Manuka Honig MGO 400: Wirkung, Vorteile und richtige Anwendung

Manuka-Honig wird traditionell als Naturheilmittel gepriesen. Er wird aus dem Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) gewonnen, die in Neuseeland und Teilen Australiens heimisch ist. Manuka-Honig werden antimikrobielle und heilende Eigenschaften zugeschrieben und er wird häufig als Superfood bezeichnet.

Was macht Manuka-Honig besonders?

Eine der Hauptkomponenten, die Manuka-Honig seine antibakteriellen und antimikrobiellen Eigenschaften verleiht, ist Methylglyoxal (MGO). Hinter dieser Abkürzung steckt Methylglyoxal - eine Verbindung, die antibakteriell wirkt. MGO entsteht aus Dihydroxyaceton (DHA), das in den Blüten des Manuka-Strauchs vorkommt. MGO entsteht aus dem in Manuka-Nektar natürlich vorkommenden Dihydroxyaceton (DHA) während des Reifeprozesses, den der Honig im Bienenstock durchläuft.

Im Vergleich mit herkömmlichen Honigen enthält Manuka-Honig bis zu hundert Mal mehr Methylglyoxal. Während normaler Honig seine keimhemmende Wirkung hauptsächlich dem Wasserstoffperoxid verdankt (das beim Kontakt mit Luft schnell zerfällt), bleibt die Wirkung des Manuka-Honigs stabil. Die sogenannte Non-Peroxid-Aktivität unterscheidet ihn zusätzlich von anderen Honigsorten.

Manuka-Strauch in neuseeländischer Landschaft

Antibakterielle Aktivität und Forschung

Das Besondere an Manuka-Honig ist seine antibakterielle Aktivität, die auf den Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO) zurückgeführt wird. In der Literatur wird berichtet, dass medizinischer Manuka-Honig, vor allem aufgrund des enthaltenen MGOs, eine Vielzahl von Bakterien hemmen kann, einschließlich einiger antibiotikaresistenter Stämme. Diese Erkenntnisse stammen jedoch aus Laboruntersuchungen. Es ist unklar, ob sie auf den lebenden Organismus übertragbar sind.

Studie: Die bahnbrechende Arbeit dazu stammt von Prof. Thomas Henle (TU Dresden), der 2008 MGO als den entscheidenden Wirkstoff im Manuka-Honig identifizierte. Quelle: Identification of Methylglyoxal as the Dominant Antibacterial Constituent of Manuka Honeys (Molecular Nutrition & Food Research).

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Die antimikrobiellen Eigenschaften von Honig werden zunehmend anerkannt, insbesondere gegen antibiotikaresistente Erreger. Manuka-Honig wirkt multifaktoriell, unter anderem durch die Produktion von Wasserstoffperoxid, phenolische Verbindungen und den hohen Zuckergehalt. Die meisten Honigsorten wirken antibakteriell, weil sie ein Enzym namens Glucoseoxidase enthalten, das in Wasserstoffperoxid zerfällt. Wissenschaftler glauben, dass es eine Kombination all dieser Inhaltsstoffe ist, die Manuka-Honig so gesund macht.

Anwendungsgebiete: Innerlich und äußerlich

Manuka-Honig MGO 400 ist ein echter Alleskönner. Ob als natürlicher Süßstoff in deinem Tee, der unter 70°C bleiben sollte, als köstlicher Brotaufstrich oder zur Pflege deiner Haut - die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Die einzigartigen Eigenschaften von Manuka-Honig unterstützen nicht nur deine innere Gesundheit, sondern bieten auch äußerliche Anwendungsmöglichkeiten, die deinen Körper pflegen und verwöhnen.

Während normaler Honig ein bekanntes Hausmittel bei Husten, Halsschmerzen und Erkältungen ist, enthält Manuka-Honig deutlich höhere Mengen des Wirkstoffs Methylglyoxal - der Hauptgrund für seine starke antibakterielle Wirkung. Bei Erkältungen, Halsschmerzen und Husten empfiehlt es sich, Manuka-Honig in heißem Tee aufgelöst zu trinken oder mehrmals täglich einen Teelöffel voll Honig langsam im Mund zergehen zu lassen. Dies reduziert die Entzündung im Mund- und Rachenraum und der Manuka-Honig legt sich wie ein schützender Film über die wunde Mund- und Rachenschleimhaut.

