Torte mit zwei verschiedenen Tortenböden backen — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Heute möchte ich dir zeigen, wie du deine Tortenböden einfach selber backen kannst. Genau aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, einen eigenen Beitrag zum Thema „Tortenboden backen“ zu schreiben.

Warum selbstgemachte Tortenböden?

Tortenböden werden, wie es der Name schon sagt, für so ziemlich jegliche Art von Torten benötigt. Ein gelungener Tortenboden ist die perfekte Grundlage für himmlische Torten-Kreationen. Schön luftig sollte er sein und vor allem nicht zu trocken. In allen meinen Torten-Rezepten verwende ich selbstgemachte Tortenböden als Grundlage für meine Motivtorten.

Verschiedene Tortenböden übereinander geschnitten

Welche Böden empfehle ich für eine Torte mit zwei unterschiedlichen Böden?

Der gängigste Tortenboden ist mit Abstand der Biskuitboden. Da sich dieser aber vor allem für leichte Cremes und Sahnehüllen eignet und weniger für vielstöckige Kunstwerke mit schwerer Ganache oder Fondant, geben wir dir auch ein einfaches Rezept für den sogenannten "Wunderkuchen", einem echten Torten-Allrounder, an die Hand. Der Wunderkuchen heisst nur Wunderkuchen. Es ist ein einfaches Rezept für einen Tortenboden, der sich wirklich sehr universell einsetzten lässt. Das Rezept für den Biskuitboden ist noch einfacher als das Rezept für den Wunderkuchen. Der Biskuitboden ist im Gegensatz zum Wunderkuchen relativ einfach zu machen, da du offensichtlich weniger Zutaten dafür benötigst.

Rezept A - Wunderkuchen (Allround-Tortenboden)

Das einfache Rezept:

  • 3 Eier (Gr. M)
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Öl
  • 150 ml Flüssigkeit (nach Belieben Milch, Wein, Kaffee, Saft etc.)
  • 225 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

So geht's: Eier mit Zucker und Salz in mindestens 5 Minuten sehr schaumig aufschlagen. Die Flüssigkeit unter langsamen Rühren zügig unter die Masse rühren. Mehl mit Backpulver mischen und über den Teig sieben. Vorsichtig unterrühren und nur so lange, bis sich alle Zutaten verbunden haben. Teig in eine gefettete Springform füllen und bei 180°C Umluft für ca. 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Bleibt beim Reinstechen flüssiger Teig an einem Holzstäbchen kleben, dann weiterbacken.

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Der Wunderkuchen-Tortenboden hier in diesem Rezept wird in etwa einen Durchmesser von 26cm besitzen und wie oben schon erwähnt, eine Höhe von ca. 10 cm. Das sind die Maße meiner Springform. Du kannst natürlich auch kleinere oder größere Springformen verwenden, je nach dem was du haben möchtest.

Rezept B - Biskuitboden (luftig und klassisch)

Gelingsicherer Tortenboden aus Biskuit: Mit Fingerspitzengefühl ist der Klassiker einfach und schnell gemacht. Zubereitungszeit:45 Min. Niveau:ganz einfach. Zutaten (Beispiel): 4 Eier, 125 g Zucker, 100 g Mehl, 60 g Speisestärke, ½ Pck. Backpulver, 1 Pck. Vanillezucker, 50 g Butter.

Zubereitung: Butter in einem Topf schmelzen und abkühlen lassen. Eier trennen. Eiweiß in eine Rührschüssel geben, mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif schlagen, dabei zum Schluss Vanillezucker und Zucker einrieseln lassen. Eigelb nacheinander zufügen und unterschlagen. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, auf die Eischaummasse sieben und unterheben. Dann die abgekühlte Butter nach und nach zufügen und ebenfalls vorsichtig unterheben. Tortenboden-Masse in eine, nur am Boden mit Backpapier ausgelegte, Springform (26 cm Ø) geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen, 2. Schiene von unten, (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: s. Hersteller) ca. 25 Minuten backen. Biskuit in der Form, auf einem Kuchengitter, auskühlen lassen.

Auch bei diesen Tortenboden geht alles mit dem Schlagen des Eischaums los. Du gibst die 6 Eier zusammen mit dem Zucker in eine Schüssel und dann schlägst du den Eischaum so steif wie Sahne.

