Hefezopf Rezept mit Honig statt Zucker: Schweizer Butterzopf, fluffig und zuckersparend

Ich dachte nicht, dass es tatsächlich ein Rezept für einen Hefezopf ohne Zucker gibt. Aber in der Schweiz wurde ich eines besseren belehrt. Von dort stammt dieses Rezept für einen Schweizer Butterzopf der überraschend einfach zuzubereiten und unwiderstehlich lecker ist.

Warum dieser Hefezopf ohne Zucker so besonders ist

Der glänzende Zopf ist keine Zauberei. Dass der Hefezopf ganz ohne Zucker gebacken wurde, war für mich wirklich happy machend, denn wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich so wenig raffinierten Zucker verwende, wie es geht. In der Schweiz werden Hefezöpfe ohne Zucker gebacken und sind auch als Butter- sowie Sonntagszöpfe bekannt.

Schweizer Butterzopf auf einem Holzbretter serviert

So sollte ein Hefezopf sein

  • Ein Hefezopf sollte weich und buttrig sein. Dabei aber nicht zu schwer.
  • Ich esse ihn am liebsten ein wenig angetoastet mit etwas Honig, aber auch ohne schmeckt er fantastisch.
  • Der Hefezopf wird weich, buttrig, fluffig und schmeckt ein wenig süß. Also genau, wie er sein muss.

Zutaten (Basisrezept, für einen Zopf)

ZutatMenge
Mehl (Typ 405, alternativ Type 00 oder Zopfmehl)500 g
Salz10 g
Milch (handwarm)300 ml
Trockenhefe1 Päckchen (oder entsprechender Frischhefewürfel)
weiche Butter50 g
Eigelb (zum Bestreichen)1
Honig (zum Bestreichen / als Aufstrich)nach Belieben

Wichtige Zutaten-Tipps

Ich habe Mehl Type 405 genutzt und es hat wunderbar funktioniert. Noch besser wäre es, die Mehl-Type 00 zu benutzen. In der Schweiz selber gibt es spezielles Zopfmehl. In Deutschland habe ich solches allerdings noch nicht gesehen. Zutaten wie Mehl, Salz, Hefe und Ei sollten Zimmertemperatur haben. Die Milch sollte handwarm sein. Die Butter sollte sehr weich und in Stücke geschnitten sein.

Welche Hefe und wie verarbeiten?

Hefe ist die Triebkraft in einem Teig. Es gibt frische Hefe und Trockenhefe. Grundsätzlich ist es egal, welche Hefe ihr hier bei diesem Rezept verwendet. Ich verwende meistens Trockenhefe. Manchmal, wenn ich geplant backe, dann kaufe ich auch frische Hefe. Wichtig ist, dass man die Hefe richtig verarbeitet. So sollte man frische Hefe vor der Verwendung in Flüssigkeit auflösen. Trockenhefe kann man ganz einfach in die trockenen Zutaten für einen Teig mischen. Auf keinen Fall sollte die Hefe überlagert oder gar schimmlig sein.

Teigzubereitung: Schritt für Schritt

  1. Mehl, Salz und Hefe in einer Rührschüssel miteinander vermengen.
  2. Milch handwarm erwärmen und zusammen mit der Butter nach und nach in die Mehlmischung geben und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für ca. 3 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte seine Größe verdoppelt haben.
  4. Den Teig in zwei Hälften teilen und ca. 60 - 70 cm lange Rollen eindrehen.
  5. Die Rollen zu einem Zopf formen. Dafür werden die Rollen nebeneinander gelegt und in der Hälfte umgebogen, so dass man vier nebeneinander liegende Rollen hat. Jetzt beginnt man von oben (Rundung) her die Rollen nacheinander übereinander zu legen. Die Rollen sollten nur leicht übereinander liegen und nicht angedrückt werden.
  6. Den Zopf für ca. 30 Minuten gehen lassen und in der Zwischenzeit den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  7. Das Eigelb mit ein paar Tropfen Wasser vermischen und den Zopf einpinseln.
  8. Der Zopf wird auf der zweituntersten Schiene für 30 Minuten gebacken. Fertig ist der Hefezopf, wenn er sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhört. Auf einem Kuchengitter sollte man ihn vor dem Essen auskühlen lassen.

