Plätzchenteig ausrollen ohne Mehl: Alternativen und Tipps für perfekte Weihnachtsplätzchen

Das Backen von Weihnachtsplätzchen ist eine beliebte Tradition, bei der oft Mürbeteig zum Einsatz kommt. Doch was tun, wenn man auf Mehl verzichten möchte oder muss? Dieser Artikel bietet umfassende Informationen und Alternativen, um Plätzchenteig auch ohne Mehl perfekt auszurollen und köstliche Weihnachtsplätzchen zu zaubern.

Warum Backen ohne Mehl?

Immer mehr Menschen verzichten auf klassisches Weizenmehl, sei es aus Gründen der gesunden Ernährung oder wegen einer Glutenunverträglichkeit. Weizenmehl enthält Gluten, ein Klebereiweiß, das bei manchen Menschen Beschwerden verursachen kann. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Alternativen, die das Backen ohne Mehl ermöglichen.

Grundlagen des Mürbeteigs

Mürbeteig ist eine der klassischen Grundteigarten und besteht hauptsächlich aus Mehl, Fett (meist Butter oder Margarine) und Zucker. Die richtige Temperatur des Teigs ist entscheidend für ein gutes Ergebnis. Nach der Zubereitung sollte der Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, damit sich das Mehl entspannen und die Butter festigen kann. Längeres Ruhen, bis zu zwei Tagen, erleichtert die Verarbeitung zusätzlich.

Alternativen zum Ausrollen mit Mehl

Backpapier-Methode

Eine einfache und effektive Methode ist das Ausrollen des Teigs zwischen zwei Schichten Backpapier. Das Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, den Teig darauf ausrollen und ausstechen. Das obere Backpapier nach dem Glätten entfernen. Diese Methode verhindert, dass der Teig klebt und zusätzliches Mehl benötigt wird.

Dauerbackfolie

Eine umweltfreundlichere Alternative zum Backpapier sind Teflon-Dauerbackfolien. Diese können mehrfach verwendet werden und bieten den Vorteil, dass der Teig nicht transferiert werden muss, sondern direkt auf der Folie gebacken werden kann.

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Frischhaltefolie

Obwohl diese Methode umstritten ist, kann der Teig auch zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausgerollt werden. Allerdings ist dies aus ökologischer Sicht weniger empfehlenswert, da die Folie nach einmaligem Gebrauch entsorgt wird.

Alternative Mehlsorten

Es gibt zahlreiche Mehlsorten, die als Ersatz für Weizenmehl verwendet werden können:

  • Gemahlene Nüsse: Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse und Co. verleihen dem Gebäck ein nussiges Aroma und sind glutenfrei. Sie eignen sich gut für Kuchen, Muffins und Tortenböden.
  • Haferflocken: Sie sind ideal für Rezepte, bei denen eine körnigere Textur gewünscht ist, wie z.B. Cookies oder Streusel. Für eine feinere Konsistenz können die Haferflocken im Mixer zu Mehl zerkleinert werden. Achten Sie bei Unverträglichkeiten auf glutenfreie Haferflocken.
  • Semmelbrösel: Sie eignen sich gut zum Ausstreuen von Backformen und verleihen dem Gebäck eine leichtere Lösbarkeit. Es gibt auch glutenfreie Semmelbrösel aus Mais.
  • Speisestärke: Sie sorgt für besonders feinporige und lockere Rühr- und Biskuitteige und kann etwa 30 Prozent der Mehlmenge ersetzen.
  • Glutenfreies Mehl: Die Auswahl an glutenfreien Mehlsorten ist groß. Je nach Rezept sollte das passende Mehl gewählt werden, da der Geschmack variieren kann. Kokosmehl ist besonders kalorienarm und beliebt für Low-Carb-Rezepte.

Low Carb Plätzchen ohne Mehl

Für eine Low-Carb-Variante können Plätzchen auch ohne Mehl und Zucker gebacken werden. Hierfür eignen sich gemahlene Mandeln, Butter und ein Süßungsmittel wie Xylit oder Erythrit. Der Teig wird gekühlt, ausgerollt und die Plätzchen werden bei 175 Grad Ober- und Unterhitze gebacken.

Tipps und Tricks für den perfekten Teig

  • Teigtemperatur: Achten Sie auf die richtige Temperatur des Teigs. Ist er zu warm, wird die Butter zu weich und der Teig reißt. Ist er zu kalt, ist er zu hart zum Ausrollen.
  • Kneten: Den Teig nur so lange wie nötig kneten, da er sonst „brandig“ wird und bröckelt. Die trockenen Zutaten zuerst gut vermischen.
  • Backblech: Die Plätzchen immer auf ein kaltes Backblech legen.
  • Ausstechformen: Die Ausstechförmchen vor dem Einsatz in Mehl oder Puderzucker tauchen, um ein leichteres Lösen des Teigs zu ermöglichen.

Teigverfeinerung und Dekoration

Um den Plätzchenteig zu verfeinern, können verschiedene Aromen hinzugefügt werden:

  • Backaroma: Ein halbes Fläschchen Backaroma nach Geschmack (z.B. von Dr. Oetker, vegan) eignet sich sehr gut.
  • Gewürze: Zimt, Lebkuchengewürz oder Spekulatiusgewürz verleihen den Plätzchen eine weihnachtliche Note.

Für die Dekoration gibt es vielfältige Möglichkeiten:

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  • Plätzchenstempel: Sie sind eine einfache Möglichkeit, die Plätzchen zu verzieren.
  • Zuckerfreier Guss: Ein Guss aus Puderxucker und wenig Zitronensaft eignet sich für Low-Carb-Plätzchen.
  • Nüsse und Samen: Gehackte Pistazien, Nüsse oder Kakao Nibs sind eine gesunde und dekorative Option.

Lagerung und Haltbarkeit

Die Plätzchen bei Raumtemperatur in einer Keksdose lagern. Sie halten sich ca. Die fertigen Plätzchen können auch in einer Gefrierdose eingefroren werden. Rohen Mürbeteig (als Kugel) oder ausgestochene, ungebackene Plätzchen können ebenfalls eingefroren werden. Rohe Plätzchen auf dem Backblech liegend einfrieren, bis sie hart sind, dann in eine Box oder Tüte geben. Zum Auftauen bei Zimmertemperatur lagern.

Alternativen zum Ausstechen

Wenn keine Ausstechförmchen vorhanden sind, können kreative Alternativen genutzt werden:

  • Wassergläser: Für Kreise und Halbmonde.
  • Kronkorken: Für geriffelte Donuts.
  • Besteck: Zum Verzieren von Rändern.
  • Pizza-Schneider: Für Muster wie Dreiecke oder Rechtecke.
  • Schablonen: Aus Karton selbst gestalten und mit einem Messer auf den Teig übertragen.

Verpackung zum Verschenken

Um die Plätzchen schön zu verpacken, können sie in dekorative Keksdosen oder Tüten gefüllt und mit Bändern und Anhängern verziert werden. Selbstgemachte Etiketten mit den Zutaten und dem Datum machen das Geschenk noch persönlicher.

Kalorien

Die Kalorienanzahl eines Plätzchens variiert je nach Größe, Zutaten und Rezept. Eine genaue Angabe ist daher schwierig.

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