Rezept für Marmeladenplätzchen zu Weihnachten: Klassische Spitzbuben und kreative Variationen
Marmeladenplätzchen gehören seit Generationen zum festen Bestandteil des Weihnachtstellers. Besonders Omas Spitzbuben, die mit Marmelade gefüllten Plätzchen, sind für viele das Highlight der Adventsbäckerei. Ihr buttrig-zarter Teig und die fruchtige Füllung sorgen für einen unvergleichlichen Geschmack und bringen festliche Stimmung in die Küche. Die hübschen Formen mit leuchtender Konfitüre machen die Plätzchen zudem optisch zu einem Hingucker.
Die beliebtesten Marmeladenplätzchen: Spitzbuben, Linzer und Terrassenplätzchen
Die bekanntesten Plätzchen mit Marmelade sind Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Engelsaugen und Terrassenplätzchen - beliebte Klassiker auf jedem Weihnachtsfest. Besonders die Kombination aus zwei Keksschichten, einer fruchtigen Marmeladenfüllung und hübschen Ausstechmotiven macht sie einzigartig. Zwischen den beiden Schichten wird meist eine Schicht Marmelade, traditionell rote Johannisbeer- oder Himbeermarmelade, aufgetragen. Spitzbuben sind besonders im Advent beliebt und begeistern mit ihrem hübschen Aussehen und feinen Geschmack.
Zutaten für klassische Marmeladenplätzchen
| Zutat | Menge | Bemerkung |
|---|---|---|
| Weizenmehl (Type 405) | 300 g | helles Mehl für beste Konsistenz |
| Butter | 200 g | nicht durch Margarine ersetzen |
| Mandeln (blanchiert, gemahlen) | 100 g | optional für feineren Geschmack |
| Zucker | 150 g | normaler weißer Zucker |
| Vanillezucker | 1 Pck. | für Aroma |
| Ei | 2 (Größe M) | für Bindung |
| Salz | 1 Prise | für Geschmack |
| Marmelade | nach Geschmack | Aprikosen, Johannisbeeren, Erdbeeren |
| Puderzucker | etwas | zum Bestäuben |
Teigzubereitung: Mürbeteig mit Tradition
Während klassischer Mürbeteig mit kalter Butter zubereitet wird, basiert das Rezept von Oma Carola und Uroma Margarethe auf einem gerührten Mürbeteig mit weicher Butter. Hierzu schlagen Sie die Butter mit Zucker 2-3 Minuten schaumig, rühren das Ei unter und siebe das Mehl dazu. Die Konsistenz liegt zwischen Mürbeteig und Rührteig. Alternativ kann das Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz in einer Schüssel vermengt werden, kalte Butter in Stückchen zugegeben sowie Eigelbe und Zucker mit Vanillezucker auf die Mulde gegeben werden - alles mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten. Anschließend wird der Teig in Frischhaltefolie oder einer Dose mit Backpapier für mindestens eine Stunde, besser über Nacht, im Kühlschrank gekühlt.
Richtige Verarbeitung und Ausrollen des Teigs
Die weiche Teigmasse sollte vor dem Ausrollen kurz auf Zimmertemperatur gebracht werden und idealerweise zwischen Folie, Backpapier oder einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel ausgerollt werden (ca. 2-3 mm hoch). Dadurch bleibt der Teig geschmeidig und bricht beim Backen nicht. Wer dem Teig ein feineres Aroma verleihen möchte, kann etwa 100 g des Mehls durch gemahlene Mandeln ersetzen.
Plätzchen Formen und Ausstechen
Am beliebtesten sind Ausstecher mit ca. 5 cm Durchmesser, klassisch geriffelt, rund, sternförmig oder herzförmig. Beim Formen können Sie verschiedene Motive wählen, Terrassenplätzchen entstehen durch drei unterschiedlich große Formen ohne Loch, die aufeinander geklebt werden. Bei der Hälfte der Plätzchen mit einem kleineren Kreis, Stern oder Herz die Mitte ausstechen - so entsteht das typische Spitzbuben-Fenster.
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Backen und Füllen der Weihnachtsplätzchen
Backofen auf 175-180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Plätzchen je nach Größe 8-11 Minuten backen, bis sie goldgelb sind - lieber etwas zu hell als zu dunkel. Die Plätzchen vollständig auskühlen lassen. Auf die flache Seite der unteren Plätzchen kommt mittig etwas Marmelade (ca. ½-¾ TL), die nicht bis ganz an den Rand gestrichen wird. Die obere Plätzchenhälfte mit Loch wird aufgesetzt und leicht festgedrückt, sodass sich die Marmelade bis an den Rand verteilt. Die Mini-Kekse aus der Mitte können entweder mit dem übrigen Teig verknetet oder separat gebacken werden. Zum Schluss nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Welche Marmelade ist ideal?
