Holländische Stroopwafels Rezept
Stroopwafels oder Sirupwaffeln sind, wie ihr Name schon andeutet, eine dünne knusprige Waffel aus Hefeteig, die im Inneren einen Klecks Sirup oder niederländisch „Stroop“ enthält. Die Gebäckspezialität aus den Niederlanden passt perfekt zu einer Kaffeepause. Legt man eine Stroopwafel auf eine heiße Tasse Kaffee, dann erwärmt sich der Sirup und schmilzt sanft.
Geschichte und Anekdote
Stroopwafels sind in den Niederlanden extrem populär und werden mit Freuden verschenkt. Erfunden wurden sie wohl schon 1810 in der Stadt Gouda, Gerard Kamphuisen soll sie wohl in seiner Bäckerei verkauft haben. Warst du schon mal in Amsterdam und bist in den Genuss der lokalen Stroopwafels gekommen? Hier in Deutschland findest du sie manchmal auch unter dem Namen „Karamellwaffel“.
Warum selbst backen?
Selbst gebacken schmecken die knusprigen Waffeln mit süßer Füllung aber noch viel besser! Ungelogen fand ich meine eigenen Waffeln sogar noch ein Stückchen besser als die, welche ich in Amsterdam probierte. Zuhause kann man zum Glück selber bestimmen, wie weich oder hart sie werden sollen. Das Rezept ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht denken magst. Du brauchst lediglich ein Hörncheneisen.
Zutaten (Basis)
- 200 g Mehl
- 100 g Butter (oder Margarine)
- 100 g brauner Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 EL Wasser
- 1 Ei (medium)
- 1 TL Zimt
- Für die Füllung: 75-100 g Rübensirup (Zuckerrübensirup), 25-35 g Butter, 25-75 g brauner Zucker
- Öl für das Waffeleisen
Alternative Zutatenhinweise
Traditionelle niederländische Stroopwafels bestehen aus einfachen Zutaten, aber man sollte auf gute Qualität achten. Verwenden Sie hochwertige Butter und braunen Zucker mit Melasse, wie er in den Niederlanden und auch in den USA üblich ist. Wenn nicht, können Sie ihn auch selbst herstellen, indem Sie 200 g weißen Zucker mit 1,5 Esslöffeln Melasse im Mixer vermengen.
Teigzubereitung
Für den Waffelteig die Butter schmelzen, dann die Milch hinzufügen und verrühren. Die Masse sollte nur lauwarm sein, sodass man den Finger hineinstecken kann. Die Trockenhefe hineingeben und darin auflösen. Dann die zwei Eier einrühren. In einer großen Knetschüssel Mehl, Zucker und Zimt vermischen, die vermengten flüssigen Zutaten hinzugeben und dann auf niedrigster Stufe oder per Hand für einige Minuten zu einem sehr weichen Teig verkneten, er fühlt sich fast wie Rührteig an. Alle Zutaten für den Teig miteinander verrühren und walnussgroße Bällchen formen.
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Abgedeckt in einer Schüssel ca. 1 Stunde stehen lassen, das Volumen sollte sich verdoppeln. Mann kann den Teig auch im Kühlschrank über Nacht aufbewahren. Er lässt sich auch super einfrieren. Dann den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur für eine Stunde ruhen lassen und anschließend 14 Kugeln daraus formen. Die Konsistenz sollte noch etwas klebrig sein.
Sirup (Füllung) zubereiten
Für den Sirup Zuckerrübensirup und Zucker auf mittlerer Stufe erwärmen bis der Zucker sich aufgelöst hat, das dauert ein paar Minuten. Dann die Butter, Zimt und Salz hinzufügen, verrühren bis alles geschmolzen und vermengt ist. Den Sirup am besten bei ganz niedriger Temperatur stehen lassen, sodass er nicht zu fest wird. Man kann ihn, wenn er arg dickflüssig ist, mit etwas Wasser verdünnen, dazu dann aber nochmal auf niedriger Temperatur schmelzen bis sich alles vermengt hat.
Für die Sirupfüllung den Zucker mit dem Rübensirup in einem Topf langsam erhitzen, die Butter in Stückchen dazugeben und schmelzen lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen. Sollte der Sirup zu fest werden, immer wieder bei niedriger Hitze kurz erwärmen.
Backen und Zusammensetzen
Das Hörncheneisen erhitzen. Den Teig in jeweils Bällchen von 40g teilen. Die meisten Rezepte nennen 50g, aber da hatte ich immer viele Überreste. Man sollte ein scharfes und langes Messer, evtl. Ofenhandschuhe und Sirup bereits fertig vorbereitet haben, denn je nach Hörncheneisen geht es ganz schnell. Ein Bällchen in die Mitte des Eisens legen, sanft herunterdrücken und so lange ausbacken bis die Masse schön goldbraun ist. Je nach Eisen dauert dies ca. 1-3 Minuten.
