Tipps zur Herstellung einer perfekten Fondanttorte

Die Herstellung einer Fondanttorte kann eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Tipps und Tricks gelingt auch Anfängern ein beeindruckendes Ergebnis. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung, von der Vorbereitung des Fondants über das Eindecken der Torte bis hin zur Dekoration und Lagerung.

Vorbereitung ist das A und O

Wie bei jedem Backprojekt ist eine gute Vorbereitung entscheidend für den Erfolg. Dazu gehört ein genauer Zeitplan, ausreichend Zeit und idealerweise eine Probetorte, um den Ablauf zu üben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch einen Kuchen-Dummy aus Styropor verwenden, um das Eindecken zu üben.

Die Wahl des Fondants

Es gibt verschiedene Arten von Fondant, darunter Schokoladenfondant, Gelatinefondant und MMF (Marshmallowfondant). Die Wahl hängt vom persönlichen Geschmack und den Vorlieben ab. Gelatinefondant muss vor der Verarbeitung mindestens 24 Stunden ruhen, während MMF sofort verarbeitet werden kann. Schokoladenfondant ist besonders wegen seines Geschmacks beliebt.

Fertigen Fondant zu kaufen, ist besonders für Anfänger empfehlenswert, um ein Gefühl für die richtige Konsistenz und Verarbeitung zu bekommen. Es gibt ihn in vielen Farben und er spart Zeit. Wer jedoch öfter Torten herstellt, kann MMF auch selbst machen und Marshmallows und Puderzucker auf Vorrat halten.

Für eine normale Torte (26er oder 28er) benötigt man etwa 1 kg Fondant. Es wird zwar weniger verwendet, aber der Fondant muss größer als die Torte ausgerollt werden (mindestens plus 10 cm), damit man sie perfekt überziehen kann. Die Reste werden abgeschnitten.

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Das richtige Arbeitsmaterial

Ein Silikonausrollstab ist zwar etwas teurer, aber eine lohnende Investition. Alternativ kann man auch ein normales Nudelholz oder ein sauberes Plastikrohr verwenden. Für eine Torte empfiehlt sich ein langer Ausrollstab von mindestens 23 cm, besser 40 cm.

Das Eindecken der Torte

Der Fondant muss gut vorbereitet und geschmeidig geknetet werden. Dazu die Hände leicht mit Kokosfett (Palmin soft ist ideal) einfetten und den Fondant kneten. Nach ein paar Minuten wird er weicher und lässt sich gut bearbeiten. Dieser Schritt ist wichtig, um Risse im Überzug zu vermeiden.

Die Arbeitsfläche mit etwas Speisestärke oder Puderzucker bestäuben und den Fondant gleichmäßig in alle Richtungen ausrollen. Dabei den Fondant immer etwas weiterdrehen, damit man nur vertikal von oben nach unten rollen muss. So verhindert man auch, dass er anklebt.

Wenn die endgültige Größe erreicht ist (immer ein paar Zentimeter größer als die Torte), den Fondant mit Schwung mittig auf die Torte heben. Zuerst die Oberfläche mit einem Glätter von der Mitte nach außen glatt streichen. Dann die Ränder anpassen, indem man die einzelnen Falten immer wieder anhebt und versucht, den Fondant gleichmäßig zu verteilen. Bei einer großen Torte hebt man den Rand an mehreren Stellen an, bis alles glatt verteilt ist.

Anschließend alles festdrücken und mit einem großen Messer großflächig um die Torte herum schneiden, aber noch ca. 2 cm zu viel stehen lassen. Mit zwei Glättern vom oberen Rand der Torte nach unten streichen, dabei aufpassen, dass an der oberen Kante keine Risse entstehen. Zum Schluss genau an der unteren Kante entlang schneiden und den MMF etwas länger lassen, da er noch schrumpfen wird. Abschließend noch horizontal ein paar Mal um den Tortenrand streichen, bis alles glatt ist.

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Umgang mit Blasen und Rissen

Blasen im Fondant entstehen oft durch falsches Kneten. Wichtig ist es, den Fondant nicht übereinander lappend zusammenzuschlagen, da sonst Luft in den Zwischenräumen bleibt. Ist es doch einmal passiert und es zeigt sich eine Blase, diese mit einer sauberen Nadel aufpichsen und mit dem Glätter nochmals darüber gehen.

