Das ultimative Rezept für Marmelade aus grünen Feigen – Schritt für Schritt zum aromatischen Genuss
Feigenmarmelade gehört zu den aromatischsten und vielseitigsten Aufstrichen und ist in vielen Regionen ein echter Klassiker. Gerade aus grünen Feigen lässt sich eine besonders raffinierte Marmelade herstellen, die mit verschiedenen Gewürzen und Zitronennoten einen einzigartigen Geschmack entwickelt. Ob als Brotaufstrich, zu Käse oder als Zutat für Desserts - Marmelade aus grünen Feigen verleiht jedem Gericht eine besondere Note. Im Folgenden findest du das detaillierte, erprobte Rezept samt Variationsmöglichkeiten, Wissenswertes rund um Feigen und nützliche Tipps zur Zubereitung und Lagerung.
Wissenswertes rund um grüne Feigen
Frische Feigen sind ein wahres Superfood, denn sie liefern an Mineralstoffen Calcium, Kalium und Magnesium. An Spurenelemente enthalten sie Phosphor und Eisen. Die älteste Frucht der Welt schmeckt süß und saftig, ist nebenbei auch noch kalorienarm und wirklich gesund. Vitamin A wird auch Retinol genannt, ist gut für die Haut und Schleimhäute sowie für die Augen. B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B9) regulieren den Stoffwechsel, sind wichtig für die Nerven und hellen die Stimmung auf. Feigen enthalten Biotin das Vitamin H, dieses unterstützt eine gesunde Haut, sorgt für kräftige Haare und stabile Fingernägel. Frische Feigen kann man mittlerweile das ganze Jahr über kaufen, aber ich liebe das Aroma der frischen Feigen aus dem eigenen Garten und aus dem Mittelmeerraum im Frühherbst ganz besonders. In Persien haben wir verschiedene Feigensorten, gelbe, grüne, violette, schwarze und sogar wilde Feigen.
Auswahl und Vorbereitung der Feigen
- Die perfekte Feige ist wunderbar süß und reif. Um die Reife der Feige zu prüfen musst du eine Druckprobe durchführen.
- Wenn die Feige bei sanftem Fingerdruck leicht nachgibt und dabei nicht matschig ist, ihre Haut unverletzt ist und dunkle Stellen hat, dann ist die perfekt.
- Der Genuss der süßen Feige ist nur von kurzer Dauer, denn Feigen sind nicht lange haltbar.
- Ungekühlt halten sie sich ein bis zwei Tage. Im Kühlschrank halten sich frische Feigen zwei bis fünf Tage. Wenn du sie im Kühlschrank lagerst, achte darauf, dass du sie nebeneinander lagerst.
Zutaten für klassische Marmelade aus grünen Feigen
- 2,2 kg grüne, reife, weiche Feigen
- 1 Bio-Zitrone (der Saft und die abgeriebene Schale)
- 150 ml Wasser
- 3 Päckchen Vanillezucker
- 750 g Zucker (nach Belieben Menge und Sorte anpassen, z. B. Panela oder Kokosblütenzucker)
- 2 Beutel Geliermittel 2:1
- eventuell Zitronensäure zur Gelierunterstützung
- Optional: Zimt, Sternanis, Lavendel, Rosmarin, Rum, Backkakao, Gewürznelken, Kardamom, Safran
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Marmelade aus grünen Feigen
1. Feigen vorbereiten
- Die Feigen unter fließendem Wasser gründlich abspülen.
- Die Feigen schälen, Stiele entfernen und in kleine Stücke schneiden.
- Anschließend in eine große Schüssel legen, mit reichlich Wasser bedecken und etwa 20 Minuten im Wasser ziehen lassen.
2. Grundzubereitung
- In einem großen Topf den Zucker mit 250 ml Wasser vermengen und unter Rühren erhitzen, bis die Mischung zu kochen beginnt. Sobald der Sirup kocht, die Hitze reduzieren und für 10 Minuten sanft köcheln lassen.
- Die Feigen aus dem Wasser nehmen und in den Sirup geben. Die Zitrone in Scheiben oder Stückchen schneiden und hinzufügen.
- Alles einmal aufkochen lassen, dann die Temperatur senken und die Mischung für etwa 30 Minuten unter gelegentlichem Rühren weiterköcheln lassen.
3. Pürieren und Weiterverarbeiten
- Vom Herd nehmen und alles mit einem Pürierstab fein mixen.
- Optional: Nach Geschmack Zimt, Vanillemark, Gewürznelken, Lavendel, Sternanis, Rosmarin, Safranfäden oder andere gewünschte Gewürze hinzufügen.
- Die heiße Marmelade sofort in sterilisierte Schraubgläser füllen und fest verschließen.
Alternative Zubereitung aus vollständig grünen Feigen
Die Feigen schälen. Dann in einem großen Topf Wasser aufkochen. Die Feigen darin ca. 5 Minuten kochen, dann in ein Sieb abgießen. Diesen Vorgang mit jeweils frischem Wasser noch zwei Mal wiederholen. Sobald man sie mit der Hand anfassen kann, jede Feige einzeln vorsichtig, ohne sie zu zerquetschen, mit der Hand ausdrücken, um das restliche Wasser zu entfernen. Danach die Feigen auf ein Brett oder die Arbeitsplatte legen und mit einem Brett oder ähnlichem beschweren. Über Nacht so stehen lassen. Am anderen Tag Wasser in einem Topf aufkochen, den Zucker hinzufügen. Wenn alles kocht, die Feigen dazu geben und 7-10 Minuten mitkochen.
Das besondere Etwas: Würzige Variationen und raffinierte Kombinationen
- Für einen warmen, einladenden Gewürzgeschmack eignen sich hervorragend Ceylon-Zimt sowie das herausgekratzte Mark einer Bourbon-Vanilleschote.
- Ein Stück mitgekochtes Sternanis sorgt für eine leicht würzige, lakritzartige Nuance.
- Auch Lavendel mit seinem leicht blumigen Aroma passt sehr gut zu Feigen.
- Alle Freunde mediterraner Aromen geben beim Marmeladekochen einfach eine kleine Menge geschnittenen Rosmarin mit in den Topf.
- Mit Backkakao und einem Hauch Rum gelingt eine besonders raffinierte, herbstliche Variante.
- Kardamom verleiht eine exotische Note, während eine Prise Safran die Farbe und den Geschmack hebt.
Tipps zum Abfüllen und Haltbarkeit
- Um die Gläser optimal für die Marmelade vorzubereiten, befülle die sauberen Gläser kurz vor dem Einfüllen mit kochend heißem Wasser.
- Die heiße Marmelade in saubere, sterilisierte Gläser füllen und sofort fest verschließen.
- Die Gläser etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht.
- Die Marmelade abkühlen lassen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern.
- Die Feigenmarmelade ist mindestens 1 Jahr haltbar. Sie sollte kühl und dunkel gelagert werden. Bei weniger Zucker reduziert sich die Haltbarkeit auf ca. 6 Monate.
Serviervorschläge und Verwendung
- Diese Feigen-Zitronen-Marmelade bringt das gewisse Etwas in deine Küche. Die Feigenmarmelade eignet sich als süßer Brotaufstrich, passt aber auch besonders gut zu Käse.
- Vor allem die Kombination der Feigenmarmelade mit Ziegenkäse ist empfehlenswert - egal ob als Frischkäse, Käsescheiben oder Camembert.
- Die Feigenmarmelade mit Rotwein und Gewürzen passt hervorragend auf eine Käseplatte und zu einem geselligen Abend mit Freunden.
- Sie schmeckt auch ausgezeichnet zu Joghurt oder Quark, auf warmem Toast und frischem Brot oder als besondere Zutat in Desserts, auf Pfannkuchen oder Crepes.
Tabelle: Zutaten- und Variantenübersicht
| Zutat | Menge | Optionen/Variationen |
|---|---|---|
| Grüne Feigen | 2,2 kg | Bio-Feigen empfohlen, mit oder ohne Schale |
| Zitrone (Bio) | 1 Stück, Saft + Schale | Orangenzesten, Limette als Alternative |
| Zucker | 750 g | Kokosblütenzucker, Panela, Rohrzucker |
| Geliermittel | 2 Beutel | Agar-Agar, Zitronensäure als Alternative |
| Gewürze | nach Geschmack | Zimt, Vanille, Kardamom, Sternanis, Lavendel, Rosmarin, Safran, Rum, Kakao |
Geschichte und Bedeutung der Feigenmarmelade
Ein süßer Gruß aus der Vergangenheit: Omas Feigenmarmelade bringt Sommer und Kindheitserinnerungen ins Glas. Diese Marmelade ist nicht nur ein Klassiker, sondern auch ein kleiner Schatz, den man immer zur Hand haben möchte. Besonders beliebt ist die Feigenmarmelade zwischen Juli und November zur Feigensaison. Das Rezept für Omas Feigenmarmelade verwendet frische, reife Feigen, die der Marmelade ihren intensiven Geschmack geben. In Persien wird Morabay-e Anjir - Feigen-Marmelade aus frischen ganzen Feigen zubereitet und mit Kardamom, Vanille und Safran verfeinert. Die honigsüße Feigenmarmelade dagegen wird in Persien eher zu besonderen Anlässen zum Frühstück mit Brot, Butter oder Sahne (Clotted Cream) gereicht.
Feigenmarmelade: Definition und Unterschiede zu Konfitüre und Gelee
Die Begriffe Marmelade, Konfitüre und Gelee werden häufig synonym verwendet, bedeuten jedoch Unterschiedliches: Marmelade ist anstelle von Konfitüre für solche Erzeugnisse zulässig, die auf örtlichen Märkten (z. B. Bauern- und Wochenmärkten) und im „Ab-Hof-Verkauf“ abgegeben werden. Marmelade, zu deren Herstellung keine ganzen Früchte, sondern Fruchtsaft benutzt wurde, nennt man Gelee. Es ist im Prinzip nichts anderes als ein Aufstrich oder Brei aus mit Zucker eingekochten Früchten, in dem keine Fruchtstücke mehr sichtbar sind.
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Weitere Tipps & Inspiration
- Mit dem Zucker können Sie experimentieren, sowohl was die Menge angeht als auch die Art des Zuckers.
- Für eine zuckerreduzierte, etwas frischere Note können Ersatzstoffe oder alternative Zuckersorten verwendet werden.
- Gelierprobe: Einen Löffel Marmelade auf einen kalten Teller geben und prüfen, ob sie fest wird. Falls die Marmelade nicht geliert, etwas Zitronensäure zugeben und einrühren.
- Wer mag, kann die Feigenmarmelade mit einer Mischung aus Rotwein und feinen Gewürzen weiter veredeln.
Guten Appetit und viel Freude beim Marmeladekochen! Hinterlasse gern einen Kommentar, wie dir das Feigenmarmelade-Rezept gefallen hat oder welche Varianten du noch empfehlen kannst.
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