Mini Schokolade einzeln verpackt: Herstellung und Verwendung
Ein Blick über die Schulter der Schokoladenhersteller: Die Geschichte einer jeden Tafel Schokolade beginnt in den Kakaoanbaugebieten Süd- und Mittelamerikas, Westafrikas und Ostasiens. Mehr als 4.000 Jahre später ist die Kakaobohne immer noch der unverzichtbare Rohstoff für Schokolade, und einige der alten Verarbeitungstechniken sind auch heute noch in den modernen Produktionshallen der Süßwarenhersteller zu sehen.
Vom Rohstoff zur Kakaomasse
Ein- bis zweimal im Jahr ist auf den Kakaoplantagen am Äquator Erntezeit. Die Früchte werden aufgeschnitten, um an das Fruchtfleisch und die Kakaobohnen zu gelangen. Nun müssen die Bohnen fermentiert werden, um ihren typischen Geschmack zu erhalten. Während dieser Fermentierung, die bis zu sieben Tage dauert, werden sie mit dem Fruchtfleisch gestapelt, mit Blättern bedeckt und dann in der Sonne getrocknet. Anschließend werden sie in Jutesäcken in die Verarbeitungsländer transportiert.
Aus zwei Handvoll Bohnen wird dann ein halbes Kilogramm Schokolade hergestellt. Nach der Ankunft werden die Bohnen zunächst gereinigt, wärmebehandelt und bei knapp über 100 Grad Celsius geröstet, um die über 400 Aromastoffe freizusetzen. Maschinen öffnen die Bohnen und entfernen die restlichen Schalen. Die fertigen Kakaobohnen werden zunächst raffiniert und dann gemahlen, um den anschließenden Prozess der Schokoladenherstellung zu verkürzen. Das Ergebnis ist eine dicke, braune Kakaomasse mit Schokoladengeschmack.
Verarbeitung in der Fabrik
Wie die Kakaomasse werden auch alle anderen Zutaten der Schokolade vollständig verarbeitet, wenn sie in den Süßwarenfabriken ankommen. Alle Rohstoffe werden noch einmal auf ihre Qualität geprüft und dann gelagert. Jedes Materiallager ist über Rohrleitungen mit den Produktionsanlagen verbunden und übergibt automatisch den für die Produktion benötigten Anteil. Computergesteuerte Waagen überwachen die Einhaltung der Rezeptur bis auf das letzte Gramm.
Zunächst werden die Zutaten in einen Mischer gegeben, der sie zu einer mehlartigen Konsistenz mahlt. Die Walzen zerkleinern sie dann auf eine puderähnliche Korngröße, bevor sie in den Brandy übergehen. Hier werden dem Schokoladenpulver Kakaobutter, Vanille und Lecithin zugesetzt. Je nach Rezeptur braucht die Masse bis zu 24 Stunden, um zu erstarren. Danach hat sie den gleichen Geschmack wie die fertige Schokolade.
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Die Schokoladenmasse wird in eine Temperieranlage geschickt, wo sie gekühlt und wieder genau erwärmt wird. Dieses Verfahren sorgt für den typischen braunen Schimmer und das satte Knistern beim Brechen der Schokolade. Die vorgewärmten Formen können nun mit der Masse befüllt werden. Ein Rüttelvorgang verteilt die Schokolade gleichmäßig in den Formen und beseitigt Luftblasen. Nach einer kurzen Abkühlzeit härtet die Schokolade aus und ist bereit zum Verpacken.
Gefüllte Schokolade und spezielle Arbeitsschritte
Bei gefüllter Schokolade sollten die Formen sofort nach dem Befüllen auf den Kopf gestellt werden, damit der größte Teil der Schokolade wieder herausfließen und Platz für die Füllung machen kann. Nachdem diese Zutaten in die Formen gegeben wurden, wird die Schokolade mit einer anderen Schokoladenfüllung überzogen. Die Abkühlung erfolgt nach jedem Schritt, nicht nur am Ende. Die feste, gefüllte Schokolade erreicht schließlich die Verpackungslinie, wo mehr als 300 Stück pro Minute in Aluminium, Kunststoff, Papier oder Karton verpackt werden.