Manuka-Honig hat starke antibakterielle Eigenschaften, die durch den hohen MGO-Gehalt unterstützt werden. Medizinischer Manuka-Honig soll zudem verhindern, dass sich auf Wunden ein Biofilm bildet, der Bakterien vor Antibiotika schützt. Außerdem soll er bestehende Biofilme auflösen und so die Wundheilung unterstützen.

Manuka-Honig auf Löffel und als Brotaufstrich

Äußerliche Anwendung und Wundbehandlung

Manuka-Honig wird in verzehrgeeigneten und medizinischen, sterilen Varianten angeboten. Medizinischer, steriler Manuka-Honig muss bestimmte Reinheits- und Sicherheitskriterien erfüllen. Er enthält die Wirkstoffe in den erforderlichen standardisierten Mengen, damit er direkt oder in Form anderer Zubereitungen zur Wundbehandlung verwendet werden kann. Nur der medizinische, sterile Honig darf zur Wundbehandlung verwendet werden. „Normaler“ Manuka-Honig hingegen ist ein Naturprodukt, das Keime enthält und folglich schwere Reaktionen und Wundinfektionen hervorrufen kann.

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Um den Honig auf der Haut zu verwenden, sollten Sie einen medizinischen Honig aus der Apotheke verwenden. Bei der Herstellung werden Bakterien abgetötet und die Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Besprechen Sie die Behandlung unbedingt auch mit Ihrem Arzt!

Innere Anwendung und Dosierung

Zur Unterstützung der Verdauung und Immunabwehr kann ein Teelöffel Manuka-Honig in warmem Wasser, Tee oder einfach direkt vom Löffel genommen werden. Für eine gesundheitliche Wirkung werden 20 g Manuka-Honig bzw. 1-3 Teelöffel am Tag empfohlen. Damit der Honig medizinisch wirken kann, sollten Sie mindestens 100 mg MGO pro Tag zu sich nehmen bzw. verwenden. Mit Manuka-Honig ist der Wert deutlich leichter zu erreichen als mit herkömmlichen Honig.

Anwendung von Manuka-Honig bei Halsschmerzen

Vorteile und mögliche Risiken

  • Antibakterielle Wirkung: MGO wirkt antiseptisch, entzündungshemmend, antioxidativ und wundheilend.
  • Verbesserte Wundheilung: Traditionell zur Förderung der Wundheilung eingesetzt; medizinischer Honig wird zur Behandlung von Wundinfektionen genutzt.
  • Unterstützung bei Verdauungsproblemen: Manuka-Honig kann bei Reizdarmsyndrom oder Gastritis helfen.
  • Verbesserte Mundgesundheit: Wirksam gegen Mundbakterien.
  • Hautpflege: Einsatz in Kosmetik und bei Hauterkrankungen wegen antibakterieller und entzündungshemmender Eigenschaften.

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Allergische Reaktionen: Menschen, die allergisch auf Bienen oder Honig sind, können reagieren.
  • Hoher Zuckergehalt: Honig erhöht den Blutzucker; Diabetiker sollten vorsichtig sein.
  • Nicht geeignet für Kinder unter 12 Monaten: Risiko für Säuglingsbotulismus.
  • Interaktion mit Medikamenten: Manuka-Honig kann die Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinträchtigen, beispielsweise die Wirkung von Warfarin verändern.
  • Schmerzen bei Anwendung: Für positive Effekte von medizinischem Honig in der Wundbehandlung fehlen bislang endgültige Belege; es wurden vermehrt Schmerzen bei der Anwendung festgestellt.

Qualität, Zertifizierung und Fälschungen

Manuka-Honig ist mindestens sechsmal so teuer wie andere Honigsorten. Aufgrund seines hohen Preises gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Da es derzeit kein verlässliches einheitliches Siegel für echten Manuka-Honig gibt, können Sie beim Kauf darauf achten, ob der Anbieter Mitglied des neuseeländischen Branchenverbandes "Unique Manuka Factor Honey Association" (UMFHA) oder der „Australian Manuka Honey Association“ ist, da diese Honige auf Reinheit geprüft und zertifiziert werden.