Das heiße Waffeleisen mit etwas Öl bestreichen und ein Teigbällchen darin für eine bis zwei Minuten goldbraun backen. Die Backzeit kann je nach Gerät variieren. Die Waffel sollte außen fest sein, innen noch etwas weicher. Sobald fertig, sofort mit dem Messer auf die Hälfte schneiden, ich nutze dazu Ofenhandschuhe. Eine Seite ist meist etwas fluffiger, dort mit dem Schneiden starten.
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Dann ca. einen Esslöffel vom Sirup nicht ganz bis an den Rand verstreichen und die zweite Hälfte gebackenen Teig drauflegen. Wenn man mag, noch mit einem Keksausstecher von 10 cm Durchmesser berherzt einen schönen Kreis ausstechen, damit die Stroopwafel richtig schön rund wird. Rest Waffeln ebenso backen. Die Waffeln härten beim Abkühlen noch ein bisschen nach.
Tipps beim Backen
- Vorsichtig mit dem Messer arbeiten; vielleicht klappt das Aufschneiden noch nicht ab der ersten Waffel, aber man bekommt den Dreh schnell raus.
- Wenn der Sirup zu fest wird, immer wieder kurz langsam erhitzen.
- Bei einem Eisen mit tieferen Rillen die Waffeln nach dem Backen mit einem Messer aufschneiden und mit Sirup bestreichen; dann aber die doppelte Menge Sirup vorbereiten.
- Die Reste kann man in etwas Butter gedünstet und mit Zimt und Zucker servieren oder als Kuchenstreusel verwenden.
Varianten und Dekoration
Die typische Karamellfüllung der Sirupwaffeln ist dir zu langweilig? Du kannst aber auch eine ganz andere Füllung für deine Stroopwafels wählen. Extra-Tipps: Für köstliche "Honingwafels" ersetzt du den Sirup für die Füllung einfach durch Honig. Wenn du möchtest, kannst du auch noch mehr Karamell verwenden, Schokoladenstückchen oder gehackte Nüsse. Du kannst die Schokolade aber auch durch weiße Schokolade oder Vanille-Creme ersetzen.
Ich habe meine Karamellwaffeln mit Schokolade bestrichen, und anschließend mit Marshmallows, M&M’s, Keksen, Oreos, Milky Way, Nüssen, Zuckerperlen und Zuckerherzen verziert. Anschließend kannst du deine Karamellwaffeln noch mit geschmolzener Schokolade glasieren. Dazu tauchst du sie bis zur Hälfte in die Schokolade oder bestreichst sie mit einem Backpinsel mit der Schokolade. Danach kannst du die flüssige Schokolade noch mit Zutaten deiner Wahl toppen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Abgekühlte Stroopwafels halten sich in gut verschlossenen Dosen mindestens 2 Wochen. Stroopwafels halten sich angeblich zwei Wochen, wenn luftdicht verpackt, aber bei uns waren sie schneller weg. Verpacke die holländischen Stroopwafels luftdicht in einer Frischhaltedose und lagere sie dunkel und kühl bei Zimmertemperatur. Du kannst sie sogar einfrieren, wenn du sie richtig verpackt in den Gefrierschrank gibst; dort halten sie sich länger!
Serviervorschläge
Die Stroopwafels schmecken warm am besten. Am besten legen Sie sich eine Waffel auf ihre heiße Tasse, damit der Sirup sich wieder erwärmt und leicht schmilzt. Traditionell werden sie dazu 1 bis 2 Minuten auf eine Tasse mit heißem Tee oder Kaffee gelegt. Die Waffeln schmecken warm wie auch kalt.
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Rezeptübersicht (kompakt)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl | 200 g |
| Butter | 100 g |
| Brauner Zucker | 100 g |
| Ei | 1 |
| Zimt | 1 TL |
| Zuckerrübensirup (für Füllung) | 75-100 g |
| Butter (für Füllung) | 25-35 g |
| Brauner Zucker (für Füllung) | 25-75 g |
Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten (inkl. Ruhezeit). Ergibt ca. 20 Stroopwafels, je nach Größe der Kugeln.
Noch ein Tipp
Vielleicht klappt das Aufschneiden noch nicht ab der ersten Waffel, aber man bekommt den Dreh schnell raus. Schnapp dir dein Hörncheneisen, mixe den Teig zusammen, und los geht’s!
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