Paris Saint-Germain Torte: Ein Rezept und die süße Seite des Pariser Erfolgs

Die Rede ist von Torten und der Verbindung zwischen Patisserie, dem neuen Selbstverständnis von Paris und seinem Fußballverein Paris Saint-Germain. Es geht um mehr als nur Fußball, es geht um ein Lebensgefühl.

Jubel in der Umkleide: Mehr als nur ein Sieg

Es gibt Aufnahmen, die zeigen, wie ausgelassen die Pariser das 0:1 gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League feierten. PSG teilt großzügig Einblicke hinter die Kulissen, von Trainings bis zu Gesprächen in der Umkleide. Der Verein nutzt soziale Medien, um seine Wachstumsgeschichte live zu präsentieren. Nach der Qualifikation tanzten die Spieler ausgelassen, feierten mit Flüssigkeiten, deren genaue Beschaffenheit unklar blieb.

Nasser al-Khelaifi, der katarische Präsident des Vereins, klatschte die Spieler ab wie ein Kumpel. "Wir sind nun wirklich dabei, bei den ganz großen Vereinen", sagte er und fasste damit die allgemeine Gefühlslage zusammen. Er fügte hinzu, dass Kylian Mbappé und Neymar keine Entschuldigung mehr hätten, den Verein zu verlassen. Der Verein ringt mit beiden um neue Verträge. Man ist dabei, ganz oben anzukommen, nicht nur finanziell, sondern auch sportlich. Barça im Achtelfinale geschlagen, Bayern im Viertelfinale - wer hätte das vor ein paar Wochen für möglich gehalten?

Der Wandel des Parvenüs: PSG schreibt Geschichte

"Enorme!", titelte Le Parisien, die meistgelesene Zeitung Frankreichs, auf ihrer Titelseite. Der Komplex des ewigen Parvenüs, ohne Geschichte und ohne Seele, löst sich auf. Die letzten Minuten des Spiels gegen Bayern zeigten das in der Attitüde der Mannschaft. PSG schien sich keiner Gefahr bewusst, obwohl das Spiel hin und her wogte. Trainer Mauricio Pochettino brachte Moise Kean für Julian Draxler, einen offensiven Stürmer für einen weniger offensiven - ohne Konzessionen an den Spielstand. Auf die Frage, wie er die Schlussphase erlebt habe, antwortete Pochettino: "Ganz ruhig, normal."

"PSG wird Teil der Geschichte des französischen Fußballs", schreibt L'Équipe, als wäre das erst mit dem Sieg über die Bayern geschehen. Nur zwei französischen Mannschaften hatten sich zuvor in zwei aufeinanderfolgenden Jahren für das Halbfinale der Königsklasse qualifiziert: Saint-Étienne Mitte der Siebziger und Olympique Marseille zu Beginn der Neunziger. Paris erreichte im vergangenen Jahr sogar das Finale.

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Auch Seele war da. Ein Blick auf Neymar genügte, um zu erkennen, ob das Team mit Herz spielte. Neymar war von Anfang an dabei, eine Hommage an sein Talent. Er berührte den Ball 85 Mal und war überall auf dem Platz präsent.

Neymar: PSG ist jetzt ein großer Verein

Nach dem Spiel meinte der launische Brasilianer, PSG sei nun ein großer Verein. Ähnlich gelobt wurde der senegalesische Mittelfeldspieler Idrissa Gana Gueye, der so viele Bälle abfing, dass Paris zum Ende ruhig blieb. Normal eben.

Die Patisserie: Mehr als nur ein Nachtisch

Libération schrieb in ihrer Analyse des Spiels, die Pariser seien im Rückspiel, das sie verloren haben, souveräner aufgetreten als beim Sieg in München. Diese Souveränität spiegelt sich auch in der Pariser Patisserie wider, die weit mehr ist als nur ein Nachtisch. Sie ist ein Ausdruck von Lebensart und Perfektion.

Rezept: Limetten-Basilikum-Tarte

Die Limetten-Basilikum-Tarte ist ein Beispiel für die exquisite Patisserie, die Paris zu bieten hat. Der Geschmack des Basilikums harmoniert perfekt mit der Limette und ergibt eine köstliche Tarte. Das Rezept stammt vom französischen Küchenchef Yves Camdeborde, einem Vorreiter der Bistronomie.

Zutaten:

  • Für die Limetten-Basilikum-Creme:
    • 250 g Zucker
    • 8 Limetten
    • 4 Eier
    • 0,5 Bund Basilikum
    • 200 g Butter, weich
  • Für den Teig:
    • 200 g Weizenmehl
    • 75 g Butter
    • 75 g Zucker
    • 1 Ei
    • 1 Prise Salz
  • Für das Baiser:
    • 3 Eiweiß
    • 80 g Zucker
    • 1 Limette, unbehandelt, Bio
  • Außerdem:
    • Backpapier
    • Frischhaltefolie
    • 1 Limette, unbehandelt, Bio, Abrieb zum Garnieren
    • Basilikum, zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Limetten-Basilikum-Creme: Zucker, Limettensaft, Eier und Basilikum in einem Topf verrühren und unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Creme eindickt. Vom Herd nehmen und die weiche Butter unterrühren. Die Creme durch ein Sieb passieren und kalt stellen.
  2. Teig: Mehl, Butter, Zucker, Ei und Salz zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  3. Baiser: Eiweiß steif schlagen. Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Limettenabrieb unterheben.
  4. Tarte: Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in eine Tarteform (Ø 30 cm) legen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit Backpapier belegen. Mit getrockneten Erbsen oder Reis beschweren und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 15 Minuten blindbacken.
  5. Backpapier und Beschwerung entfernen und den Teig weitere 5 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  6. Die Limetten-Basilikum-Creme auf den Tarteboden geben und glatt streichen. Das Baiser in einen Spritzbeutel mit Rundtülle füllen und auf die Tarte spritzen. Mit einem Küchenbrenner leicht abflämmen oder im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) kurz überbacken, bis das Baiser leicht gebräunt ist.
  7. Die Tarte mit Limettenabrieb und Basilikum garnieren und servieren.

Weitere Pariser Patisserie-Adressen:

  • Stohrer: In der Rue Montorgueil befindet sich einer der ältesten Patissiers von Paris. Seit 1730 werden hier Torten verkauft.
  • Pierre Hermé: Bekannt für seine Macarons mit ungewöhnlichen Aromen wie Foie Gras oder Basilikum-Limette.
  • L’Eclair de genie: Patissier Christopher Adam hat dem Eclair neues Leben eingehaucht und macht daraus Kunstwerke.
  • Cédric Grolet: Berühmt für seine Croissants und "Les Fruits", gefüllte kleine Früchte.
  • Philippe Conticini: Verleiht klassischen französischen Süßwaren eine moderne Ausstrahlung.
  • Gérard Mulot: Bietet eine große Auswahl an traditionellen und modernen Patisserie-Kreationen.
  • Sébastien Gaudard: Bekannt für seine klassischen Konditoreiwaren und Teespezialitäten.

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