REWE bester Honig Test Vergleich Sorten

Honig gilt als naturbelassener Genuss, doch die Testergebnisse von Öko-Test und Stiftung Warentest zeigen: Qualität, Reinheit und Herkunft variieren stark. In diesem Vergleich fassen wir Testergebnisse, Aussagen zu Sorten und Herkunft sowie Hinweise zum Kauf zusammen, damit Sie beim Einkauf bei REWE oder im regionalen Handel besser entscheiden können.

Wie wurden Honige getestet und welches Problem wird sichtbar?

Für den Test hat Öko-Test 19 Honige untersucht, bevorzugt Bio-Blütenhonige, aber auch konventionelle Produkte. Testmagazine wie ÖKO-TEST, Konsument und natürlich die Stiftung Warentest überprüfen regelmäßig Brotaufstriche wie Nuss‑Nougat‑Creme, Marmelade sowie auch Honig. Die Produkte erzielen dabei meist gute Bewertungen. In Tests wird überwiegend Honig aus dem Supermarkt begutachtet, der industriell produziert wird. Dabei lag der Fokus der Labortests unter anderem auf Schadstoffbelastung, Authentizität und möglichen Verfälschungen: Zuckersirup ist günstiger als Honig und wird deshalb oft verwendet, um Honig zu strecken. Erlaubt ist das nicht - aber Zucker im Honig ist auch schwer nachzuweisen, weil Honig zu großen Teilen aus Zucker besteht.

Ergebnisse von Öko-Test: Bio ist nicht automatisch sauber

Öko-Test hat mehrmals Honig getestet, und das Ergebnis zeigt: Sowohl Bio-Honig als auch konventionell hergestellter kann mit Schadstoffen belastet sein. Leider ist das auch bei Bio-Honig so. Bio-Imker müssen ihre Bienenvölker zwar dort aufstellen, wo im Umkreis von drei Kilometern hauptsächlich ökologische Landwirtschaft betrieben wird. Doch die Bienen fliegen bis zu zehn Kilometer weit.

Das Ergebnis: Insgesamt schnitten acht Bio-Honige „sehr gut“ ab, darunter der dm Bio Akazienhonig (Preis: 8,90 Euro je 500 Gramm). Drei erhielten die Note „gut“, zwei die Note „befriedigend“. Insgesamt fünf Honig‑Marken schneiden bei Öko‑Test mit „sehr gut“ ab. Darunter drei Bio‑Marken: Die Akazienhonige von Alnatura, dm Bio und Rewe Bio. Drei Bio‑Honig‑Marken erhalten die Note ungenügend: Der Rapshonig von Allos, der Wildblütenhonig von Basic und der Manukahonig von Walter Lang. Die bekannte „Flotte Biene“ von Langnese wird mit einem „mangelhaft“ bewertet.

Öko-Test Laboranalyse Honig

Besonders bedenkliche Befunde

Über ein Laborergebnis staunten die Tester:innen besonders: Im Flotte Biene Bio-Blütenhonig von Langnese (kostet 6,58 Euro je 500 Gramm) wurde ein „bräunlicher Untergrund“ gefunden. Dabei handelte es sich um „starke Verunreinigungen“ - oder kurz gesagt Dreck. Wie dieser Schmutz in den Honig gelangt ist, ist unklar. Öko-Test hat ein neuartiges Analyseverfahren anwenden lassen, um die Rückstände zu identifizieren.

Lesen Sie auch: Zuckerfreier Tee bei REWE: Inhaltsstoffe und Vorteile

Betroffen waren zwei Produkte, darunter der Rapshonig der hessischen Imkerei Högler (7,59 Euro pro 500 Gramm). Dieser trägt auch die Bezeichnung „Echter Deutscher Honig“, er muss also den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes genügen und von einem Mitglied des Bundes produziert worden sein. Dass der Honig bewusst mit Zuckersirup gestreckt wurde, können die Tester:innen aber nicht mit Sicherheit sagen. Die Rückstände könnten auch aus der Zufütterung von Bienen stammen.