Biskuitboden nach dem Backen auf dem Kuchengitter

Tipps zur Zubereitung - Volumen, Technik und Formen

  • Damit Tortenböden schön gleichmäßig werden, ist es wichtig, dass die Böden beim Backen eine gewisse Höhe gewinnen. Wichtig ist deshalb schon beim Anrühren des Teiges die Eier gut und voluminös aufzuschlagen.
  • Fettreste in der Schüssel und an den Rührstäben können verhindern, dass der Biskuiteig an Volumen gewinnt. Also, immer schön sauber halten!
  • Nicht den Rand der Springform einfetten, so kann sich der Teig viel besser am Rand festhalten und fällt nicht in sich zusammen. Zusätzlich hilft es die Springform noch mit Backpapier auszulegen.
  • Teig in der Springform von innen nach außen glattstreichen - so wird die gesamte Oberfläche automatisch schön glatt.
  • Der fertige Teig hat im Moment eine schöne dickflüssige Konsistenz. Als nächstes gießt du deinen Teig schön langsam und vorsichtig in die eben vorbereitete Backform. Danach schiebst du die Springform in den, auf 160°C vorgeheizten Backofen.

Backzeit und Kontrolle

Dort muss der Tortenboden jetzt zwischen 1:30 Stunde und 2 Stunden mit Ober und Unterhitze backen. Nach Ablauf der 1 1/2 Stunden kontrollierst du mit der Stäbchenprobe, ob der Teig auch wirklich durch ist. Wenn nicht schiebst du den Teig für weitere 10min in den Ofen und kontrollierst das Ergebnis erneut. Der Tortenboden ist jetzt schön hoch gekommen in der Backform und kann jetzt aus dem Ofen genommen werden. Bevor du den Tortenboden aus der Form nimmst, musst den Teig noch ein wenig abkühlen lassen.

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Tortenboden schneiden - Methoden und Werkzeuge

Nachdem dein Teig fertig ist musst du dir noch deine Tortenböden schneiden. Wie dick du die einzelnen Böden machst ist dir überlassen. Ich empfehle dir ca. Du benötigst dazu einen Tortenschneider. Ich verwende dafür zwei verschiede Tortenschneider. Entweder den Tortenschneider mit Stahldraht, bei dem der Tortenboden mit Hilfe eines gespannten Drahtes geschnitten wird. Oder meine Schneide Form oder auch Tortenschneide-Hilfe. Beide Hilfsmittel kann ich dir sehr empfehlen. Ich verwende den Drahtschneider vorrangig für kleiner Durchmesser. Bei den großen Durchmessern macht sich die Schneide-Form einfach besser.

Um einen Tortenboden waagerecht zu teilen, verwendest du am besten ein großes scharfes Messer. Das erfordert zwar etwas Übung, ist aber dann die unkomplizierteste Methode. Wichtig ist, dass der Boden vor dem Schneiden ausgekühlt ist, denn dann wird seine Konsistenz fester und er lässt sich weitaus besser teilen. Für einen geraden Schnitt werden dafür rundherum auf gleicher Höhe Zahnstocher seitlich in den Boden gesteckt. Nun legt man die Zahnseide als Schlaufe um den Boden und zieht diese, wie auf dem Bild, über den Zahnstochern zusammen.

Tortenschneider mit Stahldraht und Schneideform

Tränken, Füllen und Kombination von zwei Böden

Die Tränke verwende ich bei den Biskuitböden immer - so kann man mehr Geschmack bekommen. Dafür sind verschiedene Sirups geeignet. Man bringt 1 EL Zucker mit 4 EL Wasser zum kochen. Dann 2-3 EL Likör, Cognac oder Fruchtsaft dazu geben. Für die Füllung kann man beliebige Marmeladen verwenden, die man entweder selbst herstellt oder kauft. Die Herstellung der Marmelade für die Torte ist sehr einfach - man nimmt Gelierzucker 1:2 und beliebige Früchte (Beeren) die man nach Geschmack kombinieren kann. Für die Torte wird ca. 200 bis 400 g Marmelade benötigt (abhängig von der Größe). Man kann diese Marmeladen auch gut mit Kräutern, wie Basilikum, Rosmarin, Lavendel aufpeppen, so bekommt man noch einen interessanteren Geschmack.

Ich kombiniere einfach immer wieder neu das, was ich schon längst kenne, verziere die Torten passend zu der Jahreszeit und so sehen und schmecken sie immer anders. Egal ob es Schoko-Sahnetorte, Sauerrahm-Orangensahnetorte oder wie dieses Wochenende, eine leckere Fruchtpüree-Torte mit zweierlei Böden ist. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich bei der Fruchtpüree-Torte nicht auf ein Rezept, sondern auf zwei zugeriffen habe. Sprich: Ich habe aus den beiden gegebenen Rezepten etwas Neues gemacht.

Torte mit zwei unterschiedlich gestalteten Böden und Fruchtpüree

Füllungsbeispiele und Schichtenaufbau

Begonnen habe ich die Torte mit einem dünnen Mürbeteig, welchen ich nach dem Backen mit selbstgemachter Birnenmarmelade bestrichen habe. Darauf kam dann ein Biskuitboden. Dem folgte eine Schichte aus 500 g Magerquark und 500 g Sahne, wobei die Masse mit dem Abrieb einer Orange und 150 ml Orangensaft und etwas Zucker samt Gelantine zum Gelieren gebracht wurde. Diese Schichten werden natürlich von einem Tortenring fixiert, sonst würde die Quark-Sahne-Masse gnadenlos davon laufen. Nun stellt man die Torte zum Kühlen in den Kühlschrank, bis die Masse „steif“ ist.

