Rezept und ausführlicher Guide: Plätzchen mit Marmelade gefüllt

Plätzchen mit Marmelade sind die Stars jeder Keksdose - sie verbinden zarten, buttrigen Mürbeteig mit einer fruchtigen Füllung und sehen zudem einfach toll aus. Klassiker wie Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Husarenkrapfen oder die hübschen Terrassenplätzchen dürfen auf keinem Plätzchenteller fehlen. Das Grundrezept für Plätzchen mit Marmelade basiert größtenteils auf einem klassischen Mürbeteig, dessen Herstellung und Verarbeitung auch für Backanfänger einfach umzusetzen ist. Egal ob du Aprikosen-, Himbeer-, Erdbeer-, Johannisbeer- oder auch selbstgemachte Marmelade verwendest - das Ergebnis begeistert Groß und Klein.

Auswahl klassischer Marmeladen-Plätzchen (Spitzbuben, Terrassenplätzchen, Husarenkrapfen)

Klassiker: Spitzbuben, Linzer Plätzchen & Co.

Spitzbuben, auch als Linzer Plätzchen, Hildaplätzchen oder Hildabrötchen bekannt, bestehen aus zwei Schichten: Die obere Schicht ist meist mit Ausstechmotiven wie Sternen, Herzen oder Kreisen versehen, sodass die Marmelade in der Mitte sichtbar wird. Der Fruchtaufstrich - traditionell rote Johannisbeer- oder Himbeermarmelade - passt perfekt zum mürben, buttrigen Gebäck. Terrassenplätzchen wirken besonders edel, da sie aus drei unterschiedlich großen Schichten bestehen, die mit Marmelade zusammengefügt werden.

Auf jedem Plätzchenteller sind die mit Marmelade gefüllten Weihnachtsplätzchen ein echter Hingucker. Sie schmecken das ganze Jahr über, lassen sich an die Saison anpassen und treffen mit unterschiedlichen Marmeladen jeden Geschmack. Marmeladenplätzchen sind zudem ein beliebtes Backprojekt mit Kindern - ein kleines Event, bei dem die Kleinen stolz mitwirken können.

Spitzbuben und Linzer Plätzchen Schritt-für-Schritt (Ausstechen, Füllen, Zusammensetzen)

Grundrezept für Marmeladen-Plätzchen

Der typische Grundteig für Marmeladenplätzchen ist ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und Ei. Er wird ausgestochen, gerollt oder zu Kugeln geformt und ist die Basis für viele klassische Weihnachtsplätzchen. Für Spitzbuben-Plätzchen kannst du jede Marmelade nehmen, die dir schmeckt; wir haben uns für Himbeer-, Johannisbeer- oder Aprikosenmarmelade entschieden - ohne Stückchen und möglichst etwas säuerlich als Kontrast zum süßen Teig.

Zutaten für ca. 30 Plätzchen

  • 250 g Weizenmehl Type 405 (alternativ Dinkelmehl Type 630)
  • 125 g Butter, kalt - Deutsche Markenbutter oder Süßrahmbutter
  • 100 g Zucker, sehr fein oder Puderzucker
  • 1 Ei Größe M
  • 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Marmelade (Himbeergelee, Johannisbeergelee, Aprikosenmarmelade, je nach Geschmack)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Optional feine Variante

  • 100 g gemahlene, blanchierte Mandeln (ersetzt einen Teil des Mehls)
Spitzbuben Zutaten und Zubereitungsgrafik

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Teig vorbereiten:

    Das kalte Mehl mit Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Kalte Butter in kleinen Stücken hinzufügen, das Ei dazugeben und zügig mit den Knethaken einer Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem homogenen, krümeligen Teig verarbeiten. Alternativ direkt auf einer bemehlten Arbeitsfläche kneten: Mehl auf die Fläche, Mulde eindrücken, Butter und Ei dazu, Zucker und Vanillezucker auf den Rand.

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  2. Teig kühlen:

    Den fertigen Teig zu einer Kugel formen, plattdrücken, in Folie einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen - besser länger oder sogar über Nacht. Durch das Kühlen wird der Teig wieder fest und lässt sich leichter ausrollen.

  3. Teig ausrollen und ausstechen:

    Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 3-4 mm ausrollen. Tipp: Teig in zwei Hälften teilen, eine Hälfte im Kühlschrank lassen. Mit dem bevorzugten Ausstecher (klassisch rund oder sternförmig, ca. 5-6 cm Durchmesser) Plätzchen ausstechen. Hälfte der Plätzchen für Böden, die andere Hälfte mit einem kleineren Ausstecher in der Mitte für die Deckel.

  4. Backen:

    Plätzchen auf mit Backpapier belegte Bleche legen. Im vorgeheizten Ofen 8-12 Minuten hell ausbacken, herausnehmen, auskühlen lassen - Deckel ggf. etwas früher aus dem Ofen nehmen.

  5. Füllen und zusammensetzen:

    Die gelochten Plätzchen-Deckel mit Puderzucker bestäuben. Untere Plätzchen mit einem Klecks Marmelade oder Gelee bestreichen (am besten auf die flache Seite). Die Marmelade ggf. vorher erwärmen, damit sie sich leichter verstreichen lässt und besser haftet. Tipp: Die Marmelade nicht bis ganz an den Rand geben, damit beim Zusammendrücken nicht zu viel herausläuft.

