Manuka Honig MGO 400: Wirkung und Anwendung

Manuka-Honig wird traditionell als Naturheilmittel gepriesen. Manuka-Honig stammt von der Südhalbkugel, genauer: von den abgelegenen, oft windzerzausten Hügeln Neuseelands, wo der Manukastrauch (Leptospermum scoparium) wächst. Manuka-Honig wird aus den Blüten des Manuka-Strauchs gewonnen, der in Neuseeland heimisch ist. Diese Pflanze wächst wild und ist hauptsächlich in Neuseeland beheimatet. Seine Blüten liefern den Nektar für diesen besonderen Honig, und seine Geschichte beginnt schon bei den Māori - dem indigenen Volk Neuseelands. Dort wurde die Manuka-Pflanze traditionell für Heilzwecke genutzt.

Manuka-Strauch in neuseeländischer Landschaft

Was ist MGO und warum ist MGO 400 relevant?

Hinter dieser Abkürzung steckt Methylglyoxal - eine Verbindung, die antibakteriell wirkt. MGO steht für Methylglyoxal, eine Verbindung, die in Manuka Honig natürlich vorkommt und in hohen Konzentrationen für dessen einzigartige antimikrobielle Eigenschaften verantwortlich ist. MGO entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA), das in den Blüten des Manuka-Strauchs vorkommt. MGO entsteht aus dem in Manuka-Nektar natürlich vorkommenden Dihydroxyaceton (DHA) während des Reifeprozesses den der Honig im Bienenstock durchläuft. Je höher der MGO-Gehalt eines Manuka Honigs, desto stärker ist in der Regel seine antibakterielle Aktivität. Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität. Der MGO-Wert gibt an, wie viele Milligramm Methylglyoxal pro Kilogramm Honig enthalten sind. Die MGO-Zahl auf der Verpackung hilft Ihnen, die Qualität des Honigs zu beurteilen.

Antibakterielle Wirkungen und wissenschaftliche Befunde

Das Besondere an Manuka-Honig ist seine antibakterielle Aktivität, die auf den Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO) zurückgeführt wird. In der Literatur wird berichtet, dass medizinischer Manuka-Honig, vor allem aufgrund des enthaltenen MGOs, eine Vielzahl von Bakterien hemmen kann, einschließlich einiger antibiotikaresistenter Stämme. Studien der University of Waikato belegen, dass Manuka-Honig sogar antibiotikaresistente Bakterien wie MRSA hemmt, indem er deren Zellwände durchdringt und Biofilme zerstört. Medizinischer Manuka-Honig soll zudem verhindern, dass sich auf Wunden ein Biofilm bildet, der Bakterien vor Antibiotika schützt. Außerdem soll er bestehende Biofilme auflösen und so die Wundheilung unterstützen.

Die antimikrobiellen Eigenschaften von Honig, einem Naturprodukt mit einer langen Geschichte medizinischer Anwendungen, werden zunehmend anerkannt, insbesondere gegen antibiotikaresistente Erreger. Die meisten Honigsorten wirken antibakteriell, weil sie ein Enzym namens Glucoseoxidase enthalten, das in Wasserstoffperoxid zerfällt. Während normaler Honig seine keimhemmende Wirkung hauptsächlich dem Wasserstoffperoxid verdankt (das beim Kontakt mit Luft schnell zerfällt), bleibt die Wirkung des Manuka-Honigs stabil. Die sogenannte Non-Peroxid-Aktivität unterscheidet Manuka-Honig von anderen Honigsorten. Entfernt man MGO aus dem Honig, ist noch immer eine Aktivität zum Beispiel durch Wasserstoffperoxid oder Leptosperin gegeben. Die umfassende Aktivität von Manuka wird nicht nur durch den MGO beschrieben.

