Honig mit Wabe kaufen: Verwendung und Eigenschaften
Wabenhonig ist die natürlichste Art, Honig zu genießen. Er ist eines der reinsten und natürlichsten Produkte überhaupt. Wabenhonig ist Honig in seiner natürlichsten Form: Der Imker verarbeitet ihn nach der Ernte nicht weiter.
Was ist Wabenhonig?
Wabenhonig ist Honig, der in der Wabe geerntet, verkauft und verzehrt wird. Wabenhonig ist Honig, der samt Wabe verkauft und gegessen wird. Die Honigwabe besteht aus Wachs, das die Bienen im Bienenstock produzieren. Die Bienen schwitzen es aus der Wachsdrüse in ihrem Hinterleib aus und formen es so lange mit ihren Mundwerkzeugen, bis die sechseckigen Waben entstehen. Jede einzelne Bienenwabe besteht aus vielen einzelnen Wabenzellen, die aneinanderkleben.
Im Bienenstock legt das Bienenvolk Waben aus Wachs an, um dort ihre Brut aufzuziehen und Honig als Nahrung einzulagern. In den brutfreien Honigwaben sammeln sie den Blütennektar, den sie zu Honig weiterverarbeiten. Wenn der Honig reif ist, verschließen die Bienen die Waben mit einem Wachsdeckelchen. Man bezeichnet diesen Vorgang auch als „verdeckeln“.
Unterschied zu geschleudertem Honig
Der Unterschied zwischen Wabenhonig und geschleudertem Honig beginnt bereits im Bienenstock. Zur Herstellung von herkömmlichem Honig entfernt der Imker die Wachsdeckel und schleudert den Honig mit einer Honigschleuder aus den Waben heraus. Beim Wabenhonig hingegen verbleibt der Honig in den verschlossenen Waben. Beim Wabenhonig entscheidet nicht der Imker, wann der Honig reif ist, sondern die Bienen selbst. Dadurch, dass die Bienen den reifen Honig selbst verschlossen haben, kann man sich ganz sicher sein, dass der Wabenhonig nicht mit anderen Honigsorten vermischt wurde.
Wenn Sie ein Glas Honig kaufen, hat der Imker entweder die Waben zerkleinert, um den Honig herauszupressen, oder eine Zentrifuge verwendet, um den Honig aus dem Wachs zu schleudern. Bei Wabenhonig entfallen all diese Schritte. Imker nehmen die Waben, deren Sechsecke nur mit Honig gefüllt sind, schneiden den Wabenhonig in Quadrate und legen ihn in eine Schachtel - fertig. Der Honig kommt mit keinen menschlichen Händen in Berührung.
Lesen Sie auch: Gesundheitliche Lage von Heinz Hoenig im Detail
Herstellung und Qualität
Bienen bauen jede der sechseckigen Waben mit einem eigenen „Deckel”. Imker lassen diese intakt, wenn Wabenhonig geschnitten wird. Der Imker erntet die Wabenplatten und schneidet sie zum Verkauf höchstens portionsweise in Stücke. Da die Waben sehr klebrig und zerbrechlich sind, schwimmen sie meist direkt im Honigglas.
Für Wabenhonig braucht der Imker aber ganz frische und helle Waben. Diese Waben bekommt man nur ohne Mittelwände. Beim Wabenhonig sollten die Bienen alles komplett selbst und neu bauen. Grundsätzlich wäre laut Honigverordnung seit 2001 die Verwendung von Mittelwänden bei der Herstellung von Wabenhonig erlaubt, allerdings macht das keinen Sinn, denn nur ohne Mittelwand ist der Wachsanteil im Honig gering und die Wabenwände hauchdünn.
Die beste Qualität erhältst du in der Regel beim regionalen Bio-Imker. Es ist ratsam, sich beim Kauf von Wabenhonig nach der Herstellung mit Naturwabenbau zu erkundigen oder zumindest auf eine helle Farbe des Wachses zu achten. Unbehandeltes und frisches Wachs ist nämlich eher weißlich und nicht gelb, wie viele fälschlicherweise annehmen. Bio-Siegel können ebenfalls eine Orientierung bieten.
Risiken und Qualitätskontrolle
Bei mangelhaften Produkten besteht sogar die Gefahr, dass sie Rückstände von Pestiziden und Antibiotika enthalten oder mit anderen Bestandteilen wie etwa Paraffin gestreckt sind. Zudem kann das Wachs mit Trennmittel verunreinigt sein, das bei der Produktion der Wachsplatten das Wachs von den Maschinen leichter ablösen soll. All dies kann nicht nur ein Problem für die Bienen darstellen, sondern auch gesundheitsschädlich für den Verbraucher sein. Leider lässt sich die Qualität nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennen.
