Wirkung von Honig mit Nüssen auf die Potenz
Immer wieder wird sogenannter Potenz-Honig in sozialen Medien beworben. Hinter dem vermeintlich natürlichen Trend können jedoch versteckte, verschreibungspflichtige Wirkstoffe stecken. Solange er es bei rein natürlichen Pulvern, Getränken und Lebensmitteln belässt, ist die Gefahr sich zu schaden gering - allerdings auch die Chance auf sexuellen Erfolg. Riskant wird es erst, wenn angeblich natürliche Potenzmittel mit chemischen Erektionshilfen versetzt werden.
Was versteht man unter „Potenz-Honig“?
„Potenz-Honig“ ist nicht so natürlich, wie in den sozialen Medien behauptet wird. Immer wieder wird sogenannter Potenz-Honig in sozialen Medien beworben. Hinter dem vermeintlich natürlichen Trend können jedoch versteckte, verschreibungspflichtige Wirkstoffe stecken.
Honig und Nüsse als traditionelle Hausmittel
Als Hausmittel bei Erektionsproblemen gilt beispielsweise eine Tasse Milch mit getrocknetem Spargel. Auch einem Löffel frischen Meerrettichs oder Ingwersafts mit Honig und einem weichen Ei wird potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür allerdings nicht. Versuchen Sie es doch mal in der Küche - und essen Sie häufiger Nüsse, Honig oder Fisch.
Zu manchen Nahrungsmitteln gibt es Studien, die die potenzfördernde Wirkung nachweisen. Andere sind seit jeher als Aphrodisiakum bekannt. Nüsse gehören zu den potenzfördernden Lebensmitteln, weil sie wichtige Spurenelemente enthalten. Walnüsse nehmen eine führende Rolle bei den Aphrodisiaka ein.
Welche Inhaltsstoffe sind relevant?
- Die als Potenz fördernd geltende Aminosäure L-Arginin steckt in verschiedenen Lebensmitteln, vor allem aber in Fisch und in Nüssen und Kernen wie Haselnüssen, Erdnüssen, Mandeln und dergleichen.
- Honig ist reich an Zink und Selen.
- Fischarten wie Lachs, Hering oder Thunfisch liefern besondere und wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die wichtig für die Durchblutung sind und die Erektion verbessern sollen.
Gibt es wissenschaftliche Belege?
Es ist schwer, wissenschaftliche Studien zu finden, die eine wirkliche potenzsteigernde Wirkung natürlicher Mittel belegen. Allerdings ist es nicht so, dass es keinerlei Hinweise gibt: Eine koreanische Studiengruppe fand immerhin heraus, dass Ginseng als pflanzliches Potenzmittel die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) im Blut erhöht, welches essentiell für eine Erektion ist, da es die Blutgefäße weitet. Allerdings setzt diese Wirkung nur ein, wenn man Ginseng über einen längeren Zeitraum einnimmt und ist keine echte Alternative zu verschreibungspflichtigen Produkten.
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Die Pille „N-Hanz“ enthält die in Walnüssen enthaltene Aminosäure Arginin. Das in großen Mengen enthaltene Eiweiß erweitert die Gefäße und reguliert die Blutzufuhr in den Penis. Erfolgreich getestet wurde die Pille bereits an 40 Freiwilligen. Nebenwirkungen gab es bislang keine. „Die Wirkung setzt erst nach einer Stunde ein, hält dann aber über mehrere Stunden“, berichtet Kim in der australischen Herald Sun. Zudem behaupten die Forscher, dass das natürliche Walnuss Medikament nicht nur gesünder ist als das künstliche Viagra, sondern auch von Menschen mit Bluthochdruck, künstlichen Herzklappen und Diabetikern bedenkenlos eingesetzt werden kann.
Wie wirken natürliche Potenzmittel biologisch?
Damit potenzsteigernde Mittel - natürliche ebenso wie chemische - wirken können, muss zyklisches Guanin-Monophosphat (cGMP) ausgeschüttet werden. Das ist ein Botenstoff, der die sogenannte Proteinkinase G aktiviert, die wiederum den glatten Muskeln in den Schwellkörpern den Befehl zum Erschlaffen gibt. In Folge weiten sich die Adern, Blut strömt in die Schwellkörper, der Penis verhärtet sich. Das Enzym PDE-5 baut schließlich das cGMP wieder ab, das Glied erschlafft.
