Napoleon Torte Rezept Sally — Ausführliche Anleitung zur russischen Schichttorte

Diese Napoleon-Torte ist ein Original der russischen Küche und gehört zur Spitzenklasse der russischen Konditorei. Das Rezept ist wirklich einfach, nur dauert die Zubereitung etwas länger. Gebe dir und ihr die Zeit und beobachte, zu welch einem schönen Werk sie gedeiht. Nach der Zubereitung wirst du stolz auf dich sein und deine Liebsten werden deine Backkünste loben.

Was ist eine Napoleon-Torte?

Das Besondere an der Napoleon-Torte ist ihr Aufbau aus mehreren Schichten gebackenen Blätterteigs. Diese werden jeweils mit einer cremigen Füllung bestrichen und übereinandergestapelt. Rundherum kommen knusprige Blätterteigkrümel dazu, was einen schönen Kontrast zur luftigen Creme ergibt. Ob mit Vanillepudding, Kondensmilch oder Cremefüllung, jede Variante hat ihren eigenen Reiz.

Napoleon Torte angeschnitten - Schichten und Creme

Ursprung und Varianten

Die Herkunft der Napoleon-Torte ist nicht endgültig geklärt. Hier streiten sich nämlich zwei Lager. Einige Historiker glauben, dass die Torte während des 18. Jahrhunderts zu Napoleons Lebzeiten in Frankreich eingeführt wurde. Andere Historiker glauben, dass die Torte aus der russischen Küche stammt und während der Herrschaftszeit von Napoleon in Frankreich eingeführt wurde. Mille-Feuille ist der Name der französischen Version. Die russische Version nennt sich auch Napoleonka. Diese Napoleon-Torte stammt ursprünglich aus Russland, auch wenn der Name leicht an den berühmten französischen Kaiser erinnert.

Besonderheiten des Rezepts „Sally“

  • Wir machen 12 Böden (oder Varianten mit 6 gefüllten Scheiben, die halbiert werden), je nach Rezeptvariante.
  • Zwischen den Böden findet eine leckere Buttercreme aus Karamell (gekochte gezuckerte Kondensmilch) und Pudding ihren Platz.
  • Blitzblätterteig bzw. Mürbeteig-Varianten werden verwendet, damit der Aufwand überschaubar bleibt.
  • Die Torte sollte nach dem Schichten mindestens 12 Stunden im Kühlschrank durchziehen, damit sie schön saftig wird.

Zutaten (Basisversion nach Sally)

Für die Böden (Mürbeteig / Blitzblätterteig)Für die Buttercreme
500 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 250 g kalte Butter, 1 Ei, 200 ml eiskaltes Wasser (oder Varianten mit 450 g Mehl, 250 g Butter, 1 Ei, 150 ml Wasser, 1 EL Essig) 200 g Milch, 2 Eigelb, 30 g Speisestärke, 1 TL Vanilleextrakt, 300 g weiche Butter, 400 g karamellisierte bzw. gezuckerte Kondensmilch
Dekoration: 50 g Haselnusskrokant oder Krokant + zerkrümelte Teigreste

Vorbereitung und Tipps

Achte darauf, dass alle Zutaten sehr kalt sind. Damit unser Blitzblätterteig auch gelingt, müssen wir mit kalten Zutaten arbeiten. Unsere Butter, die Eier, die Milch und die saure Sahne müssen kühl sein. Das Gute ist: Er schmeckt sehr gut, ist crunchy und ähnelt dem normalen Blätterteig sehr. Die groben Stücke aus Butter sollten nach dem Vermischen im Teig noch sichtbar sein. Sobald der Teig zu fest ist, um es noch mit dem Schneebesen zu verrühren, benutzen wir unsere Hände. Knete den Teig, bis er das gesamte Mehl aufgenommen hat. Zum Schluss wird der Teig etwas bemehlt auf unsere Arbeitsfläche gelegt und zu einer glatten Masse geformt.

Teig zubereiten (Mürbeteig / Blitzvariante)

  1. Gebe zuerst 500 g Mehl, 1 TL Backpulver und eine Prise Salz in eine Schüssel und vermischt alles miteinander.
  2. Dann gebt ihr 250 g kalte Butter in Stücken dazu und verknetet das Ganze kurz mit den Händen. Die kalte Butter in Würfeln dazugeben und vermenge alles nur so kurz, dass die Butter gut verteilt ist aber durchaus noch kleine Stücke zu sehen sind.
  3. Verrühre das Ei mit dem Wasser und vermenge es dann mit dem Mürbeteig, aber nur so weit, dass sich der Teig noch mit den Händen zusammendrücken lässt. Forme den Teig zu einer Kugel und teile ihn in 12 Portionen, forme diese leicht zu Kugeln und stelle sie abgedeckt für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.
  4. Für die Blitzblätterteig-Variante: Die groben Stücke aus Butter sollten nach dem Vermischen im Teig noch sichtbar sein; Teile den Teig in 12 gleich große Stücke.

Böden ausrollen und backen

Nimm den Teig aus dem Kühlschrank (immer nur eine Teigkugel, damit die anderen noch kalt bleiben). Lege ein Backpapier aus, gebe etwas Mehl darauf und rolle die Teigkugel zu einem flachen Fladen aus. Mit einem Tortenring oder einem Topfdeckel, der etwa 24 cm Durchmesser aufweist, pressen oder schneiden wir die Form aus. Die abgetrennten Teigreste belassen wir auf dem Backpapier und backen diese mit. Heize den Ofen auf 190-200 °C vor und lege den Teig für 8 bis 15 Minuten in den Backofen. Dabei sollte der Teig goldbraun werden. Du kannst auf zwei Schienen auch zwei Teige gleichzeitig backen, das spart dir eine Menge Zeit!

