Orange mit Zucker gegen Husten: Wirkung und Wissenswertes
Jeder Erwachsene macht im Jahr zwei bis fünf Erkältungen durch, bei Kindern sind es sogar bis zu acht kleinere Infekte. In der kalten Jahreszeit suchen viele Menschen nach wirksamen Hausmitteln, um die Symptome zu lindern. Ein oft genanntes Mittel ist die Kombination aus Orange und Zucker. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung dieser Kombination und gibt weitere nützliche Tipps zur Behandlung von Erkältungen.
Die Rolle von Vitamin C und anderen Inhaltsstoffen
Der Bedarf an Vitamin C lässt sich gut durch eine obstreiche Ernährung decken, beispielsweise mit Orangen oder Kiwis. Orangen sind reich an Vitaminen, Mineralien und ätherischen Ölen. Vitamin C gilt als eine Art Geheimwaffe gegen Erkältungen bei Kindern und Erwachsenen, und ihm wird sowohl eine vorbeugende als auch eine therapeutische Wirkung zugeschrieben. Verantwortlich dafür ist die antioxidative Wirkung des Vitamins, also seine Fähigkeit, aggressive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) zu binden und unschädlich zu machen.
Es ist jedoch zu beachten, dass eine große Übersichtsstudie zu dem Ergebnis kam, dass eine regelmäßige Einnahme von Vitamin-C-Präparaten kaum oder gar nicht vor dem Ausbruch von Erkältungskrankheiten schützt. In manchen Studien verkürzte sich allerdings bei einer vorhandenen Erkältung mit einer zusätzlichen Vitamin-C-Zufuhr die durchschnittliche Dauer der klassischen Symptome. Es wurden keine schädlichen Nebenwirkungen festgestellt, weswegen Lebensmittel mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt bei einer Erkältung als sinnvoll gelten.
Die Wirkung von Zucker
Zucker dient in erster Linie als Energielieferant. Bei einer Erkältung kann der Körper geschwächt sein, und Zucker kann helfen, den Energiebedarf zu decken. Allerdings sollte man es mit dem Zuckerkonsum nicht übertreiben, da zu viel Zucker negative Auswirkungen auf den Körper haben kann.
Die Kombination Orange und Zucker in der Praxis
Die Kombination aus Orange und Zucker wird oft als Hausmittel gegen Husten eingesetzt. Die Orange liefert Vitamin C und andere wertvolle Inhaltsstoffe, während der Zucker als Energielieferant dient. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Kombination anzuwenden:
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- Orangensaft mit Zucker: Den Saft einer Orange auspressen und mit einem Teelöffel Zucker verrühren. Langsam trinken.
- Orangenscheiben mit Zucker: Orangenscheiben mit Zucker bestreuen und lutschen.
- Orangen-Zucker-Sirup: Orangensaft mit Zucker einkochen, bis ein Sirup entsteht. Mehrmals täglich einen Teelöffel einnehmen.
Weitere Hausmittel gegen Erkältung
Neben Orange und Zucker gibt es noch viele andere Hausmittel, die bei Erkältungen helfen können:
- Hühnersuppe: Ruhe, Wärme sowie eine selbstgemachte Hühnersuppe und die Erkältung ist im Nu verschwunden. Die Wirkung von Hühnersuppe auf den Erkrankungsverlauf ist mangels Studien zwar nicht sicher belegt; im Labor haben sich Forscher aber durchaus schon mit den Effekten von Hühnersuppe beschäftigt. Dabei stellten sie fest, dass die Inhaltsstoffe der Suppe die Wanderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (neutrophilen Granulozyten) in den Atemwegen beeinflussen könnten - ein Hinweis auf eine mögliche antientzündliche Wirkung.