Im Blüten Honig cremig von Dennree (4,79 Euro für 500 Gramm) fanden die Tester:innen unter anderem erhöhte Werte an Hydroxymethylfural (HMF), das auf längere Erwärmung oder schlechte Lagerung hindeutet. Öko-Test interpretierte dies als Mangel in der Naturbelassenheit. Außerdem fand das Labor in einem (konventionellen) Produkt Pollen mehrerer gentechnisch veränderter Pflanzen. Ein weiterer Honig ohne Bio‑Siegel enthielt offenbar Reste von Spritzmitteln, zwei davon in Mengen, die Öko‑Test als „erhöht“ bezeichnet. Eine der Substanzen (Thiacloprid) ist als „vermutlich krebserregend“ eingestuft.

Frühere Tests und wiederkehrende Themen

Auch 2017 hat Öko-Test die Qualität von Honigprodukten getestet: Zwanzig Marken, davon neun in Bio‑Qualität, hat das Verbrauchermagazin im Labor untersucht. In sieben konventionellen Honigmarken fand Öko‑Test Pollen‑Rückstände von gentechnisch verändertem Soja oder Raps. Dass bei diesen Produkten Glyphosat‑Rückstände vorkommen können, ist nichts Neues - umso erfreulicher, dass Öko‑Test nur in vier der getesteten 20 Marken Rückstände von Glyphosat fand. Bei sechs Honigsorten fand Öko‑Test die natürlichen Pflanzengifte Pyrrolizidinalkaloide (PA) in erhöhten Mengen, darunter sind auch zwei Bio‑Honige: Der Wildblütenhonig von Basic und der Manukahonig von Walter Lang.

Stiftung Warentest: Preis ist kein Qualitätsgarant

Stiftung Warentest hat mehrere Honig‑Sorten untersucht, darunter auch Waldhonig. Die Tester analysierten die Honige mit rund 40 verschiedenen Methoden. Geprüft wurden unter anderem Geschmack und Aroma, Konsistenz und Mundgefühl, Authentizität und Herkunft, Schadstoffbelastung sowie Deklaration und Verpackung. Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch bessere Qualität.

In einem Test mit 24 Blütenhonigen konnten 14 der 24 getesteten Honige mit einem „guten“ Urteil überzeugen. Sechs Produkte erhielten nur ein „ausreichend“, ein Honig wurde sogar mit „mangelhaft“ bewertet. Besonders erfreulich: Unter den besten Produkten befinden sich auch einige günstige Alternativen aus dem Supermarkt und Discounter. So erhielt der Honig „Breitsamer Frühlingssummen“ (erhältlich bei Rewe) die Note 1,8 und wurde zum Testsieger gekürt. Dicht gefolgt vom „Gut Bio Honig cremig“ von Aldi (Note 1,9) und dem „Maribel cremiger Blütenhonig“ von Lidl (ebenfalls Note 1,9).

Lesen Sie auch: Inhaltsstoffe der Rewe Mini Marmelade detailliert erklärt

Vergleich Honigsorten im Glas

Welche Honigsorten gibt es und worauf achten?

Die verschiedenen Inhaltsstoffe der Honige führen zu unterschiedlichen Honigsorten. Je nach Mischung aus Enzymen, Traubenzucker, Vitaminen, Wasser, Pollen, Proteinen und Aminosäuren unterscheiden sich Konsistenz, Farbe und Geschmack. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptkategorien: Blütenhonig und Waldhonig. Akazienhonig zählt zu den beliebtesten Sorten unter den Blütenhonigen.

  • Akazienhonig: milde Süße, bleibt besonders lange flüssig; Akazienhonig hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen.
  • Rapshonig: entsteht überwiegend aus Rapsnektar; im Test fanden sich hier auch belastete Produkte.
  • Waldhonig (Honigtauhonig): entsteht aus Honigtau statt Nektar, oft dunkler und etwas flüssiger.
  • Wildblütenhonig: Nektar von wildwachsenden Blüten, Geschmack stark variierend.
  • Manuka‑Honig: sehr kostspielig, gilt als besonders gesund und wird aus Manuka in Neuseeland gewonnen.

Regionale Herkunft, Siegel und Kennzeichen

Seit 1925 vergibt der Deutsche Imkerbund die Qualitätsmarke „Echter Deutscher Honig“ (EDH). Solchen Honig erhalten Sie mitunter auch im Supermarkt oder im Online‑Handel. Wenn Sie sicherstellen wollen, dass der Honig nicht aus verschiedenen Honigsorten zusammengemischt wurde und alle natürlichen, wohltuenden Inhaltsstoffe noch enthalten sind, achten Sie auf das Siegel Echter Deutscher Honig auf dem Glas. Nur hundertprozentig in Deutschland erzeugter und naturbelassener Honig darf dieses Zeichen für erstklassige Qualität tragen.

