Oregano-Öl mit Honig: Wirkung und Anwendung
Oregano-Öl, gewonnen aus dem wilden Oregano (Origanum vulgare), ist seit der Antike als Heilkraut bekannt. Dieses mediterrane Kraut, in alten Kräuterbüchern oft als „Wohlgemuth“ bezeichnet, erfreut sich aufgrund seiner vielfältigen gesundheitlichen Vorteile großer Beliebtheit. Eine Kombination mit Honig kann die Wirkung von Oregano-Öl zusätzlich verstärken.
Was ist Oregano-Öl?
Oregano, botanisch als Origanum vulgare bekannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die ein sonniges und trockenes Klima bevorzugt. Er wird bis zu 80 cm hoch und ist eine Bienenweide. Traditionell wird er als Gewürz in der mediterranen und mexikanischen Küche verwendet. In der Naturheilkunde wird er bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
Das ätherische Öl von Oregano wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern der Pflanze gewonnen. Für einen Liter Oregano-Öl werden etwa 50 kg Oregano-Blätter benötigt. Dieses Verfahren schützt die wertvollen Inhaltsstoffe und sorgt für ein hochkonzentriertes Öl.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung
Oregano-Öl enthält bis zu 56 unterschiedliche Verbindungen, wobei Carvacrol und Thymol als die wirksamsten gelten. Nicht alle Arten der Gattung Origanum haben den gleichen Anteil an diesen Inhaltsstoffen. Die Spezies Origanum minutiflorum, die in der Mittelmeerregion und der Türkei wächst, zeichnet sich durch einen besonders hohen Carvacrol-Gehalt aus.
- Carvacrol: Dieser Wirkstoff ist in Oreganoöl am stärksten konzentriert (60% bis 80%) und verleiht dem Öl seine potente antibakterielle Wirkung. Carvacrol hat ein breites Anwendungsspektrum, das von der Behandlung von Allergien und bakteriellen Infektionen bis zum Schutz der Haut reicht. Hilft, den Körper und die Umgebung von unerwünschten mikrobiellen Aktivitäten zu befreien.
- Thymol: Macht bis zu 6% des Öls aus und hat ebenfalls antiseptische Eigenschaften, die die Wirkung von Carvacrol verstärken.
Durch die Ausgewogenheit dieser Inhaltsstoffe ergibt sich eine einzigartige Synergie, die Oregano-Öl zu einem wertvollen natürlichen Heilmittel macht.
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Die Wirkung von Oregano-Öl
Oregano-Öl wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme angewendet werden. Es wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid, bekämpft also Bakterien, Viren und Pilze. Zusätzlich wirkt es durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzstillend.
Antimikrobielle Eigenschaften
Wilder Oregano ist wegen seiner starken antimikrobiellen, antibiotischen, fungiziden, antioxidativen und antiviralen Eigenschaften bekannt. Eine Studie testete die Wirkung von Oregano-Öl auf Parasiten im Menschen, mit sehr positivem Resultat, da bei allen Versuchspersonen die Parasiten verschwanden sowie bei 7 von 11 Personen auch weitere gastrointestinale Symptome. Chinesische Mediziner setzen Wilden Majoran seit Jahrhunderten bei Fieber, Erbrechen, Durchfall und Hautproblemen ein.
Das ätherische Öl ist ein außergewöhnlich kraftvolles natürliches Antibiotikum. MRSA-Staphylokokken sind multiresistente Bakterien, die gegen die herkömmlichen Antibiotika bereits Resistenzen entwickelt haben und daher jedes Jahr für viele Tausend Todesfälle sorgen. Oregano-Öl kann daher sehr gut bei bakteriellen Infektionen der Ohren und der Atemwege zur Anwendung kommen.
Anti-Pilz-Wirkung
Oregano-Öl hat außerdem eine extreme Anti-Pilz-Wirkung, weshalb es bei Pilzinfektionen eingesetzt werden kann. Da Kokosöl ebenfalls eine fungizide Wirkung hat, ist die Kombination von Kokosöl und Oregano-Öl eine Therapiemöglichkeit bei Pilzerkrankungen. Die im Wilden Majoran enthaltenen fungizid wirksamen sekundären Pflanzenstoffe (Rosmarinsäure, Thymol und Thymoquinon) wirken (in Zellstudien) außerdem gemeinsam mit dem hohen Antioxidantiengehalt der Pflanze hemmend auf die Teilung von Krebszellen, so dass auch eine Anti-Krebswirkung diskutiert wird.
