Gedeckter Apfelkuchen ohne Butter: Ein moderner Klassiker

Wir kennen ihn alle: den Klassiker unter den Klassikern. Den Kuchen, der schon im Sommer ganz leise von gemütlichen Weihnachtstagen erzählt - nur um einen im nächsten Moment mit seiner saftigen Frische wieder ins sommerliche Hier und jetzt zu katapultieren … Gedeckter Apfelkuchen kann so einiges! Nur kalorienarm sein, das kann er für gewöhnlich nicht. Kein Wunder, in den leckeren Stückchen steckt meist jede Menge Zucker - von dem Zuckerguss mal ganz zu schweigen. Dieser Artikel zeigt, wie man einen köstlichen, aber dennochFigur freundlichen gedeckten Apfelkuchen ohne Butter zubereiten kann.

Die Herausforderung: Traditioneller Geschmack, moderne Ansprüche

Omas gedeckter Apfelkuchen gehört zu den absoluten Kuchen-Klassikern aus meiner Kindheit. In diesem Sinne schmeckt diese Kombination aus zartem Mürbeteig, fruchtiger Füllung und süßem Zuckerguss wirklich herrlich! Traditionell ist der gedeckte Apfelkuchen reich an Zucker und Butter. Ziel ist es, diesen traditionellen Geschmack beizubehalten, aber gleichzeitig den KuchenFiguren freundlicher zu gestalten.

Zuckerreduktion mit Erythrit-Stevia-Mix

Treue Verfolger meines Blogs wissen, was jetzt kommt: Erythrit-Stevia-Mix ist einfach der Hit (und aus meiner Küche schon lange nicht mehr wegzudenken)! Dank dieser Mischung wird dein zuckerfreier Apfelkuchen genauso süß wie Kuchenvarianten mit Zucker - allerdings deutlich kalorienärmer! Erythrit ist ein Zuckeralkohol; Stevia stammt aus der Steviapflanze … und beides ist nahezu kalorienfrei! Diese Kombination ermöglicht es, den kalorienarmen Apfelkuchen angenehm süß zu gestalten, ohne den Blutzuckerspiegel signifikant zu beeinflussen.

Proteinpulver als Geheimzutat

Wo wir gerade dabei sind, den Kuchen gesünder zu gestalten: Du kannst bei meinem Rezept nicht nur den Zucker getrost weglassen, du kannst auch einen Teil des Mehls gegen (neutrales) Proteinpulver eintauschen! Das hat gleich mehrere Vorteile: Es erhöht den Proteingehalt des Kuchens, was natürlich besonders für alle Fitness-Füchse von Interesse ist. Das Proteinpulver verleiht dem Teig aber auch eine zarte Textur und kann dazu beitragen, den Mürbeteig Apfelkuchen saftig zu halten, ohne zusätzlichen Zucker hinzuzufügen. Um dein optimales Back-Erlebnis zu bekommen, schau am besten vorher nochmal kurz in meinen Guide zum Backen mit Proteinpulver rein.

Das Rezept für gedeckten Apfelkuchen ohne Butter

Dieses Rezept kombiniert traditionelle Elemente mit modernenFiguren bewussten Anpassungen.

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Zutaten für den Teig

Für Mürbeteige eignet sich Mehl mit einem niedrigen Proteingehalt, die nur schwache Glutennetzwerke ausbilden und dadurch ein eher luftig-lockeres Backergebnis ergeben. Ich greife bei Mürbeteig zu Weizenmehl Type 405.

  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 180 g Butter kalt und in kl.
  • Erythrit-Stevia-Mix nach Geschmack (oder Zucker)
  • Eine Prise Salz
  • Ein Schuss Apfelessig (optional, für einen zarteren Teig)

Zutaten für die Füllung

  • 1 kg Äpfel (säuerliche Sorten eignen sich besonders gut)
  • Zitronensaft
  • Zimt
  • Rosinen (optional)
  • Erythrit-Stevia-Mix nach Geschmack (oder Zucker)
  • Stärke (zum Andicken)

Zubereitung des Teigs

  1. Die Zutaten für den Teig erst mit den Knethaken, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
  2. In 3 etwa gleich große Kugeln formen und diese in Folie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen. Der Mürbeteig sollte mindestens 30 Minuten, besser 1-2 Stunden, kühl stehen. Direkt aus dem Kühlschrank lässt er sich, je nach Kühldauer, evtl. noch nicht gut verarbeiten. Wichtig bei der Zubereitung von Mürbeteiggebäck ist es zügig zu arbeiten. Mürbeteig kannst du einfach ein paar Tage vorher zubereiten. Es ist kein Problem, Mürbeteig länger im Kühlschrank liegen zu lassen. Das kann das Backen am Backtag wesentlich entspannter gestalten. Bei einer längeren Kühlzeit kann der Teig zuerst etwas hart wirken. Eingefrorener Mürbeteig hält sich ca. 3 Monate im Tiefkühlfach.
  3. Das Hinzufügen von Essig zum Teig hilft, die Glutenbildung zu verhindern und ihn zart zu halten. Die Handhabung mit dem Teig wird erleichtert und er bricht weniger schnell beim ausrollen. Mache dir keine Sorgen, einmal gebacken ist der Essigduft und -geschmack verflogen. Wenn Du deinen Teig ohne Essig zubereiten möchtest, ersetze den Apfelessig durch kaltes Wasser.

