Nashi Marmelade mit Ingwer: Ein Rezept für den besonderen Genuss

Selbstgemachte Marmelade ist für viele ein Highlight am Frühstückstisch. Dieses Rezept kombiniert die Süße der Nashi-Birne mit der Schärfe des Ingwers und optional einem Hauch von Zimt zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis. Der Begriff Marmelade darf nur für Zubereitungen verwendet werden, die ausschließlich aus Zitrusfrüchten bestehen (mind. 200 g Zitrusfrucht je 1000 g). Konfitüren hingegen sind streichfähige Zubereitungen, die laut Konfitürenverordnung aus Früchten, Pülpe oder Mark von Früchten und Zuckerarten hergestellt werden und mindestens 60 Prozent Zuckergehalt haben müssen. Streng genommen ist unsere Birnenmarmelade somit keine Marmelade, sondern eine Konfitüre. Nichtsdestotrotz hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch in Deutschland vielfach Marmelade als Überbegriff für jede Art von Fruchtaufstrich und Zubereitungen wie Konfitüre etabliert.

Zutaten für Nashi-Birnen-Ingwer-Marmelade

  • 1.5 kg Nashi-Birnen (reife Früchte)
  • Gelierzucker (Menge nach Wahl und Fruchtgewicht)
  • 1 Zitrone (unbehandelt) und 1 Orange
  • 100 g kandierter Ingwer
  • Ca. 3-5 g frischer Ingwer oder Ingwerpulver
  • 1 Msp. Kardamom
  • 3 EL Birnengeist (optional)
  • Sternanis (optional)
  • Zimt (optional)
  • Zitronensäure (bei Bedarf)

Vorbereitung

  1. Gläser vorbereiten: Gläser mit Deckel (je 300 ml Inhalt) sehr gründlich spülen, abtropfen lassen und im 100 Grad heißen Backofen auf den Rost stellen und 30 Minuten sterilisieren. Die Deckel ca. 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren.
  2. Früchte vorbereiten: Die Schalen der Orange und Zitrone hauchdünn abschälen, in feine Streifen schneiden (Zesten) und die Früchte entsaften. Die Nashi-Birnen waschen, schälen, vierteln, entkernen und entweder durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen oder in kleine Stücke schneiden. Um ein Braunwerden zu verhindern, sofort den Saft der Zitrusfrüchte beifügen und mischen. Wer Mini-Nashibirnen aus dem Garten verwendet, kann diese auch ungeschält lassen. Die Nashis aus dem Supermarkt sind deutlich größer, diese kann man sicher auch schälen.

Zubereitung

  1. Mischen und Köcheln: Nashi-Birnen, Zitruszesten und -saft, Gelierzucker und nach Belieben Sternanis in einem großen Topf mischen und langsam zum Kochen bringen.
  2. Ingwer hinzufügen: Den Ingwer entweder ganz fein hacken oder reiben und in die Marmelade geben. Kandierter Ingwer kann ebenfalls verwendet werden.
  3. Kochen und Gelierprobe: Die Marmelade etwa 5 Minuten kochen lassen. Für die Gelierprobe einen kleinen Teller gut kühlen (Gefrierfach) und etwas Marmelade darauf geben. Wird die Marmelade fest, ist sie fertig. Bleibt sie flüssig, 1-2 Minuten länger kochen lassen. Bei Bedarf ein Päckchen Zitronensäure zufügen.
  4. Verfeinern (optional): Wer mag, kann zum Schluss in feine Streifen geschnittene Minzblättchen oder eine Messerspitze Kardamom dazugeben. Für ein weihnachtliches Aroma kann die Marmelade mit etwas Zimt verfeinert werden. Entweder eine Stange Zimt mitkochen oder 1 TL gemahlenen Zimt, am besten nach dem Pürieren, in die Marmelade geben.
  5. Abfüllen: Die heiße Marmelade rasch in die vorbereiteten Gläser umfüllen. Zellophanblättchen mit dem Birnengeist tränken und auf die Oberfläche legen (optional) und die Gläser sofort verschließen.
  6. Abkühlen: Die Gläser während des Abkühlens regelmäßig umdrehen, damit sich die Minzblättchen und der Ingwer schön verteilen können. Alternativ die Gläser nach dem Verschließen für ca. 15 Minuten auf den Kopf stellen.

Tipps und Variationen

  • Birnensorte: Es gibt eigentlich für jede Form der Zubereitung die passende Birne. Bei der Wahl der Birnensorte, achten Sie daher am besten auf Ihre Vorlieben. Möchten Sie feine Stückchen in Ihrer Konfitüre, wählen Sie am besten Birnen, die zum Einkochen geeignet sind. Achten Sie darauf, dass Ihre Birnen keine weichen Stellen haben und Sie keine überreifen Früchte verarbeiten - diese könnten sich während des Kochprozesses schnell vollständig auflösen.
  • Süße: Die fruchteigene Süße aus Birnendicksaft sorgt für die nötige Süßkraft.
  • Ingwerdosierung: Die Schärfe des Ingwers kann je nach Geschmack angepasst werden.
  • Weitere Aromen: Anstelle von Zitronensaft können Sie auch Orangensaft oder Apfelsaft zum Aromatisieren der Birnenmarmelade verwenden. Zur Birne passt hervorragend ein Hauch Vanille. Geben Sie das Mark einer ausgekratzten Vanilleschote oder 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker zu den Früchten.
  • Andere Früchte: Die Birne harmoniert mit zahlreichen Früchten. Eine Fülle an Kombinationen ist möglich und kann je nach Saison angepasst werden: Beeren.
  • Rum: Für eine besondere Note kann etwas Rum hinzugefügt werden. Die Nashi Birnen zuerst kalt abwaschen und entkernen. Danach alles in Stücke schneiden und mit Schale in den "Mixtopf geschlossen" geben. Gelierzucker zugeben und 10 Sek. / St. 10 zerkleinern. Rum und Zitronensaft dazu geben 15 Min. bei 100° / St. 1 kochen. Dann noch mal 5 Sek. / Stufe 10 pürieren.

Was passt zu Nashi-Birnen-Ingwer-Marmelade?

Selbst gemachte Nashi-Birnen-Ingwer-Marmelade schmeckt besonders gut auf Brot, Brötchen und süßem Gebäck wie beispielsweise luftige Buttercroissants. Verrührt in einem Naturjoghurt, bringt sie eine fruchtige Süße in jedes Frühstücksmüsli. Servieren Sie sie zu Käse wie Camembert und anderen herzhaften Speisen als süß-fruchtigen Gegenspieler. Sie verfeinert Saucen und Süßspeisen und dient als Grundlage für fruchtige Dressings.

Haltbarkeit und Lagerung

Sauber gearbeitet und in sterilisierte Einmachgläser abgefüllt, hält sich die Konfitüre bis zu einem Jahr. Stellen Sie geöffnete Gläser kalt, verbrauchen Sie diese zügig und vor allem gehen Sie am besten nur mit einem sauberen Löffel oder Messer ins Glas - so haben Sie lange etwas von Ihrer Konfitüre.

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