Japanischer Käsekuchen Rezept Low Carb: Fluffig, souffléartig und kohlenhydratarm
Die Japaner lieben Käsekuchen und haben dieses besondere Rezept erfunden. Der japanische Käsekuchen wird ganz ohne Boden gebacken, seine Konsistenz erinnert an Soufflé. Der Käsekuchen begeistert mit seiner wolkenweichen Textur und zergeht einfach auf der Zunge.
Warum „japanischer“ Käsekuchen?
Was ist an diesem Käsekuchen eigentlich japanisch? Japaner sind käsekuchenverrückt und haben das Basisrezept erfunden. Das Original des souffléartigen Kuchens besteht aus nur drei Zutaten - Eiern, weißer Schokolade sowie Frischkäse - und heißt „sufure chizu keki“. Warum hat dieser Kuchen nun mehr als drei Zutaten? Das Rezept ist unglaublich anspruchsvoll. Da müssen viele Dinge passen: zum Beispiel wie lange man rührt oder welche Temperatur die Zutaten haben.
Low‑Carb‑Ansatz: Anpassungen und Herkunft
Den japanischen Cheesecake hatte ich vor einiger Zeit schon einmal in der normalen Version gebacken und wollte seit dem immer mal eine Low Carbifizierte Version davon haben. Auf der Suche nach der Low Carb Version ist mir nämlich noch das Rezept von Ginger’s Ketointhe.uk über den Weg gelaufen, was mir wirklich gefallen hat. An dem habe ich mich orientiert. Jetzt sind die Zutaten angepasst! Außerdem habe ich das Rezept abgeändert, verkleinert und überhaupt.
Charakteristika des Kuchens
Diese japanische Käsekuchen Variante schmeckt eher luftig, locker wie ein Souffle mit deutlichem Ei-Geschmack. Wer kohlenhydratarm und eiweißreich naschen möchte, dürfte von diesem Rezept begeisert sein. Die Käsemasse geht beim Backen luftig in die Höhe. Deshalb ist ein erhöhter Backpapierrand hilfreich.
Zutaten (klassisch, Ausgangsrezept)
- 400 g Doppelrahmfrischkäse
- 50 g weiche Butter
- 200 g Schlagsahne
- 8 Eier (Gr. M)
- 100 g Zucker + 50 g Zucker
- 1 EL Zitronensaft
- 80 g Mehl
- Puderzucker zum Bestäuben
Low‑Carb‑Zutaten (Varianten aus dem Material)
- Fitline Frischkäse oder anderer Frischkäse (200 g als Portionsangabe im Beispiel)
- Erythrit (z. B. 100 g als Zuckerersatz)
- Dinkelmehl oder More Protein (kann 1:1 ersetzt werden, alternativ 35 g Dinkelmehl + 35 g Speisestärke im Beispiel)
- Vanille Puder Xucker (25 g selbst gemacht möglich)
- weiße Schoko‑Drops (bei der Originalversion) oder weglassen für weniger Kohlenhydrate
Vorbereitung (wichtig für Erfolg)
12-3 Stunden vorher Frischkäse, Butter und Sahne aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Springform (22 cm Ø) fetten und innen am Rand mit Backpapier auslegen, sodass es ca. 6 cm übersteht. Papier leicht fetten. Form außen dicht mit Alufolie einschlagen. Falls sich das Papier einrollt, einfach mit einer Büroklammer fixieren oder zusammenheften. Die Springform rundum mit Backpapier auslegen, so geht der Kuchen besonders schön auf.
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Schritt‑für‑Schritt Zubereitung (klassisch, gelingsicher)
- Eiweiß steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen.
- Frischkäse und 50 g Zucker mit den Schneebesen des Rührgerätes ca. 5 Minuten cremig rühren. Butter, Zitronensaft, Eigelb und Sahne portionsweise zufügen und alles glatt verrühren.
- Mehl daraufsieben und unterrühren. Erst ca. 1⁄3 Eischnee, dann den Rest vorsichtig unterheben.
- Käsemasse in die Form geben. Form auf der Arbeitsfläche mehrmals leicht aufstoßen, damit größere Luftblasen entweichen können.
- Fettpfanne in den Ofen schieben, Form daraufstellen und Fettpfanne halb hoch mit heißem Wasser füllen. Kuchen im vorgeheizten Backofen (E‑Herd: 160 °C/Umluft: 140 °C) ca. 1 Stunde backen. Ofentemperatur reduzieren (E‑Herd: 140 °C/Umluft: 120 °C) und weitere ca. 30 Minuten backen.
- Kuchen erst ca. 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei geschlossener Tür, dann ca. 20 Minuten bei leicht geöffneter Tür ruhen lassen. Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Folie vorsichtig entfernen. Kuchen ca. 1 Stunde abkühlen lassen. Dann 2-3 Stunden kalt stellen. Mit Puderzucker bestäuben.
Alternative Backzeiten & Muffin‑Version
In der Muffinversion wird er deutlich feuchter als wenn er als Kuchen gebacken wird. Wer jetzt denkt: Hm?! Ganz schön voll die Formen! Der liegt richtig. Jetzt war es aber eh zu spät. Wieder rauskratzen ging nicht mehr und so habe ich die Muffins 45 Minuten bei 170 Grad gebacken bis sie goldbraun waren. Anschließend erst einmal 1 Stunde im Ofen abkühlen lassen, damit sie nicht zu sehr zusammen fallen.
Weitere gebräuchliche Backschritte (aus Varianten)
- Für den japanischen Käsekuchen den Backofen auf 180 °C vorheizen und die Eier trennen.
- Das Eiweiß bis zum Aufschlagen ins Gefrierfach stellen, so wird es später besonders fest.
- In der Zwischenzeit die weißen Schoko‑Drops über einem warmen (nicht heißen!) Wasserbad schmelzen und kurz abkühlen lassen.
- Nun kann das Eiweiß aufgeschlagen werden und vorsichtig unter die Frischkäse‑Schoko‑Masse gehoben werden.
- Die Springform in eine Auflaufform stellen und diese mit Wasser befüllen.
- Anschließend den Kuchen für 15 Minuten bei 180 °C backen, die Temperatur auf 150 °C runterschalten und weitere 15 Minuten backen.
Low‑Carb‑Konkretes Rezept (kombiniert aus den angegebenen Varianten)
Dieses kombinierte Low‑Carb‑Rezept orientiert sich an den getesteten Abwandlungen und am Keto‑Ansatz:
- 200 g Frischkäse (zimmertemperiert)
- 30 g Butter
- 120 ml Milch oder Sahne (je nach gewünschter Fettigkeit)
- 6 Eier, getrennt
- 100 g Erythrit (als Zuckerersatz)
- 35 g Dinkelmehl oder More Protein (Low‑Carb: proteinreiches Mehl/Mehlersatz)
- 1 TL Zitronensaft, 1 g Vanille
Vorgehen kurz: Frischkäse, Milch und Butter bei kleiner Flamme erwärmen, nicht kochen, bis eine glatte Struktur entsteht. Eigelb mit Zitronensaft und Vanille schaumig mixen, den abgekühlten Frischkäse‑Mix unterrühren. Mehl durch ein Sieb einarbeiten. Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen, Erythrit einrieseln lassen. Zuerst einen großen Löffel Eischnee einrühren, dann vorsichtig den Rest unterheben. In die ausgelegte Springform füllen, mehrfach glatt klopfen und idealerweise mit einem Holzspieß einmal gründlich im Kreis verrühren. Springform in eine große Auflaufform stellen, heißes Wasser einfüllen (Wasserbad). Bei 170 °C ca. 70 Minuten backen; nach ca. 50 Minuten mit Alufolie abdecken, damit es nicht zu dunkel wird. Nach dem Backen nach ca. einer Stunde aus der Form lösen und dann noch 1-2 weitere Stunden in den Kühlschrank stellen und abkühlen.
