Kuchen backen in Porzellanform: Tipps und Tricks für perfekte Ergebnisse
Das Backen von Kuchen in Porzellanformen kann eine wunderbare Möglichkeit sein, traditionelle Backmethoden wiederzuentdecken und gleichzeitig von den besonderen Eigenschaften dieses Materials zu profitieren. Allerdings gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um sicherzustellen, dass Ihr Kuchen perfekt gelingt. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Leitfaden, der von der Vorbereitung der Form bis hin zu speziellen Tipps für verschiedene Kuchenarten reicht.
Vorbereitung ist alles: Die richtige Vorbereitung der Porzellanform
Bevor Sie mit dem Backen beginnen, ist die richtige Vorbereitung der Porzellanform entscheidend. Hier sind die wichtigsten Schritte:
Einfetten und Ausstreuen
Damit sich der Kuchen nach dem Backen leicht aus der Form lösen lässt, muss die Backform gründlich eingefettet und ausgestreut werden. Verwenden Sie dazu am besten einen Backpinsel, um weiche oder flüssige Butter gleichmäßig in der Form zu verteilen. Achten Sie darauf, dass auch Ecken und Ränder nicht vergessen werden. Als Alternative zur Butter können Sie auch Kokosöl oder ein Backtrennspray verwenden, wobei Letzteres nur hauchdünn aufgetragen werden sollte.
Nach dem Einfetten wird die Form mit Mehl, Paniermehl oder gemahlenen Nüssen ausgestreut. Die Wahl des Streuguts kann dabei an das jeweilige Gebäck angepasst werden - Kakaopulver für Schokoladenkuchen oder gemahlene Nüsse für Nusskuchen. Das Streugut haftet am Fett und bildet eine zusätzliche Antihaft-Schicht. Überschüssiges Mehl oder anderes Streugut sollte vor dem Einfüllen des Teiges entfernt werden, indem man die Form umdreht und leicht auf den Boden klopft.
Spezielle Formen beachten
Bei Gugelhupfformen ist es besonders wichtig, nicht nur den gewellten Rand, sondern auch das Mittelrohr gut einzufetten, da hier beim Backen viel Hitze entlanggeleitet wird. Springformen hingegen lassen sich durch den Rand einfach öffnen, was das Herauslösen des Kuchens erleichtert.
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Backen in Keramik: Besonderheiten und Tipps
Das Backen in Keramikformen erfordert etwas Fingerspitzengefühl, da sich Keramik anders verhält als Metall oder Silikon. Hier sind einige wichtige Aspekte:
Materialeigenschaften von Keramik
Keramik zeichnet sich durch eine hohe Hitzebeständigkeit und eine gute Wärmeleit- und -verteilfähigkeit aus. Dadurch werden die Backstücke gleichmäßig gar und braun. Zudem ist Keramik schnitt- und kratzfest sowie fruchtsäurebeständig und rostfrei. Allerdings ist Keramik auch zerbrechlich und kann bei unsachgemäßer Handhabung leicht brechen.
Backzeiten und Temperaturen anpassen
Da Keramik die Wärme anders leitet als Metall, kann es notwendig sein, die Backzeiten und Temperaturen anzupassen. Es empfiehlt sich, die im Rezept angegebene Temperatur um etwa 20 Grad zu reduzieren und die Backzeit gegebenenfalls zu verlängern. Beobachten Sie den Kuchen während des Backens genau, um ein Anbrennen zu vermeiden.
Umgang mit neuen Keramikformen
Neue Keramikformen können produktionsbedingt Restgerüche aufweisen. Um diese zu beseitigen, empfiehlt es sich, die Form vor dem ersten Gebrauch mit Vollmilch zu füllen oder die Innenseite mit Sonnenblumen- oder Erdnussöl einzustreichen und im Backofen bei 200°C für 30 Minuten zu erhitzen.
Glasierte Porzellanformen
Wenn Sie eine glasierte Porzellanform verwenden, sollten Sie sicherstellen, dass diese backofengeeignet ist. Nicht alle glasierten Porzellane sind für die Zubereitung von Lebensmitteln geeignet, da sich in der Glasur giftige Bestandteile befinden können. Achten Sie daher auf entsprechende Hinweise des Herstellers.
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Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Stürzen? Geduld zahlt sich aus
Der richtige Zeitpunkt, um den Kuchen aus der Form zu lösen, ist entscheidend für ein unfallfreies Ergebnis. Hier ist Geduld gefragt: Das Gebäck sollte vollständig abgekühlt sein, bevor es gestürzt wird.
Abkühlzeit beachten
Nehmen Sie das fertige Backwerk aus dem Ofen und lassen Sie es mindestens 15 Minuten abkühlen, bevor Sie es aus der Form holen. Bei Käsekuchen empfiehlt es sich sogar, die Form samt Inhalt über Nacht in den Kühlschrank zu stellen, da dieser Kuchen oft noch relativ flüssig ist und beim zu frühen Entfernen des Springform-Randes Risse bekommen oder brechen kann.
