Rhabarber Blechkuchen mit Guss Rezept
Dieser Rhabarber Blechkuchen verbindet einen einfachen Rühr- oder Mürbeteig mit einem cremigen Vanille- oder Schmandguss und ist ideal für den späten Frühling, wenn Rhabarber Saison hat. Omas Rhabarberkuchen Blech Rezept ist ein absolutes Muss für Deine Backliste.
Zutaten (für ein Blech oder Springform, Angaben variieren je Variante)
- Für den Teig (klassischer Rührteig für Springform): 200 g Mehl, 100 g Zucker, 100 g Butter, 1 Ei, 2 TL Backpulver, 1 EL Milch, Fett und Paniermehl für die Form.
- Für den Guss (Vanillepudding-Guss, Springform-Variante): 125 g Zucker, 125 g Butter, 3 Eier, 400 ml Milch, 1 Beutel Puddingpulver Vanille.
- Alternativ für Blech (Schmand-/Rahmguss): 600 g Schmand, 150 g Zucker, 50 g Stärke, 6 Eier (ca. 608 g), evtl. Zitrone, Salz und Vanille.
- Oder Mürbeteig-Variante: 200 g Mehl, 100 g Zucker, 100 g Butter, 1 Ei, 2 TL Backpulver; Guss: 2 Eigelb, 80 g Puderzucker, 2 EL Mehl, 1 Becher Sahne, 200 ml, 2 Eiweiß, 650 g Rhabarber.
- Rhabarber: ca. 650-750 g, küchenfertig; evtl. Vanillezucker oder zusätzlicher Zucker zum Bestreuen.
Vorbereitung des Rhabarbers
Den Rhabarber putzen und in ca. 1-2 cm große Stücke schneiden. Die Haut von den Rhabarberstangen abziehen und die unteren Enden sowie eingetrocknete Stellen abschneiden. Ich ziehe die Rhabarberstangen übrigens nicht komplett ab, sondern nur an den beiden Kanten. So bleibt mehr von der roten Farbe erhalten. Rhabarber ist ziemlich sauer, deshalb gehört eine dicke Portion Süße zu so einem Kuchen einfach dazu. Ich zuckere ihn noch ordentlich mit Vanillezucker, da es mir sonst noch zu sauer ist, ist aber Geschmacksache.
Basis-Teig (schneller Rührteig für Blech oder Springform)
Gib die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker in Deine Rührschüssel und verrühre sie zu einer hell weißen Masse. Die Eier nach und nach zugeben. Jetzt ist es Zeit für die Eier. Gib sie einzeln hinzu und rühre jedes etwa 30 Sekunden unter bevor Du das nächste hinzu gibst. Die Mehlmischung kommt nun im Wechsel mit der Milch zum Teig. Gib die Zutaten im Wechsel und in kleinen Portionen zum Teig. So lässt sich alles zügig unterrühren und Du bekommst im Hand umdrehen einen homogenen Teig. Sobald Dein Teig ebenmäßig ist hörst Du auf zu rühren. Füll den Teig nun auf Dein Backblech und verteile ihn. Streiche ihn mit einer Winkelpalette oder Teigschaber glatt und gleichmäßig auf das Blech.
Mürbeteig-Variante (für Tarteform oder Springform)
Für den Mürbeteig die gemahlenen Mandeln zusammen mit 150 g Mehl, 50 g von dem Zucker, der Butter und 4 EL sehr kaltem Wasser in eine Schüssel geben. Mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, anschließend zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie auf Größe der Tarteform ausrollen. Teig am Rand der Form etwas hochziehen, dann für 15 Min. ins Eisfach legen. Die Form mit dem Mürbeteig aus dem Eisfach holen. Zunächst den Rhabarber darauf verteilen, dann den Rahmguss darüber gießen.
Pudding-Guss (klassisch mit Vanillepudding)
Für den Pudding von der Milch ca. 6 EL abnehmen, den Rest zum Kochen bringen. Die 6 EL mit dem Zucker, Vanillezucker und dem Puddingpulver vermischen und wenn die Milch kocht unter Rühren einrühren und kurz aufkochen lassen. Den Pudding ca. abkühlen lassen. Das mache ich meistens vor allem anderen. Dabei den Pudding immer wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet. Zucker, Butter und Eier mit dem Schneebesen zu einer Schaummasse verrühren und den erkalteten Pudding unterrühren. Den Guss über den Rhabarber geben und den Kuchen jetzt noch ca. 40-50 Min. auf 180° fertig backen.