Für die Füllung eignen sich Beeren- oder Aprikosenkonfitüre ohne Stückchen. Am besten vor dem Bestreichen kurz erwärmen - sie wird dann flüssiger, lässt sich besser verteilen und haftet länger am Gebäck. Für Marmeladenplätzchen sind Johannisbeergelee und Himbeermarmelade besonders beliebt. Auch weihnachtliche Sorten wie Glühwein-Gelee, Orangenmarmelade oder Apfel-Ingwer-Gelee können verwendet werden. Tipp: Wer keine Lust auf Stückchen oder Kerne hat, streicht die Marmelade besser durch ein Sieb.
Marmelade, Konfitüre oder Gelee?
Auch wenn sie gerne als Marmeladenplätzchen bezeichnet werden, eignet sich Gelee aufgrund der glatten Konsistenz am besten. Konfitüre kann ebenfalls verwendet werden - besonders feine Sorten ohne Stückchen sind ideal.
Haltbarkeit und Aufbewahrung der Marmeladenplätzchen
Richtig gelagert - in einer luftdicht verschlossenen Dose und bei kühler, trockener Lagerung - halten sich Marmeladenplätzchen etwa 2-4 Wochen. Wichtig: Die Plätzchen getrennt von feuchten oder sehr saftigen Sorten lagern, da sie sonst zu weich werden könnten. Backpapier zwischen die Schichten legen verhindert, dass der Fruchtaufstrich verschmiert und die Plätzchen zusammenkleben. Sowohl den rohen Teig als auch die fertig gebackenen Plätzchen kann man einfrieren. Die Mini-Kekse aus den ausgestochenen Motiven können ebenfalls als Doppeldecker gebacken oder in den Teig eingearbeitet werden.
Weitere Tipps für perfekte Marmeladenplätzchen
- Butter für bestes Aroma verwenden; Margarine verändert Geschmack und Konsistenz.
- Kühlzeit des Teigs unbedingt einhalten, damit er geschmeidig und nicht klebrig wird.
- Die Marmelade möglichst kühl verwenden, damit sie beim Backen nicht zu flüssig ist.
- Backofen gut vorheizen und die Plätzchen lieber kürzer backen, damit sie nicht zu hart werden.
- Die Kekse nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen, so bleiben sie knusprig.
Kreative Variationen und Erlebnis beim Backen
Die Plätzchen lassen sich zu jeder Jahreszeit mit verschiedenen Marmeladen füllen, etwa mit Zwetschgenmarmelade mit Zimt im Winter. Sie eignen sich auch hervorragend zum Backen mit Kindern - das Formen, Ausstechen und Befüllen macht kleinen Helfern großen Spaß. Die Marmeladenplätzchen sind ein köstlicher Snack zum Nachmittags-Tee oder -Kaffee und verschönern jede Adventsrunde.
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FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Marmeladenplätzchen
- Warum sollte man die Marmelade erwärmen? Erwärmen macht sie streichfähiger und sorgt für eine glatte Oberfläche - sie haftet besser und die Plätzchen bleiben länger schön.
- Wie lange halten sich Marmeladenplätzchen? Im Vergleich zu trockenen Sorten sind sie etwas empfindlicher; sie halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose, kühl gelagert, ca. 2-3 Wochen.
- Was sind Spitzbuben? Spitzbuben sind klassische, gefüllte Weihnachtsplätzchen aus zwei Schichten, die obere hat Ausstechmotive; gefüllt werden sie traditionell mit einer Marmelade oder einem Gelee.
- Welche Ausstecher sind geeignet? Geriffelte, runde, sternförmige oder herzförmige Formen; Mini-Ausstecher für das Loch in der Mitte.
Rezept: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Spitzbuben
- Butter mit Zucker 2-3 Minuten schaumig schlagen.
- Ei, Vanillezucker und Salz unterrühren.
- Mehl und gemahlene Mandeln dazugeben und zu einem homogenen, weichen Teig verkneten.
- Teig in Portionen teilen, plattdrücken und mind. 1 Stunde kühlen.
- Backofen auf 175-180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, Bleche mit Backpapier belegen.
- Teig nacheinander aus dem Kühlschrank nehmen, kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und zwischen Folie/Backpapier ca. 2-3 mm hoch ausrollen.
- Plätzchen ausstechen, die Hälfte mit Mini-Loch versehen, auf Bleche legen.
- Plätzchen 8-11 Minuten backen, goldgelb (nicht zu braun).
- Abkühlen lassen. Marmelade in die Mitte der flachen Unterseite geben, nicht bis zum Rand.
- Obere Plätzchen mit Loch darauflegen, leicht andrücken. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
- In einer Plätzchendose mit Backpapier zwischen den Schichten aufbewahren.
Omas Spitzbuben-Rezept macht diese Marmeladenplätzchen zum perfekten Plätzchenrezept für Backanfänger und alle, die traditionelle Weihnachtsbäckerei lieben. Kein Wunder, dass Marmeladenplätzchen in der Adventszeit so beliebt sind!
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