Viele der angebotenen natürlichen Potenzmittel werden als Alternative für Sildenafil, einem PDE-5-Hemmer, angepriesen. Das heißt, sie sollen verhindern, dass das erektionsfördernde cGMP abgebaut wird.
Risiken und Nebenwirkungen
Wer dem „kleinen Freund“ über die Ernährung auf die Sprünge helfen möchte, greift oft zu Hausmitteln. Solange er es bei rein natürlichen Pulvern, Getränken und Lebensmitteln belässt, ist die Gefahr sich zu schaden gering - allerdings auch die Chance auf sexuellen Erfolg. Riskant wird es erst, wenn angeblich natürliche Potenzmittel mit chemischen Erektionshilfen versetzt werden. Es hat einen guten Grund, warum Viagra und Co. streng geprüft werden und verschreibungspflichtig sind.
Das Problem: Oft stecken in natürlichen Potenzmitteln auch nicht deklarierte synthetische PDE-5-Hemmer - häufig so hoch dosiert, dass mit unerwünschten (Neben)Wirkungen gerechnet werden muss - fanden amerikanische Wissenschaftler in einer Studie. Und auch bei rein natürlichen Produkten kann es zu Problemen kommen. So ist bei Yohimbin die Einnahme von Antidepressiva kontraindiziert, bei Burzeldorn besteht die Gefahr, dass Leber und Nieren geschädigt werden und das Pulver der spanischen Fliege ist schon in geringer Dosierung giftig.
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Wann sollte man zum Arzt?
Eine erektile Dysfunktion kann unter anderem ein Zeichen für eine Verschlechterung der Blutgefäße und damit ein wichtiges Frühwarnsymptom für Herzinfarkt und Schlaganfall sein, das ohne ärztliche Untersuchung unentdeckt bleibt. Kein Wunder, vielen Betroffenen sind ihre Erektionsprobleme peinlich. Sie möchten nicht einmal mit einem Arzt darüber sprechen - und gehen damit eventuell ein hohes Risiko ein.
Praktische Empfehlungen
- Solange man bei natürlicher Ernährung bleibt, ist das Risiko gering: Versuchen Sie es doch mal in der Küche - und essen Sie häufiger Nüsse, Honig oder Fisch.
- Zu manchen Nahrungsmitteln gibt es Studien, die die potenzfördernde Wirkung nachweisen; andere basieren auf Überlieferung.
- Wenn Sie Präparate kaufen: Vorsicht bei Angeboten aus dem Internet, die „natürliche“ Potenzmittel ohne klare Inhaltsstoffangaben versprechen.
- Bei andauernden oder wiederkehrenden Erektionsstörungen: ärztliche Abklärung suchen, weil dies ein Hinweis auf kardiovaskuläre Erkrankungen sein kann.
Tabelle: Wirkstoffe und mögliche Effekte (Auszüge aus dem Material)
| Stoff / Lebensmittel | Vorkommen | Vermutete Wirkung |
|---|---|---|
| L-Arginin | Nüsse, Fisch, Getreide, Obst, Gemüse | Kann NO-Produktion ankurbeln, Durchblutung fördern |
| Honig | Honig | Reich an Zink und Selen (Spurenelemente für Reproduktionsgesundheit) |
| Omega-3-Fettsäuren | Lachs, Hering, Thunfisch | Verbesserung der Durchblutung |
| Yohimbin | Rinde des Yohimbe-Baums | Wirkung über zentrales Nervensystem, Studienlage uneindeutig; kontraindiziert mit Antidepressiva |
Fazit zum Thema Honig mit Nüssen
Honig mit Nüssen kann als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung Spurenelemente und Aminosäuren liefern, die theoretisch die Voraussetzungen für eine bessere Durchblutung schaffen können. Walnüsse und andere Nüsse enthalten L-Arginin, Honig liefert Zink und Selen, und zusammen mit Omega-3-reichem Fisch können diese Lebensmittel die Blutgefäße unterstützen. Dennoch fehlen eindeutige, groß angelegte Studien, die belegen, dass Honig mit Nüssen allein eine klinisch relevante Verbesserung der Potenz bewirkt.
Wichtig ist: Vorsicht vor kommerziell angebotenen „Potenz-Honigen“, die nicht deklarierte synthetische Wirkstoffe enthalten können. Bei anhaltenden Erektionsproblemen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, weil sie auf ernsthafte Gesundheitsprobleme hinweisen können.
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