Jostabeeren-Marmelade mit Rosmarin: Ein Rezept für Genießer
Der Herbst ist die Zeit des Erntedankfestes und der selbstgemachten Köstlichkeiten. Frische, regionale Zutaten stehen dabei im Vordergrund. Für eine leckere Brotzeit eignen sich besonders Marmeladen aus saisonalem Obst und Gemüse. Unter den vielen Rezepten sticht eine besondere Kombination hervor: Jostabeeren-Marmelade mit Rosmarin.
Was sind Jostabeeren?
Die Jostabeere ist eine Kreuzung aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Sie vereint die Aromen beider Eltern und bietet einen süß-säuerlichen Geschmack, der sich hervorragend für Marmeladen eignet. Viele kennen die Jostabeere vielleicht noch nicht, aber diese aromatische Mischung ist wirklich köstlich.
Warum Rosmarin in der Marmelade?
Rosmarin wird eher mit deftigen Gerichten assoziiert, aber in Kombination mit süßen Beeren entfaltet er ein überraschendes Aroma. Wie so oft im Leben sind die unerwarteten Kombinationen oft die besten. Rosmarin verleiht der Marmelade eine besondere Note und eine gewisse Geschmackstiefe.
Das Rezept: Jostabeeren-Marmelade mit Rosmarin
Dieses Rezept ist einfach zuzubereiten und überzeugt durch die besondere Kombination der Aromen.
Zutaten:
- 1 kg Jostabeeren (oder eine Mischung aus schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren)
- 500 g Gelierzucker 2:1 (oder entsprechend der Packungsanweisung)
- 1 Zweig frischer Rosmarin
- ggf. etwas Zitronensaft oder Zitronensäure
- ggf. etwas brauner Zucker zum Nachsüßen
Zubereitung im Thermomix:
- Jostabeeren und Rosmarin in den Mixtopf geben und 20 Sek./Stufe 6 pürieren.
- Gelierzucker, Zitronensäure und Rapsöl zufügen, 15 Min./100°C/Stufe 2 ohne Messbecher kochen.
- Die fertige Marmelade in heiß ausgespülte oder im Backofen erhitzte Gläser abfüllen und sofort verschließen.
Zubereitung im Kochtopf:
- Die frisch geernteten oder gekauften Beeren waschen und von Stielen und Blüten befreien.
- Die Beeren in einen Topf geben und den fein gehackten Rosmarin zugeben.
- Alles zusammen fein pürieren (mit einem Stabmixer, Kartoffelstampfer oder einer Gabel).
- Anschließend mit dem Gelierzucker vermengen und unter Rühren zum Kochen bringen.
- 4 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd weiterkochen lassen.
- Gelierprobe machen: Einen kleinen Klecks Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird die Marmelade fest, ist sie fertig.
- Bei Bedarf mit etwas braunem Zucker nachsüßen, da die Säure der Beeren nach dem Abkühlen stärker hervortreten kann.
- Die heiße Marmelade in vorbereitete, saubere Schraubgläser füllen und sofort verschließen.
- Die Gläser für ca. 15 Minuten auf den Kopf stellen.
Tipps und Variationen:
- Süße: Die Süße der Marmelade kann je nach Geschmack und Säure der Beeren angepasst werden. Während des Kochens sollte die Marmelade richtig süß schmecken, da die Säure beim Abkühlen stärker wird.
- Kräuter: Neben Rosmarin können auch andere Kräuter wie Thymian oder Lavendel verwendet werden, um der Marmelade eine besondere Note zu verleihen.
- Gewürze: Eine Prise Muskatblüte oder Zimtblüte kann den Geschmack der Marmelade abrunden.
- Andere Beeren: Jostabeeren können auch mit anderen Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren kombiniert werden.
- Alkohol: Für eine besondere Note kann ein Schuss Rum oder Weinbrand hinzugefügt werden.
- Vegane Variante: Gelierzucker ist in der Regel vegan, da er meist Pektin enthält. Es gibt aber auch Gelierzucker, der Gelatine enthält. Alternativ kann man Agar Agar als Geliermittel verwenden und zusätzlich Zucker hinzufügen.
Worauf man beim Marmelade kochen achten sollte
Beim Marmelade einkochen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um ein optimales Ergebnis und eine lange Haltbarkeit zu erzielen:
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- Qualität der Früchte: Verwenden Sie nur frische, reife und unbeschädigte Früchte. Gerade Beeren sind sehr empfindlich und können schnell schimmeln.
- Hygiene: Eine gute Küchenhygiene ist das A und O. Die Gläser und Schraubdeckel müssen blitzblank sauber und steril sein, um zu verhindern, dass die Marmelade verdirbt.
- Gelierprobe: Führen Sie eine Gelierprobe durch, um sicherzustellen, dass die Marmelade die richtige Konsistenz hat.
- Zucker: Zucker ist ein natürliches Konservierungsmittel und macht die Marmelade haltbar. Verwenden Sie Gelierzucker im richtigen Verhältnis zu den Früchten (siehe Packungsanweisung).
- Kochen: Die Marmelade muss sprudelnd kochen, damit das Pektin richtig geliert.
- Abfüllen: Füllen Sie die kochend heiße Marmelade randvoll in die noch heißen Gläser.
- Lagerung: Lagern Sie die Marmelade an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort.
Verwendungsmöglichkeiten der Jostabeeren-Marmelade mit Rosmarin
Diese aromatische Marmelade schmeckt nicht nur auf dem Frühstücksbrötchen, sondern auch zu Käse, Joghurt oder als Füllung für Kuchen und Gebäck. Sie ist auch ein tolles Geschenk aus der eigenen Küche.
- Zum Frühstück: Auf Brot, Brötchen, Croissants oder Hörnchen.
- Zu Käse: Besonders gut passt die Marmelade zu Ziegenkäse, Camembert oder Brie.
- Zu Joghurt oder Quark: Verfeinert Joghurt oder Quark mit einer fruchtigen Note.
- Als Füllung: Für Kuchen, Torten, Muffins oder Pfannkuchen.
- Als Geschenk: Selbstgemachte Marmelade ist immer eine nette Aufmerksamkeit.
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