Sauerkirschmarmelade Rezept einfach — Schritt für Schritt zur fruchtigen Konfitüre

Ob auf dem Brot, im Dessert oder frisch vom Baum gepflückt - von Kirschen kriegen wir nicht genug! Diese schnelle Sauerkirsch‑Marmelade sorgt dafür, dass du sie jederzeit genießen kannst. Wir verraten dir das Grundrezept, Praxis‑Tipps zum Entsteinen, Varianten und Haltbarkeits‑Hinweise, damit deine Marmelade garantiert gelingt.

Zutaten für etwa 6 Gläser à 200-300 ml

  • 1000 g Sauerkirschen (vorbereitet gewogen) - alternativ 1,1 kg für Rezepte ohne Gelierzucker
  • 500 g Gelierzucker 2:1 (alternativ Gelierzucker 1:1, 3:1 je nach gewünschter Süße)
  • 1 Pck. Vanillinzucker (optional)
  • 2 EL Zitronensaft (optional, verbessert das Gelieren und die Frische)
  • Bei Wunsch: 12 g Pektin + 750 g Zucker für Varianten ohne Gelierzucker

Vorbereitung

Gläser und Schraubdeckel (Twist‑off) auskochen bzw. mit ganz heißem Wasser ausspülen. Gläser und Schraubdeckel vor dem Marmelade‑Kochen am besten nochmals mit kochendem Wasser füllen, kurz stehen lassen. Gläser anschließend auf einem sauberen Geschirrtuch umgedreht abtropfen lassen. Alternativ können Sie Weck‑Gläser verwenden.

Kirschen vorbereiten

  • Sauerkirschen waschen, entstielen und entsteinen. 1000 g abwiegen.
  • Die entsteinten Kirschen je nach Größe halbieren oder vierteln und zusammen mit dem Zucker in eine große Schüssel geben. Gut miteinander vermengen und abgedeckt eine Nacht oder aber mindestens für 6-8 Stunden ziehen lassen (bei Rezepten ohne Gelierzucker).
  • Mit einem Handentsteiner schaffen Sie locker 500 g Kirschen in 5 Minuten!
  • Besitzen Sie einen Trinkhalmlöffel aus Edelstahl? Einfach umdrehen, das Röhrchen durch den Stielansatz der Kirsche schieben und den Stein herausstoßen. Eignet sich eher für kleine Mengen.
  • Nach der Landfrauen‑Methode: Eine Haarnadel fest in einen Weinkorken stecken, runde Haarnadelseite durch den Stielansatz der Kirsche unter den Stein schieben und durch das Loch herausziehen.
  • Tragen Sie Einweghandschuhe - das schützt die Hände vor dem färbenden, roten Saft. Kirschflecken auf der Haut lassen sich durch kräftiges Einreiben mit Zitronensaft entfernen.

Grundrezept: klassische Sauerkirschmarmelade (einfach)

Für 4-6 Gläser à 200-300 ml.

  1. Die Kirschen grob pürieren beziehungsweise die Hälfte der Kirschen mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, dann restliche Kirschen und Gelierzucker hinzufügen und alles gut vermengen.
  2. Mischung in einen großen Kochtopf geben, mit Zitronensaft und Vanillinzucker vermengen (falls verwendet).
  3. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mind. 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Kochzeit beginnt erst, sobald die gesamte Fruchtmasse sprudelnd kocht.
  4. Gelierprobe durchführen: 1-2 TL der heißen Sauerkirschmarmelade auf einen kalten Teller geben und erkalten lassen. Geliert sie, ist die Marmelade fertig. Falls nicht, 1-2 Minuten weiterkochen und erneut prüfen. Wenn nötig, Zitronensäure einrühren und erneut testen.
  5. Bei Bedarf abschäumen und die Sauerkirschmarmelade sofort randvoll in vorbereitete, heiße Gläser füllen. Ein Trichter verhindert Kleckerei.
  6. Twist‑Off‑Gläser mit dem Deckel gut verschließen und die Gläser für ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen. Achten Sie beim Öffnen auf das typische „Plop‑Geräusch“, es zeigt, dass der Glasinhalt luftdicht verschlossen war.
Einmachgläser mit leuchtend roter Sauerkirschmarmelade

Alternative: Marmelade ohne Gelierzucker (mit Pektin)

  1. 1100 g Sauerkirschen, bereits entstielt und entkernt; 750 g Zucker; Saft einer Zitrone; 12 g Pektin.
  2. Kirschen mit Zucker vermengen und mindestens 6-8 Stunden, besser über Nacht ziehen lassen.
  3. Kirschen samt Zucker, entstandenen Saft und Zitronensaft in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. 10-15 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  4. Mit dem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz pürieren und weitere 35 Minuten kochen lassen, dabei häufig umrühren.
  5. Gelierprobe machen und bei Bedarf Pektin mit 3 EL Zucker mischen, unter Rühren zugeben und nochmal 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  6. In sterile Gläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.

