Japanische Kekse Rezept: Einfach traditionelle Kuro Goma (schwarze Sesam) Cookies
Heute gibt es mal etwas Exotisches! Für die September-Ausgabe von Leckeres für jeden Tag mit dem Thema Köstliches aus der asiatischen Küche habe ich Kuro Goma Cookies oder 黒ごまクッキー oder japanische Sesamkekse mit schwarzem Sesam gebacken. In Japan sind diese Kekse ein beliebtes Teegebäck, daher gab es viele Rezeptvarianten. Ich habe mich an dem Rezept von Namiko Hirasawa Chen vom Blog Just One Cookbook orientiert.
Warum diese Kekse?
Die knusprigen Sesam-Kekse überzeugen durch einen leckeren Buttergeschmack. Der schwarze Sesam verleiht den Keksen ein wirklich tolles, nussiges Aroma. Mir schmeckt die Kombination mit den gemahlenen Mandeln im Teig auch sehr gut. Aber die Mandeln kann man natürlich auch weglassen und dafür Mehl verwenden.
Zutaten für ca. 30-40 Kekse (je nach Größe)
- Butter weich (ca. 120-170 g je nach Rezeptvariante)
- Zucker (ca. 80-160 g, je nach Süßvorliebe)
- Eigelb 1-2 Stück (je nach Rezept)
- Mehl 160-320 g (je nach Variante)
- Mandelmehl / gemahlene Mandeln 40 g (optional)
- Schwarzer Sesam 40 g (Gesamte Menge, davon 30 g mahlen)
- Salz 1 Prise
Vorbereitung - Sesam rösten und mahlen
Den Sesam in einer fettfreien Pfanne leicht anrösten, bis er beginnt zu duften. 30 g der Samen fein mahlen (Mörser oder Mixer). Einen Teil davon mahlt ihr dann im Mörser oder Mixer.
Teigzubereitung - Schritt für Schritt
- Für den Teig verrührt ihr Butter, Zucker und eine Prise Salz. Dann rührt ihr das Ei unter.
- Mehl, gemahlene Mandeln, den gemahlenen Sesam und die ganzen schwarzen Sesamsamen in einer separaten Schüssel mischen und zum Teig geben.
- Alles kurz zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig in zwei Stücke teilen und aus jedem Stück eine Rolle mit ca. 5 cm Durchmesser formen.
- Die Rolle in Klarsichtfolie einwickeln und für ca. 2 Stunden (oder bis die Butter etwas fest geworden ist) in den Kühlschrank legen.
Backen
- Heize den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor.
- Die Teigrolle aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem scharfen Messer 5-7 mm dicke Scheiben abschneiden. Nach der Ruhezeit den Teig hervorholen, mit einem Messer halbieren, dann jeweils nochmal halbieren und jedes Viertel in 8 Stücke teilen - alternativ ergibt das die gewünschte Anzahl Scheiben.
- Lege die Scheiben auf ein Backblech mit Backpapier. Lass genügend Abstand, da die Kekse sich noch vergrößern.
- Stelle die Kekse bei 170°C für ca. 15 Minuten in den Ofen, bis sie an den Rändern leicht braun werden.
- Hole die Kekse aus dem Ofen und lass sie 10 Minuten auf dem Blech ruhen. Danach auf einem Gitter 1-2 Stunden auskühlen lassen - die Kekse werden beim Abkühlen herrlich knusprig.
Tipps & Varianten
- Wenn du keinen Mixer hast: Mehl, Mandelmehl, Zucker, Salz und Sesam in einer Schüssel mischen und mit der Hand oder einem Teigschaber verarbeiten.
- Mandeln ersetzen: Die gemahlenen Mandeln können durch zusätzliches Mehl ersetzt werden, das ändert die Textur leicht - Mandeln geben mehr Nussigkeit.
- Teigkonsistenz: Knete den Teig bis eine schöne feste Masse entsteht. Wenn er zu weich ist, kühle länger.
- Formen: Statt Rollen könnt ihr auch kleine Häufchen formen; die Backzeit kann sich dann leicht verkürzen.
- Aufbewahrung: In einer Keksdose halten sich die Kekse einige Tage und sind eine schöne Beilage zur Teezeit.
Warum Sesam und Tee zusammenpassen
Japanische Süßigkeiten (和菓子 wagashi) werden als Okashi traditionell zu Teezeremonien gereicht, da der Matcha-Tee meist etwas bitter schmeckt. Senbei sind beispielsweise süße Reiscracker und Daifuku bestehen traditionell aus Mochi (Klebreis) und Anko (roter Bohnenpaste). Zu einer Teatime passen daher auch kleine, nussige Cookies wie die Kuro Goma perfekt.
Weitere japanische Süßigkeiten - kurzer Überblick
Die japanische Küche ist bekannt für ihre Ramensuppen, Reisgerichte und verschiedene Tofu-Kreationen. Über süße Köstlichkeiten aus Nippon wird meist eher wenig berichtet. Dennoch gibt es japanische Süßigkeiten, Nachspeisen und Desserts, die für den westlichen Gaumen ungewöhnlich, aber lecker sind.
Lesen Sie auch: Schoko-Pilze aus Japan: Ein Genuss
- Daifuku / Mochi - Reiskuchen mit Anko; Varianten mit Erdbeere oder grünem Tee.
- Senbei - Reiscracker, oft als Mitbringsel (Omiyage) regional gestaltet.
- Taiyaki - gebackenes Fisch-Gebäck klassisch mit Anko, manchmal mit Custard oder Schokolade.
- Dango - Reisbällchen, oft gegrillt und mit Sojasoße bestrichen; je nach Saison verschiedene Varianten.
- Yōkan - Agar-Agar-Gelee mit Zucker und Bohnenpaste, oft als rechteckige Blöcke.
- Kompeitō - bunte Zuckerbonbons, historisch aus Portugiesischer Tradition.
- Matcha-Varianten - Matcha-Eis, Matcha-Cookies, Matcha-Kuchen und vieles mehr.
- Shiruko - süße Suppe aus roter Bohnenpaste, warmes Winterdessert.
Rezept in Kurzform (abgewogene Schritte)
| Schritt | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Sesam vorbereiten | Sesam in einer fettfreien Pfanne leicht anrösten, 30 g mahlen |
| Butter & Zucker | Butter weich schlagen, Zucker und Salz zufügen, Eigelb unterrühren |
| Trockene Zutaten | Mehl, Mandelmehl, gemahlenen Sesam und ganze Samen mischen |
| Teig formen | Zutaten zusammenkneten, Rollen formen, kühlstellen (2 Std.) |
| Backen | Rollen in 5-7 mm Scheiben schneiden, bei 170°C 15 Min. backen, abkühlen lassen |
Serviervorschläge
- Zu grünem Tee (Matcha, Sencha oder Hojicha) servieren.
- Als Gebäck für Gäste, in einer hübschen Dose präsentiert.
- Mit einer Prise grobem Meersalz bestreuen für einen Kontrast von süß und salzig.
Jeder, der die japanischen Sesamkekse probiert hat, war begeistert. Sie passen hervorragend zu einer Tasse Tee oder Kaffee und sind eine schöne Abwechslung in der Keksdose.
Lesen Sie auch: Fluffige Torten aus Japan.
Lesen Sie auch: Die besten japanischen Dessertrezepte
tags: #japanische #kekse #rezept #einfach #traditionell


