Japanischer Käsekuchen: Tipps und Tricks für ein fluffiges Meisterwerk
Käsekuchen ist ein beliebter Klassiker, der in zahlreichen Variationen zubereitet werden kann. Eine besonders interessante und luftige Variante ist der japanische Käsekuchen, auch bekannt als "Cotton Cheesecake". Dieser Kuchen zeichnet sich durch seine außergewöhnlich lockere und fluffige Textur aus, die an weiße Zuckerwattewölkchen erinnert. Er ist weniger süß und kalorienarm als traditionelle Käsekuchen, was ihn zu einer idealen Leckerei für alle macht, die es nicht zu süß mögen.
Obwohl Käsekuchen nicht unbedingt als typisch japanisch gilt, ist er heutzutage in japanischen Cafés, Bäckereien, Konditoreien, Fachgeschäften, Supermärkten und auf Dessertkarten im ganzen Land nicht mehr wegzudenken. Es gibt sogar ganze Ketten, die sich ausschließlich auf "Japanese Cotton Cheesecake" spezialisiert haben.
Die Geschichte des japanischen Käsekuchens
Die Entstehung des japanischen Käsekuchens wird Tomotaro Kuzuno zugeschrieben, dem damaligen Eigentümer des japanischen Luxus-Süßwarenherstellers Morozoff. Im Jahr 1969 entdeckte er auf einer Reise nach Berlin den deutschen Käsekuchen und war so begeistert davon, dass er beschloss, ihn in seiner Heimat anzubieten. "Rikuro Ojisan" in Osaka war eine der ersten Ketten, die den wackelig-luftigen japanischen Käsekuchen im Soufflé-Stil anbot. In den 1970er Jahren lösten Frauenzeitschriften einen landesweiten Käsekuchen-Boom aus, und bis heute ist seine Popularität ungebrochen.
Besonderheiten des japanischen Käsekuchens
Der japanische Käsekuchen unterscheidet sich von anderen Käsekuchen-Varianten durch seine leichte und fluffige Textur sowie seinen weniger süßen Geschmack. Dies wird durch die japanische Technik erreicht, bei der das Eiweiß separat verquirlt und vorsichtig von Hand in den Teig eingearbeitet wird. Dadurch erhält der Kuchen seine schwammartige und dennoch reichhaltige Textur. Zudem wird oft ein Spritzer Zitronensaft oder Zitronenabrieb hinzugefügt, was dem Kuchen einen erfrischenden Geschmack verleiht.
Im Vergleich zum klassischen deutschen Käsekuchen oder dem New York Cheesecake ist der japanische Käsekuchen leichter und kalorienärmer. Er ist somit eine ideale Option für alle, die eine leichtere und weniger süße Alternative suchen.
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Tipps und Tricks für die Zubereitung
Die Zubereitung des japanischen Käsekuchens erfordert etwas mehr Aufwand als bei herkömmlichen Käsekuchen, aber das Ergebnis ist die Mühe wert. Hier sind einige Tipps und Tricks, die Ihnen helfen, ein perfektes Ergebnis zu erzielen:
- Die richtigen Zutaten: Verwenden Sie naturbelassenen Frischkäse mit Doppelrahmstufe für den besten Geschmack. Achten Sie darauf, dass die Zutaten Raumtemperatur haben, bevor Sie mit der Zubereitung beginnen.
- Die richtige Backform: Verwenden Sie eine Springform mit einem Durchmesser von 20 cm oder 22 cm. Legen Sie den Boden der Form mit Backpapier aus und fetten Sie die Ränder ein. Um sicherzustellen, dass kein Wasser eindringt, können Sie die Außenseite der Form mit Alufolie umwickeln, insbesondere wenn Sie eine Springform mit losem Boden verwenden. Einige Bäcker legen auch die Wände der Form mit Backpapier aus, um das Herauslösen des Kuchens zu erleichtern.
- Das Wasserbad: Backen Sie den Käsekuchen in einem Wasserbad, um eine gleichmäßige und sanfte Hitze zu gewährleisten. Füllen Sie ein Backblech oder eine größere Auflaufform mit heißem Wasser und stellen Sie die Kuchenform hinein. Das Wasser sollte etwa 2-3 cm hoch stehen. Das Wasserbad verhindert Risse im Kuchen und sorgt für eine cremige Textur.