Teig kneten: Hand oder Maschine?

Grundsätzlich ja, man kann den Teig per Hand kneten, aber ein elektrischer Mixer oder eine Küchenmaschine macht es einem wesentlich einfacher. Der Teig sollte eine Weile geknetet werden, damit er weich und geschmeidig wird. Außerdem wird die Butter nach und nach in den Teig gegeben und das macht sich mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer besser.

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Wie erkennt man ausreichend geschmeidigen Teig?

Durch Gluten wird ein Teig geschmeidig. Um festzustellen, ob das Gluten vollständig entwickelt und der Teig ausreichend geschmeidig ist, kann man den „Fenstertest“ machen. Dafür nimmt man ein kleines Stück vom Teig und zieht ihn mit zwei Händen vorsichtig auseinander. Wenn der Teig so dünn wird, dass man fast durchschauen kann, ohne zu reißen, dann ist er fertig.

Butter einarbeiten

Sehr langsam und mit viel Geduld. Die Butter sollte weich und in kleine Stücken geschnitten sein. Ich habe ca. 10 Minuten gebraucht, um die ganze Butter einzuarbeiten. Aber ich schätze 5 Minuten machen es auch. Achtet nur darauf, dass die Butter vollständig eingearbeitet wurde.

Gehzeiten optimal nutzen

Hier gibt es keine einfache Antwort. Am Ende des Vorgangs sollte der Teig etwa doppelt so groß sein. Ich habe meinen Teig am wärmsten Ort in meiner Wohnung für drei Stunden gehen lassen und dann nochmal für 30 Minuten, nachdem ich ihn geflochten hatte. Wollt ihr ihn über Nacht gehen lassen? Dann würde ich Euch empfehlen, ihn in den Kühlschrank zu stellen. Das ist eine langsame Art der Fermentierung. Vor dem Backen sollte der Teig allerdings Zimmertemperatur erreicht haben. Deshalb sollte ihr ihn mindestens eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.

Gedeckter Teig beim Gehen an einem warmen Ort

Flechten: locker legen, nicht andrücken

Wie „flechte“ ich den Zopf? Viele teilen den Teig in 3 bis vier gleichgroße Teile und formen eine ca. 60 bis 70 cm lange Rolle. Diese Rolle wird dann zu einem Zopf geflochten. Auf jeden Fall sollte man die Rollen nicht andrücken, sondern nur locker übereinander legen. Ich habe, nach Anweisung meiner Rezeptgeber, zwei Teile zu 60 cm langen Rollen geformt und sie dann „geflochten“, also abwechselnd übereinander gelegt und nicht angedrückt, weil so der Zopf am Ende fluffiger werden soll.

So wird der Zopf schön glänzend

Das ist ganz einfach. Der Teig wird vor dem Backen mit Eigelb eingepinselt. Dazu verdünnt man das Eigelb mit ein paar Tropfen Wasser und streicht den Zopf ein. Sollte der Hefezopf im Ofen zu dunkel werden, kann man ihm während des Backens mit Alufolie oder Backpapier bedecken.

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Backzeit & Kontrolle

Der Zopf wird auf der zweituntersten Schiene für 30 Minuten gebacken. Fertig ist der Hefezopf, wenn er sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhört. Bitte beobachtet den Zopf im Ofen, damit er nicht zu braun wird.

Varianten und Abwandlungen mit Honig

Ein Hefezopf, nur mit Honig gesüßt. Ich esse ihn am liebsten ein wenig angetoastet mit etwas Honig, aber auch ohne schmeckt er fantastisch. Mit etwas Butter und Honig wird der Zopf vom Frühstück zum Nachmittagssnack. Honig und Butter passen perfekt zum Hefezopf.