Stäbchenprobe
Ein wichtiger Indikator für die Garstufe des Kuchens ist die klassische Stäbchenprobe. Stechen Sie mit einem dünnen Holzstäbchen an der höchsten Stelle vorsichtig in den Kuchen, bis Sie den Boden der Backform erreichen. Wenn beim Herausziehen des Stäbchens flüssiger Teig daran klebt, ist der Kuchen noch nicht fertig und sollte noch einige Minuten gebacken werden.
Wenn der Kuchen klebt: Tipps und Tricks für Notfälle
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es vorkommen, dass der Kuchen in der Form klebt. Keine Panik - hier sind einige bewährte Methoden, um das Problem zu lösen:
Was Sie nicht tun sollten
Verwenden Sie kein Messer, um am Rand der Kuchenform entlangzuschneiden, da dies die Beschichtung beschädigen und die Form unbrauchbar machen kann.
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Das heiße Geschirrtuch
Legen Sie ein sauberes Geschirrtuch in die Spüle, lassen Sie etwas kochendes Wasser darüber laufen und stellen Sie die Kuchenform mit dem Boden nach unten auf das feuchte Tuch. Die Hitze und Feuchtigkeit helfen, den Kuchen zu lösen.
Das Bügeleisen
Legen Sie einen Bogen Backpapier auf einen Kuchenrost und stellen Sie die Backform mit der Öffnung nach unten darauf. Legen Sie ein Baumwolltuch über die Form und streichen Sie vorsichtig mit dem heißen Bügeleisen darüber. Der Dampf löst das Gebäck meist schnell.
Das eiskalte Geschirrtuch
Stellen Sie die Backform mit der Öffnung nach unten auf einen Bogen Backpapier oder ein Backblech. Tränken Sie ein sauberes Geschirrtuch in eiskaltem Wasser und legen Sie es kurz über den Boden der Form. Der Temperaturunterschied kann helfen, den Kuchen zu lösen.
Der Gefrierschock
Wenn alle Stricke reißen, ist auch Schockfrosten eine Alternative. Stellen Sie den Kuchen in der Form für etwa eine Stunde in die Gefriertruhe. Durch die Kälte zieht sich der Kuchen zusammen und lässt sich leichter aus der Form lösen.
Spezielle Kuchenformen: Tipps für Gugelhupf, Springform und Tarte
Nicht jede Backform ist gleich - beim Herauslösen des Gebäcks gilt es, die Besonderheiten der jeweiligen Form zu berücksichtigen.
Gugelhupfform
Bei der Gugelhupfform ist es besonders wichtig, nicht nur den gewellten Rand, sondern auch das kaminartige Rohr in der Mitte einzufetten. Wenn Sie das vergessen haben, können Sie nach dem Backen mit einem Holzstäbchen vorsichtig innen am Mittelteil der runden Form entlangstreichen.
Springform
Der große Vorteil der Springform ist, dass das Gebäck nicht aus der Form gestürzt werden muss, da sich diese in zwei Teile trennen lässt. Wenn der Kuchen am Rand haftet, können Sie mit einem Tortenmesser oder -löser aus Kunststoff vorsichtig am äußeren Rand entlangfahren, um ihn zu lösen.
Tarte- und Quicheformen
Auch bei Tarte- und Quicheformen kann das Entformen schwierig sein. Zusätzlich zum Einfetten gibt es einen Trick, um die fertige Tarte einfach aus der Form zu lösen: Legen Sie vier lange Streifen Backpapier sternförmig auf den Boden der Tarteform und fixieren Sie sie durch das Einfetten. Das Papier muss über den Rand der Backform hinausragen, damit die Tarte daran nach dem Backen herausgehoben werden kann.
Backen mit Villeroy & Boch Clever Baking: Innovation trifft Tradition
Die Clever Baking Kollektion von Villeroy & Boch kombiniert traditionelle Backformen mit innovativen Features. Die Gugelhupfform aus Premium Porzellan leitet die Hitze optimal und sorgt für ein perfektes Backergebnis. Zudem lässt sich der Gugelhupf problemlos aus der gefetteten und bemehlten Form lösen. Ein besonderes Highlight ist der herausnehmbare Mittelteil, der gleichzeitig als Messbecher dient.
Die Clever Baking Kollektion umfasst auch eine große Tarte Form, kleine Muffin Cups und Tartelette Förmchen aus Porzellan, die sich vielseitig einsetzen lassen.
Alternativen zu herkömmlichen Backformen
Neben den klassischen Backformen aus Metall, Silikon und Keramik gibt es auch alternative Materialien wie Glas. Glasformen sind besonders gut geeignet für Aufläufe, da sie die Wärme lange speichern. Für Kuchen und Brownies empfiehlt sich jedoch eher eine Metallform, da Glas die Wärme schlechter leitet und der Kuchenboden schneller zu braun werden kann.
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