Bestandteile des Wabenhonigs
Wabenhonig besteht also nicht nur aus Honig, sondern zudem aus Bienenwachs, Propolis und zum Teil aus Bienenbrot. Als Bienenbrot bezeichnen Imker die von den Bienen eingelagerten und fermentierten Blütenpollen. Propolis ist eine harzartige Substanz, die den Bienen als Dichtungsmaterial dient. In den Waben befinden sich neben Honig auch Pollen. Diese verfeinern den Geschmack des Honigs. Durch eingelagerte Blütenpollen hat Wabenhonig einen besonders intensiven Geschmack.
Lesen Sie auch: Herstellungsprozess von Blaue Biene Honig detailliert erklärt
Sensorik: Geschmack, Aroma und Textur
Das Bienenwachs macht Wabenhonig aromatischer als Honig aus dem Glas, und der Geruch, Geschmack und sogar die Konsistenz unterscheiden sich je nach den Blumen, die die Bienen besucht haben, um das Bienenwachs und den Honig zu produzieren. Zusätzlich zum Aroma verleiht das Bienenwachs eine Textur, Reichhaltigkeit und ein Mundgefühl, das gewöhnlicher Honig einfach nicht bieten kann. Der genaue Geschmack unterscheidet sich aber von Wabenhonig zu Wabenhonig. Vom Geschmack her unterscheidet er sich je nach Honigsorte - mal ist er mild, dann wieder herzhaft oder sogar sehr herb.
Gesundheitliche Eigenschaften
Honigwabe ist ein reines Naturprodukt und hat zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften. Honig ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. Antioxidantien helfen, Zellschäden zu reduzieren und tragen zur Erhaltung einer guten allgemeinen Gesundheit bei. Diese Nährstoffe stärken das Immunsystem und verbessern das tägliche Wohlbefinden.
- Antibakterielle Eigenschaften: Honig lindert Atemwegsbeschwerden und Halsschmerzen. Schon eine kleine Menge Honig schützt Ihren Körper vor Infektionen.
- Verbessert die Mundgesundheit: Bienenwachs wirkt entzündungshemmend und antibakteriell und beugt so Karies und Infektionen im Mundraum vor.
- Wirkt als natürlicher Energiespender: Honig ist eine natürliche Energiequelle.
Beim Wabenhonig befinden sich zusätzlich Bienenwachs, Propolis und Bienenbrot, die Wissenschaftlern zufolge ähnliche und teilweise noch stärkere gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen. So ist Wabenhonig zudem äußerst praktisch, um Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten oder Zahnfleischentzündungen zu lindern. Wissenschaftliche Studien sprechen verschiedenen Honigsorten einen positiven Effekt bei derartigen Leiden zu.
Allergien und Vorsicht
Für Allergiker kann dies allerdings auch zum Nachteil werden. Denn durch Propolis und Bienenbrot enthält Wabenhonig mehr Allergene, die im schlimmsten Fall zu einem gefährlichen allergischen Schock führen können. Manche nutzen Wabenhonig hingegen sogar als Eigentherapie bei Heuschnupfen. Es gibt jedoch keine aussagekräftigen Studien, die eine solche Wirksamkeit bestätigen.
Wie isst man Wabenhonig?
Wie man Wabenhonig isst? Ein Stück abstechen, in den Mund nehmen, wie Kaugummi kauen und das Restwachs ausspucken oder auch schlucken. Wabenhonig zu essen ist ganz einfach: Kauen Sie ein Stück Honigwabe und drücken Sie den Honig heraus, oder schaben Sie die Honigwabe mit einem Löffel aus, um die Flüssigkeit zu extrahieren. Sobald der Honig geschleudert ist, kann das Wachs, das nicht richtig schmilzt, entsorgt oder verzehrt werden.
Lesen Sie auch: Natürliches Heilmittel bei Erkältung
Wabenhonig kann komplett samt Waben gegessen werden. Er lässt sich wie geschleuderter Honig auf eine Scheibe Brot schmieren oder in warme Getränke verrühren. Als Bonbon zur Linderung von Entzündungen im Rachen- und Mundraum oder einfach zum Genuss lässt sich Wabenhonig kauen oder lutschen. Das Kauen hat den Vorteil, dass sich nach und nach auch die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Bienenwachs freisetzen. Allerdings bildet sich dabei ein Belag aus Wachs um die Zähne. Wer das als unangenehm empfindet, lutscht den Wabenhonig besser und zerdrückt ihn mit der Zunge.
