Paprika Marmelade Rezept Spanisch: Eine kulinarische Reise nach Spanien und zurück
Sommerzeit ist Marmeladenzeit! Wer denkt, Marmelade müsse immer süß sein, der irrt. Dieses Rezept entführt Sie in die Welt der pikanten Konfitüren und zeigt, wie man aus Paprika eine köstliche Marmelade zaubern kann. Die Paprika Marmelade ist ein Beweis dafür, dass man nicht nur aus süßen Früchtchen hervorragende Marmelade einkochen kann.
Die Entdeckung in Sevilla
Die Inspiration für dieses Rezept stammt aus einer kleinen Tapasbar in Sevilla. Dort wurde lawarmer Ziegenkäse mit Paprikamarmelade serviert - eine Kombination, die sofort begeisterte. So begeistert, dass gleich im Ferienhaus im Internet recherchiert wurde, um ein Rezept ausfindig zu machen. Der Geschmack aus der Tapas Bar sollte unbedingt reproduziert werden.
Paprikamarmelade: Mehr als nur ein Brotaufstrich
Paprikamarmelade ist vielseitig einsetzbar. Sie passt hervorragend zu gebackenem Deftigem wie Ziegenkäse oder zu Fleisch. Das wirklich wunderbare an Paprikamarmelade ist, dass du sie auf Vorrat herstellen kannst. Wenn man sie nicht schnell aufisst, dann überlebt sie im Vorratsschrank eine ganze Weile und kann dann zu den entsprechenden Anlässen hervorgeholt werden.
Zutaten für den spanischen Genuss
Es gibt verschiedene Varianten der Paprikamarmelade. Hier sind ein paar Rezeptideen:
Rezept 1: Die klassische Variante
- 1,3 kg rote Paprika
- 600 g Zucker
- 50 ml Apfelessig
- 150 ml Wasser
- 1 Prise Salz
Rezept 2: Die würzige Variante
- 1 kg Spitzpaprika, rot
- 250 g Tomaten, stückig (z.B. aus dem Tetrapack)
- 2 TL Chiliflocken
- 2 TL Salz
- 2 EL Zitronensaft
- 1 Schuss Tabasco
- 500 g Gelierzucker 2:1
- Wasser
Rezept 3: Die schnelle Variante
- Paprikaschoten, rot
- Gelierzucker 1:1
- 1 Zitrone (Saft davon)
- Balsamico
- Chilipulver
Zubereitung: Schritt für Schritt zur eigenen Paprikamarmelade
Auch bei der Zubereitung gibt es verschiedene Methoden. Hier die Anleitungen zu den oben genannten Rezepten:
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Rezept 1: Die klassische Zubereitung
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, die Paprika waschen und abtrocknen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.
- Die Schoten nun in den Ofen geben und so lange garen, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Die Schoten dann ein Mal herumdrehen und weiter garen bis sie komplett weich sind.
- Die Paprika aus dem Backofen holen und sofort in ein verschließbares Gefäß geben. So abkühlen lassen.
- Die Haut der abgekühlten Paprikaschoten lässt sich nun ganz leicht abziehen. Anschließend auch den Strunk und sämtliche Kerne entfernen.
- Die gehäuteten und entkernten Paprika nun mit dem Wasser in einen Mixer geben und vollständig pürieren (alternativ auch mit dem Pürierstab).
- Das Paprikamus anschließend zusammen mit dem Zucker, dem Essig und einer Prise Salz in einen hohen (!) Topf geben und ca. 45-60 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei ab der Hälfte der Zeit permanent rühren damit die Marmelade nicht anbrennt.
- Sobald die Marmelade schön rot ist und von der Konsistenz her Marmelade ähnelt, in sterilisierte Gläser geben und diese sofort verschließen.
- Die Marmelade ist im Kühlschrank aufbewahrt ca. 2 Monate haltbar. Für längere Haltbarkeit, die verschlossenen Gläser in einen großen Kochtopf geben, mit Wasser auffüllen bis alle Gläser unter Wasser sind und das Wasser zum Kochen bringen, 25 Minuten kochen lassen, die Gläser aus dem Topf holen und vollständig abkühlen lassen.
Rezept 2: Die würzige Zubereitung
- Es werden 6 Twist-off-Gläser (Füllmenge ca. 200 - 250 g) benötigt.
- Paprika gründlich waschen. Strunk, Kerne und weiße Trennhäute entfernen. Paprika in kleine Würfel schneiden. In eine große Schüssel geben und mit 2 TL Salz vermischen, etwa 20 Minuten ziehen lassen.
- Paprika und stückige Tomaten in einem großen, weiten Topf aufsetzen. Das Tetrapack mit etwas Wasser ausspülen, das Wasser zu den Tomaten und Paprika in den Topf geben. 2 TL Chiliflocken zufügen. Ca. 20 - 30 Minuten köcheln lassen, bis die Paprikastücke weich sind.
