Rezept: Quark-Steppdeckenkuchen auf Blech (Quark-Öl-Variation möglich)

Ich versuche euch ja eine möglichst große Abwechslung zu bieten - süße Rezepte, wie Kuchen, Torten und Schnitten im Wechsel mit herzhaften Rezepten, wie Pasta, Braten und Aufstrichen. Und es ist mir durchaus bewusst, dass mein letztes Rezept ein super leckerer und fluffiger Mohnzopf war. Dementsprechend sollte euch heute eigentlich etwas Herzhaftes erwarten. Aber ich möchte euch diesen leckeren Steppdeckenkuchen nicht weiter vorenthalten.

Warum dieser Kuchen so besonders ist

Die Quarkmasse wird mit einem Spritzbeutel mit Lochtülle auf den Rührteig gespritzt und sinkt dann beim Backen in den Teig ein. Dadurch sieht der Kuchen nach dem Backen aus, wie eine Steppdecke. Wenn man ihn dann aber anschneidet, verstecken sich im Teig wunderbare, tiefe, prall gefüllte Taschen mit Quarkmasse. OH MEIN GOTT! Ich bin fast ein bisschen traurig. Weil der Kuchen schon aufgegessen ist? Ja deswegen auch. Aber eigentlich eher, weil ich ihn nicht schon eher gemacht habe. Wie konnte ich nur nicht wissen, dass es so etwas tolles gibt?

Steppdeckenkuchen geschnitten mit sichtbaren Quarktaschen

Zutaten für den klassischen Steppdeckenkuchen (Blech)

  • Für den Teig: 250 g Butter, zimmerwarm
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier (M)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 75 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse oder Kokosraspel
  • 250 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • Für die Quarkmasse: 500 g Quark, 20% Fett
  • 1 Ei (M)
  • 80 g Zucker
  • 35 g Speisestärke
  • 1 TL Vanilleextrakt

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

  1. Für den Teig die Butter zusammen mit dem Zucker, der Prise Salz sowie dem Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine in einigen Minuten weißschaumig schlagen.
  2. Nun nach und nach die Eier unterrühren und dabei darauf achten, dass jedes Ei einzeln gründlich untergemischt wurde.
  3. Nun das Mehl mit dem Backpulver und den Mandeln/Haselnüssen/Kokosflocken vermischen und die Hälfte zur Buttermasse geben. Ebenso die Hälfte der Milch dazugeben und alles kurz verrühren.
  4. Anschließend die restliche Mehlmischung und die verbliebene Milch unterrühren und den Teig auf ein tiefes, mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen.
  5. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Für die Quarkmasse alle Zutaten bis auf die Speisestärke in eine Schüssel geben und von Hand oder mit dem Handrührgerät klümpchenfrei verrühren. Die Speisestärke darüber sieben und unterheben.
  7. Die Quarkmischung in einen Spritzbeutel mit 9 mm oder 10 mm Lochtülle geben und erst in die eine Richtung diagonal 5-7 Streifen aufspritzen, dann das Blech drehen und in die andere Richtung ebenfalls 5-7 Streifen aufspritzen. Es sollte sich ein Rautenmuster ergeben.
  8. Bei mittlerer Schiene ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe nicht vergessen), aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.
  9. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, mit etwas Puderzucker bestäuben. Nach einiger Zeit schmilzt der Puderzucker auf der Quarkmasse, sodass das schöne Muster zu sehen ist.
So spritzt du die Quarkmasse für den Steppdeckenkuchen