In Neuseeland wird die Qualität des Honigs mit dem sog. UMF (Unique Manuka Factor) angegeben. UMF bewertet nicht nur den MGO-Gehalt, sondern zusätzlich noch andere Inhaltsstoffe und steht außerdem für Echtheit und Qualität, ist also eher ein Qualitäts- und Echtheitssiegel. Bei hochwertigen Honigen, die z. B. in Deutschland abgefüllt werden, wird die antibakterielle Aktivität mit Hilfe des sog. MGO-Gehaltes angegeben. Der MGO-Wert muss von einem renommierten und unabhängigen Honiglabor analysiert worden sein. Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität.

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Lagerung und Haltbarkeit

Damit Manuka-Honig seine Wirkung entfalten kann, sollte er kühl und dunkel gelagert werden. Honig als Lebensmittel sollten Sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren, da er hitze- und lichtempfindlich ist. Wenn er längere Zeit hohen Temperaturen und Licht ausgesetzt ist, können wertvolle Stoffe und Enzyme abgebaut werden. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten, da Honig bei Kälte kristallisiert und wieder erhitzt werden muss, um flüssig zu werden. Bei zu hoher Hitze besteht die Gefahr, dass die Enzymaktivität und somit die gesundheitsfördernden Eigenschaften beeinträchtigt werden.

Die antibakterielle und antioxidative Wirkung kann bei Temperaturen von über 65 Grad Celsius verringert oder gar zerstört werden. Manuka Honig bleibt bis 70°C stabil. Beleg: MGO ist ein hitzestabiles Molekül. Studien zeigen, dass die antibakterielle Aktivität von Manuka auch nach dem Erhitzen (Pasteurisieren) weitgehend erhalten bleibt. Quelle: Antibacterial activity of Manuka honey and its components (Frontiers in Microbiology).

Kaufhinweise und Preis

Echter Manuka Honig hat einen Kilopreis von ca. 70-130 € und ist damit Spitzenreiter unter den Honigsorten. Gründe hierfür sind die Herkunft, die begrenzte Sammel- und Erntezeit sowie der hohe MGO-Gehalt. Die Nachfrage steigt, das Angebot ist begrenzt. Um sicherzustellen, dass der Honig echt ist, sollte er ein Zertifikat mit der Aufschrift MGO oder UMF (Unique Manuka Factor) tragen. Achten Sie darauf, dass der Anbieter Mitglied im Branchenverband UMFHA ist.

Bei Krankheitserscheinungen wie Hals- und Rachenschmerzen benötigen Sie nur geringe Mengen. Obwohl Manuka-Honig recht teuer ist, lohnt sich der Kauf eines Glases hochwertigen Honigs, da er über sein Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar ist, vorausgesetzt, die Lagerung ist korrekt und sauberes Besteck wird verwendet.

Für wen eignet sich Manuka-Honig?

Manuka Honig eignet sich grundsätzlich für jeden, der gerne Honig mag. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Personen, die empfindlich auf Bestandteile von Honig reagieren bzw. allergisch sind, sollten verzichten. Diabetiker und Diabetikerinnen sollten vorsichtig sein, da Honig den Blutzucker erhöht. Honig ist nicht für Kinder unter 12 Monaten geeignet, da er Botulismus auslösen kann.

Praktische Anwendungstipps

  1. Bei Halsschmerzen: 1 Teelöffel langsam im Mund zergehen lassen, 3-mal täglich.
  2. Im Tee: Nur unter 70°C, da hohe Temperaturen Wirkstoffe beeinträchtigen können.
  3. Zur Wundversorgung: Nur medizinischen, sterilen Manuka-Honig verwenden und ärztlichen Rat einholen.
  4. Aufbewahrung: Dunkel, trocken und kühl lagern, ideal unter 25°C.
Manuka-Honig im Glas mit Zertifikat

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie gut ist Manuka-Honig?

Manuka-Honig ist bekannt für seine positiven Eigenschaften. Sein hoher MGO-Gehalt macht ihn zu einem wertvollen und einzigartigen Honig.

Kann man Manuka-Honig auch essen?

Ja! Neben seiner Verwendung als natürlicher Süßstoff und als Brotaufstrich kann Manuka-Honig auch zur Hautpflege verwendet werden, was ihn zu einem vielseitigen Naturprodukt macht.

Welcher MGO-Wert ist sinnvoll?

Damit Manuka-Honig seine Wirkung entfalten kann, sollte auf seiner Verpackung mindestens 100 MGO+ angegeben sein. Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität und wird häufig als MGO 400+ beworben.

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