Zopf mit Butter und Honig bestrichen

Honig-Zimt-Butter als Belag

Honig-Zimt-Butter: so wird’s gemacht: 100 g weiche Butter, 2 EL Honig, 1/2 TL Zimt, etwas Salz, eine Handvoll geröstete & gehackte Haselnüsse (wer mag). Einfach die Butter schaumig schlagen. Honig, Zimt und eine Prise Salz dazugeben und alles zu einer glatten, streichfähigen Masse rühren. Wer mag, kann die Honig-Zimt-Butter noch mit ein paar gerösteten und gehackten Haselnüssen toppen.

Aufbewahrung, Einfrieren und Wiederaufwärmen

  • Am besten schmeckt so ein Hefezopf leicht abgekühlt und frisch aus dem Ofen.
  • Lagerung: eingewickelt in Brotpapier oder in einer offenen Tüte. Am nächsten Tag kurz an toasten oder im Ofen warm machen.
  • Falls ihr Hefeteig über habt oder gleich mehr gemacht habt, dann könnt ihr ihn problemlos einfrieren. Dazu bereitet ihr den Teig zu, laßt ihn gehen und friert ihn in Frischhaltfolie portionsweise ein. Zum Auftauen empfehle ich den Teig über Nacht im Kühlschrank liegen zu lassen.
  • Im Tiefkühler hält sich der Hefezopf drei bis vier Monate.

Tipps für Hefe-Ängstliche

Die meisten von euch haben großen Respekt davor allein einen Hefeteig herzustellen. Jetzt nehme ich euch diese Angst und gleich vorweg: es ist nicht schlimm, wenn mal was schief geht. Auch bei mir läuft nicht immer alles nach Plan. Die Hefe ist nicht euer Feind! Sie braucht eben nur ein paar Dinge um glücklich ihre Arbeit machen zu können. Dazu zählt Zucker, Wärme und Zeit. Ich nehme am Liebsten getrocknete Datteln (Fruchtzucker) und füttere damit meine Hefe. Stellt ihr euch das bildlich vor, dann fängt sie darauf hin an zu pupsen. Besonders gut pupst sie in einem warmen Kuscheltest (30°C-35°C), dort fühlt die Hefe sich besonders wohl. Ab 45°C macht ihr sie kaputt.

Demonstration: Hefezopf flechten in 3 Strängen

Alternative Rezepte und Inspirationen

Du kannst den Klassiker auch mit einer zuckersüßen Nussmasse abwandeln - und schon hast du einen saftigen Nusszopf. Trockenfrüchte wie Rosinen oder klein geschnittene Apfelstücke passen ebenfalls gut. Vegane Varianten und Alternativen mit Dinkel-, Vollkorn- oder Roggenmehl sind möglich. Diese Mehlsorten verändern Konsistenz und Geschmack, funktionieren aber hervorragend.

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Serviervorschläge

  • Ofenwarm mit gesalzener Butter und Marmelade.
  • Mit Honig-Zimt-Butter für ein besonderes Aroma.
  • Zu Ostern mit selbst gefärbten Eiern garniert - die Eier vorher kochen und färben und erst dann in den Teig drücken.
  • Reste: French Toast oder French Toast Sticks daraus machen.

Rezept kurz zum Ausdrucken

  1. 500 g Mehl, 10 g Salz und 1 Päckchen Trockenhefe vermengen.
  2. 300 ml Milch handwarm, 50 g weiche Butter nach und nach dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. 3 Stunden gehen lassen, dann in zwei Hälften teilen, Rollen zu je 60-70 cm formen und locker zu einem Zopf legen.
  4. 30 Minuten gehen lassen, Ofen auf 200°C vorheizen. Eigelb mit ein paar Tropfen Wasser verrühren und Zopf bestreichen.
  5. 30 Minuten auf der zweituntersten Schiene backen, hohl klingend ist er fertig, auf einem Gitter auskühlen lassen.

So, jetzt ist es aber soweit und hier kommt das Rezept. Viel Erfolg beim Backen dieses Zopfes und lasst ihn Euch schmecken!

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