Ochsenaugen Gebäck Rezept ohne Marzipan – Ausführliche Anleitung und Varianten
Ochsenaugen gehören zu den beliebtesten Plätzchen, die nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über angeboten und genossen werden können. Die Kombination aus zartem Mürbeteig, einer fruchtigen Marmeladenfüllung und klassischem Mandelrand macht die Ochsenaugen unwiderstehlich lecker. Wer Marzipan nicht mag oder darauf verzichten möchte, findet hier eine ausführliche Anleitung, wie Ochsenaugen auch ohne Marzipanzutat gelingen - inklusive Varianten, Tipps und Schritt-für-Schritt-Erklärungen für das perfekte Ergebnis.
Die Geschichte und Besonderheiten der Ochsenaugen
Ochsenaugen werden in manchen Regionen auch Pfauenaugen genannt und sind wegen ihrer auffälligen Form und ihres besonderen Geschmacks durch den Kranz aus Mandeln und die Marmeladenfüllung sehr beliebt. Eines weiß ich aber genau, nämlich dass diese Plätzchen lecker sind. Zarter Mürbeteig mit einem Kranz aus Mandeln und einem Klecks Himbeerkonfitüre - das schmeckt einfach köstlich.
Warum nun die Ochsenaugen gerade nach Ochsen und nicht nach Eulen oder Falken benannt wurden, weiß ich leider beim besten Willen nicht. Doch beim Plätzchenbacken sind sie etwas aufwändig. Denn man muss erst Teig rund ausstechen, dann einen Mandelrand aufspritzen und dann Marmelade hineinfüllen. Am Ende überzeugt jedoch das Ergebnis: Frisch und knusprig sind Ochsenaugen am besten!
Rezept für Ochsenaugen ohne Marzipan
Das klassische Marzipan kann im Mandelkranz problemlos durch eine feine Mandel-Eiweiß-Masse ersetzt werden. So entstehen Ochsenaugen, die dem Original im Aussehen und Geschmack nahekommen, aber komplett ohne Marzipan auskommen. Im Folgenden findest du eine detailreiche Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Zutaten für ca. 30 Stück
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Weizenmehl | 200 g |
| Zucker | 50 g |
| Vanillezucker | 1 Päckchen |
| geriebene Zitronenschale | 1 TL |
| Salz | 1 Prise |
| Butter oder Margarine (weich) | 125 g |
| Eigelb | 3 Stück |
| Mandeln (gemahlen, geschält) | 100 g |
| Zucker (für Mandelmasse) | 120 g |
| Zitronensaft | 2 EL |
| Eiweiß | 1 Stück |
| Marmelade (rote oder nach Wahl) | 150 g |
Zubereitung
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Aus Mehl, Butter, Zucker und dem Zitronenaroma einen Mürbeteig kneten. Die kalte Butter in Flocken schneiden und zusammen mit dem Zucker, Vanillezucker und Salz auf den Mehl-Rand verteilen. Dann das Eigelb in die Mitte geben und alles schnell zu einem glatten Teig kneten.
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Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 1 Stunde kaltstellen. Nach der Kühlzeit kann der Teig portionsweise aus dem Kühlschrank genommen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm dick ausgerollt werden.
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Mit einer Kreisausstechform (7-8 cm Durchmesser) Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Teigreste verkneten und wie gehabt ausrollen.
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Für die Mandelmasse Mandeln mit Zucker und Zitronensaft in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen, bis die Masse sich verklumpt. Dann vom Herd nehmen, erkalten lassen und mit dem sehr steif geschlagenen Eiweiß vermischen.
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Mandelmasse nun in einen Spritzbeutel füllen und um den Rand der Teigscheiben einen Kranz spritzen.
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In die Mitte jeweils etwas Marmelade (Konfitüre, Himbeergelee, Johannisbeer-, Aprikosen- oder Erdbeeraufstrich) füllen.
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Im vorgeheizten Backofen (E-Herd auf ca. 200°C, Umluftherd ca. 180°C, Gas Stufe 3) für 20 - 25 Minuten backen.
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Im Wasserbad die Kuvertüre schmelzen und die Plätzchen nach Wunsch mit der Unterseite hineintauchen. Die Ochsenaugen mit dem Backpapier auf einen Kuchenrost ziehen und erkalten lassen.