Weitere Anwendungsgebiete
- Erkältungen und Atemwegserkrankungen: Oregano-Öl ist bekannt für seine Fähigkeit, Erkältungssymptome zu lindern. Seine antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften können helfen, die Atemwege zu befreien und die Heilung zu unterstützen. Bei Erkrankungen der Atemwege, so wie Bronchitis, Mandelentzündung oder Ohrenschmerzen hat Oregano-Öl einen positiven Effekt: Es wirkt durchblutungsfördernd und schleimlösend, wodurch Krankheitserreger schneller abtransportiert werden können. Aufgrund der stark entzündungshemmenden Wirkung von Oregano-Öl kann das natürliche Antibiotikum auch bei der Behandlung von Lungenentzündungen eingesetzt werden.
- Hautprobleme: Dank seiner antibakteriellen Wirkung ist Oregano Öl nützlich bei der Behandlung von Hauterkrankungen wie Akne und Pilzinfektionen (Nagelpilz). Es sollte jedoch immer verdünnt aufgetragen werden, um Hautreizungen zu vermeiden. Auch bei Hautproblemen wie Akne und unreiner Haut kannst du das Öl äußerlich anwenden. Der Heilungsprozess wird beschleunigt und Entzündungen abgebaut.
- Verdauungsförderung: Oregano Öl kann die Verdauung fördern und bei Magen-Darm-Problemen helfen. Es unterstützt die Darmfunktion und kann Beschwerden wie Blähungen und Magenschmerzen lindern. Aufgrund seiner durchblutungsfördernden Wirkung kurbelt Oregano-Öl die Magensaftproduktion an. Dadurch wird die Verdauung in Schwung gebracht und die Magenschleimhaut gestärkt.
- Parasitenbekämpfung: Das natürliche Heilmittel hilft Parasiten abzutöten.
- Krebsprävention: Oregano-Öl soll laut einer Studie die Teilung von Krebszellen verhindern und auf diese Weise das Wachstum der Tumore hemmen.
Oregano-Öl und Honig: Eine starke Kombination
Die Kombination von Oregano-Öl und Honig kann die positiven Effekte beider Naturprodukte verstärken. Honig hat selbst antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften und kann helfen, den intensiven Geschmack des Oregano-Öls zu mildern.
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Anwendung mit Honig
Für die Einnahme von Oregano-Öl mit Honig empfiehlt es sich, einen Tropfen des Öls mit einem Teelöffel Honig zu vermischen. Diese Mischung kann dann direkt eingenommen werden. Es ist wichtig, das Öl immer zu verdünnen, da es in unverdünnter Form die Schleimhäute reizen kann.
Weitere Anwendungsformen
- Inhalation: Um Entzündungen im Mundraum zu lindern, kannst du drei Tropfen des Öls auf ein Glas Wasser geben. Nutzt du das Oregano-Öl zum Inhalieren, dann gib maximal fünf Tropfen des ätherischen Öls auf einen Liter heißes Wasser.
- Äußerliche Anwendung: Bei großflächiger Anwendung auf der Haut gibst du zwei Tropfen auf 250 Milliliter Wasser. Tränke Watte in die Flüssigkeit und tupfe sie anschließend behutsam auf die entsprechenden Bereiche. Das Öl musst du nicht abwaschen sondern kannst es einziehen lassen.
- Kapseln: Oregano-Öl können Sie flüssig oder in Kapselform kaufen. Auch gibt es Öle als sog. Würzöle im Supermarkt zu kaufen, diese bestehen jedoch aus einem Basisöl. Bei Kapseln ist im Grunde dasselbe zu beachten: Sie sollten zu 100 Prozent mit reinem, ätherischem Oregano-Öl gefüllt sein. Zudem sollten keine Zusatzstoffe, wie künstliche Aromen oder Stabilisatoren enthalten sein.
Worauf Sie bei der Anwendung achten sollten
Da Oregano-Öl sehr konzentriert ist, sind bei der Anwendung einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
- Verdünnung: Oregano-Öl unbedingt mit Wasser, Ölivenöl, Milch, Honig oder Saft verdünnen. Das Verdünnungsverhältnis sollte mindestens im Rahmen 1:20 - 1:50 liegen. Niemals pur nehmen. Ätherisches Oregano-Öl sollten Sie nur verdünnt einnehmen und auch bei der äußerlichen Anwendung nur verdünnt auftragen, da ansonsten Hautreizungen auftreten könnten.