Zu dünner Fondant führt oft zu Rissen. Sollten sich Risse zeigen, den Fondant auf der Torte erst einmal trocknen und erhärten lassen. Dann ein neues Stück Fondant abschneiden, weich kneten und mit feuchten Händen "klebrig" machen. Damit die Risse auffüllen, mit Puderzucker bestäuben und mit den Fingern, anschließend einem Glätter darüber "bügeln", bis alles schön glatt ist.

Farbgestaltung und Dekoration

Zum Einfärben von Fondant eignen sich am besten Pastenfarben von Wilton und Sugarflair. Man benötigt nur geringe Mengen, da sie eine ausgezeichnete Deckkraft haben. Mit einem Zahnstocher eine geringe Menge entnehmen und unter den Fondant kneten.

Auch Pulverfarben lassen sich gut zum Abpudern von Blüten oder Modellagen oder zum Malen auf Fondant verwenden. Dafür verdünnt man ein paar Krümel Farbe mit klarem Alkohol (Wodka) und kann dann mit einem Pinsel die Torte oder einzelne Teile bemalen.

Flüssige Farben sind nicht empfehlenswert, da sie kaum Deckkraft haben und den Fondant klebrig machen würden.

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Zum Kleben von Dekoelementen wie Figuren oder Blüten verwendet man Zuckerkleber. Eine geringe Menge mit einem Pinsel auftragen und alles hält super. Wasser kann den Fondant aufweichen, daher ist Zuckerkleber die bessere Wahl.

Es gibt unzählige Varianten, den Fondant zu bearbeiten. Ein gewisses Grundsortiment an Werkzeugen erleichtert die Arbeit, aber gerade am Anfang muss man nicht alles kaufen. Viele nützliche Sachen findet man auch zu Hause.

Lagerung von Fondant und fertiger Torte

Aus dem Fondant (auch wenn es nur noch Reste sind) immer eine Kugel formen und etwas flachdrücken. Dann in Frischhaltefolie wickeln, in einen verschließbaren Gefrierbeutel legen, zuknoten und zusätzlich in eine Frischhaltedose geben. Es darf keine Luft herankommen, da er sonst austrocknet. Fondant hält sich einige Wochen bei Zimmertemperatur, aber man kann ihn auch kühl lagern. Vor der Verwendung herausnehmen und ein paar Stunden auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Die Haltbarkeit einer fertig eingedeckten Torte richtet sich nach dem Inhalt. Eine Torte mit Sahnefüllung lässt sich kürzer lagern als ein Rührkuchen. Generell sollte man sich an die 3-Tage-Regel halten. Als Lagerort empfiehlt sich ein kühler Ort (Keller) oder der Kühlschrank. Wichtig ist, dass er geruchsneutral und trocken ist. Die Torte darf nicht abgedeckt werden, da sie sonst durchweicht. Rechtzeitig vor dem Anschneiden aus dem Kühlschrank holen, damit das Kondenswasser verfliegen kann.

Modellierfondant und Blütenpaste

Während Zuckerblüten nur aus Blütenpaste hergestellt werden, werden Figuren und Dekoteile aus Modellierfondant geknetet. Er trocknet nicht so schnell wie Blütenpaste, stabilisiert aber alles gut. Einfachen Fondant würde zusammensacken und nicht richtig trocknen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Modellierfondant herzustellen:

  1. 250 g Fondant mit 1 TL CMC mischen und gut verkneten.
  2. Eine Mischung aus normalem Fondant und Blütenpaste im Verhältnis 50:50.

Figuren können zusätzlich mit Spagettistücken stabilisiert werden.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Auch bei größter Sorgfalt können Fehler passieren. Ein genauer Zeitplan ist daher wichtig. Es ist ratsam, vor dem großen Ereignis eine Probetorte anzufertigen.

Bevor man den Kuchen mit Fondant eindeckt, muss man ihn fondanttauglich machen. Sonst wird das Fondant weich und klebrig, reißt an den Seiten und es bilden sich Fondant-Pfützen. Man kann den Boden mit einem Ring aus Buttercreme oder Ganache versiegeln.

Ob gekauftes oder selbst hergestelltes Fondant, um das Kneten kommt man nicht herum. Das Fondant auf Zimmertemperatur bringen und die Hände mit Kokosfett einfetten. Beim Kneten darauf achten, die Luft herauszudrücken, um Luftblasen zu vermeiden. Falls doch Luftblasen entstehen, diese mit einer sauberen Nadel aufstechen und glatt streichen.

Beim Ausrollen sollte das Fondant unbedingt größer sein als der Kuchen. Mit einem Rand von zehn Zentimetern zusätzlich sollte man gut hinkommen.

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