Einfache jamaikanische Dessertrezepte
Wenn man an die Karibik denkt, denkt man an Rum. Doch Rum trinkt man in der Karibik nicht nur, er wird auch für eine Vielzahl klassischer Desserts verwendet. Die jamaikanische Küche ist bekannt für ihre vielfältigen Aromen und Gewürze, die eine einzigartige Mischung aus afrikanischen, indigenen und europäischen Einflüssen widerspiegeln. Von Jerk Chicken über Ackee und Saltfish bis hin zu Curry Goat - die jamaikanische Kulinarik ist vollgepackt mit Gerichten, die einfach verzaubern! Dieser Artikel stellt eine Auswahl einfacher und köstlicher jamaikanischer Dessertrezepte vor, die jeder leicht zu Hause zubereiten kann.
Jamaikanischer Rumkuchen
Da ich von meiner Jamaika Reise eine Flasche Appleton Estate Jamaica Rum mitgebracht hatte, lag es somit nahe, dass dieser auch in meiner Küche Verwendung fand und zwar in einem klassischen Jamaican Rum Cake - einem jamaikanischen Rumkuchen. Diesen saftigen getränkten Kuchen findest Du überall auf Jamaika. Nahezu jedes Restaurant reicht diesen als Dessert und auch abgepackt gibt es den Rumkuchen in jedem Supermarkt und in Souvenirläden zu kaufen. Vor allem an Festtagen und zu Weihnachten wird der Rum Cake als Dessert gegessen, doch eigentlich kann man den karibischen Rumkuchen wirklich immer essen. Es gibt ihn in unzähligen verschiedenen Varianten: Mal besser, mal schlechter. Mal etwas trockener, mal super saftig. Mal mit eher mildem Rumaroma, mal mit einem extra Schluck Rum. Mal ganz pur, mal mit Trockenfrüchten. Mein Favorit ist das folgende Rezept für einen supersaftigen Rumkuchen.
Rezept für saftigen karibischen Rumkuchen
Zutaten:
- Mehl
- Maisstärke
- Backpulver
- Salz
- Zucker
- Weiche Butter
- Öl
- Kondensmilch
- Eier
- Rum (Appleton Estate Jamaica Rum oder ein anderer guter Rum)
- Vanilleextrakt
Zubereitung:
- Den Backofen auf 165°C Umluft vorheizen und eine Gugelhupfform fetten und mehlen.
- In einer Schüssel Mehl, Maisstärke, Backpulver, Salz, Zucker, weiche Butter und Öl mit einem Handrührgerät verkneten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.
- Anschließend die Kondensmilch hinzufügen und unter den Teig kneten.
- Nun nacheinander die Eier unterkneten.
- Zu guter Letzt den Rum und das Vanilleextrakt hinzufügen und alles zu einem homogenen Teig verkneten.
- Den Teig auf die Gugelhupfform verteilen und den Rumkuchen etwa 1 Stunde backen.
- Den Kuchen anschließend komplett abkühlen lassen.
Rum-Butter-Sirup
Während der Kuchen abkühlt, kann der Rum-Butter-Sirup zubereitet werden.
Zutaten:
- Butter
- Wasser
- Zucker
- Rum
- Vanilleextrakt
Zubereitung:
- Butter, Wasser und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und dann etwa 10 Minuten bei mittlerer Temperatur vor sich hin simmern lassen.
- Anschließend den Sirup auskühlen lassen.
- Zu guter Letzt den Rum und das Vanilleextrakt unter den ausgekühlten Sirup rühren.
- Nun mit einem Schaschlikspieß Löcher in den Kuchen piksen und dann den Sirup langsam und gleichmäßig über den Rumkuchen verteilen.
- Den Rum Cake abdecken und für einige Stunden oder über Nacht beiseite stellen, so dass er sich mit dem Sirup vollsaugen kann.
Banana-Fritters (Bananen-Puffer)
Diese Fritters sind nicht nur schnell gemacht und wahnsinnig lecker, sondern auch eine perfekte Art der Resteverwertung von überreifen Bananen. Genau diese braucht ihr nämlich für die Bananen-Puffer.
Rezept für Banana-Fritters
Zutaten:
- 4 reife Bananen
- 250 g Mehl
- 40 ml Kokosmilch
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 75 g Zucker, brauner oder weiß
- Evtl. Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Die Bananen schälen und in kleinen Stücken in eine Rührschüssel geben und dann die Bananen komplett zu einer Masse stampfen.
- Dann Mehl, Backpulver und Vanillezucker und nach Geschmack Zucker dazugeben.
- Mit der Kokosmilch nun zu einem schönen flüssigen Teig verarbeiten.
- Dann Öl in der Pfanne erhitzen und den Bananenteig mit einem Soßenlöffel ins heiße Fett geben.
- Bei mittlerer Hitze unter Wenden, von beiden Seiten Gold braun braten.
- Die Fritters auf ein Stück Küchenrolle legen, damit das Öl abtropfen kann.
- Den gesamten Teig so verarbeiten und die Fritters abkühlen lassen, oder warm essen, nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.
Süßkartoffel-Pudding
Der Süßkartoffel-Pudding stammt ursprünglich aus den ländlichen Regionen Jamaikas, wo die Menschen die natürlichen Ressourcen der Insel nutzen, um köstliche Gerichte zuzubereiten. Die Süßkartoffel, die Hauptrolle in diesem Pudding, verleiht dem Dessert eine angenehme Süße und eine cremige Konsistenz. Was diesen Pudding so besonders macht, ist aber die einfache Zubereitung. Anders als bei traditionellen Kuchen muss dieser Pudding nicht gebacken werden. Stattdessen musst du nur die Süßkartoffel kochen, zerstampfen und mit den restlichen Zutaten vermischen.
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Rezept für Süßkartoffel-Pudding
Zutaten:
- Süßkartoffeln
- Eier
- Zucker
- Muskat
- Zimt
- Salz
- Rum
- Kokosmilch
- Rahm
- Sternanis und Kokosraspeln zum Garnieren
Zubereitung:
- Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Süßkartoffeln darin für etwa 20 Minuten weich garen.
- Herausnehmen, leicht abkühlen lassen und die Schale abziehen.
- Währenddessen die Form vorbereiten.
- Eier, Zucker, Muskat, Zimt, Salz und Rum in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen cremig rühren.
- Die zerstampften Kartoffeln zugeben und in die vorbereitete Form geben.
- Kokosmilch und Rahm mischen, aufschlagen.
- Süßkartoffel-Pudding mit Sternanis und Kokosraspeln garnieren.
Jamaica-Crème
Zutaten:
- Kokos-Konfekt
- Quark (500 gr.)
- Zucker (50 gr.)
- Vanillinzucker (2 Päckchen)
- Sahne (200 gr.)
- Himbeeren TK (400 gr.)
Zubereitung:
- Für die Jamaica-Crème das Konfekt zerkleinern, das geht prima mit einem Kartoffelstampfer.
- Den Quark mit Zucker und Vanillinzucker dazugeben und verrühren.
- Die Sahne steif schlagen und unterheben.
- Die gefrorenen Himbeeren in eine Schüssel geben und mit der Masse bedecken.
Weitere jamaikanische Dessertideen
Neben den oben genannten Rezepten gibt es noch viele andere köstliche jamaikanische Desserts, die man ausprobieren kann. Dazu gehören:
- Gizzada: Ein kleines, süßes Törtchen mit Kokosfüllung.
- Toto: Ein traditioneller Kokoskuchen.
- Plantain Tart: Eine Tarte gefüllt mit reifen Kochbananen.
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