Kekse backen in der Silikon-Backmatte — ausführliche Anleitung und Tipps

Du hast eine Silikonbackform oder -backmatte gekauft (zum Beispiel mit Hundepfoten-Motiven) und fragst dich, welcher Teig sich eignet und wie du das beste Ergebnis erzielst? Hier findest du eine möglichst ausführliche, praxisnahe Anleitung, viele Warnhinweise und hilfreiche Tricks - zusammengesetzt aus erprobten Aussagen und Tipps.

Warum Silikonbackmatten anders funktionieren

Backmatten wirken auf den ersten Blick unscheinbar. Ein Stück Silikon, viele kleine Mulden, fertig. Die gute Nachricht vorweg: Backmatten sind kein Mysterium - aber sie funktionieren anders als klassische Hundekeksrezepte mit Ausstechern oder Backblech.

Backmatten arbeiten wie kleine Formen. Der Teig liegt nicht offen auf einem Blech, sondern sitzt in Mulden, die ihn umschließen. Bei Backmatten ist das Gegenteil der Fall: Der Teig sitzt in kleinen Formen, ist unten und seitlich vom Silikon umgeben und hat viel weniger Kontakt zur Umluft. Die Oberfläche wirkt schnell fertig, der Kern bleibt aber feucht.

Du siehst eine schöne Bräunung, vielleicht sogar schon eine feste Oberfläche - und denkst: passt. In Wahrheit hat die Hitze nur außen gearbeitet. Innen ist noch Restfeuchtigkeit, die später beim Abkühlen wieder nach außen wandert. Schnelle Bräunung ist bei Backmatten kein Qualitätszeichen.

Welche Teigtypen eignen sich für Silikonbackmatten?

Backmatten lieben Teige, die in sich ruhig sind. Fein pürierte Zutaten und homogene Teige ohne «Bruchstellen» funktionieren am besten. Ein guter Backmatten-Teig wirkt wie aus einem Guss. Du solltest ihn verstreichen können, ohne dass er reißt, krümelt oder Lücken bildet.

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  • Weiche Cookie-Teige: Ich denke, da bietet sich ein weicher Cookie-Teig an. Den Teig gleichmäßig in den Pfoten verstreichen, am besten mit einem kalt abgespülten Löffel.
  • Muffinteig: Ggf. ich würde da Muffinteig nehmen und den mit einer Gefriertüte, die am Eck aufgeschnitten ist, so das man sie wie einen Spritzbeutel verwenden kann, in die Form füllen.
  • Mürbeteig: Toll, dass ihr da dabei seid! So habe die Formen ausprobiert, kaum aus dem Ofen kam der Kommentar von meinem Sohn, lecker. Habe einen Mürbeteig für Plätzchen genommen. Durch die Vertiefungen in dem Silikon kann man die Zeichnungen sehr gut erkennen, und das eignet gut zum Verzieren.
  • Rezepte ohne grobe Stücke: Rezepte mit groben Stücken wie große Nuss- oder Gemüsestücke stören die Struktur.

Sehr trockene oder krümelige Teige scheitern in Backmatten oft. Viele klassische Ausstecher-Rezepte sind zwar stabil und formbar, aber genau das ist bei Backmatten oft ein Nachteil. Backmatten mögen homogene, gleichmäßig feuchte Massen.

Praktische Vorbereitung und Befüllen

Vor jedem Gebrauch sollte die Form sauber sein und leicht eingefettet werden, z. B. mit weicher Butter oder Margarine. Meiner Erfahrung sollte eine Silikonform genau ein Mal eingefettet werden. Und zwar vor ihrer ersten Verwendung.

Wegen der hohen Flexibilität der Formen ist es wichtig, die gefettete, leere Form vor dem Befüllen bereits auf den Backofenrost zu stellen. (Der Backofenrost ist dem Backblech vorzuziehen.) Nach dem Befüllen wird die Form mit dem Rost in den Backofen geschoben. So können Mürbeteige beim Transport in den Backofen nicht reißen und flüssige Teige nicht über den Rand laufen.