- Die richtige Temperatur: Heizen Sie den Ofen auf 125°C Ober-/Unterhitze vor. Die Backzeit beträgt in der Regel 80-90 Minuten, kann aber je nach Ofen variieren. Es ist wichtig, die Temperatur während des Backens anzupassen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Viele Rezepte empfehlen, die Temperatur nach einer bestimmten Zeit zu erhöhen oder zu verringern.
- Das Eiweiß: Schlagen Sie das Eiweiß separat steif, bevor Sie es unter den Teig heben. Achten Sie darauf, dass die Schüssel und die Rührbesen sauber und fettfrei sind. Schlagen Sie das Eiweiß nicht zu steif, sondern nur bis sich weiche Spitzen bilden. Heben Sie den Eischnee vorsichtig unter die restlichen Zutaten, um die Luftigkeit des Teigs zu erhalten.
- Das Abkühlen: Lassen Sie den Käsekuchen nach dem Backen langsam im Ofen abkühlen, um ein Zusammenfallen zu verhindern. Schalten Sie den Ofen aus, öffnen Sie die Tür kurz und lassen Sie den Kuchen für 10-15 Minuten im Ofen stehen. Nehmen Sie den Kuchen dann heraus und lassen Sie ihn bei Raumtemperatur vollständig abkühlen, bevor Sie ihn in den Kühlschrank stellen.
- Geduld: Käsekuchen braucht Zeit, sowohl beim Backen als auch beim Abkühlen. Seien Sie geduldig und hetzen Sie den Prozess nicht, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Variationen und Serviertipps
Der japanische Käsekuchen kann auf verschiedene Arten serviert werden. Traditionell wird er mit Puderzucker bestäubt, aber auch frische Früchte oder Fruchtsaucen passen hervorragend dazu. Einige Variationen beinhalten die Zugabe von Matcha-Pulver oder anderen Aromen, um dem Kuchen eine besondere Note zu verleihen.
Der japanische Käsekuchen kann warm oder kalt serviert werden. Warm schmeckt er besonders gut, da er dann noch fluffiger ist. Wenn Sie den Kuchen im Kühlschrank aufbewahren, wird er etwas fester und ähnelt eher einem Chiffon-Kuchen.
Ein Rezept für japanischen Käsekuchen
Hier ist ein einfaches Rezept für japanischen Käsekuchen, das Sie zu Hause ausprobieren können:
Zutaten:
- 250 g Frischkäse
- 50 g Butter
- 80 ml Milch
- 100 g Zucker
- 50 g Mehl
- 15 g Speisestärke
- 4 Eier, getrennt
- 1/2 Zitrone, Abrieb und Saft
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Heizen Sie den Ofen auf 125°C Ober-/Unterhitze vor. Legen Sie den Boden einer Springform (20 cm Durchmesser) mit Backpapier aus und fetten Sie die Ränder ein.
- Schmelzen Sie Frischkäse, Butter und Milch in einem Topf bei niedriger Hitze. Rühren Sie, bis die Masse glatt ist.
- Nehmen Sie den Topf vom Herd und rühren Sie das Mehl und die Speisestärke ein.
- Trennen Sie die Eier und rühren Sie die Eigelbe einzeln unter die Frischkäsemasse. Fügen Sie Zitronenabrieb und -saft hinzu.
- Schlagen Sie die Eiweiße mit Zucker steif. Heben Sie den Eischnee vorsichtig unter die Frischkäsemasse.
- Füllen Sie den Teig in die vorbereitete Springform und stellen Sie diese in ein Wasserbad.
- Backen Sie den Kuchen für 35 Minuten bei 150°C. Reduzieren Sie dann die Temperatur auf 125°C und backen Sie ihn für weitere 45 Minuten.
- Schalten Sie den Ofen aus, öffnen Sie die Tür kurz und lassen Sie den Kuchen für 10 Minuten im Ofen stehen.
- Nehmen Sie den Kuchen aus dem Ofen und lassen Sie ihn vollständig abkühlen. Bestäuben Sie ihn vor dem Servieren mit Puderzucker.
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