Gebackene Köstlichkeiten mit Zimt und Zucker: Rezepte für jeden Anlass
Zimt und Zucker - eine Kombination, die Erinnerungen an gemütliche Winterabende, festliche Weihnachtsbäckerei und den Duft frisch gebackener Köstlichkeiten weckt. Ob als einfache Streusel auf einem Kuchen, als Füllung in saftigen Schnecken oder als knusprige Kruste auf Plätzchen, Zimt und Zucker verleihen jedem Gebäck eine besondere Note. Dieser Artikel präsentiert eine vielfältige Auswahl an Rezepten, die mit dieser beliebten Gewürzmischung verfeinert werden und für jeden Geschmack und Anlass das Richtige bieten.
Zimtschnecken: Saftig, fluffig und unwiderstehlich
Zimtschnecken sind ein Klassiker, der sowohl in Deutschland als auch in Skandinavien, insbesondere in Schweden und Dänemark, sehr beliebt ist. Dort gilt: Kein Tag ohne Zimtschnecke. Die Schweden feiern sogar den „Tag der Zimtschnecke“ am 4. Oktober. Es gibt unzählige Varianten dieses beliebten Gebäcks, von einfachen Rezepten für den Alltag bis hin zu raffinierten Kreationen für besondere Anlässe.
Das Grundrezept:
Für einen lockeren Hefeteig, der die Grundlage für saftige Zimtschnecken bildet, benötigt man Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter, eine Prise Salz und Hefe. Die Hefe wird idealerweise in einem Gemisch aus warmer Milch und geschmolzener Butter aufgelöst. Anschließend werden die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischt, die Hefe-Milch-Mischung hinzugefügt und alles zu einem glatten Teig verknetet. Der Teig sollte nun für etwa 30 bis 60 Minuten an einem warmen Ort ruhen, bis er sich mindestens verdoppelt hat.
Während der Teig ruht, kann die Zimt-Zucker-Butter-Füllung zubereitet werden. Hierfür werden weiche Butter, brauner Zucker und Zimt zu einer Paste verrührt.
Nach der Ruhezeit wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausgerollt und gleichmäßig mit der Zimt-Zucker-Butter-Füllung bestrichen. Anschließend wird der Teig von der Längsseite her aufgerollt und in etwa 3 cm dicke Scheiben geschnitten. Die Zimtschnecken werden nun mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt und vor dem Backen nochmals für etwa 30 Minuten ruhen gelassen.
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Für einen schönen Glanz können die Zimtschnecken vor dem Backen mit Eigelb, vermischt mit etwas Wasser, bestrichen werden. Anschließend werden sie im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 15-20 Minuten goldbraun gebacken.
Variationen:
- Frischkäse-Glasur: Für eine besonders cremige Note können die Zimtschnecken nach dem Backen mit einer Frischkäse-Glasur verziert werden. Hierfür werden Frischkäse, weiche Butter und Puderzucker verrührt und auf die noch warmen Zimtschnecken aufgetragen.
- Vegane Zimtschnecken: Wer auf tierische Produkte verzichten möchte, kann die Zimtschnecken problemlos vegan zubereiten. Anstelle von Milch und Butter können pflanzliche Alternativen wie Hafer-, Reis- oder Mandelmilch und Margarine verwendet werden.
- Zimtschnecken mit Kardamom: Für eine besondere Geschmacksnote kann dem Teig etwas Kardamom hinzugefügt werden.
- Übernacht-Zimtschnecken: Für besonders fluffige Zimtschnecken kann der Hefeteig bereits am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank gehen gelassen werden.
Rahmplätzchen: Zarte Kekse mit weihnachtlichem Aroma
Rahmplätzchen sind zarte, mürbe Kekse, die durch die Zugabe von Crème fraîche im Teig eine besondere Geschmeidigkeit erhalten. Sie sind einfach zuzubereiten und eignen sich hervorragend zum Ausstechen mit Kindern.
Das Rezept:
Für den Teig werden Mehl, Butter in Stücken, Eigelb, Zucker und Crème fraîche in einer Rührschüssel verknetet. Der Teig wird anschließend flach gedrückt in Frischhaltefolie gewickelt und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank gelegt.
Nach der Kühlzeit wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3-5 mm dick ausgerollt und mit Ausstechformen nach Wahl ausgestochen. Die Plätzchen werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt, mit einer Mischung aus Zimt und Zucker bestreut und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze für ca. 15 Minuten gebacken.
Tipps:
- Der Teig lässt sich besonders gut ausrollen, wenn er ausreichend gekühlt ist.
