Honig mit Kurkuma: Wirkung, Anwendung und Rezept

Kurkuma und Honig sind zwei altbekannte Naturheilmittel, die sowohl in der traditionellen ayurvedischen Medizin als auch in der modernen westlichen Medizin Anwendung finden. Ihre Kombination, oft als "Goldener Honig" bezeichnet, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung von Honig mit Kurkuma, gibt Anleitungen zur Herstellung und Anwendung und räumt mit einigen Missverständnissen auf.

Was ist Honig mit Kurkuma?

Honig mit Kurkuma ist ein Mischhonig, bei dem Kurkumapulver in Honig eingerührt wird. Es ist wichtig zu betonen, dass es sich nicht um einen Honig handelt, den Bienen aus Kurkuma-Nektar gewinnen. In der Regel wird Blütenhonig als Basis verwendet, wobei Imker oft Mischungen wie Sommerblütenhonig, Rapshonig oder Wildblütenhonig bevorzugen. Sortenreine Honige wie Lavendelhonig sind in der Regel zu schade, um mit Gewürzen vermischt zu werden.

Die heilenden Kräfte von Honig und Kurkuma

Sowohl Honig als auch Kurkuma werden seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen als Naturheilmittel eingesetzt.

Honig

Honig ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen und hat eine lange Tradition als Heilmittel. Schon die alten Römer nutzten Honig zur Wundheilung und zur Linderung verschiedener Beschwerden. Heute wird Honig vor allem für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.

  • Antibakterielle Wirkung: Honig wirkt als natürliches Antibiotikum und kann schädliche Bakterien im Körper bekämpfen.
  • Wundheilung: Honig kann die Heilung von Wunden unterstützen, indem er Entzündungen reduziert und die Geweberegeneration fördert.
  • Weitere Wirkungen: Honig wirkt antioxidativ und kann möglicherweise dazu beitragen, Erkrankungen wie Krebs vorzubeugen.

Besonders dunkler Waldhonig gilt als wohltuend bei Erkältungskrankheiten. Im Ayurveda wird Honig als Trägerstoff eingesetzt, der die Wirkung anderer Heilmittel verstärkt.

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Kurkuma

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist ein Gewürz, das aus der gleichnamigen Wurzel gewonnen wird. In der traditionellen Naturheilkunde wird Kurkuma vor allem wegen seines Inhaltsstoffs Curcumin eingesetzt.

  • Verdauungsfördernd: Kurkuma wird traditionell bei Verdauungsstörungen wie Bauchschmerzen und Blähungen eingesetzt.
  • Weitere Wirkungen: Kurkuma werden antivirale, antioxidative und antibakterielle Eigenschaften zugesprochen. Forschungen deuten darauf hin, dass Kurkuma bei verschiedenen Krankheitsbildern helfen kann, darunter metabolisches Syndrom, Depression und erhöhter Cholesterinspiegel.

In Indien gilt Kurkuma als heilig und wird nicht nur als Gewürz, sondern auch als Mittel zur Reinigung und Stärkung des Organismus eingesetzt.

Die Synergie von Honig und Kurkuma

Die Kombination von Honig und Kurkuma soll die Wirkung beider Stoffe verstärken. Es wird angenommen, dass Honig die Aufnahme von Curcumin im Körper verbessert und gleichzeitig die entzündungshemmenden Eigenschaften von Kurkuma unterstützt.

Wirkung von Honig mit Kurkuma

Honig mit Kurkuma wird eine Vielzahl von positiven Wirkungen zugeschrieben:

  • Stärkung des Immunsystems: Die Kombination soll das Immunsystem stärken und vor Krankheiten schützen.
  • Entzündungshemmende Wirkung: Honig und Kurkuma wirken entzündungshemmend und können bei verschiedenen Entzündungen im Körper helfen.
  • Linderung von Erkältungsbeschwerden: Honig mit Kurkuma kann Halsschmerzen lindern, Hustenreiz reduzieren und die Atemwege befreien.
  • Förderung der Verdauung: Die Mischung kann bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Verstopfung helfen.
  • Unterstützung der Wundheilung: Honig mit Kurkuma kann äußerlich aufgetragen werden, um die Heilung von kleineren Verletzungen und Verbrennungen zu fördern.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die meisten dieser Wirkungen wissenschaftlich nicht eindeutig belegt sind. Viele Anwender berichten jedoch von positiven Erfahrungen mit Honig mit Kurkuma.

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Honig mit Kurkuma selber machen

Die Herstellung von Honig mit Kurkuma ist denkbar einfach und erfordert nur wenige Zutaten:

  • 100 g Bio-Honig (roh & unbehandelt, idealerweise von einem regionalen Imker)
  • 1 gehäufter Esslöffel Bio-Kurkumapulver
  • Eine Prise frisch gemahlener schwarzer Bio-Pfeffer (optional, erhöht die Bioverfügbarkeit von Curcumin)

Zubereitung:

  1. Den Honig in ein sterilisiertes Glas füllen.
  2. Kurkuma und Pfeffer hinzufügen.
  3. Alles gleichmäßig verrühren.

Der selbstgemachte Honig mit Kurkuma ist im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.

Anwendung von Honig mit Kurkuma

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Honig mit Kurkuma anzuwenden:

  • Pur: Bei Erkältungsbeschwerden oder zur Stärkung des Immunsystems kann man mehrmals täglich einen halben bis einen Teelöffel der Paste auf der Zunge zergehen lassen.
  • In Getränken: Honig mit Kurkuma kann in warme Milch (Golden Milk), Tee oder Smoothies eingerührt werden. Dabei sollte die Temperatur nicht über 40 Grad Celsius liegen, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.
  • Als Brotaufstrich: Honig mit Kurkuma kann als leckerer und gesunder Brotaufstrich verwendet werden.
  • In der Küche: Die Paste eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Currys, Suppen, Marinaden und Desserts.
  • Äußerlich: Bei kleineren Verletzungen und Verbrennungen kann Honig mit Kurkuma direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

Worauf sollte man beim Kauf von Honig mit Kurkuma achten?

Wer keine Zeit oder Lust hat, Honig mit Kurkuma selbst herzustellen, kann auch fertige Mischungen kaufen. Dabei sollte man auf folgende Punkte achten:

  • Qualität der Zutaten: Der Honig sollte naturbelassen und von guter Qualität sein. Am besten ist Bio-Honig von einem regionalen Imker. Auch das Kurkumapulver sollte von hoher Qualität und möglichst frei von Schadstoffen sein.
  • Zusatzstoffe: Die Mischung sollte keine unnötigen Zusatzstoffe enthalten.
  • Verhältnis von Honig und Kurkuma: Ein gängiges Mischungsverhältnis ist 100 Gramm Honig auf 1 Esslöffel Kurkumapulver.

Mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Honig mit Kurkuma gilt in der Regel als gut verträglich. In seltenen Fällen kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

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  • Allergische Reaktionen: Bei einer Allergie gegen Honig oder Kurkuma kann es zu allergischen Reaktionen kommen.
  • Magen-Darm-Beschwerden: In seltenen Fällen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen kommen.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Curcumin kann die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen.

Personen mit folgenden Erkrankungen sollten vor der Einnahme von Honig mit Kurkuma Rücksprache mit ihrem Arzt halten:

  • Erkrankungen der Gallenblase
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Diabetes

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