Beim Befüllen einer Backmatte kommt es darauf an, wie flüssig oder fest der Teig ist. Je nach Konsistenz des Teigs benötigst du unterschiedliches Zubehör:

  • Teigschaber: Mit dem Teigschaber kannst du den Teig aus der Schüssel oder dem Behälter nehmen und in die Mulden der Backmatte geben.
  • Kleiner Schöpflöffel: Wenn dein Teig eine dickere Konsistenz hat, kannst du einen kleinen Schöpflöffel verwenden.
  • Spritztüte (oder Gefriertüte): Ich würde da Muffinteig nehmen und den mit einer Gefriertüte, die am Eck aufgeschnitten ist, so das man sie wie einen Spritzbeutel verwenden kann, in die Form füllen.

Den Teig gleichmäßig in die Pfoten verstreichen, am besten mit einem kalt abgespülten Löffel. Die Förmchen aber nicht bis ganz oben vollfüllen, damit beim Backen nichts überläuft, denn der Teig geht ja noch auf.

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Hundepfoten-Silikon-Backmatte mit Teig gefüllt

Backen: Temperatur, Zeit und Tricks

Silikonformen werden wie Metall-Backformen verwendet, d. h. die Backzeit oder Backtemperatur verringert sich nicht. Der Einschub bleibt wie im Rezept angegeben. Achtung: Silikonbackformen werden genauso heiß wie Metallbackformen, daher nach dem Backen nur geschützt, z. B. mit Ofenhandschuhen, anfassen.

Wenn Dein Ofen eher stark backt oder Du kleine Mini-Mulden hast, kannst Du auch mit 165 °C starten. Viele orientieren sich an „goldbraun = fertig“. Bei Backmatten ist das gefährlich, weil die Farbe schneller kommt als die Trockenheit. Zu hohe Temperatur kann die Unterseite problematisch machen.

Nach dem Backen: Den Teig auf jeden Fall in der Silikonform auskühlen lassen, sonst ist er brüchig. Am Ende der Backzeit (Garprobe mit Holzstäbchen) muss die Form zusammen mit dem Backofenrost aus dem Backofen genommen und etwa 10 Min. zum Abkühlen auf einen Kuchenrost gesetzt werden. So gewinnt das heiße Gebäck an Stabiität und reißt nicht.

Nachtrocknen für längere Haltbarkeit

Sobald die Kekse vollständig abgekühlt sind, solltest du sie noch einmal im Backofen bei 50-70 Grad (mit leicht geöffneter Backofentür) für ca. 2-4 Stunden nachtrocknen lassen. So kann die Restfeuchtigkeit entweichen und deine Backmatten-Kekse sind deutlich länger haltbar.

Zu früh luftdicht verpacken ist ein häufiger Fehler: Wenn Kekse noch Restwärme oder Restfeuchte haben und direkt ins Glas wandern, werden sie wieder weich. Wenn die Kekse wirklich trocken sind, sind sie deutlich unkomplizierter.

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Kekse in Hundepfotenform auf Backgitter nach dem Abkühlen

Verzieren und kreative Ideen

Nach dem Backen und Auskühlen die Gebäcke entfernen, die Form gut waschen und abtrocknen und dann aufgelöste Kuchenglasur in die Abdrücke der Pfoten füllen und die Plätzchen wieder reinlegen und kaltstellen, damit die Schokolade fest werden kann, dann hat man die Abdrücke in Schokolade auf den Plätzchen. Das mit der Schokolade ist eine wunderbare Idee.

Wenn die Form gut ist, gehen auch kleine Muffins. Mit diesen Backformen ist das Motive-Backen nicht mehr nur Profi-Angelegenheit. Besonders ansprechend sind die unterschiedlichen Motive, die das Backen kreativer machen.

Demonstration: Teig in Silikon-Backmatte füllen und kleine Hundepfoten-Kekse verzieren

Reinigung, Lagerung und Haltbarkeit der Backmatte

Eine neue Backform wird zunächst mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt und mit heißem Wasser nachgespült. Die meisten Backmatten und Backformen aus Silikon können sowohl von Hand als auch in der Spülmaschine gereinigt werden. Unsere Empfehlung ist die Backmatte nach Gebrauch kurz in heißem Wasser mit etwas Spülmittel zu reinigen. Anschließend nur noch mit kaltem Wasser abspülen und abtrocknen.

