Ruby-Schokolade: Herstellung, Inhaltsstoffe und Eigenschaften der rosa Schokoladensorte
Ruby-Schokolade ist eine neue Schokoladensorte, die vor allem durch ihre rosarote Farbe auffällt. Ihr Geschmack ist fruchtig mit einer fein-säuerlichen Note und erinnert an Himbeeren. Ruby Schokolade überrascht nicht nur mit ihrem delikaten Geschmack, sondern auch mit ihrem ansprechenden Aussehen und der auffälligen rosa Farbe.
Was ist Ruby-Schokolade und warum ist sie besonders?
Als das jüngste Mitglied der Schokoladenfamilie hat Ruby einen festen Platz in den Herzen von Süßigkeitenliebhabern erobert. Nach Bitter-, Milch- und weißer Schokolade ist Ruby die bedeutendste Schokoladen-Innovation seit über 80 Jahren. Das Besondere: die Ruby Schokolade besticht neben ihrer zart rosa Farbe auch durch einen intensiven fruchtig, beerigen Geschmack, ohne Zusatz von Frucht- oder Beerenaromen.
Was die Ruby-Schokolade so einzigartig macht, ist ihre ungewöhnliche, rosa Farbe, die alle Schokoladenliebhaber gleichermaßen überrascht hat. Obwohl die Ruby-Schokolade noch nicht die gleiche Bekanntheit wie ihre Schokoladen-Geschwister erlangt hat, birgt sie ein faszinierendes Geheimnis. Anders als viele vermuten, ist ihre charakteristische Farbe kein Ergebnis von künstlichen Zusätzen oder Farbstoffen. Die einzigartige Rosa-Färbung verdankt die Ruby-Schokolade allein der Natur. Die ungewöhnliche Farbe entsteht laut Herstellerangaben nicht durch Farbstoffe, sondern ist natürlichen Ursprungs, so Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.
Die Ruby-Kakaobohne: Herkunft und Eigenschaften
Die Ruby Kakaobohne ist eine Laune der Natur ...einzigartig und selten! Züchten kann man sie bisher nicht, sie will auf den Plantagen in den Tropen gefunden werden. Spezialisten suchen und sammeln die Ruby Kakaofrucht, die sich äußerlich ebenfalls in einem rosa bis rötlich orangefarbenen Ton zeigt. Das ungeübte Auge kann sie nicht von den anderen Früchten unterscheiden. Deshalb entwickelten die Plantagenarbeiter eine spezielle Technik, die Ruby Kakaofrucht zu erkennen und anschließend die darin befindlichen Bohnen zu verarbeiten. Diese Technik bleibt für uns alle ein Geheimnis.
Die Kakaobohnen werden an der Elfenbeinküste, in Brasilien und in Ecuador angebaut. Die verwendeten Kakaobohnen sind rötlich. Es handelt sich dabei um eine natürliche Variante der üblicherweise grünen Samen. Entgegen der Erwartung, dass spezielle Kakao-Sorten für die Produktion dieser einzigartigen Schokolade verwendet werden, liegt die Einzigartigkeit der Ruby-Bohnen nicht in der Pflanzenart oder ihrer Herkunft. Bei der sogenannten Ruby-Bohne handelt es sich allerdings nicht um eine spezielle Kakaobohnensorte. Stattdessen kommen auch hier traditionelle Sorten wie Criollo, Trinitario und Forrastero zum Einsatz. Sie stammen aus den Kakaoanbauregionen Brasiliens, Ecuadors, Ghanas und der Elfenbeinküste.
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Herstellungsprozess: Fermentation, Röstung und Geheimprozess
Um die intensive Farbe und den Geschmack der Ruby-Kakaobohnen zu erhalten, werden diese nach der Ernte mit einem speziellen Verfahren fermentiert und geröstet. Die Ruby Bohne wird rosa nachdem sie durch spezielle Verarbeitungsschritte geröstet und fermentiert wurde. Mit Hilfe des von Callebaut entwickelten, einzigartigen Verarbeitungsprozesses können der typische Farbton der Ruby-Kakaobohne und ihr fruchtiger Geschmack, von der Ernte bis zur fertigen Schokolade, erhalten bleiben.
Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat mehr als zehn Jahre am Schokoladen-Ergebnis der seltenen Bohne geforscht. Die Mikrobiologen der in Bremen ansässigen Jacobs University hatten die Eigenschaften der Ruby Kakaobohne entdeckt, während sie im Auftrag von Barry Callebaut eigentlich die Inhaltsstoffe von Kakaobohnen erforschen wollten. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit entwickelte man spezielle Verfahren, dank derer die Bohnen auch nach der Fermentierung und Röstung noch ihre charakteristische pinke Farbe aufwiesen. Was genau es war und wie es sich reproduzieren lässt, ist ein großes Firmengeheimnis.
Typische Zusammensetzung und Inhaltsstoffe
Rosa Schokolade besteht hauptsächlich aus Kakaomasse, wobei ihr Anteil 47% beträgt. Der Milchgehalt liegt bei 26%. Hauptbestandteil ist die edle Kakaomasse, die stolze 47% ausmacht und der Schokolade ihre unverkennbare Intensität verleiht. Der Milchgehalt beträgt dabei 26%, und diese ausgewogene Mischung schafft eine harmonische Balance zwischen Süße und Geschmacksintensität.
| Bestandteil | Typischer Anteil (für 100 g) |
|---|---|
| Kakaomasse | 47 % |
| Milchanteil | 26 % |
| Zucker | ~50 % (ähnlich wie weiße Schokolade) |
| Emulgator | Sojalecithin (häufig) |
| Stabilisator / Geschmacksgeber | Citronensäure (kleine Mengen) |
Mit rund 50 Prozent Zucker ist sie ähnlich süß wie weiße Schokolade. Trotz des Verzichts auf Farbstoffe kommt Ruby-Schokolade nicht völlig ohne Zusatzstoffe aus. Als Emulgator wird Sojalecithin eingesetzt, Zitronensäure sorgt für einen fruchtigeren Geschmack. Lediglich ein wenig Zitronensäure wird im Verarbeitungsprozess hinzugegeben, um die Eigenschaften der Ruby Schokolade zu stabilisieren.
Geschmack und Sinneseindrücke
Die Ruby-Schokolade präsentiert sich vor allem durch ihre intensiv fruchtige Note. Die Süße wird sanft von sauren Nuancen durchbrochen, und einige Genießer ziehen Vergleiche mit dem Geschmack von Waldfrüchten heran. Ruby Schokolade ist anders als alle anderen Schokoladensorten. Wer schon die Gelegenheit hatte, die Neuheit zu testen, beschreibt den Geschmack von Ruby Schokolade als angenehm säuerlich-frisch und beerig-fruchtig. Am Gaumen ist sie besonders cremig und zartschmelzend. Manche bezeichnen den Geschmack auch als blumig.
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Die zentrale Frage für Schokoladenliebhaber lautet: Wie schmeckt eigentlich rosa Schokolade? Eine eindeutige Antwort darauf zu finden, gestaltet sich als Herausforderung, denn jeder, der sie kosten darf, findet unterschiedliche Beschreibungen und Vergleiche. Doch wie Ruby Schokolade für Dich schmeckt, findest Du am besten selbst heraus.
Anwendungen in Küche und Konditorei
Wir haben uns natürlich auch Gedanken darüber gemacht, was man mit der neuen Schokoladensorte alles zaubern kann und ein wenig für Dich recherchiert. Besonders gut kommt der Geschmack von Ruby Schokolade zur Geltung, wenn Du sie pur verwendest. Mit der säuerlich-frischen Geschmacksnote und der auffälligen Farbe ist sie beispielsweise super geeignet für das Veredeln von Desserts, das Kreieren neuartiger Schokoladentafeln und Pralinen oder als Kuvertüre zum Verzieren von Kuchen und Muffins. Sogar in der herzhaften Küche soll sie eingesetzt werden.
Hier vier einfache Ideen für Deine ersten Versuche mit Ruby-Schokodrops - natürlich neben der Möglichkeit sie pur zu naschen:
- Ruby Schokolade untergerührt oder als Topping: Die farbenfrohen Drops machen sich toll in Müsli, Früchtejoghurt oder Acai-Bowl.
- Als Glasur für Kuchen und Co.: Schmelzen im Wasserbad und ggf. Kombination mit anderer Schokolade für Muster.