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Währenddessen hatte ich Zeit, ein Püree aus einer Dose Mandarinen und ca. 250 g der aufgetauten Erdbeeren zu machen. Zuerst kam auf eine Hälfte das Mandarinenpüree auf die Quark-Sahne-Masse, dann das Erdbeerpüree auf die andere Hälfte. Mit dem Stiel einer Gabel zog ich Spuren zwischen den beiden farbunterschiedlichen Massen.

Aufbewahrung und Vorbacken

Du kannst einen Tortenboden auch ganz unkompliziert vorbacken! Damit der Kuchen schön frisch bleibt, sollte er bis zur Weiterverarbeitung luftdicht verpackt werden. Das geht entweder in einem großen Gefrierbeutel, einer passenden Tortenbox oder in Alufolie gewickelt. Auch der Kühlschrank muss nicht leer geräumt werden, denn ein Tortenboden ohne Füllung und Garnitur verträgt Raumtemperatur.

Varianten und Spezialböden

Den klassischen Biskuitboden oder einen Wunderkuchen kannst du mit Schokolade verfeinern, um saftige Schoko-Böden zu backen. Eine weitere klassische Tortenboden-Variante ist der Wiener Boden. Dieser gelingt besonders fein und eignet sich bestens für mehrstöckige Torten. Für einen Obstkuchen mit frischen Früchten kannst du neben Biskuitteig auch einen schnellen Rührteig zubereiten. Insbesondere im Sommer sind Kuchen ohne Backen eine tolle Alternative zu klassischen Torten. Der Tortenboden besteht dabei zumeist aus zerbröselten Keksen, die mit zerlassener Butter oder Öl vermengt und dann als Tortenboden in die Backform der Wahl gedrückt werden.

Erweiterte Rezepte - Formen für mehrstöckige oder festere Torten

Der Pound Cake ist ein schwerer, kompakter Kuchen mit einem intensiven Buttergeschmack. Ich verwende ihn meist bei Füllungen, die etwas fester sind. Er lässt sich wunderbar in gleichmäßige Böden schneiden. Die Rezepte könnt ihr mit einer Umrechnungstabelle auf eure Wunschgröße umrechnen. Bitte beachtet, dass bei verschiedenen Größen die Backzeit variiert. Ihr solltet euren Kuchen daher im Auge behalten und gegen Ende der Backzeit bzw. wenn der Kuchen eine kräftig goldene Färbung erreicht hat, eine „Stäbchenprobe“ machen.

Video: Tortenböden schneiden und Schichten aufbauen

Praxis-Tipps aus Erfahrung

  • Die Eier sollten lange, und damit meine ich wirklich lange, aufgeschlagen werden. Ähnlich wie bei einem Biskuit. Es soll eine helle, luftige Masse entstehen und sich das Volumen deutlich vergrößern.
  • Wenn dir dein Tortenboden nicht gelingt muss es nicht unbedingt an dir oder dem Rezept liegen.
  • Ich backe selten die gleichen Torten. Was nicht heißt, dass ich immer wieder neue Rezepte für die Böden, Cremes oder Füllungen ausprobiere.
  • Die Backformen am Boden mit Backpapier auslegen und an den Rändern einfetten. Für diesen Kuchen werden zwei Böden gebacken. Wer zwei Formen einer Größe besitzt, kann beide Böden gleichzeitig backen. Ansonsten wird erst ein Boden gebacken, nach dem Auskühlen aus der Form gelöst und darin dann der zweite Boden gebacken.

Weiterführende Ideen

Du kannst z.B. zwei unterschiedliche Böden backen, wie z. B. Chiffon-Biskuit und Dacquoise, dadurch bekommt man noch mehr Geschmäcker und Strukturen miteinander kombiniert. Während wir uns nun über ein Stück der Buttercremetorte hermachen, überlassen wir euch das Rezept.

Boden Eigenschaften Einsatz
Biskuit luftig, eignet sich für Sahne- und Quarkfüllungen leichte Cremetorten, Schichttorten
Wunderkuchen fester als Biskuit, universell einsetzbar mehrstöckige Torten, Motivtorten
Pound Cake kompakt, butterig feste Füllungen, gleichmäßige Böden

Mit dieser Anleitung werden dir deine Tortenböden ab jetzt immer gut gelingen. Wenn dir das Rezept und diese Anleitung gefallen hat, freue ich mich sehr über einen Kommentar unter diesem Beitrag.

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