Verpackung: Schutz, Information und Design
So aufwendig und vielstufig der Herstellungsprozess von Schokolade ist, so wichtig ist die Verpackung. Sie muss eines ganz sicher erfüllen: die Schokolade schützen. Und zwar vor Verunreinigungen von außen, vor Licht, vor Feuchtigkeit, vor Schädlingen und vor Kohlenwasserstoffen wie MOSH und MOAH, die in die Schokolade migrieren könnten. Des Weiteren sollten die ausgewählten Verpackungsmaterialien möglichst leicht, gleichzeitig stabil und recyclingfähig sein.
Die klassische 100-Gramm-Schokoladentafel wird einfach oder doppelt verpackt. Dabei kommt eine Kombination aus Aluminium mit Papier oder Pappe zum Einsatz. Die Schokolade wird zunächst in Aluminiumfolie gewickelt und anschließend mit Papier oder Pappe umhüllt. In den letzten Jahren hat sich die Verpackung allerdings gewandelt. Die Entwicklungen gehen hin zu speziell beschichteten Papier-Lösungen oder alternativen Kunststoffen.
Die Verpackung hat noch eine weitere, wichtige Funktion: Information & Kommunikation, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Die Produkte unterscheiden sich in Packungsgrößen, Formen und Farben und ermöglichen Verbrauchern so eine gezielte Wahl. Neben den Markennamen, Markensymbolen und -logos der Hersteller finden sich oft Abbildungen des Produktes auf den Verpackungen. Darüber hinaus finden sich wichtige Informationen wie: Schokoladensorte, Zutatenliste, Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargennummer, Angaben zum Hersteller und Nährwertangaben sowie Nachhaltigkeitssiegel.
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Mini-Schokolade einzeln verpackt: Warum das Format?
Deutlich aufwendiger als Tafeln oder Riegel sind Pralinen verpackt. Die einzelnen Leckerbissen werden hochwertig in Szene gesetzt: Einzeln verpackt, feinsäuberlich auf edel gestalteten Sortiereinlagen dargereicht, stehen sie für die besonderen Genussmomente. Der Grund für die aufwendigen Verpackungen liegt aber nicht nur in der Präsentation und den Darreichungsformen. Während der aufwendigen Produktion stimmen die Hersteller die einzelnen hochwertigen Komponenten der Pralinen fein aufeinander ab, so dass sie erst im Mund ihre volle Geschmacksvielfalt entfalten.
Mit Flüssigkeiten gefüllte Pralinen dürfen keinesfalls beschädigt werden, eingearbeitete Waffeln sollen knusprig bleiben und die feinen Strukturen sollen erhalten bleiben und den Verbraucher in ihrer Perfektion erreichen. Und welche weiteren Erwartungen haben Verbraucher an die Verpackung? Sie erwarten eine unbeschadete Schokolade, die sie sicher nach Hause bringen und ggf. lagern oder direkt frisch genießen können. Es gibt aber auch praktische Anforderungen, zum Beispiel das einfache Öffnen der Verpackung, um an das Produkt und den Schokoladen-Genuss zu gelangen.
Verwendung von einzeln verpackten Minis
Schokolade ist aus den Regalen unserer Supermärkte kaum mehr wegzudenken. Viele Kinder lieben Schokolade und wissen sicher auch, dass sie aus Kakao hergestellt wird. In Familien und auf Kindergeburtstagen ist das Spiel „Schokolade auspacken“ ein Hit. Dabei wird eine Tafel Schokolade zusätzlich mit Zeitungs- oder Geschenkpapier eingepackt und zugeschnürt. Alle Mitspielenden sitzen an einem Tisch um das begehrte Paket herum und würfeln der Reihe nach.
Sobald es gelungen ist, die Schokolade vollständig auszupacken, darf jeder mit Messer und Gabel ein Stückchen abschneiden, bis die Tafel vollständig gegessen ist. Zur Vorweihnachtszeit beispielsweise spielen traditionell die mit Schokolade gefüllten Adventskalender eine wichtige Rolle. Am Nikolaustag und an Weihnachten glitzern und schmunzeln in den tollsten Farben kunstvoll eingewickelte Nikoläuse und Weihnachtsmänner aus Schokolade.
