Käsekuchen nach dem Backen wabbelig: Ursachen und Lösungen
Käsekuchen ist ein Klassiker und Liebling vieler Deutscher. Doch oft genug erlebt man, dass der Käsekuchen nach dem Backen wabbelig ist oder andere unerwünschte Eigenschaften aufweist. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Ursachen dafür und gibt Tipps, wie man einen perfekten, cremigen Käsekuchen hinbekommt.
Die Herausforderung Käsekuchen
Viele Hobbybäcker kennen das Problem: Der Käsekuchen ist zu wässerig, zu trocken, hat Risse oder fällt zusammen. Oft liegt es an Kleinigkeiten im Rezept oder der Zubereitung. Es gibt unzählige Rezepte, und die Suche nach dem perfekten Käsekuchen kann kompliziert sein.
Warum ist der Käsekuchen nach dem Backen wabbelig?
Ein wackeliger Käsekuchen nach dem Backen kann verschiedene Ursachen haben:
1. Falsches Verhältnis der Zutaten
Das Verhältnis von Quark zu anderen Zutaten wie Eiern, Zucker und Bindemittel (Mehl, Speisestärke, Puddingpulver) muss stimmen. Zu viel Flüssigkeit im Quark oder zu wenig Bindemittel können dazu führen, dass der Kuchen nicht fest wird.
2. Zu viel Flüssigkeit im Quark
Magerquark enthält oft viel Wasser. Wenn dieser verwendet wird, kann der Kuchen zu flüssig werden. Es empfiehlt sich, Quark mit höherem Fettgehalt (20% Fett) oder Schichtkäse zu verwenden, da diese weniger Wasser enthalten.
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3. Fehlendes oder falsches Bindemittel
Mehl, Speisestärke oder Puddingpulver sind wichtige Bindemittel im Käsekuchen. Fehlt eines dieser Zutaten oder wird in zu geringer Menge verwendet, kann der Kuchen nicht ausreichend abbinden. Einige Rezepte verzichten auf Mehl, was besonders bei bodenlosen Käsekuchen problematisch sein kann.
4. Zu hohe Backtemperatur
Käsekuchen mag keine große Hitze. Eine zu hohe Backtemperatur (über 175 °C) kann dazu führen, dass die Oberfläche zu schnell dunkel wird, während das Innere noch flüssig ist.
5. Zu kurze Backzeit
Wird der Kuchen zu kurz gebacken, ist er innen noch nicht fest genug. Die Mitte des Kuchens sollte nach Ende der Backzeit noch leicht weich sein, da er beim Auskühlen noch fest wird.
6. Falsche Behandlung des Eischnees
Wird der Eischnee zu steif geschlagen oder zu stark unter die Quarkmasse gehoben, kann er zusammenfallen. Das Ergebnis ist ein kompakter, nicht luftiger Kuchen.
7. Temperaturunterschiede
Plötzliche Temperaturunterschiede können dazu führen, dass der Kuchen zusammenfällt oder Risse bekommt.
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Tipps für den perfekten Käsekuchen
Um einen cremigen, lockeren und dennoch kompakten Käsekuchen zu backen, der nicht wabbelig ist, sollten folgende Tipps beachtet werden:
1. Die richtigen Zutaten wählen
- Quark: Verwenden Sie Quark mit einem Fettgehalt von 20 % oder Schichtkäse, um überschüssige Flüssigkeit zu vermeiden.
- Eier: Verwenden Sie Eier der Größe M oder L und achten Sie darauf, dass sie Zimmertemperatur haben.
- Bindemittel: Mehl und Speisestärke sorgen für die nötige Bindung. Vanillepuddingpulver kann zusätzlich verwendet werden, um Geschmack und Konsistenz zu verbessern.
- Fett: Butter oder Öl machen den Kuchen saftig. Achten Sie darauf, dass die Butter zerlassen und abgekühlt ist, bevor sie verwendet wird.
2. Die richtige Zubereitung
- Eischnee: Schlagen Sie das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Schnee und heben Sie ihn vorsichtig unter die Quarkmasse.
- Mürbeteig: Für einen Mürbeteigboden alle Zutaten (Mehl, Puderzucker, kalte Butter, Eigelb, Vanilleextrakt, Salz und kaltes Wasser) rasch verkneten und den Teig vor dem Befüllen kalt stellen.
- Käsemasse: Verrühren Sie die Eigelbe mit der zerlassenen Butter, Zucker, Vanille und Zitronenabrieb. Mischen Sie Mehl, Speisestärke und Backpulver unter. Rühren Sie den Quark unter, bis eine glatte Masse entsteht. Heben Sie den Eischnee vorsichtig unter.
- Luftblasen vermeiden: Klopfen Sie die Springform vor dem Backen mehrmals auf die Arbeitsplatte, um Luftblasen nach oben steigen zu lassen.
- Backen: Backen Sie den Kuchen bei 160-175 °C (Ober-/Unterhitze) auf unterster Schiene.
3. Das richtige Backen
- Temperatur: Käsekuchen mag keine große Hitze. Wir empfehlen eine Backtemperatur von 160 - 175 °C (Ober-/Unterhitze) auf unterster Schiene. Ist der Ofen zu heiß, wird die Kuchenoberfläche schnell zu dunkel, während der Käsekuchen im Inneren noch nicht durchgebacken ist.
- Backzeit: Die Backzeit beträgt in der Regel 60-75 Minuten. Nach etwa 20-25 Minuten Backzeit den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen und mit einem scharfen Messer rundherum ca. 1 cm tief zwischen Mürbteigrand und Käsemasse einschneiden, um Risse zu vermeiden.
- Abkühlen: Lassen Sie den Kuchen nach dem Backen im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür abkühlen. So vermeiden Sie plötzliche Temperaturunterschiede und Risse.
4. Zusätzliche Tipps
- Wasserbad: Um eine besonders cremige Konsistenz zu erzielen und Risse zu vermeiden, kann der Käsekuchen im Wasserbad gebacken werden. Stellen Sie die Springform in eine Auflaufform und füllen Sie diese mit heißem Wasser. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Springform eindringt.
- Stäbchenprobe: Um zu prüfen, ob der Kuchen gar ist, stechen Sie mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens. Wenn kein Teig mehr am Stäbchen haftet, ist der Kuchen fertig.
- Geduld: Lassen Sie den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen, bevor Sie ihn anschneiden. Am besten stellen Sie ihn für 1-2 Stunden in den Kühlschrank, damit er sich besser schneiden lässt.
- Oberfläche veredeln: Für einen schönen Glanz können Sie den Käsekuchen mit Aprikosenmarmelade bestreichen. Erhitzen Sie die Marmelade, streichen Sie sie durch ein Sieb und bepinseln Sie den Kuchen damit.
Käsekuchenvarianten
Es gibt unzählige Variationen des Käsekuchens. Hier einige Beispiele:
- Käsekuchen mit Mürbeteigboden: Ein Klassiker mit knusprigem Boden.
- Bodenloser Käsekuchen: Eine leichtere Variante ohne Boden.
- New York Cheesecake: Ein cremiger Käsekuchen mit Frischkäse, Sahne und Keksboden.
- Käsekuchen mit Früchten: Mit Kirschen, Mandarinen, Johannisbeeren oder anderen Früchten.
- Käsekuchen mit Schokolade: Für Schokoladenliebhaber.
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