- Vom Herd nehmen und mit einem Stabmixer zu einem feinen Püree zerkleinern. Zurück auf die Herdplatte geben und unter Rühren wieder aufkochen lassen. Gelierzucker einrühren und unter Rühren bei kleiner Hitze so lange kochen, bis eine relativ zähe Masse entsteht.
- Gelierprobe machen. Wenn die Masse flüssig bleibt, 2 EL Zitronensaft zugeben und nochmal 1 - 2 Minuten köcheln lassen. Mit einigen Spritzern Tabasco abschmecken.
- In sterilisierte Twist-off Gläser füllen (beinahe randvoll, möglichst wenig Luft lassen) und sofort ganz fest verschließen.
Rezept 3: Die schnelle Zubereitung
- Paprika kleinwürfelig schneiden, mit Gelierzucker vermischen, Saft einer Zitrone dazu, etwas Chili und Balsamicoessig unterrühren, aufkochen lassen.
- Mit einem Stabmixer zerkleinern, nochmals aufkochen lassen. In Gläser abfüllen.
Tipps und Tricks für die perfekte Paprikamarmelade
- Schärfe: Wer es nicht so scharf mag, kann die Chilischoten weglassen oder nur eine verwenden.
- Konsistenz: Die Marmelade sollte von der Konsistenz her Marmelade ähneln.
- Haltbarkeit: Im Kühlschrank aufbewahrt ist die Marmelade ca. 2 Monate haltbar. Für längere Haltbarkeit die verschlossenen Gläser in einem großen Kochtopf geben, mit Wasser auffüllen bis alle Gläser unter Wasser sind und das Wasser zum Kochen bringen, 25 Minuten kochen lassen, die Gläser aus dem Topf holen und vollständig abkühlen lassen.
- Verwendung: Die Marmelade passt wunderbar auf Ziegenfrischkäse und frisches Bauernbrot. Zudem macht sie sich gut zu rotem Fleisch und als scharfe Beigabe auf der Käseplatte.
Variationen und andere Gemüsemarmeladen
Wenn Sie jetzt auf den Geschmack pikanter Marmeladen gekommen sind, dann hätten wir hier noch ein paar Inspirationen: Kochen Sie doch mal eine Möhrenmarmelade mit Orange und Ingwer oder ein Kürbis-Chutney mit Apfel und Vanille. Auch aus Rotkohl lässt sich mit Apfel und Pflaume ein köstlicher Brotaufstrich zubereiten. Auch Tomatenmarmelade ist eine tolle Alternative.
Pimientos de Padrón: Eine spanische Spezialität
Wer in Spanien in einer Tapas-Bar war, hat sie bestimmt schon einmal probiert - die leckeren Tapas-Snacks Pimientos de Padrón. Inzwischen haben sie es auch nach Deutschland geschafft. Nahezu alle großen Supermärkte in Deutschland haben die kleinen pikanten Paprikaschoten in ihrem Sortiment und auch bei einigen Discountern habe ich sie schon gesehen.
Zubereitung von Pimientos de Padrón
- Die Pimientos de Padrón in eine Schüssel mit Wasser geben und sorgfältig waschen. Anschließend abtropfen lassen und mit Küchenpapier nachtrocknen, so dass sie nicht mehr nass sind.
- Das Öl gibst du in eine kleine Schale und trägst es mit einem Küchenpinsel auf die Pimientos de Padrón auf.
- Auf einem Elektrogrill kannst du die Paprikaschoten einfach auf die vorgewärmte Grillplatte legen. Wenn du einen Holzkohlegrill verwendest, dann empfiehlt sich eine Grillschale. Während des Grillens solltest du die Paprikaschoten mehrfach wenden, damit sie von allen Seiten gegrillt werden.
- Es dauert je nach Hitzezufuhr ungefähr 7-10 Minuten, bis die Pimientos de Padrón fertig sind. Du erkennst das daran, dass sich die Haut braun verfärbt und Blasen schlägt. Aber Achtung: zwischen lecker-braun und bitter-schwarz ist nur ein schmaler Grat!
- Wenn du die Paprikaschoten vom Grill genommen hast, dann müssen sie vor dem Servieren noch mit dem groben Meersalz gewürzt werden. Dabei nicht zu zaghaft sein, sie vertragen schon eine gute Prise Salz. Beim Abkühlen fallen sie dann in sich zusammen und werden ein wenig schrumpelig. Aber das ist nicht so schlimm und tut dem Geschmack keinen Abbruch.
Man verzehrt die komplette Frucht inclusive der Kerne. Lediglich der Stielansatz wird nicht mitgegessen. Pimientos de Padrón sind klassisches Fingerfood: nimm sie einfach am Stiel zwischen zwei Finger und beiße kurz vor dem Stielansatz ab. Sie schmecken lecker, leicht grasig und herb, das wird noch durch das grobe Meersalz betont.
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