Saftiger Vollkorn-Lebkuchen: Das einfache Rezept für einen gesunden und aromatischen Weihnachtsklassiker
Vollkornmehl im Advent? Während die klassische Weihnachtsbäckerei oft von Weißmehl und Zucker dominiert wird, stellt dieses Rezept für Vollkorn-Lebkuchen eine köstliche und gesündere Alternative dar. Es ist der definitiv saftigste und würzigste Lebkuchen, den ich bisher zu essen bekam. Was ihn so besonders macht: Er schmeckt Erwachsenen und Kindern, ist superschnell zubereitet und kann flexibel variiert werden.
Warum Vollkornmehl für Lebkuchen?
Bei Vollkorn handelt es sich um den gesamten Getreidekorn einschließlich Schale und Keimling. Im Vergleich zu Weißmehl, das in den meisten Plätzchenrezepten dominiert, enthält Vollkornmehl einen höheren Anteil an B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Zink. Viele Ballaststoffe sorgen weiterhin in Vollkornprodukten zu einer längeren Sättigung und fördern die Darmflora. Vollkornprodukte in den Essalltag integriert reduzieren zusätzlich das Risiko für Krankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2, Darmkrebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Mit diesen Vollkorn-Lebkuchen müsst ihr nicht vollständig auf den Genuss verzichten und könnt das Plätzchenbacken sogar etwas gesünder machen. Keine Sorge, eure Küche wird den gleichen süßen Duft einnehmen, den ihr sonst aus der Weihnachtsbäckerei gewöhnt seid.
Die Vorteile dieses Rezepts
- Die Konsistenz ist mehr wie ein saftiger Rührkuchen.
- Ein tolles Lebkuchengewürz lässt sich auch leicht selbst herstellen.
- Der Teig ist ideal für große und kleine Ausstecherformen - von Schneemännern über Herzen bis zu Weihnachtsbäumen.
- Traditionell, aber modern abgewandelt, ist dieses Rezept ein Leitfaden und lässt sich je nach Vorrat der Zutaten variieren.
- Das Backen bringt eine kleine Auszeit in diese hektische Zeit und verbindet Tradition mit Genuss.
Zutaten für den klassischen Vollkorn-Lebkuchen
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Dinkelvollkornmehl | 880 g |
| Roggenvollkornmehl | 120 g |
| Kakaopulver, ungesüßt | 45 g |
| Bio-Lebkuchengewürz mit Ceylon-Zimt | 15 g |
| Ceylon-Zimt | 8 g |
| Butter | 250 g |
| Honig | 750 g |
| Eier | 2 Stück |
| Bio-Orangen (Saft + Schale) | 2 Stück + 180 g Saft |
| Pottasche | 10 g |
| Hirschhornsalz | 10 g |
| Calvados, Kirschwasser oder Rum | 40 g |
| Eiweiß | 1 Stück |
| Gehackte Mandeln | 2 EL |
Weitere Variationsmöglichkeiten
- Für gefüllte Lebkuchen: Zwetschgenmus, Haselnüsse, Kartoffelmehl, Kakao und Honig.
- Frei wählbare Trockenfrüchte wie Rosinen, Cranberries, getrocknete Aprikosen oder getrocknete Äpfel. Je nach Vorliebe oder Vorrat.
- Je nach Geschmack kann der Alkohol durch Apfelsaft ersetzt werden (z.B. beim Backen mit Kindern).
Anleitung: Schritt für Schritt zum perfekten Vollkorn-Lebkuchen
- Teig vorbereiten: In eine große Schüssel die Mehlsorten mit Kakaopulver, Lebkuchengewürz und Zimt vermischen.
- Butter-Honig-Mischung: Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen, vom Herd ziehen und den Honig hinzufügen. Gut verrühren.
- Nass und trocken zusammenbringen: Abgekühlte Butter-Honig-Mischung mit den Eiern, Orangenschale und Orangensaft zur Mehlmischung geben. Pottasche und Hirschhornsalz jeweils in Calvados oder Rum auflösen und ebenfalls zufügen.