Tipp: Variationen für die Marmeladenfüllung
- Verwende fruchtige Konfitüren ohne Stücke, beispielsweise Himbeer-, Johannisbeer-, Waldbeeren-, Aprikosen- oder Erdbeer-Konfitüre.
- Die Marmelade kann vor oder nach dem Backen aufgefüllt werden. Die vor dem Backen eingebrachte Marmelade erhält beim Backen eine schön feste Konsistenz.
- Für noch intensiven Geschmack kann man in die Masse etwas Bittermandelaroma oder Vanille hinzufügen.
- Wer mag, kann nach dem Backen die Plätzchen mit Puderzucker bestreuen oder mit Kuvertüre verfeinern.
Mürbeteig: Varianten und wichtige Tipps
Für den Mürbeteig gibt es verschiedene Rezepte, die sich in Grammangaben oder beim Ei unterscheiden. Manche verwenden das ganze Ei, andere mögen es noch zartschmelzender und setzen daher ausschließlich auf Eigelb. Im Wesentlichen jedoch brauchst du für Mürbeteig Mehl, Zucker, Butter, Ei (oder Eigelb) und eine Prise Salz. Nach einer Kühlzeit lässt sich der Teig dann easy ausrollen und backen.
Wichtig ist bloß, dass ihr für den Mürbeteig wirklich kalte Butter verwendet und das Mandelaroma für den Kringel sehr klein reibt oder zupft. Sonst kann das Kneten ein bisschen schwerfällig werden.
Aufbewahrung und Frische
- Die fertigen Plätzchen in eine Metalldose verwahren. Zu Anfang noch knusprig, sie ziehen dann nach und nach durch und werden softer.
- Die Aufbewahrung ist etwas tricky, da die Plätzchen mit ihrer Marmeladen-Füllung ziemlich feucht sind. Am besten füllt man sie in eine luftdichte Dose und trennt die Schichten mit Backpapier.
- Ich würde sie nicht länger als 1-2 Wochen aufbewahren. Wahrscheinlich sind sie bis dahin eh lange aufgegessen.
Alternative: Eisenbahner - die schnelle Variante ohne Marzipan
Bei Eisenbahner-Plätzchen erhält man den bewährten leckeren Geschmack, aber die Form ist länglich und die Herstellung etwas weniger aufwändig als bei runden Ochsenaugen. Man schneidet den Teig in sechs Zentimeter breite Streifen, bäckt kurz vor und spritzt dann die Mandelmasse als Rand, füllt Marmelade großzügig darauf und backt fertig. Aus einem Mürbeteig mit 250 Gramm Mehl werden so locker 100 Plätzchen, je nach Breite sogar mehr.
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Zusätzliche Tipps für perfekte Ochsenaugen ohne Marzipan
- Die Mandelmasse lässt sich besser spritzen, wenn sie nicht zu fest ist - eventuell etwas Wasser hinzugeben, aber sparsam.
- Die Plätzchen schmecken am besten frisch, können aber nach dem Durchziehen noch softer werden - Geschmackssache!
- Mit einer Spritztülle gelingt der Mandelrand am schönsten. Alternativ lässt sich auch ein Gefrierbeutel nutzen, aber die Tülle ermöglicht gleichmäßigeres Spritzen.
- Die schmale Ringform des Randes hält die Marmeladenmasse zuverlässig in Zaum.
Was Ochsenaugen ausmacht - Geschmack, Form und Tradition
Ochsenaugen sind dreifach himmlisch lecker: Ein knuspriger Mürbeteig trifft auf einen Mandel-Kringel und wird mit einer fruchtigen Füllung abgerundet. Einfach unschlagbar lecker. Sie können in unterschiedlichen Größen hergestellt werden, die klassische Form sind gewellte oder runde Kreise mit einem Durchmesser von 5-8 cm. Sie sind sowohl in der Weihnachtszeit als auch zum Kaffee oder zwischendurch ein echter Genuss!
Nährwertangaben (ungefähre Schätzung pro Portion bei ca. 30 Plätzchen)
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 95 kcal |
| Fett | ca. 4 g |
| Protein | ca. 1 g |
| Kohlenhydrate | ca. 12 g |
Wir hoffen, dass dir das Rezept für Ochsenaugen ohne Marzipan gefällt und wünschen dir ganz viel Spaß beim Nachbacken & Probieren!
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