  6. Fertigstellen:

    Die Deckel aufsetzen, leicht andrücken und mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, leicht abgedeckt an der Luft trocknen lassen, damit die Marmelade fest wird. Dann können sie in eine Keksdose geschichtet werden.

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Schritt-für-Schritt Bilder: Plätzchen ausstechen, Marmelade verteilen, zusammensetzen

Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit

  • Plätzchen mit Marmelade halten sich in einer gut verschlossenen Dose und kühl gelagert zwei bis drei Wochen.
  • Zwischen die Schichten Backpapier oder Butterbrotpapier legen, damit der Fruchtaufstrich nicht verschmiert und sie nicht zusammenkleben.
  • Falls die Plätzchen härter werden, kann ein Apfelschnitz in die Dose gelegt werden - so bleiben sie weich und mürbe.
  • Der Teig kann auch 2-3 Tage im Kühlschrank lagern oder eingefroren werden (bis zu drei Monate haltbar).
Plätzchen richtig lagern: Keksdose, Backpapier zwischen Schichten

Varianten & individuelle Gestaltung

  • Mandeln im Teig: Für besonders feine Plätzchen einen Teil des Mehls durch blanchierte, gemahlene Mandeln ersetzen.
  • Verschiedene Marmeladen: Ob Himbeer-, Erdbeer-, Aprikosen- oder Zwetschgenmarmelade - auch Weihnachtsmarmeladen wie Glühwein-Gelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee bringen Abwechslung und Geschmack.
  • Terrassenplätzchen: Drei verschieden große Ausstechformen ohne Loch auswählen, die Plätzchen „aufstocken“ und mit Marmelade dazwischen schichten.
  • Engelsaugen/Husarenkrapfen: Den Teig zu Kugeln formen, mit dem Daumen Mulden eindrücken und Marmelade darin platzieren - einfach, schnell und besonders fruchtig.
  • Gewürze oder Aromen: Teig mit Zimt oder Orangenabrieb würzen für ein weihnachtliches Aroma.

Vergleich verschiedener Teigvarianten

Teigvariante Zutaten Konsistenz Typische Plätzchenform
Klassischer Mürbeteig, kalt geknetet Mehl, kalte Butter, Zucker, Ei, Vanillezucker Mürbe, leicht bröselig Spitzbuben, Terrassenplätzchen, Husarenkrapfen
Gerührter Mürbeteig, Butter schaumig geschlagen Mehl, weiche Butter, Zucker, Ei Recht weich, zwischen Rührteig und Mürbeteig Spitzbuben nach Omas Art
Mürbeteig mit Mandeln Mehl teils ersetzt durch Mandeln Mürbe, nussiger Geschmack Linzer Plätzchen, feine Spitzbuben

Häufig gestellte Fragen

  • Welche Marmelade eignet sich am besten?
    Für die Füllung eignen sich vor allem Marmeladen ohne Stückchen, gerne mit etwas Säure wie Johannisbeer, Himbeer oder Aprikose. Vor dem Verteilen kurz erwärmen, damit sie besser haftet und nicht zu flüssig ist.
  • Wie werden die Plätzchen am schönsten?
    Für Spitzbuben Deckel und Boden mit Ausstecher formen, Deckel mit einem kleinen Ausstecher in der Mitte ausstechen, dass die Marmelade sichtbar wird. Terrassenplätzchen aus drei Größen ausstechen, übereinander stapeln.
  • Kann man den Teig vorbereiten?
    Mürbeteig lässt sich 2-3 Tage im Kühlschrank lagern oder bis zu drei Monate einfrieren.
  • Wie lange sind die Plätzchen haltbar?
    Richtig gelagert (kühl, trocken, in einer Dose mit Backpapier) halten sich die Marmeladenplätzchen 2-3 Wochen.
  • Wie bleiben die Plätzchen weich?
    Mit einem Apfelschnitz in der Dose bleiben die Plätzchen weich und mürbe, da er Feuchtigkeit abgibt.
  • Was tun, wenn Marmelade beim Backen ausläuft?
    Die Mulde tief genug und den Rand nicht zu dünn formen, Marmelade kühl verwenden, damit sie nicht zu flüssig wird.
Marmelade richtig verteilen: Mulde bei Husarenkrapfen, Bestreichen bei Spitzbuben

Backen mit Kindern: Ein kleines Event

Das Zubereiten und Backen von Marmeladenplätzchen ist nicht nur zur Adventszeit ein Highlight. Mit kleinen Helfern wird das Backen zu einem Erlebnis. Ob Kugeln rollen, Mulden drücken oder Ausstechformen verwenden - Kinder lieben es, aktiv mitzumachen, und die Plätzchen schmecken hinterher noch besser.

Zusammenfassung: Plätzchen mit Marmelade im Überblick

  • Plätzchen mit Marmelade sind echte Klassiker, beliebt seit Generationen.
  • Basis ist ein klassischer Mürbeteig; Varianten mit Mandeln oder Gewürzen möglich.
  • Ausstechen, Kugeln formen oder Terrassenplätzchen - die Auswahl ist groß.
  • Die Wahl der Marmelade bleibt dir überlassen - Hauptsache fruchtig!
  • Perfekt für die Adventszeit, aber auch als Snack zum Tee oder Kaffee das ganze Jahr über.
  • Sorgfältige Kühlung und Lagerung garantieren lange Frische; selbstgemacht einfach unschlagbar.
Infografik: Klassiker und Variationen der Marmeladenplätzchen

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