Guter Honig muss nicht teuer sein - Das haben die Tests von Stiftung Warentest ergeben. Ein großer Vorteil beim Einkauf direkt beim regionalen Imker ist Transparenz: Wer sich ganz sicher sein möchte, dass es sich um 100% Bio‑Honig handelt, sollte direkt nach Imkereien in der Nähe Ausschau halten. Lieber den Honig aus der Region kaufen als solchen aus „EU‑Ländern und Nicht‑EU‑Ländern“.

Regionaler Imker bei der Arbeit

Gesundheitliche Aspekte

Honig enthält Saccharose, einen Zuckerstoff, der sich auch in herkömmlichem Zucker findet. Deshalb wirkt sich übermäßiger Honigkonsum negativ auf Zähne und Gewicht aus. Zudem können in industriell hergestelltem Honig immer wieder unerwünschte Stoffe auftauchen, wie Rückstände von genmanipulierten Pflanzen oder Pestizide, die von den Bienen über behandelte Pflanzen aufgenommen werden und dadurch die Qualität mindern können.

Insbesondere naturbelassener Honig vereint eine hohe Qualität und besitzt tatsächlich heilende und gesundheitsfördernde Wirkungen. Neben Vitamin B und Vitamin C enthält Honig auch schnell verfügbare Energie in Form von Traubenzucker. Mineralien wie Kalium und Magnesium fördern den Stoffwechsel. Unbehandelter Honig kann auch Pollen enthalten, die nicht nur den Geschmack bereichern, sondern auch die Verdauung unterstützen. Honig kann sogar bei der Wundheilung helfen - beispielsweise auf kleineren, oberflächlichen Wunden oder Hautirritationen aufgetragen. Für Säuglinge ist eine Honiggabe jedoch nicht empfehlenswert.

Lesen Sie auch: Glücksschweinchen und Zimtschnecken selber machen

Praktische Tipps für den Kauf bei REWE oder anderswo

  1. Achten Sie auf Siegel: Bio‑Kennzeichen und „Echter Deutscher Honig“ steigern die Wahrscheinlichkeit für kontrollierte Herkunft.
  2. Kaufen Sie regional, wenn Ihnen Naturbelassenheit wichtig ist: Für Bio‑Honig geht man am besten zum lokalen Imker.
  3. Vergleichen Sie Testergebnisse: Öko‑Test und Stiftung Warentest veröffentlichen regelmäßig Analysen und Bewertungen.
  4. Seien Sie skeptisch bei ungewöhnlich günstigem Honig oder Produkten mit unklarer Herkunftsangabe „Mischung aus Honig aus EU‑ und Nicht‑EU‑Ländern“.
  5. Lagern Sie Honig korrekt: Zu hohe Temperatur oder zu lange Lagerung erhöhen HMF‑Werte und mindern Qualität.
Wie Honig getestet wird und worauf Verbraucher achten sollten

Kurze Tabelle: Ausgewählte Testergebnisse (Auswahl)

Produkt / Marke Testergebnis Bemerkung
dm Bio Akazienhonig Sehr gut Öko‑Test: 8 von 19 Honigen erhielten „sehr gut“
Flotte Biene (Langnese) Bio‑Blütenhonig Mangelhaft „Bräunlicher Untergrund“, starke Verunreinigungen
Rapshonig Högler Bemerkungen Zuckersirup‑Spuren möglich; „Echter Deutscher Honig“
Blüten Honig cremig (Dennree) Erhöhte HMF‑Werte Hinweis auf Erwärmung oder schlechte Lagerung
Breitsamer Frühlingssummen (bei REWE) Testsieger (Stiftung Warentest) Note 1,8 in einem Test mit 24 Blütenhonigen

Guter Honig lässt sich weder an der Sorte noch an der Herkunft und auch nicht am Preis eindeutig erkennen. Testberichte helfen beim Vergleich, doch regionaler, naturbelassener Honig vom Imker bleibt die verlässlichste Wahl für Verbraucher, die Reinheit und Qualität schätzen. Wenn Sie beim Einkauf auf Nummer sicher gehen wollen, prüfen Sie Etiketten, Siegel und Testergebnisse und bevorzugen Sie Produkte mit transparenter Herkunftsangabe.

tags: #REWE #bester #Honig #Test #Vergleich #Sorten

Populäre Artikel: