Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Hautpilzinfektionen
Zucker macht dick und schadet unserer Gesundheit. Zucker kann sich negativ auf das Hautbild auswirken, insbesondere durch eine beschleunigte Hautalterung und die Entstehung von Hautunreinheiten. Zudem kann Zucker Entzündungsprozesse im Körper fördern, was sich auch auf der Haut in Form von Rötungen, Schwellungen und sogar Akne zeigen kann.
Unser Körper braucht Zucker als Energielieferant. Wird Zucker in Form von Kohlenhydraten konsumiert, werden diese im Körper zu Glucose umgewandelt. Der Blutzuckerspiegel steigt. Damit der Körper die Glucose verwerten und in die Zellen transportieren kann, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Durch einen hohen Insulinspiegel setzt der Körper unter anderem bestimmte Enzyme frei, die der Haut Kollagen und Elastin entziehen. Diese beiden Proteine beeinflussen auch die Elastizität und Festigkeit der Haut. Weiter sorgt ein Insulinanstieg auch für eine erhöhte Aktivität der Talgdrüsen. Durch die erhöhte Talgproduktion besteht die Gefahr, dass Drüsen und Poren verstopfen.
Glykation: Der biochemische Weg, wie Zucker die Haut altert
Mit dem Begriff der „Glykation“ werden Prozesse der „Verzuckerung“ in den Gewebefasern der Haut beschrieben. Es ist ein natürlicher Prozess im Körper, bei dem sich Zucker, insbesondere Glukose, an Proteine in der Haut wie Kollagen und Elastin bindet. Diese Bindung führt zur Bildung von Molekülen, die “Advanced Glycation Endproduct” (AGEs) genannt werden. Diese Moleküle entstehen, wenn Zucker mit Proteinen oder Lipiden (Fetten) reagiert. Glykation ist eine der Hauptursachen für die Schädigung der Haut mit zunehmendem Alter und führt zu Faltenbildung und Elastizitätsverlust. Eine zuckerreiche Ernährung kann die Bildung von AGEs erhöhen und damit die Verzuckerung der Haut beschleunigen.
Wer seinen Zuckerkonsum, vor allem raffinierten Zucker, einschränkt, sorgt damit für die Reduzierung der Glykation in der Haut. Geringere Zuckeraufnahme führt dazu, dass weniger Zuckermoleküle die Kollagen- und Elastinfasern in der Haut negativ beeinflussen können. Mittlerweile stehen spezielle „Anti-Glykations“-Produkte für die Hautpflege zur Verfügung, mit denen der „Verzuckerungsprozess“ in der Haut gehemmt werden kann. Eine weiterer Faktor kann die übermäßige Belastung durch UV-Strahlen der Sonne sein, da auch sie die „Verzuckerung“ der Haut erhöhen.
Zucker, Hautflora und Pilzwachstum
Die Hefepilze aus der Candida-Familie ernähren sich von Zuckerbausteinen und wandeln diese unter anderem in Alkohol um. Er ist auch für das Brennen der vaginalen Schleimhäute verantwortlich, das neben Jucken, Rötungen und Schwellungen ein Erkrankungssymptom darstellt. Eine Pilzinfektion der Vagina erfolgt in vielen Fällen durch Hefepilze, die vom Enddarm stammen. Eine zuckerreiche Ernährung fördert das Wachstum der Pilze im Darm, die dann über den After zur Scheide gelangen und dort eine Infektion verursachen können.
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Frauen, die wiederholt unter Pilzinfektionen der Scheide leiden, können durch eine Ernährungsumstellung mit eingeschränktem Verzehr von Zucker ihr Erkrankungsrisiko vermindern. Bei Frauen, die häufig unter Scheidenpilz leiden, kann daher eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Kost und einen sparsamen Verzehr von Zucker dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu senken. Wichtig ist zudem, bei der Toilettenhygiene darauf zu achten, sich keine Schmierinfektion zuzuziehen.
Candida-Infektionen sind nicht so ansteckend wie Erkrankungen, die durch Viren oder Bakterien übertragen werden. In der Regel kommt es nur dann zu einer Infektion, wenn die Pilze auch günstige Lebensbedingungen vorfinden und das gesunde Scheidenmilieu beeinträchtigt ist. Durch hormonelle Veränderungen, Stress, Umwelteinflüsse, eine Immunschwäche oder die Einnahme von Antibiotika kann das Scheidenmilieu so gestört werden, dass vermehrt Pilzinfektionen auftreten.
Bei häufig wiederkehrenden Pilzinfektionen kann es auch sinnvoll sein, die Samenflüssigkeit des Partners untersuchen zu lassen. Werden dabei Hefepilze gefunden, ist eine Behandlung des Geschlechtspartners notwendig. Weitere Faktoren, die eine übermäßige Pilzbesiedelung der Scheide fördern, sind übertriebene Intimhygiene oder eine schlechte Belüftung der Intimzone - etwa durch Unterwäsche aus Kunstfasern oder luftundurchlässige Slipeinlagen und Binden. Auch sollte nasse Badekleidung und verschwitzte Sportwäsche rasch gewechselt werden, um nicht durch längere Feuchtigkeit ein pilzfreundliches Milieu zu schaffen.
Ernährung, Darmmikrobiom und Hautgesundheit
Die Ernährung hat einen grossen Einfluss auf das Hautbild. Wer sowieso schon zu unreiner Haut neigt, ist besonders empfindlich. Entscheidend ist aber immer auch die Menge an ungesundem Essen wie Zucker, Schokolade, Fett oder auch Alkohol. Eine gesunde Ernährung das Wohlbefinden steigert und sogar helfen kann, Krankheiten zu beeinflussen. Auch auf die Hautgesundheit hat die Ernährung einen grossen Einfluss. Denn wer neben Pflege und einem gesunden Lebensstil die richtigen Lebensmittel zu sich nimmt, tut seinem Körper etwas Gutes und kann auch sein Hautbild positiv beeinflussen.
Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäure sind, verhelfen nachweislich zu einem ebenmässigeren Hautbild. Omega-3 bekämpft nicht nur Entzündungen, sondern fördert die Bildung von Kollagen, was für eine straffe Haut sorgt. Lebensmittel mit Zucker, Weissmehl, Transfetten sowie Alkohol und Süssigkeiten sollten entweder vermieden oder in Massen genossen werden. Kohlenhydrate aus ballaststoffreicher Kost, wie beispielsweise Vollkornprodukte, müssen vom Körper erst aufgespalten werden. Das sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel nicht übermässig und schnell ansteigt.
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OMNi-BiOTiC® 6 enthält sechs wichtige, hochaktive Leitkeimstämme, die den Darm über seine gesamte Länge besiedeln und so für ein gesundes bakterielles Gleichgewicht sorgen. Bei Ungleichgewicht im Darm durch z.B. Langfristiger Alkoholkonsum lässt uns schneller altern und erhöht zudem das Risiko für Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis. Besonders in Rotwein enthaltenes Histamin, aber auch die alkoholbedingte Ausschüttung körpereigenen Histamins fördern den Juckreiz. Entzündungen nehmen zu und die Wundheilung wird gebremst.
Auswirkungen auf klinische Pilzinfektionen: von Haut bis Blutbahn
Pilzinfektionen: ein weltweites Problem mit Sorgenfaktor. Krankenhäuser weltweit, auch in Europa und Deutschland, stehen vor einer wachsenden Herausforderung durch Pilzinfektionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Candida, einen Pilz, dem die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal begegnen, als vorrangige Bedrohung eingestuft.
Viele kennen Candida nur in Form vergleichsweise milder Infektionen wie Mundsoor. Doch bestimmte Arten - allen voran C. auris und C. albicans - können in die Blutbahn gelangen und lebensbedrohliche Erkrankungen verursachen. Dies geschieht zunehmend in Kliniken weltweit, wo Candida bei geschwächten Patient:innen leichtes Spiel hat - etwa nach größeren Operationen oder Chemotherapien. Zudem kann sich der Pilz an medizinischen Geräten wie Kathetern, Schläuchen oder Prothesen festsetzen und dort hartnäckige Biofilme bilden, die hochgradig gegenüber Antimykotika resistent sind.
Diagnostische Schwachstellen bei Candida-Blutstrominfektionen: In Krankenhäusern nehmen Candida-Infektionen des Blutstroms zu. Die derzeitige Diagnostik von Pilzinfektionen ist langwierig und belastend: Blutproben von Verdachtspersonen müssen entnommen und in Speziallaboren kultiviert werden. „Diese Analysen dauern meist mehrere Tage, sind fehleranfällig und verfehlen manchmal das Ziel ganz“, erklärt Emelie Reuber, Autorin der Studie, die kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion steht. Als ehemalige Krankenschwester hat sie aus erster Hand erlebt, wie lebensrettend eine schnelle Diagnostik sein kann.
Neuer Ansatz: den Zucker-Code der Pilze lesen
Die äußere Wand von Candida besteht zu rund 80% aus Zuckern, den sogenannten Glykanen. „Das sind die ersten Strukturen, die unser Immunsystem erfasst - gewissermaßen der Fingerabdruck des Erregers“, erklärt Prof. Peter H. Seeberger. „Wir wollten genau verstehen, was das Immunsystem gleich zu Beginn erkennt.“
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Ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) arbeitete eng mit Ärzt:innen der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln sowie mit Pilzexpert:innen vom MRC Centre for Medical Mycology an der Universität Exeter (UK) zusammen, um eine vielversprechende Alternative zu entwickeln: den Pilz über seine Zucker zu „lesen“. Das Team um Seeberger nutzte Automatisierung, um definierte und hochreine Candida-Glykane herzustellen, und druckte sie auf Glasplättchen - sogenannte Glykan-Mikroarrays. Diese synthetischen Zuckerstrukturen wurden mit Serumproben von Menschen und Mäusen mit bestätigten Candida-Infektionen sowie mit Proben gesunder Kontrollindividuen getestet.
Antikörper aus dem Blut infizierter Personen und Mäuse binden gezielt an bestimmte Zucker. Dadurch wird sichtbar, welche Glykanstrukturen an der Oberfläche des Pilzes vorkommen und vom Immunsystem erkannt werden. „Wir haben ein fluoreszierendes Markermolekül hinzugefügt. Sobald ein Antikörper an ein Glykan andockt, wird die Reaktion sofort sichtbar und messbar. Die Antikörper wirken wie ein Schlüssel im Schloss - und wir können das Signal direkt auswerten“, erläutert Reuber (MPIKG).
Konsequenzen: schnellere Diagnostik, Prävention und Impfstoffforschung
Die Methode identifiziert, welche Glykane nach einer Exposition vom Immunsystem erkannt werden und welche die stärkste Immunreaktion auslösen. Durch den Vergleich von Proben von Menschen und Mäusen konnten die Forschenden nun herausfinden, welche Glykan-„Fingerabdrücke“ vom Immunsystem am zuverlässigsten erkannt werden. Dieses Wissen ebnet den Weg für schnellere, einfach zugängliche Tests.
Konkret könnte ein unkomplizierter Streifentest am Krankenbett mit wenigen Tropfen Blut auskommen und Ergebnisse in Minuten liefern. Heute benötigen gebrechliche Patient:innen oft mehrere Blutentnahmen, und jeder Nadelstich erhöht das Infektionsrisiko. Der Ansatz hat das Potenzial, Ergebnisse innerhalb weniger Minuten zu liefern - insbesondere dort, wo der Zugang zu hochspezialisierten Kulturlaboren begrenzt ist. „Diese Arbeit ist entscheidend: Wenn sich die Diagnose verzögert, verzögert sich auch die angemessene antimykotische Therapie. Das führt häufig zu einer ungünstigen Prognose und zu schweren invasiven Infektionen“, sagt Prof. Neil Gow (University of Exeter).
Da jede Candida-Art ein spezifisches Zuckerprofil trägt, erlaubt dieser Ansatz zudem, zwischen verschiedenen Stämmen zu unterscheiden. So können Betroffene frühzeitig isoliert und gezielt behandelt werden. „Schnelle Diagnostik kann Leben retten; Ärzt:innen können es sich nicht leisten, abzuwarten, während sich Candida weiter ausbreitet“, fasst Dr. Rosanne Sprute (Universitätsklinikum Köln) zusammen.
Die Forschung reicht noch weiter: Seeberger und sein Team untersuchen, wie exakt definierte Glykane als Bausteine für künftige Impfstoffe dienen können, die direkt an der Pilzoberfläche ansetzen. Glykokonjugat-Impfstoffe - Zucker an Proteine gekoppelt - haben sich bereits gegen verschiedene bakterielle Infektionen bewährt.
Mukormykose, Covid-19 und der Einfluss hoher Blutzuckerwerte
In Indien und den benachbarten Ländern infizieren sich viele Covid-19-Erkrankte zusätzlich mit einem gefährlichen Pilz. Als Ursachen gelten ein schlecht eingestellter Diabetes und falsch dosiertes Kortison. Kortison erhöht die Blutzuckerwerte. Das Problem: Kortison steigert den Blutzuckerspiegel und reguliert das Immunsystem herunter. In Indien werden Medikamente wie Kortison ohne Rezept verkauft. Ein Vertreter der Public Health Foundation of India erklärte: „Die Leute haben angefangen, Steroide reichlich, übertrieben und unangebracht einzusetzen.“ Dadurch bereitet es bei zu hoher Dosierung den Pilzsporen den Weg in den Körper.
Doch noch eine zweite Geißel quält das Land: Viele der Corona-Erkrankten infizieren sich zusätzlich mit einem normalerweise sehr selten vorkommendem, aber hochgefährlichem Pilz. Dieser „Schwarze Pilz“ führt zur Krankheit Mukormykose. Etwa zehn indische Bundesstaaten haben die Mukormykose-Fälle zu einer Epidemie erklärt. Diese Schimmelpilze gedeihen in der Erde von verwesendem organischen Material wie verrottendem Laub. Menschen infizieren sich durch Einatmen der Pilzsporen oder aber auch über Luftbefeuchter oder verschmutztes Wasser. Von Mensch zu Mensch ist die Infektion aber nicht übertragbar.
Bei einem gesunden Immunsystem hat der Pilz keine Chance sich zu vermehren. Ist das Immunsystem geschwächt, sieht dies anders aus. Auch Menschen mit Diabetes mit einem zu hohen Langzeitzuckerspiegel haben ein erhöhtes Risiko für Mukormykose. Oliver Cornely, Leiter des Europäischen Exzellenzzentrums für Invasive Pilzinfektionen der Universität Köln dazu: „Bei einem hohen Blutzuckerspiegel wird auf der Oberfläche der Schleimhautzellen in den Atemwegen ein Rezeptor ausgedrückt, an den sich der Pilz anheften kann. Von dort aus fängt er an zu wachsen und frisst sich durch alles durch“.
Meistens dringen die Sporen über die Nasennebelhöhlen ein und fressen sich innerhalb von kürzester Zeit durch Knochen, Nerven, Blutgefäße bis ins Gehirn. Die Infektion ist sehr aggressiv und muss schnell behandelt werden. Damit der Pilz nicht ins Gehirn vordringt, müssen Ärzte Infizierten dann manchmal Teile des Gesichts entfernen, damit der Pilz nicht ins Gehirn wandern kann. Infizierte sterben oft binnen weniger Tage. Die Todesrate ist extrem hoch. Als wichtigstes Mittel gegen Mukormykose gilt Amphotericin B.
Praktische Empfehlungen zur Vorbeugung
- Achten Sie auf eine zuckerarme, ballaststoffreiche Ernährung und vermeiden Sie übermässigen Konsum von Weissmehl, Transfetten, Alkohol und Süssigkeiten.
- Fördern Sie die Darmgesundheit mit probiotischen Stämmen und ballaststoffreicher Kost, um eine übermäßige Candida-Besiedlung zu verhindern.
- Bei wiederkehrenden Scheidenpilzen: ärztliche Abklärung, Hygiene beachten, feuchte Kleidung vermeiden und gegebenenfalls Partneruntersuchung durchführen lassen.
- Bei Covid-19 und anderen schweren Erkrankungen: Kortison nur nach ärztlicher Indikation und in kontrollierter Dosierung verwenden, Blutzucker engmaschig überwachen.
- In Kliniken: frühzeitige, möglichst schnelle Diagnostik anstreben; neue Ansätze wie Glykan-basierte Tests könnten die Zeit bis zur passenden Therapie deutlich verkürzen.
Pflegehinweise bei Hautproblemen
Besonders, wenn doch einmal gesündigt wurde, sollte überschüssiger Talg mit einem guten Cleanser, wie zum Beispiel dem Intensive Micellar Cleanser, gereinigt werden. Auch überschüssige Hautschuppen sowie die durch eine übermässige Talgproduktion geförderte Verhornung der Oberfläche sollte zwei- bis dreimal die Woche mit einem Peeling entfernt werden. Um einen Feuchtigkeitsverlust ausgleichen zu können, empfehlen die Expertinnen und Experten von Skinmed ein Vitamin C Serum sowie ein Hyaluron Serum.
Sollten Akne und Hautunreinheiten jedoch nicht in den Griff zu bekommen sein, kann der Besuch in einer dermatologischen Praxis wie Skinmed helfen. Gerne können Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit unseren Expertinnen und Experten vereinbaren. Nehmen Sie Kontakt auf oder buchen Sie hier gleich einen Termin.
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