Praktischer Tipp: Kirschen mit Steinen verarbeiten

Da wir dieses Jahr reichlich Sauerkirschen hatten und ich keine Zeit zum Entsteinen hatte, hab ich die Kirschen einfach mit den Steinen gekocht. Wenn die Kirschen weich sind, haben sich die meisten Steine aus den Kirschen gelöst. Die ganze Masse habe ich dann nach dem Abkühlen mit einer Teigkarte durch ein grobes Salatsieb gestrichen. Die Steine mit wenig Fruchtfleisch dran noch mal kurz aufgekocht und nochmals durchgestrichen. Mit einem guten Schluck Apfelsaft aufgekocht, durch das Sieb geschüttet und siehe da, ich hatte saubere Steine und die kompletten Kirschen waren im Topf.

Spezielle Zubereitungen: Gelee, einfrieren und Varianten

Kirschgelee: 1 kg Sauerkirschen aufkochen, pürieren und den Saft durch ein mit Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen. Saft mit dem Saft einer Zitrone und einem Päckchen Gelierzucker 2:1 aufkochen, 4 Min. sprudelnd kochen lassen, in Gläser füllen und verschließen.

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Einzufrieren: Heiße Marmelade in kleine Gefrierdosen füllen, abkühlen lassen, gut verschließen und ins Gefrierfach stellen. Tipp: Eine kleine Dose mit der selbst gekochten, tiefgefrorenen Kirschmarmelade direkt in die Picknicktasche packen und unterwegs auftauen lassen.

Variationen: Schwarzwälder‑Kirsch‑Konfitüre mit Zartbitterschokotropfen und optional Kirschwasser; Frucht‑Mix mit Nektarinen, Pflaumen oder Heidelbeeren; Verfeinerung mit 100 g geriebener Marzipanrohmasse und 40 ml Amaretto; Gewürze wie Vanille, Zimt, Piment, Ingwer oder Chili passen ebenfalls perfekt.

Schwarzwälder‑Kirsch‑Konfitüre mit Schokotropfen

Tipps für sicheres Gelieren und Haltbarkeit

  • Warum Gelierprobe? Sie zeigt, ob die Fruchtmasse später im Glas tatsächlich ausreichend geliert. So geht’s: 1-2 TL der heißen Marmelade auf einen Teller geben und abkühlen lassen.
  • Muss man Gläser sterilisieren? Nein - sterilisieren müssen Sie die Gläser nicht zwingend. Es reicht, wenn sie spülmaschinensauber sind. Gläser und Schraubdeckel vor dem Marmelade‑Kochen am besten nochmals mit kochendem Wasser füllen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Gläser im Ofen bei 150 °C oder im kochenden Wasserbad sterilisieren.
  • Welcher Gelierzucker? Gelierzucker 1:1 = 1 kg Zucker pro 1 kg Kirschen, 2:1 = 500 g Zucker pro 1 kg Kirschen, 3:1 = 333 g Zucker pro 1 kg Kirschen. Gelierzucker enthält bereits Zitronensäure und Pektin.
  • Haltbarkeit: Marmeladen mit klassischem 1:1 Gelierzucker mindestens 12 Monate kühl und dunkel gelagert. Marmeladen mit weniger Zucker sollten Sie im Kühlschrank aufbewahren.

So schaffst du perfekte Konsistenz und Aroma

  • Für Marmelade mit Stückchen: Nach dem Kochen die Masse nur kurz anpürieren, damit Stücke erhalten bleiben.
  • Für feine, stücklose Marmelade: Heiße Fruchtmasse mit dem Pürierstab gründlich bearbeiten.
  • Aromen ergänzen: Mark einer Vanilleschote, Zimt oder der Abrieb einer Biozitrone geben zusätzliche Duftnoten.
  • Beim Kochen häufig rühren, damit nichts ansetzt. Die Marmelade sollte während des sprudelnden Kochens beaufsichtigt werden.
Demonstration: Kirschen entsteinen und Marmelade einkochen

Praktische Mengenübersicht (Beispiel)

PortionKirschenGelierzucker 2:1
4 Gläser à 250 ml1000 g500 g
6 Gläser à 200 ml1100 g (entsteint)- bei Pektin‑Variante 750 g Zucker + 12 g Pektin

Serviervorschläge

Sauerkirschmarmelade schmeckt zum Beispiel gut zu Waffeln, auf Brötchen mit Butter, zu Croissants, Waffeln & Crêpes oder als fruchtige Füllung für Kuchen und Desserts.

Kleines Frühstückstablett mit Brötchen, Butter und leuchtend roter Kirschmarmelade

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