- Teig gründlich durchkneten, bis er glänzt. Keineswegs mehr Mehl hinzufügen, durch das Lagern wird er erst perfekt und entwickelt sein volles Aroma. Abgedeckt, aber nicht luftdicht, in den Kühlschrank oder in einen kühlen Raum stellen. Dort sollte er mindestens einige Tage, besser eine Woche bis zu acht Wochen reifen.
- Den Teig vor der Verarbeitung stückweise mit einem Messer abschneiden und kurz kneten, bis er elastisch wird oder Zimmertemperatur annehmen lassen.
- Auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Teigroller zu einer etwa ½ cm dünnen Teigplatte ausrollen, nach Belieben ausstechen, Figuren auf Backpapier legen.
- Mit Eiweiß bestreichen und Mandeln verzieren.
- Backofen auf 140 °C Umluft vorheizen, Bleche in den Ofen geben und circa 15-20 Minuten backen. Sie dürfen nicht dunkel werden, sonst könnten sie bitter schmecken.
- Lebkuchen direkt auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Tipp zur Aufbewahrung
Am besten in einer Keksdose mit einer Apfelspalte oder der Scheibe einer Orangenschale aufbewahren und den Deckel gut verschließen. So bleiben sie weich und saftig. Uns schmeckten sie am besten, nachdem die fertig gebackenen Lebkuchen nochmals drei bis vier Wochen in der Plätzchendose verharrten. Umso köstlicher durchdringt ein Aroma von Ceylon-Zimt, Nelke und Kardamom dieses wirklich kräftig gewürzte und haltbare Gebäck.
Besondere Varianten und Dekorationen
- Für gefüllte Lebkuchen: Eine runde Blüten- oder Herzform am Rand mit Eiweiß bestreichen, 1 TL Zwetschgenmus mittig darauf geben und eine identische Form bedecken. Den Rand ringsherum leicht andrücken, etwa 25 Minuten im Ofen backen und auskühlen lassen.
- Einige Lebkuchen mit Zartbitterkuvertüre (100 g) bestreichen: Kuvertüre grob hacken, in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad langsam schmelzen, Lebkuchen damit überziehen und nach Wunsch mit Mandeln, Belegkirschen oder Zuckerschrift dekorieren.
- Der Klassiker: Nach dem Auskühlen können die Lebkuchen mit Zuckerguss (Puderzucker und wenig Wasser) überzogen werden.
Triebmittel und Gewürze: Das Geheimnis des Aromas
Pottasche und Hirschhornsalz bekommst du in der Apotheke oder du bestellst sie dir online. Triebmittel sind für diese Lebkuchen unerlässlich und verlangen die lange Teigruhe. Auch für das Lebkuchengewürz gibt es kreative Möglichkeiten, da du dir natürlich auch deine Wunschmischung selbst zusammenstellen kannst. Bei mir gehört zum Beispiel zu meinem Lebkuchengewürz immer noch extra Portion Ceylon-Zimt dazu.
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Lebkuchen auf Vorrat und Lagerung
Mit etwa zweikommazwei Kilogramm Teig lassen sich großzügige Mengen an Lebkuchen für den gesamten Advent und zum Verschenken anfertigen. Lebkuchen gehören zur Weihnachtszeit unbedingt dazu und schmücken so manchen Baum oder Teller. Sie bleiben besonders saftig und aromatisch, wenn man sie nach dem Backen in einer luftdichten Dose mit einer Apfelscheibe oder Orangenschale lagert.
Nach dem Backen
Nach dem Auskühlen kann man die Lebkuchen nach Wunsch in Stücke schneiden und verzieren. Für Lieblingsrezepte! Besonders saftig schmeckt der Vollkorn-Lebkuchen, wenn er nach dem Auskühlen mit Schokolade bestrichen wird. Sie waren weich, locker und himmlisch aromatisch und dermaßen verlockend...
Deine Erfahrung und weitere Inspiration
Erzählt mir gerne von euren Erfahrungen in den Kommentaren! Wer nach Weihnachten noch mehr experimentieren möchte, kann auch das glutenfreie Backen ausprobieren. Achtet darauf, diese Mehle nicht 1:1 auszutauschen. Die Rezept-Galerie „Aus der Weihnachtsbäckerei“ bietet die ganze leckere Vielfalt auf einen Blick.
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