Medizinische Anwendung und Einschränkungen

Manuka-Honig wird in verzehrgeeigneten und medizinischen, sterilen Varianten angeboten. Medizinischer, steriler Manuka-Honig muss bestimmte Reinheits- und Sicherheitskriterien erfüllen. Er enthält die Wirkstoffe in den erforderlichen standardisierten Mengen, damit er direkt oder in Form anderer Zubereitungen zur Wundbehandlung verwendet werden kann. Nur der medizinische, sterile Honig darf zur Wundbehandlung verwendet werden. Bei hochwertigen Honigen, die z. B. in Deutschland abgefüllt werden, wird die antibakterielle Aktivität mit Hilfe des sog. MGO-Gehaltes angegeben. Für medizinische Anwendungen (z. B. Wundversorgung) sind standardisierte Produkte erforderlich.

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Für positive Effekte von medizinischem Honig in der Wundbehandlung fehlen bislang jedoch die Belege. Im Gegenteil, es wurden sogar vermehrt Schmerzen bei der Anwendung festgestellt. Bei Erkältungen & Halsschmerzen: Langsam im Mund zergehen lassen. Bei Erkältungen und Infekten mit Husten und Halsschmerzen lässt man mindestens 3-mal täglich einen Teelöffel des Honigs auf der Zunge zergehen. Den letzten Teelöffel nehmen Sie am besten direkt vor dem Schlafen­gehen.

Anwendungsbereiche: innerlich und äußerlich

Erstens, dank seiner starken antimikrobiellen Aktivität, kann Manuka Honig das Immunsystem unterstützen und gegen verschiedene Bakterien und Viren wirken. Es ist hilfreich bei Erkältungen und Halsschmerzen und kann zur natürlichen Wundheilung beitragen. Zweitens ist Manuka-Honig ein hervorragendes natürliches Heilmittel für die Verdauung. Er kann bei einer Vielzahl von Verdauungsproblemen helfen, darunter Sodbrennen, Magengeschwüre und entzündliche Darmerkrankungen. Drittens kann Manuka-Honig zur Hautpflege verwendet werden. Seine antioxidativen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften kann zur Reduzierung von Hautunreinheiten und zur Förderung der Hautgesundheit beitragen.

Direkte Einnahme: Manuka Honig kann direkt vom Löffel genossen werden. In Getränken: Fügen Sie Manuka Honig zu Ihrem Tee, Kaffee oder warmem Wasser hinzu. Hinweis: Es ist wichtig, Manuka Honig nicht in zu heiße Flüssigkeiten zu geben, da hohe Temperaturen einige seiner wertvollen Eigenschaften zerstören können. Äußerlich kann er bei Akne oder Ekzemen dünn aufgetragen oder mit Bienenwachs und Olivenöl gemischt werden. Zur Versorgung kleinerer Wunden lässt sich der Honig auf einen Verband geben - vorausgesetzt, es handelt sich um medizinische Qualität. Manuka-Honig hingegen kann bei den genannten Infektionen der Atemwege ganz einfach vor dem Schlafen­gehen an die inneren Nasenwände gestrichen werden, so dass der Honig über Nacht an Ort und Stelle auf die Schleimhäute einwirken kann.

Auftragen von Manuka-Honig auf eine kleine Wunde

Dosierungsempfehlungen und Produktbeispiele

Die optimale Dosierung von Manuka-Honig hängt von den individuellen gesundheitlichen Zielen ab und differiert auch je nach UMF-Rating des jeweiligen Honigs. Empfohlen wird die Einnahme von bis zu drei Teelöffeln täglich, entweder pur, auf Brot oder im Tee. Eine Manuka Honig-Tabelle hilft bei der Dosierung: MGO 100+ eignet sich zur Immunstärkung, MGO 400+ bei akuten Beschwerden.

