Flammkuchen mit Ziegenkäse, Rosmarin und Honig – Dr. Oetker Rezept & Zubereitung
Flammkuchen oder auch: Backen ist Liebe - auch im Sommer. Ich liebe Flammkuchen, jedoch war es gefühlt noch nie so heiß wie jetzt. Völlig egal wie leidenschaftlich gern ich auch backe, die Motivation, bei den Temperaturen den Ofen anzuheizen, hält sich doch ein wenig in Grenzen. Geht nicht nur mir so oder?! Aber Backen ist Liebe, zumindest für mich.
Und schaue ich genauer hin, dann taucht die Frage auf… Wieso bei einer Leidenschaft auf den Pause Knopf drücken, nur weil einem vielleicht dabei etwas heiß werden könnte? Das schlechte Gewissen machte sich breit und ziemlich schnell hieß es für mich: Auf die Plätze, fertig, backen! Besonders im Sommer ist Flammkuchen von keiner Speisekarte wegzudenken - super lecker, aber dabei nicht zu mächtig.
Warum diese Variante?
Für mich lässt ein richtig guter Flammkuchen sogar Pizza ziemlich alt aussehen. Ganz klassisch läuft er uns ja meist als „Elsässer Art“ mit Schinken und Zwiebeln über den Weg. Aber wer denkt, dass das schon alles ist, irrt sich gewaltig. Flammkuchen ist genauso vielfältig in Teig und Belag interpretierbar, wie passend zu einem kühlen Glas Weißwein in der Sonne.
Klingt zunächst ungewöhnlich, ich gebe es zu. Jedoch… Wenn du es dir einmal richtig durch den Kopf gehen lässt, dann denke doch einfach mal an knusprig gebackenen Boden, die zarte Würze des Käses und die milde Süße von Honig! Überzeugt? Ziegenkäse spaltet die Geschmäcker, ich weiß. Wer sich (noch) nicht ran traut, muss nicht auf diese tolle Kombination verzichten.
Zutaten (für 2 große Flammkuchen)
- 250 g Mehl (alternativ 230 g Dinkelmehl Typ 630 in manchen Varianten genannt)
- 125 ml Wasser (in Varianten: 120 g bzw. 125 ml Wasser)
- 2 EL Olivenöl oder 30 g Rapsöl (je nach Rezeptvariante)
- 1 TL Salz (bzw. 1/2 TL Salz in anderen Mengenangaben)
- 150-200 g Crème fraîche oder Creme Leicht / Creme fraïche
- 1 EL Zitronensaft
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Rolle Ziegenkäse (Ziegenkäse-Taler, Menge ca. 100-150 g)
- 2 Zweige Rosmarin (Nadeln grob gehackt)
- Honig, vorzugsweise Waldhonig, zum Beträufeln
- Optional: 2 gevierte Feigen oder fein geschnittene Birne
Benötigte Küchenhelfer
- Küchenmaschine oder Handmixer mit Knethaken
- Nudelholz
- Backblech mit Backpapier oder Pizzastein
- Messer und Brett zum Schneiden
Teig zubereiten - Schritt für Schritt
Zuerst bereiten wir den Flammkuchenteig vor. Dazu gibst Du 250 g Mehl, 2 EL Olivenöl, 1 TL Salz und 125 ml Wasser in eine Rührschüssel und vermengst alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder einem Handmixer. Dann gut durchkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
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Lass‘ den Teig dann für 30 Minuten abgedeckt ruhen, damit Du ihn besser verarbeiten kannst. Nun teilst Du den Teig in zwei gleich große Stücke, denn die Menge ist ausreichend für 2 große Flammkuchen. Rolle den Teig mit einem Nudelholz dünn aus. Dazu kann es sinnvoll sein, etwas Mehl oder Hartweizengrieß auf die Arbeitsfläche zu geben, damit der Teig nicht anklebt.