Selbstgemachte Mini-Schokolade: Rezeptideen und Verpackung
Diese selbstgemachte Schokolade ist auf jeden Fall ein schönes Mitbringsel z. B. zum Muttertag, dass Ihr ganz nach dem Geschmack des Beschenkten individuell gestalten könnt. Das ist das schöne an dieser Schokolade, Ihr könnt eurer Fantasie freien Lauf lassen und beliebige Zutaten kombinieren: Nüsse, getrocknete Früchte, Rosenblüten, Schokolinsen, Kekse, usw.
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Dieses Jahr verwende ich eine ganz besondere Schokolade, sie heißt Ruby und hat eine wundervolle rosa Farbe. Das besondere daran ist, dass sie nicht eingefärbt oder aromatisiert ist. Sie wird aus der seltenen Ruby Kakaobohne gewonnen und hat einen beerig-fruchtigen Geschmack mit einer leicht säuerlichen Note. Sie ist eine ganz neue Schokoladensorte, neben dunkler, Milch- und weißer Schokolade. Zu der Schokoladensorte Ruby passen meiner Meinung nach am besten rote Früchte, Cashewnüsse, Pistazien und Kokos.
Ich habe mich für die Herstellung von 3 Schokoladensorten entschieden:- getrocknete Himbeeren & Cashewnüssen - getrocknete Cranberrys & Pistazien- getrocknete Himbeeren & Macadamianüsse. Diese drei Geschmackskombinationen finde ich am leckersten. Experimentiert einfach selber ein bisschen herum, was Euch am besten schmeckt.
Ihr könnt für die Herstellung der Schokolade spezielle Schokoladenformen verwenden oder Ihr streicht einfach die geschmolzene Schokolade auf Backpapier aus und schneidet Sie anschließen in kleinere Portionen. Ich verwende sowohl Formen aus Silikon, als auch Formen aus Polycarbonat. Es funktioniert mit beiden sehr gut.
Das wichtigste ist, dass Ihr die Schokolade richtig temperiert, damit sie später schön glänzt und die richtige Stabilität hat. Hierzu schmelze ich 2/3 der Schokoladenmenge (also bei ca. 150 g sind das dann 100 g) in einer Glasschüssel in der Mikrowelle. Ich nehme die höchste Stufe (800 Watt) und schmelze immer 10 sekundenweise die Schokolade und rühre sie dazwischen immer wieder durch.
Geschmolzen sollte die Schokolade ca. 45 Grad haben. Dann nehmt Ihr die Schüssel aus der Mikrowelle und mischt das letzte Drittel (bei ca. 150 g sind das dann 50 g) der Schokolade unter die geschmolzene Schokolade. Dadurch kühlt sich die Schokolade wieder ab. Nun rührt Ihr die Schokolade so lange, bis alles geschmolzen ist und die Schokolade eine homogene Konsistenz hat. Die Schokolade sollte nun ca. 29,5 Grad haben.
Nun könnt Ihr die flüssige Schokolade mit einem Esslöffel in die Formen gießen oder auf Backpapier ausstreichen. Die Form solltete Ihr nur bis kurz unter den Rand füllen. Die Form dann ganz leicht auf einen festen Untergrund klopfen, damit die Luftblasen sich auflösen und die Oberseite schön glatt wird. Danach könnt Ihr die noch flüssige Schokoladenseite mit den Nüssen, Früchten, Blütenblätter, Gewürze usw. dekorieren. Ihr könnt die Früchte und Nüsse entweder klein schneiden oder sie ganz verwenden, ganz nach Eurem Geschmack.