MGO-Wert Empfohlene Anwendung
MGO 100+ Immunstärkung, tägliche Unterstützung
MGO 250-400 Akute Beschwerden, Halsschmerzen, Verdauung
MGO 400+ Stärkere antibakterielle Wirkungen, gezielte Anwendung

Madhu Manuka Honig MGO 400 ist ein hochwertiges Naturprodukt aus der Wairarapa Region, das durch seine hohe Sortenreinheit und aussergewöhnliche Qualität besticht. Mit einer zertifizierten Methylglyoxal-Konzentration von 400 mg/kg bietet dieser Honig eine einzigartige Kombination aus natürlicher Reinheit und sanfter Wirkung. ANUK Manuka Honig MGO 400 hat einen MGO-Gehalt von mindestens 400 mg/kg und kann damit auf vielfältige Weise Beschwerden lindern und zum Wohlbefinden beitragen.

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Qualitätssiegel, Echtheit und Einkaufstipps

Beim Kauf sollten Sie darauf achten, ob der Anbieter Mitglied des neuseeländischen Branchenverbandes „Unique Manuka Factor Honey Association“ oder der „Australian Manuka Honey Association“ ist, da diese Honige auf Reinheit geprüft und zertifiziert werden. UMF ist ein geschütztes Bewertungssystem der Unique Manuka Factor Honey Association aus Neuseeland. UMF bewertet nicht nur den MGO-Gehalt, sondern zusätzlich noch andere Inhaltsstoffe und steht außerdem für Echtheit und Qualität, ist also eher ein Qualitäts- und Echtheitssiegel. Die UMF Vereinigung (UMFHA) hat sich der Aufgabe verschrieben, die Integrität und Qualität von Manuka Honig auf der globalen Bühne sicherzustellen. Das „Manuka Identifikations Projekt“ wurde 2013 von der UMFHA ins Leben gerufen, mit dem zentralen Ziel, ein spezifisches Profil für Manuka Honig zu erstellen.

Ein Honig darf sich als UMF Manuka Honig bezeichnen, wenn er DHA (Dihydroxyazeton), Leptosperin und Methylglyoxal enthält. Leptosperin ist exklusiv im Manuka Honig zu finden, was ein unverwechselbares Indiz darstellt. Des Weiteren darf der Hydroxymethylfurfural-Gehalt nicht mehr als 40mg/kg betragen. Die Konzentration von Methylglyoxal wird durch die Klassifizierungszahl repräsentiert, beispielsweise signalisiert UMF13+ einen Methylglyoxal-Gehalt von mehr als 550 mg/kg. Beim Kauf von Manuka Honig sollten Sie immer auf einen zertifizierten MGO-Gehalt achten, um sicherzustellen, dass Sie ein authentisches und hochwertiges Produkt erhalten. Seriöse Anbieter liefern Batch-Nummern zur Rückverfolgung.

Lagerung und Haltbarkeit

Honig als Lebensmittel sollten Sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren, da er hitze- und lichtempfindlich ist. Wenn er längere Zeit hohen Temperaturen und Licht ausgesetzt ist, können wertvolle Stoffe und Enzyme abgebaut werden. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten, da Honig bei Kälte kristallisiert und wieder erhitzt werden muss, um flüssig zu werden. Bei zu hoher Hitze besteht die Gefahr, dass die Enzymaktivität und somit die gesundheitsfördernden Eigenschaften beeinträchtigt werden. Die antibakterielle und antioxidative Wirkung kann bei Temperaturen von über 65 Grad Celsius verringert oder gar zerstört werden. Ein trockener Ort ist ebenfalls wichtig, da Honig Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Stellen Sie Ihr Honigglas in den Vorratsschrank oder in eine Speisekammer, wo es vor Licht und Wärme geschützt ist. So bleibt Ihr Honig lange frisch und behält seine gesunden Eigenschaften.

