht für die häufigsten allergieauslösenden Zutaten, einschließlich Gluten. Lebensmittel gelten als glutenfrei, wenn sie maximal 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm enthalten. Achten Sie beim Einkauf auf den Vermerk "glutenfrei" auf der Verpackung.

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