Jostabeere-Apfel-Marmelade: Rezepte und Variationen für einen fruchtigen Genuss

Die Jostabeere-Apfel-Marmelade ist eine köstliche und vielseitige Konfitüre, die sich durch ihren einzigartigen Geschmack und ihre einfache Zubereitung auszeichnet. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte und Variationen vorgestellt, die Ihnen helfen, Ihre eigene perfekte Jostabeere-Apfel-Marmelade zu kreieren.

Warum Jostabeere-Apfel-Marmelade?

Die Kombination aus Jostabeeren und Äpfeln ergibt eine Marmelade, die sowohl süß als auch leicht säuerlich schmeckt. Jostabeeren, eine Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere, Stachelbeere und Brombeere, bringen eine besondere Note in die Marmelade. Äpfel sorgen für eine natürliche Süße und eine angenehme Konsistenz.

Grundrezept für Jostabeere-Apfel-Marmelade

Dieses Grundrezept kann nach Belieben angepasst und verfeinert werden.

Zutaten:

  • 500 g Jostabeeren
  • 500 g Äpfel (z.B. Boskoop oder Elstar)
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • Optional: Saft einer halben Zitrone
  • Optional: Gewürze nach Geschmack (z.B. Zimt, Vanille)

Zubereitung:

  1. Vorbereitung der Früchte: Jostabeeren waschen und von Stielen befreien. Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Um ein Braunwerden der Apfelstücke zu verhindern, können diese mit etwas Zitronensaft beträufelt werden.
  2. Vermischen der Zutaten: Jostabeeren und Apfelstücke in einem großen Topf vermischen. Gelierzucker hinzufügen und gut umrühren.
  3. Kochen der Marmelade: Die Fruchtmischung unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Marmelade sprudelnd kocht, die Kochzeit gemäß Packungsanweisung des Gelierzuckers einhalten (meist 3-5 Minuten).
  4. Gelierprobe: Um zu prüfen, ob die Marmelade geliert ist, einen kleinen Löffel voll auf einen kalten Teller geben. Wenn die Marmelade nach kurzer Zeit fest wird, ist sie fertig. Andernfalls die Kochzeit um 1-2 Minuten verlängern und die Gelierprobe wiederholen.
  5. Abfüllen: Die heiße Marmelade sofort in vorbereitete, sterile Gläser füllen. Die Gläser bis zum Rand füllen und sofort verschließen.
  6. Auf den Kopf stellen: Die verschlossenen Gläser für etwa 5-10 Minuten auf den Kopf stellen. Dies hilft, die Gläser zusätzlich zu sterilisieren und einen luftdichten Verschluss zu gewährleisten.
  7. Abkühlen lassen: Die Gläser umdrehen und vollständig abkühlen lassen.

Variationen und Tipps

  • Verfeinerung mit Gewürzen: Experimentieren Sie mit verschiedenen Gewürzen, um Ihrer Jostabeere-Apfel-Marmelade eine besondere Note zu verleihen. Zimt, Vanille, Nelken oder eine Prise Kardamom passen hervorragend zu den Aromen von Jostabeeren und Äpfeln.
  • Zitrusnote: Ein Schuss Zitronensaft oder geriebene Zitronenschale verstärkt die fruchtige Note und sorgt für eine angenehme Säure.
  • Jostabeeren-Mus: Für eine feinere Konsistenz können die Jostabeeren vor dem Kochen püriert werden. Dies kann mit einem Pürierstab oder einer flotten Lotte geschehen.
  • Apfelsorten: Verwenden Sie verschiedene Apfelsorten, um den Geschmack der Marmelade zu variieren. Saure Apfelsorten wie Boskoop oder Granny Smith passen gut zu den süßen Jostabeeren.
  • Weniger Zucker: Wer es weniger süß mag, kann weniger Gelierzucker verwenden. Beachten Sie jedoch, dass die Marmelade dann möglicherweise nicht so fest wird und eine kürzere Haltbarkeit hat.
  • Weitere Früchte: Ergänzen Sie die Marmelade mit anderen Früchten wie Himbeeren, Erdbeeren oder Kirschen. Dies sorgt für zusätzliche Aromen und eine interessante Textur.
  • Jostabeere-Apfel-Marmelade mit Johannisbeeren: Man kann auch schwarze Johannisbeeren zu Mus verarbeiten und mit geriebenen Äpfeln und Gelierzucker vermischen. Die Menge sollte abgewogen und mit der gleichen Menge Gelierzucker vermischt werden. Nach Packungsanleitung 3 Minuten sprudelnd kochen. In die kochend heiß ausgespülten Gläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Nach 5 Minuten umdrehen und fertig abkühlen lassen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Zubereitung