- Heiße Zitrone: Wenn Sie unter Erkältungssymptomen leiden, kann eine heiße Zitrone eine angenehme Linderung bringen. Die Zitrone, ein natürlicher Vitamin-C-Lieferant, wird weltweit in der Selbstmedikation eingesetzt. Wissenschaftlich gesehen bietet das warme Getränk aus Zitronensaft und Honig eine Kombination aus heilsamen Inhaltsstoffen und therapeutischer Wärme. Mischen Sie den Saft einer halben Zitrone mit einem Teelöffel Honig in einem Becher. Gießen Sie alles mit warmem Wasser auf und rühren alles kräftig um.
- Thymian: Thymian ist eine Heilpflanze, die besonders bei Husten und Bronchitis hilfreich ist. Der Tee aus Thymianblättern wirkt schleimlösend und entzündungshemmend. Er kann helfen, die Atemwege zu öffnen und das Abhusten zu erleichtern. Ein paar Thymianzweige in eine große Tasse hängen. Danach die Zweige entfernen und den Tee durch ein kleines Sieb in eine Teetasse filtern. Den Tee langsam und in kleinen Schlückchen trinken.
- Salbei: Salbei hat eine lange Geschichte in der Volksmedizin. Die in den Salbeiblättern enthaltenen Wirkstoffe wie ätherisches Öl und Gerbstoffe wirken keimmindernd und schützend auf die Schleimhäute. Besonders bei Halsschmerzen hat sich das Gurgeln mit starkem Salbeitee als wirksam erwiesen.
- Zwiebeln: Ob als Saft, Tee oder Sirup: Zwiebeln gelten als das bewährteste Hausmittel überhaupt. Ihre antimikrobielle Wirkung soll helfen, Krankheitserreger abzuwehren. Die Zwiebeln ganz klein schneiden und dann abwechselnd mit dem Zucker in ein großes Schraubglas geben. Glas gut verschließen und gut schütteln. Über Nacht stehen lassen, den Saft abgießen und löffelweise mehrmals täglich einnehmen.
- Ingwer: Die Wurzelknolle Ingwer enthält bestimmte Scharfstoffe - Gingerole und Shogaole - die durchblutungsfördernd und schleimlösend wirken können. Somit hat zum Beispiel ein heißer Aufguss mit fein geschnittener Ingwerknolle seinen berechtigten Platz unter den Erkältungs-Hausmitteln.
- Kartoffelwickel: Die Kartoffel hat auch in der Volksmedizin ihren Platz. Sie ist nicht nur zum Genuss, sondern auch als warme Auflage beliebt. Kartoffelauflagen bieten eine langanhaltende Wärmezufuhr und wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.
- Quarkwickel: Quarkwickel sind ein traditionelles Hausmittel, das insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen wie Bronchitis oder Halsschmerzen wirksam ist. Der kühlende Quark kann direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden, was zu einer schnellen Linderung von Schmerzen und Entzündungen führt.
- Salzwasser-Gurgellösung: Eine Gurgellösung aus Meersalz und warmem Wasser kann bei Halsschmerzen und Rachenentzündungen schnell helfen. Das Salz wirkt desinfizierend und kann helfen, Bakterien und Viren im Rachenbereich zu reduzieren.
Weitere Tipps zur Linderung von Erkältungssymptomen
Zusätzlich zu den genannten Hausmitteln gibt es noch weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Erkältungssymptome zu lindern:
- Ruhe und Schlaf: Ihr braucht Geduld, genug Schlaf und keinen Stress.
- Viel trinken: Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, um die Schleimhäute feucht zu halten.
- Luftfeuchtigkeit erhöhen: Trockene Luft kann die Schleimhäute reizen. Verwenden Sie einen Luftbefeuchter oder stellen Sie eine Schale mit Wasser auf die Heizung.
- Vermeiden Sie Reizstoffe: Vermeiden Sie Tabakrauch, Staub und andere Reizstoffe, die Ihre Atemwege belasten können.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Trotz der Wirksamkeit dieser Hausmittel, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Ihre Erkältungssymptome anhalten oder schwerer werden.
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