Varianten und Tipps

  • Mal ganz abgesehen davon, dass er sich mit Mandeln, Haselnüssen oder Kokosflocken im Teig super leicht variieren lässt und man somit die Reste seiner Speisekammer damit aufbrauchen kann.
  • Ich hatte übrigens alles Zuhause, was man für den Kuchen braucht und konnte mich nicht entscheiden, ob ich Mandeln oder Haselnüsse in den Teig gebe. Und dann sind mir die Kokosflocken in die Hand gefallen. Dadurch bekommt der Kuchen einen ganz tollen Geschmack - einzig die Konsistenz leidet ein wenig darunter.
  • Durch die Kokosflocken wird der Teig extrem luftig und verliert ein klein wenig an Bindung. Zumindest kann man das so nennen, wenn man ein kleines Kind Zuhause hat, dessen Lieblingswort aktuell “selber” zu sein scheint.
  • Solltet ihr also auch kleine Kinder im Haus haben, dann probiert vielleicht erstmal die Variante mit Mandeln oder Haselnüssen oder ihr wartet einfach, bis der Sommer kommt und ihr den Kuchen draußen auf der Terrasse servieren könnt.
  • Für saftigere Quarkkuchen lohnt sich die Verwendung von halbfettem Quark (20 % Fett) - er sorgt für eine saftige Konsistenz und einen milden Geschmack. Mit Magerquark gelingt der Teig etwas lockerer und kalorienärmer, während vollfetter Quark den Kuchen besonders cremig macht.

Quark-Öl-Teig als Alternative (für Variationen oder schnellen Grundteig)

Quark-Öl-Teig ist eine super einfache und vielfältige Teigart. Grundsätzlich ist Quark-Öl-Teig eine Art Blitzalternative zu Hefeteig. Der große Vorteil gegenüber Hefeteig liegt darin, dass ihr Quarkteig sofort verarbeiten könnt: Da in ihm Backpulver steckt, benötigt man keine Gehzeit. Einfach kneten, belegen, füllen, backen und genießen!

Als erstes vermischt ihr die trockenen Zutaten, dann kommen die feuchten dazu. Nun alles zügig miteinander verkneten - am besten mit den Knethaken und zum Schluss eventuell nochmal mit den Händen. Das A und O, damit Quark-Öl-Teig ohne Nervenzusammenbruch gelingt: Man darf ihn nicht zu lange kneten. Der Teig kann ohne Gehzeit direkt verarbeitet werden.

Grundrezept Quark-Öl-Teig (für ein Blech ca. 30 x 40 cm)

ZutatMenge
Weizenmehl300 g
Backpulver3 TL gestrichen
Zucker3 EL (Menge variabel)
Prise Salz1
Magerquark (abgetropft)125 g
Öl (geschmacksneutral)z. B. Rapsöl
Milchnach Bedarf
Ei1

Die Menge reicht für ein ca. 30x40 cm großes Blech oder ca. 15-20 Stück Kleingebäck wie Schnecken. Backen bei 170-190 °C, die Backzeit beträgt je nach Gebäcktyp und Größe ca. 12-30 Minuten.

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Aufbewahrung, Einfrieren und Vorbereiten

  • Kann man Quark-Öl-Teig einfrieren? Ja, klappt wunderbar: Entweder schon den rohen Teig luftdicht verpackt einfrieren oder fertiges Gebäck tiefkühlen. Fertiges Gebäck kann man aufbacken oder kurz erwärmen.
  • Notfalls kann man Quark-Öl-Teig vorbereiten: dafür sehr gut mit Frischhaltefolie bedecken oder in eine Dose geben, im Kühlschrank hält er sich ca. 1-2 Tage.
  • Grundsätzlich schmeckt es frisch am allerbesten, ist aber zumindest ein wenig länger „frisch“ als Hefegebäck. Ich lagere es gern in einer Tupperdose und backe es dann nochmal ganz kurz auf bzw. erwärme es ganz kurz in der Mikrowelle.
Kuchen mit Puderzucker auf Quarktaschen.jpg

Weitere Hinweise zur Gelingsicherheit

  • Für ein geschmeidiges Quark-Öl-Teig-Ergebnis die trockenen Zutaten zuerst vermischen, dann die feuchten dazugeben und zügig verkneten. Als Notfalltipp: Klebt der Teig zu sehr, nach und nach noch etwas mehr Mehl zugeben.
  • Beim klassischen Steppdeckenkuchen unbedingt eine Lochtülle (9-10 mm) für den Spritzbeutel verwenden, sonst entsteht das gewünschte Rautenmuster und die typischen Quark-Taschen nicht.
  • Stäbchenprobe nicht vergessen: je nach Ofen kann die Backzeit etwas variieren.

So und nun bin ich neugierig: Wer von euch kannte denn den Steppdeckenkuchen schon? Habt ihr ihn schon mal gemacht oder vielleicht auch schon gegessen? Und jetzt los, husch, husch!

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