Nebenwirkungen, Vorsichtsmaßnahmen und besondere Hinweise

„Normaler“ Manuka-Honig hingegen ist ein Naturprodukt, das Keime enthält und folglich schwere Reaktionen und Wundinfektionen hervorrufen kann. Babys und Säuglingen unter zwölf Monaten sollte kein Honig verabreicht werden, da sich ihre Darmflora noch nicht komplett entwickelt hat und sie sich dadurch mit dem seltenen, aber lebensgefährlichen Säuglingsbotulismus infizieren können. Wie bei jedem Imkereiprodukt können Menschen, die allergisch auf Bienen oder Honig sind, allergische Reaktionen auf Manuka-Honig zeigen. Hoher Zuckergehalt: Da Honig ein Naturprodukt ist und als natürliches Süßungsmittel angesehen wird, wird oft übersehen, dass er einen hohen Zuckeranteil hat. Interaktion mit bestimmten Medikamenten: Manuka-Honig kann die Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinträchtigen. So kann er beispielsweise die blutverdünnende Wirkung von Warfarin erhöhen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Qualität und Herkunft des Manuka-Honigs eine Rolle spielt. Nicht alle Manuka-Honigprodukte sind gleich. Die antibakteriellen Eigenschaften können je nach Verarbeitung und Herstellung variieren. Roh- und ungefilterter Honig enthält in der Regel mehr nützliche Enzyme und Nährstoffe als stark verarbeiteter Honig. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein sehr sortenreiner Manuka auch einen hohen TA-Wert hat. Der TA-Wert ist ein Test auf die Gesamtwirkung des Honigs.

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Ökologie, Preis und Verfügbarkeit

Manuka Honig, dieses seltene und kostbare Gold aus Neuseeland, verdient seinen außergewöhnlich hohen Preis aus verschiedenen Gründen. Manuka-Honig ist mindestens sechsmal so teuer wie andere Honigsorten. Die Bienen, die diesen Honig produzieren, haben nur eine kurze Blütezeit im neuseeländischen Sommer, um den Nektar zu sammeln. Die hohe Nachfrage und die exklusiven Preise führen dazu, dass nicht jedes Glas echten Manuka-Honey bester Qualität enthält. Aufgrund seines hohen Preises gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Die steigende Nachfrage an Honig aus Manuka-Nektar belastet Neuseelands Ökosysteme. Manuka-Monokulturen verdrängen die Biodiversität und laugen Böden aus, was Wildbienen und endemische Arten wie den Kiwi-Vogel bedroht. Zertifizierungen wie Manaaki Whenua („Land bewahren“) fördern nachhaltige Imkerei: Manuka wird in Mischkulturen angebaut, Pestizide vermieden und mindestens 20 % der Flächen als Wildhabitate erhalten.

Neuseeländische Imkerei und Manuka-Honig-Ernte

Praktische Tipps: Verwendung im Alltag und für Tiere

Manuka-Honig kann pur gelöffelt, im Tee (nicht zu heiß!) oder äußerlich angewendet werden: als Gesichtspflege, auf kleinen Wunden, bei Insektenstichen. Manuka-Honig ist mehr als nur eine süße Delikatesse - es ist ein bemerkenswert vielseitiges Naturprodukt, das eine Reihe wichtiger gesundheitlicher Vorteile bietet. Als Hundeliebhaber und Kenner von Manuka Honig taucht eine Frage immer wieder auf: Können Hunde auch Manuka Honig einnehmen? Zunächst einmal ist Manuka Honig, wie alle Honigsorten, eine natürliche Zuckerquelle. Zu viel Zucker kann bei Hunden zu Gesundheitsproblemen wie Übergewicht und Diabetes führen. Die therapeutischen Eigenschaften von Manuka Honig können jedoch auch Hunden zugutekommen. Seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungen können bei kleineren Wunden und Hautirritationen helfen. Während Manuka Honig sicher und gesund für die meisten Hunde ist, gibt es einige Ausnahmen. Bevor Sie Ihrem Hund Manuka Honig geben, sollten Sie immer zuerst Ihren Tierarzt konsultieren.

Anwendung von Manuka-Honig bei Halsschmerzen und auf Wunden

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