  1. Gläser sterilisieren: Einen großen Topf mit Wasser auf den Herd stellen und erhitzen. Gläser und Deckel darin etwa 10 Minuten sterilisieren. Dies ist wichtig, um die Haltbarkeit der Marmelade zu gewährleisten.
  2. Früchte vorbereiten: Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch in grobe Würfel schneiden. Zusammen mit den (eventuell gefrorenen) Jostabeeren in einen ausreichend großen Topf geben.
  3. Früchte weichkochen: Die Früchte bei mäßiger Hitze auftauen und weichkochen. Dies kann je nach Fruchtmenge und Hitze etwa 15-20 Minuten dauern.
  4. Pürieren: Anschließend die Fruchtmasse mit einem Pürierstab zur gewünschten Konsistenz pürieren. Die Marmelade darf ruhig etwas stückig bleiben, wenn Sie eine rustikale Textur bevorzugen.
  5. Würzen: Zimt, das ausgekratzte Vanillemark oder andere Gewürze nach Geschmack dazugeben. Die Menge der Gewürze hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab.
  6. Kochen mit Gelierzucker: Den Gelierzucker hinzufügen und gut verrühren. Die Marmelade unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und die Kochzeit gemäß Packungsanweisung des Gelierzuckers einhalten.
  7. Gelierprobe: Eine Gelierprobe durchführen, um sicherzustellen, dass die Marmelade die richtige Konsistenz hat.
  8. Abfüllen: Die heiße Marmelade in die sterilisierten Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Kopf stellen.
  9. Abkühlen lassen: Die Gläser nach etwa 5-10 Minuten umdrehen und vollständig abkühlen lassen.

Rezeptvarianten im Detail

Jostabeere-Apfel-Marmelade mit Mixer

Eine besonders einfache und schnelle Variante ist die Zubereitung mit einem Mixer.

Zutaten:

  • 1 kg Jostabeeren
  • 500 g Äpfel
  • 750 g Gelierzucker 2:1
  • Optional: Ein Schuss Öl

Zubereitung:

  1. Früchte vorbereiten: Jostabeeren von den Stielen befreien. Äpfel schälen und in Stücke schneiden.
  2. Pürieren: Jostabeeren und Apfelstücke zusammen mit dem Gelierzucker und einem Schuss Öl in einen Mixer geben. Auf hoher Stufe pürieren, bis eine sämige Konsistenz entsteht.
  3. Kochen: Die Masse in einen Topf geben, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  4. Abfüllen: Die heiße Marmelade in vorbereitete Gläser füllen und sofort verschließen.

Diese Methode ist besonders praktisch, wenn es schnell gehen muss und man eine feine Marmeladenkonsistenz bevorzugt.

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Jostabeere-Apfel-Marmelade mit Johannisbeeren

Dieses Rezept kombiniert Jostabeeren mit Johannisbeeren für einen noch intensiveren Beerengeschmack.

Zutaten:

  • 250 g Jostabeeren
  • 250 g Schwarze Johannisbeeren (zu Mus verarbeitet)
  • 250 g Äpfel (gerieben)
  • 750 g Gelierzucker für Beeren

Zubereitung:

  1. Johannisbeeren pürieren: Schwarze Johannisbeeren durch die flotte Lotte pürieren, um etwa 250 g Johannisbeermus zu erhalten.
  2. Äpfel reiben: Äpfel schälen, entkernen und in das Johannisbeermus reiben. Portionsweise umrühren, damit das Apfelmus nicht braun wird.
  3. Vermischen: Die gesamte Menge wiegen und mit der gleichen Menge Gelierzucker vermischen. Gut umrühren.
  4. Kochen: Nach Packungsanleitung 3 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  5. Abfüllen: In die kochend heiß ausgespülten Gläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Nach 5 Minuten umdrehen und fertig abkühlen lassen.

Diese Variante ist besonders aromatisch und bietet eine interessante Kombination aus verschiedenen Beerenaromen.

Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung

  • Sterile Gläser: Verwenden Sie immer sterile Gläser, um die Haltbarkeit der Marmelade zu gewährleisten. Die Gläser können im Backofen, in der Spülmaschine oder in einem Topf mit kochendem Wasser sterilisiert werden.
  • Richtige Lagerung: Lagern Sie die Marmelade an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort. Geöffnete Gläser sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.
  • Haltbarkeit: Selbstgemachte Marmelade ist in der Regel 1-2 Jahre haltbar, wenn sie richtig gelagert wird. Achten Sie auf Anzeichen von Verderb, wie Schimmelbildung oder einen veränderten Geruch.

Servierideen

Jostabeere-Apfel-Marmelade ist nicht nur ein köstlicher Brotaufstrich, sondern auch vielseitig in der Küche einsetzbar:

  • Zum Frühstück: Auf Brot, Brötchen, Toast oder Croissants.
  • Als Füllung: Für Pfannkuchen, Crêpes oder Waffeln.
  • Zu Käse: Als Begleitung zu Käseplatten, besonders zu Weichkäse oder Ziegenkäse.
  • In Desserts: Als Zutat in Kuchen, Torten, Muffins oder Joghurts.
  • Zu Fleisch: Als süß-saure Komponente zu Wildgerichten oder Geflügel.

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