- Dosierung: Als Nahrungsergänzungsmittel 1-3 Tropfen 1 bis maximal 8 x täglich und auf längere Zeiträume verteilt. Die übliche Dosierung liegt bei 1-3 Tropfen ätherischem Oreganoöl, 2-3 Mal täglich, stets verdünnt eingenommen. Bei Kapseln folge der Herstellerempfehlung (meist 1-2 Kapseln täglich). Beginne mit einer niedrigen Dosis und steigere langsam.
- Nicht für jeden geeignet: Das Öl sollte nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden, da es vorzeitige Wehen auslösen könnte. Auch Babys und Kinder sollten nicht mit dem Öl behandelt werden, da es ein sehr stark wirksames Naturheilmittel ist. Oreganoöl ist nicht für jeden geeignet. Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter 6 Jahren sollten es nicht verwenden. Vorsicht ist geboten bei Personen mit Blutgerinnungsstörungen, niedrigem Blutdruck, Magen-Darm-Erkrankungen oder vor Operationen.
- Nebenwirkungen: Als unerwünschte Nebenwirkung wird bei Oregano-Öl manchmal von einer blutverdünnenden Wirkung gesprochen. "Unerwünscht" deshalb, weil das Öl die Wirkung blutverdünnender Medikamente verstärken könnte. Für Menschen aber, die keine Medikamente nehmen, könnte es zur Verbesserung der Blutqualität bzw.
- Wechselwirkungen: Oregano-Öl kann die Aufnahme von Eisen hemmen. Achte deshalb darauf, dass du das Öl zwei Stunden vor oder nach einer Mahlzeit einnimmst.
- Lagerung: Oreganoöl sollte an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden, um seine Haltbarkeit zu maximieren.
- Kurmäßige Anwendung: Oreganoöl sollte nicht dauerhaft täglich eingenommen werden. Empfohlen wird eine Kur von 1-3 Wochen mit anschließender Pause von mindestens 1-2 Wochen. Bei längerer Anwendung kann es die Darmflora beeinträchtigen, da es auch nützliche Bakterien reduziert.
Qualität erkennen
Beim Kauf von Oregano Öl ist es wichtig, auf die Qualität zu achten. Bio-Oreganoöl wird ohne den Einsatz von Pestiziden hergestellt und bietet die beste Reinheit und Wirksamkeit. Achte darauf, dass das Öl als „naturrein“ klassifiziert ist, um sicherzustellen, dass es keine schädlichen Zusätze enthält. Qualitativ hochwertiges wildes Oreganoöl enthält 70-85% Carvacrol, während gewöhnliches Oreganoöl oft nur 40-50% aufweist. Hochwertiges Oreganoöl erhältst du in Apotheken, Reformhäusern, gut sortierten Bioläden und online.
Pyrrolizidinalkaloide (PA)
Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind natürliche Pflanzenstoffe. Sie gelten in hohen Konzentrationen jedoch als potenziell gesundheitsschädlich. Die Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit Baden-Württemberg fanden zwischen November 2018 und Juni 2019 auffallend hohe PA-Gehalte in gerebeltem Oregano. Jede zweite Probe wurde als „nicht zum Verzehr geeignet“ eingestuft. Meist ist es nicht die tatsächlich untersuchte Pflanze, die PA enthält. Solche Verunreinigungen scheinen laut Bericht kein Einzelfall zu sein. Die Untersuchungsämter raten daher dazu, auf frischen Dost aus dem Kräutertopf oder aus dem eigenen Garten zurückzugreifen.
Oregano in der Küche
Oregano verleiht Gerichten aller Art einen fein-herben, würzigen Geschmack. Das Küchenkraut passt hervorragend zu Ratatouille, Tomatensugo oder in ein mediterranes Kräuterbrot. Besonders bekannt ist Oregano als Gewürz aus der italienischen Küche, wo es klassischerweise in Eintöpfen, Pizza, Pasta & Co. zu finden ist. Das Öl ist ideal, um Gemüsegerichte und Salatsaucen mit seinem leicht pikanten Aroma zu bereichern. Auch Antipasti können gut mit Baldini Bio-Aroma Oregano-Öl verfeinert werden - wie zum Beispiel mit dieser würzig-herzhaften Marinade: Einfach einen Tropfen Baldini Bio-Aroma Oreganoöl, 5 Esslöffel Olivenöl, 5 Esslöffel milden Essig und 3 Tropfen Bio Orangen-Öl verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und anschließend je nach Gusto fein gehackten Knoblauch hinzugeben.
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