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die das wachsartige Gefühl im Mund nicht mögen, sollten Sie ihn zusammen mit anderen Lebensmitteln verzehren (z. B. auf einem Cracker mit etwas Ziegenkäse oder mit Joghurt oder Haferflocken), dann bleibt anschließend kein Wachs im Mund zurück!
Kulinarische Verwendung
Meistens wird dieses Produkt direkt verzehrt, indem man ein Stück Honigwabe probiert und den Honig auf der Zunge zergehen lässt. So genießt man den Honig in seiner reinsten Form und profitiert von all seinen wohltuenden Eigenschaften. Der Verzehr der Honigwabe selbst ist völlig unbedenklich; Sie müssen sich keine Sorgen machen.
Wabenhonig eignet sich aber auch hervorragend als Beilage. Zum Beispiel auf Toast oder mit Frischkäse, auf Pfannkuchen zum Frühstück oder sogar in Kaffee und Tee. Auch Desserts wie Eiscreme, Joghurt oder Obstsalat verleiht er eine köstliche Note. Eine weitere klassische und einfache Möglichkeit ist die Verwendung im Salat. Ein Stück Honigwabe verleiht Ihrem Salat eine köstlich süße Note.
Lagerung, Verpackung und Kaufempfehlungen
Den Wabenhonig kaufen Sie als fertig portionierte Honigwabe mitsamt Honig in einer luftdicht verschlossenen Klarsichtverpackung. Lagere deinen Wabenhonig kühl und trocken. Beim Kauf dieses Artikels spenden wir 5 Cent für soziale und nachhaltige Projekte.
Wenn du Wabenhonig kaufen möchtest, solltest du besonderen Wert auf die Qualität legen. Wabenhonig darf laut der Norm des deutschen Imkerverbands nur in Waben aus reinem Bienenwachs hergestellt und gehandelt werden. Schau dir die Waben daher genau an, bevor du Wabenhonig kaufst. Die beste Qualität erhältst du in der Regel beim regionalen Bio-Imker. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich bei den Imkern aus der Region einmal umschauen und findet so vielleicht den Imker seines Vertrauens.
Preisaspekte
Käufer von Wabenhonig erhalten verschiedene Bienenprodukte in einem: Honig, Bienenwachs, Propolis und Bienenbrot. Schon allein deswegen ist der Preis nicht mit demjenigen von reinem Honig vergleichbar. Außerdem verwenden Imker das Bienenwachs normalerweise nochmals, nachdem sie den Honig herausgeschleudert haben. Verkaufen sie jedoch den Honig als Wabenhonig, fehlt ihnen das Wachs, das sie nun als Mittelwände nachkaufen müssen.
| Aspekt | Wabenhonig | Geschleuderter Honig |
|---|---|---|
| Reife bei Ernte | Von Bienen verdeckelt (vollständig reif) | Oft unreif(er), Imker entscheidet |
| Enthaltene Bestandteile | Honig, Wachs, Propolis, Pollen, Bienenbrot | vorwiegend flüssiger Honig |
| Verarbeitung | Kein Schleudern, unverarbeitet | Entdeckeln, Schleudern, Filtern |
| Preis/Ertrag | Höherer Preis, geringerer Ertrag für Imker | Günstiger, höherer Ertrag |
Tipps vor dem Kauf
- Frage nach Naturwabenbau oder hellen, frischen Waben.
- Bevorzuge regionale und Bio-Imker, um Rückstände zu minimieren.
- Achte auf helle Wachsfarbe und natürliche Verpackung.
- Informiere dich, ob Mittelwände verwendet wurden.
Wabenhonig sieht wunderschön aus und kann je nach Gebrauch auch Vorteile gegenüber geschleudertem Honig haben. Für Schleckermäuler eignet sich Wabenhonig hervorragend als leckeres und vergleichsweise gesundes Lutsch- oder Kaubonbon. Denn trotz des hohen Zuckergehalts bekämpfen die Bienenprodukte Karies mehr als sie die Zahnerkrankung fördern. Außerdem löst sich ein Stück Wabenhonig im Mund nicht so schnell auf wie ein Löffel Honig.
tags: #Honig #mit #Wabe #kaufen #Verwendung #und