Zubereitung der Füllung

  1. Währenddessen die Rosinen für die Füllung in Apfelsaft einweichen.
  2. Äpfel schälen, entkernen, in Würfel schneiden und mit Zitronensaft mischen.
  3. Die Äpfel inkl. Zitronensaft, Zucker und Zimt in einem kleinen Topf rund 5 Minuten offen dünsten lassen; falls sie viel Wasser ziehen, dieses etwas abgießen. Stärke unterrühren.

Zusammenstellung und Backen

  1. Den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Eine Springform buttern und mit etwas Mehl bestäuben.
  3. Eine Teigkugel für die Decke auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (oder einer Silikonbackmatte), mit dem Springformrand ausschneiden und in den Kühlschrank legen. Übrigen Teig ebenfalls ausrollen, die Form damit auslegen und einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Boden mehrfach mit einer Gabel einstecken. Die Mandeln aufstreuen.
  4. Die vorgedünsteten Äpfel mit den Rosinen mischen und auf dem Boden verteilen.
  5. Die Teigdecke vorsichtig auf den Kuchen legen. Ränder gut festdrücken. Decke mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  6. Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen.

Zuckerguss

  1. Für den Guss gesiebten Puderzucker mit Zitronensaft vermischen, sodass ein zähflüssiger Guss entsteht.

Variationen für den individuellen Geschmack

Gedeckter Apfelkuchen bietet viele Möglichkeiten zur Kreativität und individuellen Anpassung.

  • Fruchtige Vielfalt: Neben Äpfeln kannst du für einen fruchtigeren Kuchen auch Beeren, Birnen oder Kirschen in die Füllung mischen.
  • Weihnachts-Version: Das weihnachtliche Dreamteam aus Nüssen und Äpfeln kann auch bei deinem kalorienarmen Apfelkuchen zum Einsatz kommen! Füge einfach gehackte Nüsse wie Walnüsse oder Mandeln zur Füllung hinzu.
  • Käsekuchen-Kombi: Zwischen die Apfelschichten kannst du auch noch eine Cheesecake-Füllung geben.
  • Alternative Teige: Statt Mürbeteig kannst du zum Beispiel auch Hefeteig verwenden.
  • Die Formen-Frage: Du kannst deinen zuckerfreien Apfelkuchen in allen möglichen Formen backen, ganz wie du willst.
  • Anrichten und Servieren: Zu deinem Mürbeteig Apfelkuchen machen sich frische Früchte als Beilage ganz hervorragend. Oder du gießt noch eine Soße über den Kuchen (Vanille, Karamell, Schokolade, Nuss, Beeren, …)?

Tipps und Tricks für den perfekten Apfelkuchen

  • Apfelsorten: Verwende eine Mischung aus verschiedenen Apfelsorten, um ein ausgewogenes Aroma zu erzielen. Säuerliche Äpfel wie Boskop oder Granny Smith passen hervorragend zu süßeren Sorten.
  • Teigruhe: Lasse den Teig ausreichend lange im Kühlschrank ruhen, damit er sich besser verarbeiten lässt und beim Backen nicht schrumpft.
  • Füllung andicken: Wenn die Apfelfüllung zu flüssig ist, kannst du sie mit etwas Speisestärke oder Puddingpulver andicken.
  • Backzeit: Achte darauf, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird. Decke ihn gegebenenfalls mit Alufolie ab, wenn er zu schnell bräunt.

Vegane Variante des gedeckten Apfelkuchens

Für eine vegane Variante des gedeckten Apfelkuchens können Butter und Eier einfach ersetzt werden.

Vegane Zutaten

  • Vegane Butter oder Margarine
  • Apfelmark als Ei-Ersatz
  • Pflanzliche Milch

Rezeptanpassung

  1. Vegane Butter oder Margarine anstelle von Butter verwenden.
  2. Apfelmark (zuckerfreies Apfelmus) als Ei-Ersatz einsetzen.
  3. Bei Bedarf pflanzliche Milch anstelle von Kuhmilch verwenden.

Apfelkuchen ohne Butter: Ein Rezept für Eilige

Dieses Rezept verzichtet auf Butter im Teig und ist besonders schnell zubereitet.

Zutaten

  • 230g Weizenmehl (Type 405)
  • 150g brauner Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier (Gr. M)
  • 50 ml Mineralwasser (alternativ: Milch)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 600g säuerliche Äpfel
  • 2 EL Zitronensaft
  • ½ TL gemahlener Zimt
  • 1 EL brauner Zucker für die Form

Zubereitung

  1. Äpfel waschen, trocken tupfen, schälen, vierteln, Kerngehäuse herausschneiden und die Apfelviertel in etwa 2 cm dicke Spalten schneiden. Spalten mit Zitronensaft und Zimt mischen.
  2. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Den Boden einer Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier belegen.
  3. 1 EL braunen Zucker auf der vorbereiteten Springform verstreuen. Apfelscheiben darauf anordnen.
  4. Mehl, restliche 150 g Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Salz in einer Rührschüssel vermischen. Eier, Mineralwasser und Zitronensaft zur Mehlmischung geben und alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren.
  5. Teig auf die Apfelspalten gießen und im vorgeheizten Backofen für ca. 30-35 Minuten backen.
  6. Den Springformrand nach dem Backen direkt lösen. Kuchen auf eine Kuchenplatte stürzen und vollständig abkühlen lassen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Gedeckter Apfelkuchen kann bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Am besten schmeckt der Kuchen frisch und innerhalb der ersten 1-2 Tage. Bei warmem Wetter sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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