Serviervorschläge und Soßen
Zum Japanischen Käsekuchen schmecken Kirschen. 100 ml Kirschsaft mit 2 EL Speisestärke verrühren und zum Kirschsaft im Topf geben. Unter Rühren köcheln lassen, dann 350 g TK‑Kirschen hinzufügen und ca. 3 Minuten leicht köcheln lassen. Nach dem Abkühlen zum japanischen Käsekuchen servieren.
Tipps für Gelingsicherheit
- Form außen dicht mit Alufolie einschlagen, damit kein Wasser in die Form kommt.
- Erhöhten Backpapierrand verwenden, da die Masse stark aufgeht.
- Eiweiß sehr fest schlagen - das ist entscheidend für die luftige Struktur.
- Backen im Wasserbad sorgt für Feuchtigkeit und gleichmäßige Hitze, dadurch reißt die Oberfläche weniger.
- Kuchen langsam auskühlen lassen: erst im ausgeschalteten Ofen, dann bei leicht geöffneter Tür, danach etwas ruhen lassen und schließlich kalt stellen.
Varianten: Viral‑Trend 2‑Zutaten „Japanese Cheesecake“
Ein japanischer Cheesecake aus 2 Zutaten ist so schnell und einfach vorbereitet, da wundert es nicht, dass daraus ein viraler Trend geworden ist. Schließlich kann man ihn ganz fix selbst ausprobieren: ein paar Lotus‑Karamell‑Kekse werden in einen Becher mit griechischem Joghurt gesteckt und das Ganze über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Die Basis aus griechischem Joghurt, Skyr oder Quark liefert ordentlich Eiweiß und macht das Ganze deutlich sättigender als ein paar Kekse pur. Bis der japanische Cheesecake aus 2 Zutaten durchgezogen ist, solltest du auf jeden Fall mindestens 6 Stunden einplanen. Am besten lässt du ihn einfach über Nacht im Kühlschrank ziehen.
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Für wen eignet sich diese Low‑Carb‑Version?
Wer kohlenhydratarm und eiweißreich naschen möchte, dürfte von diesem Rezept begeisert sein. Gerade im Familienalltag finde ich den viralen Cheesecake‑Trend total spannend. Jeder kennt hungrige Kinder, die nachmittags nach Hause kommen. Statt ihnen einfach nur Kekse in die Hand zu drücken, bekommen sie jetzt einen Becher Joghurt oder Quark mit Keksen darin.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
- Zu warmes Wasserbad oder Wasser in der Form - Alufolie gut anbringen.
- Zu schnelles Abkühlen - Kuchen fällt zusammen; langsam abkühlen lassen.
- Zu wenig oder zu weicher Eischnee - Eiweiß bis wirklich fest schlagen, ggf. kurz kühlen vor dem Aufschlagen.
- Unsachgemäße Temperaturführung - Temperatur nach der ersten Backphase reduzieren.
Kurze Tabelle: Backparameter klassisch vs. Low‑Carb (Beispiele)
| Paramater | Klassisch | Low‑Carb/Proteinreich |
|---|---|---|
| Form | 22 cm Springform, hoch | 22 cm oder Muffins (länger feucht) |
| Wasserbad | Ja, Fettpfanne halb mit heißem Wasser | Ja, heißes Wasser in Auflaufform |
| Backzeit | 160 °C 60 min → 140 °C 30 min | 170 °C ~70 min (ggf. Abdeckung) |
| Süße | Zucker | Erythrit / Puder Xucker |
Fünf Mal haben wir ihn gebacken und verändert, bis das Rezept gelingsicher war! Uns war aber wichtig, dass der Kuchen auch weniger erfahrenen Bäckern glückt. Wenn du Lust auf noch mehr Abwechslung hast, gerne etwas Obst unterbringen möchtest oder die Lotus‑Kekse bei dir gerade überall ausverkauft sind, kannst du die Zutaten natürlich auch komplett variieren.
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