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Schmand- / Rahmguss (für großes Blech)
Währenddessen Zucker und Stärke für den Rahmguss vermischen und dann die Eier zügig darunter rühren. Anschließend den Schmand unterrühren und mit Zitrone, Salz und Vanille abschmecken. Den Rhabarber auf den Hefequarkteig verteilen, den Rahm drüber geben und nach Anleitung backen. In der Zwischenzeit alle Zutaten für den Guss zusammenrühren (sollte der Guss zu fest sein, einfach 3-4 EL Milch unterrühren, dann lässt er sich besser auf den Kuchen streichen) und gleichmäßig auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen.
Backen - Zeit und Temperatur
- Springform (26 cm): Bei 180 °C ca. 15 Minuten vorbacken, danach mit Guss weitere 40-50 Min. bei 180 °C fertig backen.
- Tarteform: Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Hitze nach 10 Min. auf 180 °C reduzieren, Tarte ca. 45 Min. backen.
- Blechkuchen: Im Haushaltsbackofen bei 175-180 °C (150 °C Umluft) einschießen, Backzeit insgesamt ca. 30-45 Min. je nach Guss und Blechgröße. Nach dem Vorbacken Guss aufstreichen und weitere ca. 30 Min. goldgelb backen.
Jeder Ofen ist etwas anders, daher die Tarte bzw. das Blech im Auge behalten, sie sollte nicht zu dunkel werden, aber vollständig durchgebacken sein.
Tipps für saftigen Kuchen und Verarbeitung
- Rhabarber gibt gerne Wasser ab. Das Wenden der Rhabarberstücke in etwas Speisestärke sorgt dafür, dass die austretende Flüssigkeit gebunden wird.
- Der Rhabarber kann zweischichtig auf dem Teig verteilt werden; er fällt später zusammen.
- Drücke die Rhabarberstücke leicht in den Teig. Sobald Dein Kuchen ein paar Minuten gebacken wurde gewinnt er an Festigkeit und kann so den Rhabarber tragen.
- Wenn Du die Fasern ab den Schnittstellen abziehst, dann geht es relativ einfach und schnell.
- Der Kuchen ist so saftig, dass er auch am zweiten Tag noch sehr lecker schmeckt, vorausgesetzt es bleibt etwas übrig.
Varianten und Serviervorschläge
Der Klassiker ist Rhabarber mit Vanillepuddingcreme; alternativ harmoniert Rhabarber wunderbar mit Schmandrahm oder einer Baiserhaube. Besonders lecker wird es, wenn man die Haube noch mit viel Zimt aromatisiert und mit Crème fraîche sahnig abrundet. Super passt dieser Kuchen vor allem zum Sonntagnachmittagskaffee im späten Frühling. Neben Rhabarber eignet sich der Boden auch sehr gut für Äpfel oder Pflaumen.
Kurzanleitung (Schnellübersicht)
- Backofen vorheizen (175-180 °C, je nach Rezeptform).
- Teig zubereiten (Rühr- oder Mürbeteig) und auf Blech oder in Form geben.
- Rhabarber putzen, ggf. in Stärke wenden und auf dem Teig verteilen.
- Teig kurz vorbacken (je nach Rezept 10-15 Min.).
- Pudding oder Rahmguss zubereiten, abkühlen lassen und auf dem Kuchen verteilen.
- Kuchen fertig backen (insgesamt ca. 35-50 Min. je nach Form und Ofen).
- Komplett auskühlen lassen und anschneiden.
Häufige Fragen
- Kann ich den Kuchen einfrieren? Ja, gut geeignet ist der Teig mit Rhabarber und Guss, am besten in Stücken einfrieren.
- Wie verhindere ich, dass der Kuchen zu feucht wird? Rhabarber in Stärke wenden und nicht zu dick belegen; Pudding- oder Rahmguss bindet zusätzlich Flüssigkeit.
- Welche Form ist ideal? Für Familien reicht ein großes Blech; für Gäste oder kleine Portionen eignet sich eine 26er Springform oder Tarteform.
| Komponente | Beispiel |
|---|---|
| Teig | Rührteig (Butter, Zucker, Eier, Mehl, Backpulver, Milch) |
| Guss | Vanillepuddingguss oder Schmand-/Rahmguss |
| Rhabarbermenge | ca. 650-750 g für Blech |
| Backtemperatur | 175-200 °C je nach Rezept und Ofen |
Viel Freude beim Nachbacken! Dieser Kuchen wird oft mehrfach in der Saison gebacken: „Ich Backe ihn mindestens 5 x im Jahr mit Rhabarber und später mit Äpfel oder Pflaumen schmeckt er auch sehr gut.“
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