Bitte verwende zur Reinigung keine Bürsten oder scharfen Gegenstände. Ist etwas vom Gebäck in der Backform kleben geblieben, lässt sich dies durch sofortiges Einweichen leicht wieder abspülen.

Um die Backmatten optimal zu lagern, kannst du sie flach oder aufgerollt an einem trockenen und sauberen Ort aufbewahren. Vermeide es, schwere Gegenstände darauf zu stapeln, um Verformungen oder Beschädigungen zu vermeiden.

Sicherheit, Qualität und Vorsichtsmaßnahmen

Eine qualitativ hochwertige Backmatte sollte aus lebensmittelechtem Silikon bestehen und vollständig BPA-frei sein. Besonders wichtig ist die Hitzebeständigkeit der Matte. Sie sollte Temperaturen von mindestens 230°C problemlos standhalten können.

Ein Test zeigte, dass manche Silikonformen flüchtige organische Bestandteile abgeben können. Neue Formen sollten vor dem ersten Gebrauch eine Stunde im Backofen bei 200 Grad aufgeheizt und danach gründlich gereinigt werden. Wer Silikonformen schon länger im Gebrauch hat, muss sich auch keine Sorgen machen, wenn die Form nicht vor Gebrauch erhitzt wurde.

Silikonformen sind nicht schnittfest, daher keine scharfen oder spitzen Gegenstände darin verwenden. Beim Einstechen von Blätterteigen oder Mürbeteigen können vorsichtig Holzstäbchen verwendet werden. Zum Lösen des Gebäcks keine scharfen Gegenstände benutzen, damit die Form nicht beschädigt wird.

Häufige Fragen (Kurzantworten)

  1. Muss ich eine Silikonbackform einfetten? - Vor dem ersten Gebrauch leicht einfetten, danach in der Regel nicht mehr nötig.
  2. Wird die Silikonform auf das Backblech oder den Backofenrost gestellt? - Stelle die Form vor dem Befüllen auf den Backofenrost (Backblech als Alternative), damit sie stabil bleibt.
  3. Wie löse ich das Gebäck aus der Form? - Nach dem Abkühlen (ca. 10 Min auf Kuchenrost) das Gebäck stürzen oder durch Auseinanderziehen und Biegen herauslösen.
  4. Wie reinige ich die Form? - Heißes Wasser, Spülmittel, evtl. Spülmaschine; keine Scheuermittel oder scharfen Gegenstände.
  5. Was tun, wenn die Form fettig aussieht und klebt? - Das ist bei intensiver Nutzung normal (Fettfilm). Gründliches Reinigen oder Ausheizen hilft.

Kurztipp für perfekte Hundepfoten-Kekse

Wenn du eine helle Keksbasis mit dunklen Schokostückchen willst: Verwende einen weichen Cookie-Teig, der homogen ist, füge kleine, gleichmäßig verteilte Schokostückchen hinzu und fülle die Mulden nicht zu voll. Den Teig gleichmäßig verstreichen, backen, in der Form abkühlen lassen und anschließend ggf. Glasur oder Schokolade in die Abdrücke geben und erneut kaltstellen.

Schritt Empfehlung
Vorbereitung Form reinigen, vor Erstgebrauch leicht einfetten, auf Backofenrost legen
Teig Homogen, fein pürierte Zutaten, keine großen Stücke
Befüllen Mit Spritztüte/Teigschaber, Mulden nicht ganz füllen, glattstreichen
Backen Temperatur laut Rezept, ggf. etwas reduziert (z. B. 165°C) bei kleinen Mulden
Abkühlen Ca. 10 Min in Form auf Gitter abkühlen lassen, dann lösen
Nachtrocknen 50-70°C für 2-4 Stunden offen mit Türspalt

Viel Erfolg beim Backen mit deiner Silikon-Backmatte - ob Hunde-Pfoten, Mini-Muffins oder Motivkekse: Mit dem richtigen Teig, etwas Geduld beim Abkühlen und den beschriebenen Pflegetipps gelingen dir schöne und haltbare Kekse.

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