Danach lasst Ihr die Schokolade im Kühlschrank fest werden. Jetzt könnt Ihr Eure Schokolade noch schön verpacken. Zuerst packe ich die Schokoladentafeln in eine Zellophantüte. Die passe ich von hinten mit Tesafilm an, damit sie eng um die Tafeln liegt. Die Tüten könnt Ihr nach belieben dekorieren. Ich habe hierfür verschiedene Banderolen für Euch ausprobiert. Für die untere Banderole habe ich Packpapier und bedrucktes Papier verwendet. Über diesen habe ich dann einen Streifen aus Transparenttpapier gewickelt, den ich noch mit Handlettring beschriftet habe.
Stationenarbeit und Bildungsangebote
Die vorliegende Miniwerkstatt/Stationsarbeit klärt Fragen, die man beim Kauf einer Tafel Schokolade oft nicht bedenkt. So werden die Herkunft des Kakaos, der Kakaoanbau, die Kakaoernte, die Herstellung von Schokolade und die Inhaltsstoffe von Schokolade unter die Lupe genommen und genauer beleuchtet. Das Materialpaket besteht aus Infokarten und einem passenden Arbeitsheft. Man kann das Material als Stationsarbeit oder im Rahmen einer kleinen Werkstatt zur Verfügung stellen.
An einer Zusatzstation dürfen die Kinder eine Tafel Schokolade genauer untersuchen. Sie schärfen so den Blick für die Inhaltsstoffe von bekannten Schokoladenprodukten. Das gesamte Materialpaket gibt es dieses Mal beim Matobe-Verlag (Eigenwerbung). Als Ergänzungsmaterial, Aushang und/oder als Anschauungsmaterial für die Sachunterrichtsecke gibt es heute auf dem Blog Miniposter zum Thema „Von der Blüte zur Kakaobohne“.
Marktübersicht: Mini-Schokoladenpackungen (Beispiele)
| Produkt | Packungsgröße | Preis / kg (Beispiel) |
|---|---|---|
| Mr.Tom Minis | 12er / 2,1 kg | 13,45 €/kg / 12,38 €/kg |
| Knoppers Minis | 24er | 11,65 €/kg |
| Milka Naps Mix | 207er / 355er | 28,99 €/kg / 25,26 €/kg |
| Toblerone Tiny Mix Box | 113er | 46,45 €/kg |
| After Eight Classic | 200 g | 14,95 €/kg |
| Celebrations | 269 g / 150 g / 186 g | 21,52 €/kg / 20,20 €/kg / 24,14 €/kg |
| Cailler Napolitains | 250 g | 38,76 €/kg |
| Riegelein Napolitains | 282 g | 42,52 €/kg |
Design und Emotionen: Verpackung als Sprache
Die Verpackung kann Stimmungen hervorrufen und Erinnerungen wecken. Von dem Verpackungskünstler Christo, der 1995 den Berliner Reichstag komplett verhüllte, stammt das Zitat: „Verhüllung ist Verheißung.“, so ist es auch bei der Schokolade. Die Schokoladen-Regale im Supermarkt sind bunt. Die Produkte unterscheiden sich in Packungsgrößen, Formen und Farben und ermöglichen Verbrauchern so eine gezielte Wahl.
Die Hersteller von Schokolade verfolgen mit ihren individuellen Verpackungen natürlich andere Ziele, die Verpackungsunterschiede der einzelnen Produkte spiegeln die Vielfältigkeit des Angebots. Die Verpackung hat noch eine weitere, wichtige Funktion: Information & Kommunikation, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.
Praktische Tipps für Verbraucher und DIY-Verpackung
Die Verbraucher erwarten eine unbeschadete Schokolade, die sie sicher nach Hause bringen und ggf. lagern oder direkt frisch genießen können. Es gibt aber auch praktische Anforderungen, zum Beispiel das einfache Öffnen der Verpackung, um an das Produkt und den Schokoladen-Genuss zu gelangen. Ihr könnt die Tüten nach belieben dekorieren. Ich habe hierfür verschiedene Banderolen für Euch ausprobiert. Für die untere Banderole habe ich Packpapier und bedrucktes Papier verwendet. Über diesen habe ich dann einen Streifen aus Transparenttpapier gewickelt, den ich noch mit Handlettring beschriftet habe. Ich finde das sieht schön edel aus.
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