Belag vorbereiten
Knoblauch und Rosmarin fein hacken, mit Crème fraîche, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Diese Mischung auf den Teig streichen. Dann 150 g Crème fraîche in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen. Den Flammkuchen damit bestreichen.
Bestreiche dann den Flammkuchen damit und belege ihn mit der Ziegenkäse Rolle, die Du vorher natürlich in Scheiben schneidest. Nun gibst Du pro Flammkuchen einige Ziegenkäse-Taler auf den Belag, den Du von der Ziegenrolle abgeschnitten hast. Dazu kommt etwas frischer Rosmarin. Die Nadeln würde ich mit dem Messer grob durchhacken.
Die Zwiebel und den Käse in feine Ringe/Scheiben schneiden und darauf verteilen (falls Du die Zwiebel-Version bevorzugst). Optional: Wer mag, kann pro Flammkuchen auch 2 geviertelete Feigen oder etwas fein geschnittene oder gehobelte Birne daraufgeben.
Backen - Temperatur, Zeit und Tipps
Idealerweise hast Du Deinen Backofen schon auf 250 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) auf. Falls Dein Ofen noch mehr Temperatur hergibt, dann gerne auch heißer. Schiebe den Rosmarin-Flammkuchen in den Ofen und lass‘ ihn für rund 10 Minuten backen, bis er goldbraun geworden ist. Je nach Hitze Deines Ofens kann es auch kürzer oder länger dauern.
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Im vorgeheizten Backofen bei 250 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) rund 10 Minuten backen. Sofern Dein Ofen höhere Temperatur erzeugen kann, kannst Du ihn auch gern voll aufdrehen. Ich backe den Flammkuchen immer bei 300 Grad Celsius für wenige Minuten. Sobald der goldgelb überbacken ist, kannst Du ihn aus dem Ofen nehmen und heiß servieren.
Finish & Serviervorschläge
Den Honig darüber träufeln. Ca. Heute gibt es eine süße Abwandlung des allseits beliebten Flammkuchens mit Ziegenkäse, aromatischem Rosmarin und Honig verfeinert. Diese Variante ist besonders für alle vegetarischen Genießerinnen und Genießer ganz wunderbar geeignet.
Ein desserthafter Flammkuchen belegt mit würzigem Ziegenkäse, aromatischem Rosmarin und verfeinert mit Waldhonig. Der knusprige (und natürlich selbst gemachte) Flammkuchenteig wird mit Crème fraîche bestrichen und trägt einen aromatischen Belag aus Ziegenkäsetalern und Rosmarin - wer mag, kann gerne noch fein geschnittene Birne oder geviertele frische Feigen dazugeben.
Varianten & persönliche Tipps
- Für einen leichteren Belag: Crème Leicht statt Crème fraîche verwenden.
- Wer keinen Ziegenkäse mag, kann auf milden Frischkäse ausweichen, kombiniert mit etwas Honig für die Süße.
- Für extra-knusprigen Boden: Flammkuchen auf Pizzastein bei maximaler Ofentemperatur backen.
- Im Sommer am besten im Freien genießen: Am allerbesten genießt sich der Flammkuchen im Sonnenschein und mit lieber Gesellschaft.
Wissenswertes & Motivation
Ich bin ein großer Fan von selbst gebackenem Flammkuchen. Ein schneller Teig lässt sich ziemlich unkompliziert und einfach vorbereiten. Und dann kann sich jeder nach Lust und Laune seinen Lieblings-Flammkuchen zusammenstellen und backen. Mittlerweile haben sich ja soooo viele verschiedene Flammkuchen Beläge etabliert, dass man gefühlt Jahre bräuchte, um sich durch all‘ die leckeren Kreationen zu schlemmen.
Ich wünsche Dir einen guten Appetit! Hast Du alles am Start? Dann legen wir los mit der Zubereitung. Jetzt wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim Nachbacken und wie immer einen guten Appetit.
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