- Als feine Creme: In Joghurt, Quark oder geschlagene Sahne einrühren; Farbe kann dabei zurückgehen, Himbeeren gleichen aus.
- Heiße Ruby Schokolade: Schokolade raspeln oder Drops verwenden, so löst sie sich schneller in Milch auf.
Verfügbarkeit, Markt und Vermarktung
In spätestens 18 Monaten soll die Schokolade im europäischen Handel erhältlich sein. Die Antwort vorweg: Es gibt sie schon! Der Wermutstropfen: Bislang nur in Japan und Südkorea (zum Zeitpunkt der ersten Markteinführung). Nachdem die Innovation Ruby Schokolade im vergangenen September in Shanghai präsentiert wurde, spekulierte man, dass es noch lange dauern werde, bis eine Produktneuheit diesen Kalibers auf den Markt eingeführt werden würde. Doch nur vier Monate nach der Vorstellung brachte der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern seinen beliebten Schokoladensnack KitKat in einer Edition Sublime Ruby heraus.
Die Ruby Kakaobohne und ihr aufwändiger Beschaffungs- und Verarbeitungsprozess machen die Herstellung komplex und die Rohstoffbeschaffung anspruchsvoll. Blick in die fernere Zukunft: Wird Ruby Schokolade bald als vierte Standard-Schokoladensorte im Portfolio jeden Herstellers auftauchen? Vermutlich nicht. Zwar hat sich Callebaut die Marke Ruby nicht schützen lassen, doch aufgrund der komplizierten Rohstoffbeschaffung sowie der nötigen Forschungsarbeit steht der Konzern auf weiter Flur allein da.
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Spezielle Hinweise zu Allergenen und Ernährung
Dieses Produkt enthält Laktose. Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Dieses Produkt ist vegetarisch. Dieses Produkt ist glutenfrei. Die Einschätzung beruht auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen und zum Teil von Nutzer:innen erfasst wurden. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein. Nur die Angaben auf dem Etikett des Produkts sind relevant. Codecheck.info kann nicht für die Richtigkeit der Angaben garantieren.
Technische Zusatzstoffe: Citronensäure und Lecithin
Als Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels (Citronensäurezyklus) ist Citronensäure Bestandteil jeder lebenden Zelle. Als Nährmedium dienen Glucose oder Melasse. Citronensäure wird biotechnologisch mit Hilfe von Mikroorganismen, insbesondere des Schimmelpilzes Aspergillus niger hergestellt. Beim Sterilisieren von Sahne und Milch sowie beim Schmelzen von Käse verhindert sie das Gerinnen des Eiweißes. Der zunehmende Einsatz in Getränken und „sauren“ Süßigkeiten führt immer häufiger zu Zahnschäden bei Kindern und Erwachsenen, weil der Zahnschmelz von der Säure angegriffen und hierdurch die Entstehung von Karies gefördert wird.
Lecithin kommt in jeder lebenden Zelle vor. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett- und Wasser-Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Auch Sonnenblumen, Raps, Erdnüssen, Mais und Eigelb können Rohstoffe sein. Kann aus Sojabohnen, Mais, Erdnüssen, Eigelb, Sonnenblumen- oder Rapsöl hergestellt sein. Daher Pflicht der Allergenkennzeichnung.
Forschung und Hintergrund
Seit 2014 versucht die Arbeitsgruppe um Prof. ULLRICH im Rahmen des Projekts „Cometa“ („Cocoa Metabolomics“) die Gesamtheit der Inhaltsstoffe verschiedener Kakaobohnensorten zu analysieren. Die Kakaobohne ist besonders interessant, da sie aus einer außergewöhnlich großen Vielfalt an chemischen Substanzen besteht (rund 20 000 Moleküle), denen z. T. gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Mikrobiologen der Jacobs University und das Team der schweizerischen Barry Callebaut AG waren an der Herstellung der Schokolade beteiligt.
Der Entdecker der Weltneuheit Ruby Schokolade, der Schokoladengigant Barry Callebaut, versichert: Keine Farbstoffe, keine Aromen, keine Zusätze. Wie geht denn sowas? Und es gibt sie tatsächlich schon zu kaufen.
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