Einfache Rezepte: Gebäck mit Marmelade schnell und lecker backen

Knuspriger Mürbeteig mit fruchtiger Marmelade - das ist die beste Kombination, die die Vorweihnachtszeit zu bieten hat! Plätzchen mit Marmelade sind eine gelungene Abwechslung zu klassischen Ausstechplätzchen und sind so lecker, dass sie in Nullkommanichts weggeknuspert sind. Doch nicht nur zur Adventszeit, sondern das ganze Jahr über begeistert dieses einfache Gebäck Jung und Alt.

Thementeller mit verschiedenen Marmeladen-Gebäcksorten

Beliebte Marmeladen-Plätzchen und klassische Varianten

Die bekanntesten Plätzchen mit Marmelade sind Spitzbuben, Linzer Plätzchen, Engelsaugen und Terrassenplätzchen - wer kennt und liebt sie nicht! Der typische Grundteig für Marmeladenplätzchen ist ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker und Ei. Dieser wird ausgestochen, gerollt oder zu Kugeln geformt. Die Marmelade ist entweder das süße Topping oder die fruchtige Füllung zwischen knusprigen Keksschichten. Klassiker wie Spitzbuben oder Husarenkrapfen dürfen auf keinem Weihnachtstellter fehlen. Nicht nur zur Weihnachtszeit sind Marmeladenplätzchen ein Highlight, sondern schmecken zu jeder Jahreszeit.

Die wichtigsten Marmeladenplätzchen auf einen Blick:

  • Spitzbuben: Zwei Mürbeteigscheiben mit einer Marmeladenschicht, meist mit ausgestochener Form oben.
  • Engelsaugen (Husarenkrapfen): Marmelade im Daumenabdruck, nach dem Backen gefüllt.
  • Sandgebäck mit Marmelade: Aus Spritzteig, oft mit Sterntülle und später gefüllt.
  • Terrassenplätzchen: In mehreren, gestapelten Plätzchenschichten mit Marmelade gefüllt.
Unterschiedliche Formen und Aussehen von Marmeladenplätzchen (Spitzbuben, Engelsaugen, Terrassenplätzchen)

Mürbeteig - das Basisrezept einfach erklärt

Der Teig ist im Prinzip ein Mürbeteig, der mit den Händen geknetet wird. Für den Grundteig brauchst du nur wenige Zutaten: Mehl, Butter, Zucker, Eigelb und eine Prise Salz. Die Vanille und Zitrone für das Aroma sind optional und können je nach Geschmack ergänzt werden. Am besten gibt man zunächst das Mehl in eine große Schüssel, vermischt es mit Backpulver und einer Prise Salz, formt eine Mulde und gibt die kalte Butter in kleinen Stückchen dazu. Dann die Eigelbe und den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker darüber geben. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten und zu einer Kugel formen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung wirklich kalt und fest sein, daher kommt er für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.

Grundrezept Mürbeteig:

Zutat Menge
Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630) 250 g
Rohrzucker 100 g
Bourbon-Vanillezucker 1 Päckchen
Salz 1 Prise
Eigelb 3 Stück
kalte Butter 150 g
Tipp: Zitronenabrieb oder gemahlene Vanille verleihen dem Teig eine frische Note.
Zubereitungsschritte für klassischen Mürbeteig

So bereitest du die Marmeladenplätzchen Schritt für Schritt zu

  1. Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Eine Mulde in die Mitte formen, die kalte Butter in kleinen Stücken zufügen. Dann die Eigelbe, Zucker und Vanillezucker dazugeben.
  2. Alle Zutaten schnell zu einem glatten, homogenen Teig verkneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  3. Den Backofen auf 175-180 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. Teig portionsweise abnehmen, zwischen den Händen zu etwa 2 cm großen Kugeln rollen und mit Daumen oder der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde in jede Kugel drücken. Die Mulde sollte tief genug und der Rand nicht zu dünn sein.
  5. Mit abgekühlter Marmelade füllen (ca. 1 TL je Mulde). Die Marmelade sollte möglichst fest sein und keine Stücke enthalten - man kann sie vorher durch ein feines Sieb streichen.
  6. Kekse ca. 12-15 Minuten backen, bis die Ränder goldgelb werden. Nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen.
Schritt für Schritt: Kugeln rollen, Mulden drücken, füllen und backen

Tipp zur Marmelade

Im Prinzip lassen sich die Kekse mit jeder Marmelade, Konfitüre oder mit Gelee zubereiten. Meine Kinder mögen am liebsten fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen. Wer keine Lust auf Stückchen hat, streicht sie vor der Verarbeitung durch ein Sieb.

Marmelade vor oder nach dem Backen?

Bei dieser Art von Plätzchen stellt sich immer die Frage, ob man die Marmelade vor dem Backen einfüllt oder erst danach. Ich fülle sie erst nach dem Backen ein. So bleibt der Fruchtaufstrich schön mittig und behält seine leuchtende Farbe. Füllt man die Marmelade vor dem Einfüllen erhitzt ein, wird sie im Sandgebäck wieder fest und läuft nicht heraus oder verklebt alles. Darum ist diese Variante mein Favorit beim Sandgebäck.

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Große Vielfalt: Plätzchen-Ideen und Füllungen

Du kannst kreativ werden! Die Füllung der Plätzchen lässt sich leicht variieren, sowohl geschmacklich als auch saisonal: Verwende Lemon Curd, Nuss-Nougat-Creme oder ganz unterschiedliche Marmeladensorten, wie Aprikosen-, Himbeer- oder Erdbeergelee. Durch Zugabe von Zimt, Orangeabrieb oder sogar Tonkabohne bekommt der Teig eine winterliche Note. Für die Füllung eignen sich Gelee oder Marmelade bestens, da sie schön glatt sind und sich gut verarbeiten lassen.

Gewürze/Aromen für den Teig Mögliche Füllungen
Zimt Aprikosenkonfitüre
Vanille Himbeergelee
Zitronenschale Johannisbeermarmelade
Orangenschale Schokolade
Tonkabohne Lemon Curd
Nuss-Nugat-Creme
Verschiedene Marmeladengläser und beispielhafte Plätzchenfüllungen

Tipps für das Backen und Aufbewahren

  • Nur gleich große Plätzchen zusammen backen! Sonst werden einige zu schnell braun, andere bleiben blass.
  • Marmelade unbedingt vorher kühlen, damit sie nicht zu flüssig wird - das hilft, dass sie beim Backen nicht ausläuft.
  • Wer es besonders hübsch mag, kann die Kekse nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
  • In einer luftdicht verschlossenen Dose halten sich Marmeladenplätzchen etwa ein bis drei Wochen - je nach Füllung und Lagerung.
  • Backpapier zwischen den Schichten verhindert, dass die Kekse zusammenkleben.
  • Der Plätzchenteig kann problemlos 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt oder 2-3 Monate eingefroren werden.
Richtige Lagerung von Plätzchen in Blechdosen

Gemeinsam backen macht noch mehr Spaß

Holt euch Unterstützung von kleinen Helfern und macht das Backen zu einem kleinen Event! Kinder sind stolz, wenn sie beim Teig kneten helfen dürfen. Die Marmeladenplätzchen schmecken hinterher gleich noch mal so gut und werden zu echten Familienmomenten.

Backspaß mit Kindern: Marmeladen-Gebäck kinderleicht selbst gemacht

FAQ: Häufige Fragen zu Marmeladenplätzchen

  • Warum sollte man die Marmelade für Plätzchen erwärmen? Erwärmte Marmelade ist flüssiger, lässt sich besser verstreichen und haftet besser am Gebäck.
  • Wie lange sind Gebäck mit Marmelade haltbar? Luftdicht, kühl gelagert bleiben sie etwa 2-3 Wochen frisch, getrennt von saftigen Sorten.
  • Was tun, wenn die Marmelade zu flüssig ist? Pektin, Gelierzucker oder etwas Speisestärke (mit Wasser vermischt) beim Aufkochen einrühren und vor dem Auftragen abkühlen lassen.
  • Wie erhält man optisch schöne Plätzchen? Marmelade nach dem Backen einfüllen - sie bleibt dann schön mittig und läuft nicht aus.
  • Welche Sorten eignen sich? Gelee, Konfitüre oder Marmelade ohne Stückchen sind ideal. Auf Wunsch kannst du sie vorher durchsieben.

Nichts geht über eine kleine Nascherei als Nachtisch - süßes Gebäck nach einem deftigen Mittagessen! Plätzchen mit Marmelade verbinden zarten Mürbeteig mit einer fruchtigen Füllung und gehören definitiv zu den Klassikern jeder Keksdose. Viel Spaß beim Nachbacken!

Süße Plätzchenteller mit verschiedenen Marmeladenfüllungen

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