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Teigkreise auf Backblech vor dem Backen

Stich die Teigkreise mehrmals mit einer Gabel ein und backe jeden Boden 10-12 Minuten bei 170-190°C Umluft goldbraun. Ziehe die Böden nach dem Backen direkt vom Blech herunter und lasse sie vollständig abkühlen. Zerkrümle die Teigreste in einer Schüssel und stelle sie für die Dekoration zur Seite.

Pudding und Buttercreme herstellen

  1. Verrühre etwas Milch mit dem Eigelb, der Stärke und dem Vanilleextrakt in einem Topf. Gib die restliche Milch dazu und lasse den Pudding bei mittelhoher Hitze unter Rühren einmal aufkochen. Streiche ihn bei Bedarf durch ein Haarsieb und lasse ihn etwas abkühlen.
  2. Verrühre die weiche Butter weiß cremig, gib die Karamell-Kondensmilch dazu und füge zuletzt den abgekühlten Pudding esslöffelweise hinzu. Stelle die Buttercreme zur Seite, aber nicht in den Kühlschrank, sie soll nicht kalt sein.
  3. Alternative Aufteilung: Vermenge drei Viertel der gezuckerten Kondensmilch mit 250 ml Schlagsahne und rühre alles kurz glatt; schlage 750 ml Schlagsahne steif, gib Sahnesteif, Schmand, Frischkäse und den restlichen Teil der Kondensmilch hinzu und rühre alles kurz unter (Variante mit Sahne).
Herstellung der Karamell-Buttercreme und Schichten der Torte

Schichten und Verzierung

Setze den ersten Boden auf eine Tortenplatte und bestreiche ihn mit Buttercreme, setze den nächsten Boden darauf, fülle so die gesamte Torte und schließe mit einer glatten Schicht ab. Halbiere bei der 6-Böden-Variante die Böden waagerecht, bestreiche die unteren Hälften mit der flüssigen Zwischenschicht und setze die oberen Hälften wieder darauf - so entstehen 6 gefüllte Blätterteigscheiben, die dann gestapelt werden.

Bestreiche die gesamte Torte, also Seiten und Oberfläche, gleichmäßig mit der restlichen Creme. Zerkrümle die gebackenen Blätterteigreste. Bestreue die gesamte Torte großzügig mit den Blätterteigkrümeln oder mit einer Mischung aus Keksbröseln und Krokant und drücke sie an die gesamte Oberfläche. Für Nussliebhaber befindet sich noch etwas Krokant in der Dekoration. Wer es fruchtig mag, kann die Torten auch zusätzlich mit frischen Beeren anrichten.

Kühlzeit, Lagerung und Einfrieren

Stelle die Torte für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, gerne auch länger; nach anderen Angaben am besten über Nacht, so kann sie schön durchziehen. Nachdem wir die Torte geschichtet haben, lassen wir sie noch mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen. Danach hast du eine weiche, saftige Napoleon-Torte. Eine nicht eingefrorene Napoleon-Torte ist im Kühlschrank bis zu 5 Tage haltbar.

So frierst du eine Napoleon Torte am besten ein: Schneide die Torte in servierbare Größen. Stelle die Stücke einzeln auf einem Teller für 2 bis 3 Stunden in den Gefrierschrank. Sobald sie gefroren sind, kannst du sie gemeinsam in einen luftdichten Behälter geben. So frieren sie nicht aneinander und können leicht einzeln entnommen und aufgetaut werden. Beschrifte den Behälter mit Inhalt und Einfrierdatum. Die Torte kannst du nach bis zu 6 Monaten noch auftauen und verspeisen. Wenn du sie auftaust, sollte sie 3 Stunden vorher aus der Tiefkühltruhe genommen und bei Zimmertemperatur aufgetaut werden.

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Zubereitungsdauer, Portionen und Schwierigkeitsgrad

  • Zubereitungszeit: ± 1.5 Stunden aktive Zeit; ± 2 Stunden Wartezeit / Kühlzeit (je nach Variante länger, ideal sind 12 Stunden bis über Nacht)
  • Portionen: für etwa 12 Personen (oder je nach Schnitt der Stücke)
  • Schwierigkeitsgrad: 4-5/5 (zeitaufwendig, aber mit klar gegliederten Arbeitsschritten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen gut umsetzbar)

Nützliche Hinweise und häufige Fragen

  • Für den Geschmack der typischen Napoleon-Torte wird karamellisierte (gekochte) gezuckerte Kondensmilch empfohlen; die gezuckerte Kondensmilch ist wesentlich flüssiger.
  • Damit unsere Tortenböden auch richtig schön saftig und weich werden, brauchen wir eine geeignete Füllung - die originale Füllung verwendet gezuckerte Kondensmilch (gekocht) für den Karamellgeschmack.
  • Der Boden einer Napoleon-Torte besteht grundsätzlich aus Blätterteig. Aber keine Sorge: wir werden keinen aufwendigen und schwierigen Blätterteig machen, sondern einen Blitzblätterteig.
  • Die Arbeitsschritte sind klar gegliedert, wir brauchen also nicht mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Wir haben unsere gesamte Konzentration immer nur auf einer Sache.
  • Mit Hilfe von Bildern und gegebenenfalls Videos kannst du prüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Daher kann gar nicht so viel schief laufen.
Fertige Napoleon-Torte mit Krokant und Bröseldeko

Diese hübsche Schichttorte besteht aus nur zwei Komponenten: knusprig gebackene Mürbeteigböden werden mit einer Karamell-Buttercreme gefüllt und mit Bröseln eingedeckt. Napoleon Torte ist ein klassisch russisches Rezept und passt einfach zu jeder Gelegenheit. Das Backen ist etwas zeitaufwendiger, lohnt sich aber beim Geschmack.

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