- Ein verstellbares Nudelholz erleichtert das gleichmäßige Ausrollen des Teigs.
- Anstelle von Zimt und Zucker können die Rahmplätzchen auch mit bunten Zuckerstreuseln verziert werden.
Baumstriezel: Weihnachtsmarkt-Feeling für Zuhause
Baumstriezel sind ein traditionelles Weihnachtsmarktgebäck, das auch zuhause im Backofen zubereitet werden kann.
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Das Rezept:
Für den Teig werden Milch, Hefe und Zucker verrührt und einige Minuten stehen gelassen, bis sich Bläschen bilden. Anschließend werden Vanillepaste, Mehl, Eier und Salz hinzugefügt und alles zu einem glatten Teig verknetet. Der Teig wird zugedeckt ca. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen gelassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
Zwei Nudelhölzer werden mit Alufolie umwickelt und gut eingefettet. Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche halbiert, eine Hälfte zugedeckt in den Kühlschrank gegeben und die andere Hälfte zu einem großen Rechteck ausgerollt. Der Teig wird in 2 cm breite Streifen geschnitten, die Streifen nacheinander um die vorbereiteten Nudelhölzer gewickelt und angedrückt. Die Nudelhölzer werden mit den Griffen auf den Rand einer Auflaufform gelegt und 10 Minuten gehen gelassen.
In der Zwischenzeit werden Zucker und Zimt gemischt und Butter in einem Topf geschmolzen. Die Baumstriezel werden rundherum mit Butter eingepinselt und mit dem Zimtzucker bestreut. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft werden sie ca. 12-15 Minuten goldbraun gebacken. Die Baumstriezel sollten zwischendurch gedreht werden, damit sie rundherum gleichmäßig braun werden.
Hamburger Spezialität: Franzbrötchen
Franzbrötchen sind eine Hamburger Spezialität, die aus einem süßen Hefeteig mit Zimt und Zucker hergestellt werden.
Das Rezept:
Hefe in der Milch auflösen, mit Mehl, weicher Butter, Zucker und einer Prise Salz verkneten, zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Min. gehen lassen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen. Restliche Butter in dünnen Scheiben auf der Hälfte des Teigs verteilen, freie Teighälfte darüberschlagen, Ränder gut andrücken. Teig wieder zu einem Rechteck ausrollen. Schmale Seiten jeweils zur Mitte hin übereinanderlegen, sodass drei Schichten entstehen, ca. 15 Min. kühl stellen. Teig nochmals ausrollen und mit etwas Wasser bestreichen. Übrigen Zucker und Zimt mischen, auf den Teig streuen und von einer Längsseite eng aufrollen. Teig mit einem Teigspatel trapezförmig in jeweils ca. 4 cm breite Stücke schneiden und mit einem Kochlöffelstiel mittig eindrücken. Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, nochmals ca. 20 Min. gehen lassen, dann im 180 Grad heißen Ofen auf mittlerer Schiene ca. 20 Min. backen.
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Zimt-und-Zuckerkuchen aus der Gugelhupfform
Dieser saftige Kuchen ist einfach zuzubereiten und schmeckt besonders gut mit einer Tasse Kaffee oder Tee.
Das Rezept:
Eier und Zucker verrühren. Mehl, geschmolzene Butter, Buttermilch und Backpulver dazugeben. Die Hälfte des Teiges in eine gefettete Gugelhupfform geben. Zimt und Zucker vermischen. 2/3 der Zuckermischung auf dem Teig verteilen. Den restlichen Teig daraufgeben und die restliche Zimt-Zucker-Mischung auf dem Teig verteilen. Den Kuchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze 50 Min. backen.
Weitere Rezeptideen mit Zimt und Zucker
Neben den oben genannten Rezepten gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Zimt und Zucker in der Küche einzusetzen. Hier sind einige Ideen:
- Zimtzucker-Streusel: Einfache Streusel aus Mehl, Butter, Zucker und Zimt sind eine köstliche Ergänzung für Kuchen, Muffins oder Crumble.
- Apfelkuchen mit Zimt und Zucker: Ein klassischer Apfelkuchen wird durch die Zugabe von Zimt und Zucker zu einem besonderen Genuss.
- Milchreis mit Zimt und Zucker: Ein einfaches und sättigendes Gericht, das besonders in der kalten Jahreszeit beliebt ist.
- Arme Ritter mit Zimt und Zucker: Eine leckere Resteverwertung für altes Brot.
- Pfannkuchen mit Zimt und Zucker: Eine schnelle und einfache Mahlzeit, die sowohl süß als auch herzhaft zubereitet werden kann.
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